Realistischer Wert für Fahrtkosten?

Erst mal herzlichen Dank für die anregende Diskussion. Meine Werte sind natürlich zum Teil Schätzwerte und zum Teil Erfahrungswerte.

Ich habe schon lange nicht mehr Diesel unter 1.40 Euro gesehen. Ich fahre ein für meinen Arbeitsplatz eher zurückhaltenden / sparsamen Wagen und komme trotzdem gerade so hin. 7 Liter Verbrauch sind bei Geschwindigkeiten von 160 km/h Autobahn plus Stadtverkehr mE realistisch. Wer die 5 liter in den Prospekten glaubt, ist selbst schuld.

Ja, meine Personalkosten sind in den 1 Euro zum Kunden drin, aber ich verursache beim besten Willen keine 60 bis 70 Euro Arbeitsplatzkosten in der Stunde. (Gerechnet bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 100 km je Stunde). Bei längeren Fahrten ist das aber eher mehr. Insgesamt finde ich daher die Regelung etwas unausgeglichen und wollte einfach mal nach Vergleichswerten fragen, weil ich sonst nicht weiss, wie andere Unternehmen das handhaben.

Ich denke, dass ich mal in absehbarer Zeit im Rahmen eines Gehaltsgesprächs darauf ansprechen werde. Immerhin ist das Fahren ja auch deutlich teurer geworden.
 
Ich betone es nochmal, weil du es wohl nicht wirklich einsiehst, obwohl es alle mehrfach schon erwähnt wurde.


Selbst wenn du nach deiner Rechnung 1€ / 100km Verlust machst, ist das bei weitem nicht so schlimm wie du es dir ausmalst.
Schon allein der Wertverlust des Autos bemisst sich neben KM natürlich auch sehr stark anteilig nach dem Alter... etwas dass du sonst alleine tragen müsstest. Ebenso wie schon erwähnt, TÜV, etc.
Wünsche dir natürlich trotzdem, dass du Erfolg hast und mehr kriegst.
 
nur mal so nebenbei: ich fahre einen Diesel, der weniger als 6L/100km verbraucht und der Sprit liegt aktuell bei uns bei 1,359€

zum Thema:
ich versteh nicht, warum einige über die Bahn fliegen müssen, um im Endeffekt vielleicht 5 Minuten rauszuholen, aber egal
wenn ich nur Stadtverkehr fahre oder auf der Autobahn immer über 120km/h, dann komm ich auch auf über 7L/100km

30 Cent pro Kilometer sind Standard, aber mal eine Frage: habt ihr keinen Fahrzeugpool?
also quasi Autos, die bei Bedarf an Mitarbeiter "verliehen" werden, um dienstliche Fahrten zu tätigen?
ich musste damals auch die meiste Zeit mit meinem Auto fahren, aber wenn die Möglichkeit bestand, hatte ich einen Firmenwagen
die 30 Cent sind zwar schön und gut, aber was ist, wenn ein Unfall passiert? den Schaden zahlt die Firma nämlich nicht
 
den Schaden zahlt die Firma nämlich nicht
Deshalb sind 30 ct auch zuwenig. Man könnte ja mit dem AG noch aushandeln, das er einen jährlichen Zuschuss zur Vollkasko zahlt oder einen einmaligen Zuschuss zum Neuwagen, wenn der Wagen im Dienst "Totalschaden" werden sollte.
 
werkam schrieb:
Deshalb sind 30 ct auch zuwenig. Man könnte ja mit dem AG noch aushandeln, das er einen jährlichen Zuschuss zur Vollkasko zahlt oder einen einmaligen Zuschuss zum Neuwagen, wenn der Wagen im Dienst "Totalschaden" werden sollte.

Das musst du dann aber alles versteuern etc blablabl.

Ich sag dir nochmal, was dir andere auch gesagt haben:
Deine Vollkasko zahlst du so oder so, und selbst wenn du 5.000 km mehr versichern (müsstest) wäre der Aufpreis relativ gering. KFZ Steuer zahlst du auch so oder so, egal ob du für deinen AG fährst oder nicht. Und die Karre steht eh vor deiner Tür, jeder Mehrkilometer kostet dich an Wertverlust nicht besonders viel. Du rechnest mit Vollkosten, da kommst du oftmals nicht ganz hin, das weist der ADAC jedes Jahr aufs neue aus. Deine Teilkosten liegen aber idR ganz erheblich drunter somit machst du im Normalfall mit 30cent / 100 km sogar Gewinn. Wieviel fährst du überhaupt für deinen AG? Wenn du mehr als 30.000km / Jahr für ihn fährst, sollte ein Firmenwagen für ihn idR günstiger sein.
 
Zurück
Oben