[Recht] Fotografien von fremde Personen, ohne du Bilder zu veröffentlichen?

HendrikMue schrieb:
@moses

es geht hier nicht nur um irgendeine, aus deiner Sicht "abartige" Mentalität der Deutschen. Es geht hier auch einfach um Respekt! Respekt vor der Person, Respekt vor deren Persönlichkeitsrechten.
(...)
Wenn mich irgendjemand in der Stadt unbemerkt ablichtet, habe ich weder die Kontrolle darüber, was mit diesem Bild passiert, noch weiß ich, wie mich das Foto darstellt. Das ist mein Problem.

Eben. Natürlich wird durch diese Gesetzgebung der Künstler in seiner Entfaltung behindert. Aber nicht jeder Künstler hat den nötigen Respekt vor seinen Mitmenschen. Ich würde keinen Menschen in einer unvorteilhaften Situation ablichten wollen. Aber das bin ja nur ich - da gibt es ganz andere Kaliber. Mir fällt sein Name gerade nicht ein - er schlendert durch NY, springt von unten mit der Kamera vor das Gesicht der Leute und knipst sie mit ihrem überraschten, erschreckten Gesichtsausdruck. Das ist völlig inakzeptabel. Deswegen gibt es Gesetze, die Menschen vor solchen A-Löchern schützen.


HendrikMue schrieb:
@moses
Wenn man mich vorher nicht fragt, geht das in meinem Fall in Ordnung - schließlich weiß ich selber, dass es bei Streetfotografie auf den ungestellten Moment ankommt, der durch ein vorheriges Fragen zunichte gemacht wird. Derjenige hat aber gefälligst nach der Aufnahme zu mir zu komme, damit ich selber beurteilen kann, ob dieses Bild nachher nicht negativ bzw. gegen mich verwendet werden kann.

Ich habe es oben schon mal angedeutet - das ist bei mir nicht möglich, da analoge Minolta. Im Idealfall müsste man seine Fotos so machen, dass die Person (und eventuelle Ordnungskräfte) es gar nicht mitbekommt, dass sie gerade zum Kunstwerk wurde :)
 
leboef schrieb:
er schlendert durch NY, springt von unten mit der Kamera vor das Gesicht der Leute und knipst sie mit ihrem überraschten, erschreckten Gesichtsausdruck. Das ist völlig inakzeptabel. Deswegen gibt es Gesetze, die Menschen vor solchen A-Löchern schützen.

Ohne Kamera wäre das minder verwerflich?
 
@DogLife

Darum geht es doch garnicht.
Das ist nur ein Beispiel, dass es eben nicht einfach darum geht ein Foto zu machen wo jemand anders drauf ist.
Das wäre ja eben nicht verwerflich.

Das Problem ist: Wenn es erlaubt ist einfach so andere Leute zu fotografieren wird das schnell langweilig. Und dann werden andere schnell kreativ.
Dann kommt es eben auch zu Bildern die den Leuten vielleicht peinlich sein können. Und um das im Grundzug schon zu vermeiden gibt es das Recht am persönlichen Bild.
 
DogLife schrieb:
Ohne Kamera wäre das minder verwerflich?

Seine Kamera schützt ihn. Ohne diese hätte er längst schon eine auf die Mütze bekommen, oder er wäre längst von den Männern in weiß abgeholt. Aber eine lustige Vorstellung ist es: springt die Leute von unten an und tut so, als hätte er ein Foto gemacht ^^
 
@Hendrik
Ich wurde auf der Straße halt schon mehr als einmal recht böse angemacht ob wohl ich weder Menschen Fotografiert habe noch auf irgend eine Art und weise aufdringlich war. Ich lauf auch nicht mit fetter DSLR und 70-200/2.8 durch die gegend. Ich werde auch nicht Leute anspringen und erschrecken. Nur wenn man am Weihnachtsmarkt die Ausstellungsstücke fotografiert und dafür dann blöd von der Seite angemacht wird, frage ich mich warum ich mir das noch anfange.

Insgesamt sollte man einen Mittelweg finden nicht mehr und nicht weniger.
E: aber warum schreib ich eigentlich, bin jetzt ja ohnehin als respektloses ars****ch gebrandmarkt???und das von Leuten die mich nie persönlich kennengelernt haben. (Andersherum allerdings auch nicht...)
 
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Moses, das was du leider erlebst, ist nur die Boshaftigkeit von Personen, die in ihrem Leben in ihren Augen nichts erreicht haben und sich aufm Weihnachtsmarkt die Kante geben. A-löcher gibts vor und hinter der Kamera ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
DogLife schrieb:
Moses, das was du leider erlebst, ist nur die Boshaftigkeit von Personen, die in ihrem Leben in ihren Augen nichts erreicht haben und sich aufm Weihnachtsmarkt die Kante geben. A-löcher gibts vor und hinter der Kamera ;)

Nope. Moses war einfach nicht schnell genug :)

Es gibt nur eine global gültige Regel für Street: nicht groß nachdenken, keine große Komposition, schnell handeln: knipsen und weg. Siehst Du aus dem Augenwinkel, dass dein Knipsen bemerkt wurde - weitergehen, bloß nicht hingucken, keinen Kontakt suchen, eventuell so tun, als würdest Du das Haus gegenüber fotographieren. Einfach so tun als hätte man irgendetwas geknipst, aber nicht die Person, die nur zufällig da war. Das funktioniert, weil die Person dann nicht mehr das Gefühl hat, der Mittelpunkt deines Fotos gewesen zu sein.
 
Dem wird wohl so gewesen sein obwohl ich schon immer versuche das einzuhalten. Verstecken werde ich mich aber sicher nicht. Das macht es in meinen Augen nicht besser... ;)
 
Naja, meine PEN1 hat leider einen recht lauten Shutter - Fotos bleiben da leider nicht unbemerkt :rolleyes:

Ansonsten kann natürlich an sich keiner wissen, ob ich nun per Weitwinkelobjektiv die Straße/ein Gebäude fotografiert habe, oder doch eher eine Person ;)

Street Photographie also bevorzugt im Anzug. Das verlangt einem eine gewisse "Autorität", und man könnte als Makler durchgehen. Oder als professioneller Paparazzo. Die dürfen sowas ja :P

Wo wir schon mal bei Bruce Gilden sind:
So sollte man in Deutschland nicht fotografieren:
http://www.youtube.com/watch?v=IRBARi09je8
 
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