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Reparatur möglich? - MB QUART 390 Lautsprecher

Jockel28

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Moinsen Forum,


ich habe zwei alte MB QUART 390 - Lautsprecher, welche mittlerweile irgendwie sehr muffig/rauschig klingen, der eine Hochtöner sogar fast gar nicht mehr. Andere Lautsprecher funktionieren einwandfrei an meinem Verstärker. Die klangen vor Jahren viel besser.

Hab also die erste Kiste mal aufgeschraubt. Ich glaube, dass mir dabei aus Versehen die Schwingspule des Hochtöners gerissen ist, da ich zuerst die Schrauben der Magneten gelöst hatte... Auf der Platine des Lautsprechers ist eine deutliche "Suppe" sichtbar. Außerdem sind zwei Elkos verfärbt.

Was für Werkzeuge, Messgeräte und Ersatzteile werden für so eine Reparatur benötigt? Wie wird eine neue Schwingspule nach erfolgter Reparatur neu "zentriert"? Zwar habe ich mir schon ein bisschen was an Wissen angeeignet, stehe aber teils noch auf dem Schlauch und benötige Rat von Leuten, die sich mit sowas auskennen. Über Verweise auf nützliche Tutorials oder Hilfestellungen würde ich mich auch schon sehr freuen.
Bevor ich die Dinger einfach wegschmeiße, dachte ich mir, dass ein Reparaturversuch mal eine interessante Abwechslung im Alltag wäre.

Die Elkos auf der Platine:
ELKO glatt 23 VAC 33 uF 4 U
ELKO glatt 23 VAC 22 uF 3U
ELKO glatt 23 VAC 100 uF 12T TFZ/TM



Grüße



Jockel
 

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Meist musste man "nur" die Kondensatoren der Frequenzweichen neu aufbauen.
Die Lautschrecher hielten eigentlich ewig.

Schau nach ob bei den Lautsprechern das Gummi aussen noch gut beweglich ist. Die Hochtoener musst Du eh tauschen weil den einen hast Du gekillt.

1771175506143.png
 
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sehe ich völlig anders...
die Elkos liegen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht im Signalweg des Hochtöners, dafür ist der blaue (vermutlich MKT) Kondi zuständig.

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind die Hochtöner überlastet worden (Clipping vom Verstärker), der abgebildete Schwingspuelenträger sieht ja auch schon extrem lädiert aus. Dazu kommt dann noch das verharzte Ferofluid.

die Sicken vom MT/TT sehen zumindest auf den Bildern hervorragend aus, die verursachen nicht die beschriebenen Probleme.

Elkos (Achtung, das sind Bipolare "Audio" Elkos, keine normalen) kann man auf Verdacht wechseln, ist billiger und einfacher als passendes Messgerät-Equipment dafür. Das wäre aber erst mein zweiter Schritt.

wenn man die LS retten möchte, dann müssen meiner Meinung nach beide Hochtöner gewechselt oder repariert werden. Da wird Ersatz recht schwer zu bekommen sein, zumindest für einen "angemessenen" Preis.
eigentlich muss es sich bei den LS schon um Liebhaberstücke handeln...

vielleicht hilft dir das hier weiter?!? Allerdings habe ich auf die Schnelle nicht gesehen, wo der die Kalotten/Spulen aus China her hat. Wenn du da günstig ran kommst, dann machen und ausprobieren!
 
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Multimeter und ein Lötkolben würde sich anbieten.1nen Fus von einem Bauteil auslöten und mit dem Multimeter überprüfen ob die Werte auch noch stimmen oder der Kondensator beschädigt ist. Induktivitäten bräuchte man ein anderes Messgerät was teuer wäre, muss aber nicht sein da sagen Widerstandswerte auch schon viel aus. Hat ne Spule 0 Ohm oder Endlos Ohm, ist das schon verdächtig.
Könntest ohne zu Löten erstmal mit nem Multimeter die Bauteile Messen auch wenn durch die Schaltung die Werte nicht korrekt sind und dann vergleichen mit der anderen Werten aus Lautsprecher 2.
Ist keine Garantie es könnten auf beide Platinen die gleichen Bauteile gleich schlecht sein, aber wenn es abweichungen gibt dann weiste schonmal das da was nicht stimmt.
Das gleiche bei den Lautsprechern. Wenn die Ohmwerte auf Kurzschluss oder Endlos sind, ist da was faul.
An sonsten auf das übliche verdächtige kuggen. Schwarze stellen (was zu Heiß geworden und mit der Zeit die Werte schlechter), gammelige Kontakte, Schlechte oder abgerissene Leiterbahnen oder Lötkontakte, Risse in den Bauteilen (Einfach mal Wackeln am Bauteil), mit wehnig Last (Lautstärke) den Lautsprecher direkt am verstärker anschließen und hören ob was verdächtig ist. Geringe Lasten ohne Hoch oder Tiefpassfilter halten Hoch oder Tieftöner schon für kurze Zeit aus aus, nur kuggen ob sie gehen und wie sie sich anhören und so einfach durchprobieren...
 
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Mickey Mouse schrieb:
wenn man die LS retten möchte, dann müssen meiner Meinung nach beide Hochtöner gewechselt oder repariert werden. Da wird Ersatz recht schwer zu bekommen sein, zumindest für einen "angemessenen" Preis.
Sehe ich auch so. Sobald die Lautsprecher ein gewisses Alter überschritten haben, kannst Du das mit Ersatzteilen vergessen. Und sowas zu lagern bringt auch nichts, da es auch bei Ruhe Materialermüdungen und -alterung gibt.
Die Dinger sind - je nach Version, ca 36-42 Jahre alt.

Kauf Dir ein paar neue, und fertig. Nichts ist für die Ewigkeit.
 
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Jockel28 schrieb:
deutliche "Suppe" sichtbar
Klebstoff

Tausch alle elkos. Und versuche ähnliche Hochtöner zu bekommen. Also beide tauschen.
 
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Also die Hochtöner sind jetzt vermutlich ein Totalschaden, allerdings wirst du auf Thomann für Ersatz fündig.

Ansonsten wenn die Elkos oder das Material der Lautsprecher ermüden, ist da leider nicht mehr viel zu retten.

Einzig was ich noch als Bastler empfehlen kann ist in diesem Fall eine Neubestückung, bzw so wies schon die Vorposter empfohlen haben.

In so einem Fall solltest du aber ebenso abwägen, obs dir den Preis und Bastelaufwand wert ist oder ob du um das Geld schon was Neues bekommen würdest.
 
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Würde auch sagen: neue Hochtöner rein + Elkos tauschen.
Problem: Die Höchtöner einzeln wirst nicht mehr finden (ich habe es gerade schon versucht). Allerdings gibt es bei Kleinanzeigen die Lautsprecher für kleines Geld - vielleicht die einen ausschlachten und damit deine retten?
 
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Die Hochtöner zu reparieren wäre sicher ein lustiges Abenteuer, und wenn du die Ersatzteile findest... :) die Spule sollte von den Schrauben fixiert werden (ganz vorsichtig aufsetzen und gleichmäßig anschrauben).
Solltest aber bedenken, dass du das Ferrofluid sauber aus dem Luftspalt herausholst und neues reinmachst, was gar nicht so un-aufwendig ist;).
Aus einem anderem Ls tauschen ist einfacher möglich, das Ferrofluid ist aber auch bestimmt schon ausgetrocknet.
Villeicht wäre ein neuer Ht da eine ganz gute Lösung. Am besten wäre es natürlich angaben wie Wirkungsgrad zu finden,würde aber eher zum Hifi-Bereich, Alternative tendieren.
Pa Hochtöner von Thomann haben da meist einen anderen Wirkungsgrad und sind dann viel zu laut.

Und wie schon gesagt wurde die Elkos tauschen :daumen:
 
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Ich hatte mal bei einem Lautsprecher gegen andere Hochtöner getauscht, weil die Originalen so nicht mehr erhältlich waren. Obwohl die Kenndaten übereinstimmten, klangen die Lautsprecher danach nie mehr so wie vorher, und klangen schlechter für mich.
 
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nutrix schrieb:
klangen schlechter für mich.
:) Ja ein Austausch ist auch ein Glücksspiel, und genau wie vorher wird es niemals klingen.
Wollte nur als einfachere Lösung erwähnt werden, um die Lautsprecher ev. wieder Gangbar zu machen;).
Aber ich würde die Tieftöner und die Mitteltöner (leiser) mal ohne Frequenzweiche testen ob die noch in Ordnung sind.
 
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Da du die dritte Verion der 390er hast, sollte der Hochtöner ein MCD 26 bzw. 95-6549 sein. Danach musst du suchen. Z.B. hier zu finden. ;)
 
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BFF schrieb:
Meist musste man "nur" die Kondensatoren der Frequenzweichen neu aufbauen.
Die Lautschrecher hielten eigentlich ewig.

Schau nach ob bei den Lautsprechern das Gummi aussen noch gut beweglich ist. Die Hochtoener musst Du eh tauschen weil den einen hast Du gekillt.

Anhang anzeigen 1706447
Die sind schön geschmeidig elastisch. Bis auf den Staub eigentlich keine Makel.


DevD2016 schrieb:
Klebstoff

Tausch alle elkos. Und versuche ähnliche Hochtöner zu bekommen. Also beide tauschen.
Wurde das so früher gemacht? Sieht finde ich ganz schön unprofessionell aus. Welchen Kleber muss ich für die neuen Elkos verwenden? Einfach Heißkleber? Bzw. wie bekomme ich den Alten ab? Mit Hitze?

Welchen Kleber verwende ich für die beiden Magnete am Hochtöner? Die sind mir auch auseinandergegangen, die dort anhaftenden Klebreste weisen auf sehr starke Austrocknung hin.


Sound-Fuzzy schrieb:
Da du die dritte Verion der 390er hast, sollte der Hochtöner ein MCD 26 bzw. 95-6549 sein. Danach musst du suchen. Z.B. hier zu finden. ;)
Auf der Rückseite des Hochtöners steht auf einem Aufkleber tatsächlich 95-6397 und 56/ 8 Ohm.


ich256 schrieb:
Die Hochtöner zu reparieren wäre sicher ein lustiges Abenteuer, und wenn du die Ersatzteile findest... :) die Spule sollte von den Schrauben fixiert werden (ganz vorsichtig aufsetzen und gleichmäßig anschrauben).
Solltest aber bedenken, dass du das Ferrofluid sauber aus dem Luftspalt herausholst und neues reinmachst, was gar nicht so un-aufwendig ist;).
Aus einem anderem Ls tauschen ist einfacher möglich, das Ferrofluid ist aber auch bestimmt schon ausgetrocknet.
Villeicht wäre ein neuer Ht da eine ganz gute Lösung. Am besten wäre es natürlich angaben wie Wirkungsgrad zu finden,würde aber eher zum Hifi-Bereich, Alternative tendieren.
Pa Hochtöner von Thomann haben da meist einen anderen Wirkungsgrad und sind dann viel zu laut.

Und wie schon gesagt wurde die Elkos tauschen :daumen:
In der Spalte ist nichts drinnen. Vlt. bilde ich es mir nur ein, aber es könnten minimale Rückstände/Staub/ Dreck vorhanden sein. Ich habe gelesen, dass nicht jeder Ferrofluid verwendet?


Mickey Mouse schrieb:
sehe ich völlig anders...
die Elkos liegen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht im Signalweg des Hochtöners, dafür ist der blaue (vermutlich MKT) Kondi zuständig.

mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind die Hochtöner überlastet worden (Clipping vom Verstärker), der abgebildete Schwingspuelenträger sieht ja auch schon extrem lädiert aus. Dazu kommt dann noch das verharzte Ferofluid.

die Sicken vom MT/TT sehen zumindest auf den Bildern hervorragend aus, die verursachen nicht die beschriebenen Probleme.

Elkos (Achtung, das sind Bipolare "Audio" Elkos, keine normalen) kann man auf Verdacht wechseln, ist billiger und einfacher als passendes Messgerät-Equipment dafür. Das wäre aber erst mein zweiter Schritt.

wenn man die LS retten möchte, dann müssen meiner Meinung nach beide Hochtöner gewechselt oder repariert werden. Da wird Ersatz recht schwer zu bekommen sein, zumindest für einen "angemessenen" Preis.
eigentlich muss es sich bei den LS schon um Liebhaberstücke handeln...

vielleicht hilft dir das hier weiter?!? Allerdings habe ich auf die Schnelle nicht gesehen, wo der die Kalotten/Spulen aus China her hat. Wenn du da günstig ran kommst, dann machen und ausprobieren!
Habe erst jetzt erkannt, dass an dem "blauen Ding" auch ein Schriftzug haftet: F&T MKT 10uF 10% 100V-, der sieht aber einwandfrei von außen aus.
Der verlinkte Eintrag ist interessant. Ich versuche mal eine Kontaktaufnahme.

Meine Einkaufsliste bisher:
Schwingspule, 8 Ohm, 25,5mm
Sieht für mich erstmal fast genauso aus und die Maße stimmen mit der Bucht überein.
https://www.amazon.de/Generic-Titan...ngspule-Außendoppelleitung/dp/B0BFWMGNXH?th=1

Ferrofluid
https://www.ebay.de/itm/334189839762

ELKO Ersatz von Reichelt.de
für ELKO glatt 23 VAC 33 uF 4 U
für ELKO glatt 23 VAC 22 uF 3U
für ELKO glatt 23 VAC 100 uF 12T TFZ/TM
Kann ich diese neuen Elkos als Ersatz verwenden?
Wofür steht das U und das TFZ/TM bei den alten Elkos?
Macht es einen Unterschied ob Rau oder Glatt verwendet wird?

Vielen Dank für die Erfahrungen und Tipps!
 

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Jockel28 schrieb:
Auf der Rückseite des Hochtöners steht auf einem Aufkleber tatsächlich 95-6397 und 56/ 8 Ohm.

Das wäre dann der MCD 25 in der Version, wie er auch in der 280er verbaut ist. Ist er genauso breit wie hoch oder etwas breiter?
 
@Sound-Fuzzy 7cm im Durchmesser und ca. 3.7cm in der Höhe, wenn die beiden Magneten aufeinander haften. Oder meinst du den Plastikschutz für den Hochtöner vorne? Der ist gleich breit und hoch (9,5cm x 9,5cm)
 
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