Richtiger Umgang mit neuem Akku?

didi72de

Commander
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März 2008
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Hallo,

was muss man denn bei den aktuellen Akkus beachten. Irgendwie gehen da die Meinungen auseinander.
Kann ich zum Beispiel den Akku laden und nebenher den Laptop benutzen? Oder ist das nicht so gut für das aufladen des Akkus?
Mein Akku in meinem alten Laptop war sehr schnell hinüber, obwohl es ein HP Business Gerät war. Vielleicht mache ich da etwas falsch?

Wie seht oder handhabt ihr das?

Danke.

Gruß
Didi
 
mach Dir keine Gedanken und kauf Dir in 2 Jahren einen neuen. Ein LiIon Akku hat nunmal ne Lebenserwartung von ca. 500-1000 Ladezyklen. Danach ist er einfach im Eimer. Ich finde das überbewertet, denn selbst wenn Dein Akku 4 Jahre hält, dann ist die Kapazität trotzdem schwach und das Ding am Ende....
 
Was ist es denn für ein Akku?
Lithium Ionen oder Lithium Polymer nehme ich mal an oder?
Die haben normalerweise keinen Memory Effekt mehr, d.h. du kannst ihn laden wie und wann du willst.
Ich bilde mir dennoch ein, das es manchmal ganz gut ist den Akku leer werden zu lassen und wieder vollständig zu laden.
Aber im Prinzip haben Akku und Notebook intelligente Elektronik, damit du eigtl. gar nicht viel falsch machen kannst!
 
Schnell ist relativ ^^

Kommt halt drauf an, wie oft man ihn benutzt. Wenn man jeden ABend voll laden muss, ist es klar, das er relativ schnell "altert".

Benutzen kann man ihn schon während des Ladens, da habe ich keinen Unterschied zw. meinen festgestellt.

MFG

Yama
 
Die neueren Akkus sind alle LiIon oder Polymer. Die vertragen etwas Entladung und neu Aufladen besser als die alten. Außerdem laden die Geräte den Akku nicht weiter, wenn dieser bereits voll geladen ist, womit der Akku geschont wird und tatsächlich normalerweise die Lebensdauer des Geräts selbst gut übersteht.
 
edit: wurde eines besseren belehrt, und falsche infos gehörn nicht ins forum!
 
Zuletzt bearbeitet:
häufiges Laden lässt den Akku schneller altern. Andererseits scheint es auch von Hersteller zu Hersteller Unterschiede zu geben. Bei Dell hab ich die Erfahrung gemacht, dass die Akkus nach 2-3 Jahren komplett hinüber waren. Selbst bei den Business Geräten.

Bei Lenovo hab ich mit meinem 3,5 Jahre alten T400 immer noch 85% der Akkukapazität und hab ihn auch nicht sonderlich geschont. Bei meinem Thinkpad X31 hab ich nach 7 Jahren noch über 50% (ca. 2h), das liegt aber seit 1 Jahr meist nur noch im Schrank und wird alle 1-2 Monate mal geladen.
 
Laden und gleichzeitig Laptop nutzen ist kein Problem.

Für eine normale Haltbarkeit ist wichtig:
- den Akku nicht anzünden
- den Akku nicht als Schlagstock oder Hammer missbrauchen
- den Akku nicht aufschneiden

Wenn du durch "richtigen Umgang" auch nen paar Monate Akkulebensdauer raus holst: Der Aufwand wäre es meiner Meinung nach nicht Wert. Ein Akku kostet in etwa 3€ pro Monat. Das sollte jeder irgendwie finanzieren können.
 
Hallo,

vielen Dank für Eure Tips und Hinweise!
Dann bin ich jetzt besser im Bilde ;).

Gruß
Didi
 
Das komplette Entladen und wieder Laden des Akkus ist meines erachtens ein Relikt aus der Zeit der NiMH Akkus... bei Li-Ion Akkus ist folgendes zu beachten.

Ladung
Die Ladespannung beträgt typischerweise 4,2 V. Da Li-Ion-Akkus keinen Memory-Effekt kennen und auch nicht formiert werden müssen, werden sie immer auf die gleiche Art geladen: Zuerst wird mit konstantem Strom geladen, der idealerweise zwischen 0,6 und 1 C liegen sollte. Die Abkürzung C steht hier für den auf die Kapazität bezogenen relativen Ladestrom (d.h. A/Ah)[12] und ist nicht mit der Einheit Coulomb (d.h. As) zu verwechseln; ein Ladestrom von 0,75 C bedeutet, dass ein Akku mit einer Kapazität von 1 Ah mit 0,75 A geladen wird. Erreicht der Akku eine Zellenspannung von 4,2 V, wird diese Spannung gehalten, bis der Ladestrom fast auf Null zurückgefallen ist. Die Ladung wird mit Erreichen von 3 Prozent des Anfangsstroms beendet oder wenn der Ladestrom nicht mehr weiter absinkt.[10] Die Ladeschlussspannung von produktabhängig 4,1 V bis 4,2 V muss mit weniger als 50 mV Toleranz eingehalten werden. Zwar gibt es Schnellladeelektroniken, die mit bis zu 2 C laden, jedoch wird die Verkürzung der Ladezeit durch Kapazitäts- und Lebensdauerverlust des Akkus erkauft. Liegt die Zellenspannung unterhalb der Tiefentladeschwelle, lädt die Ladeelektronik bis zum Erreichen der Mindestspannung zunächst nur mit geringer Stromstärke.[2] Neue Entwicklungen wie etwa die SCiB erlauben durch ihren geringen Innenwiderstand auch ohne Einbußen der Lebensdauer erheblich höhere Ladeströme von über 10 C.

Entladung
Die Spannung des Li-Ion-Akkus sinkt während der Entladung kaum ab; erst kurz vor der vollständigen Entladung geht die Zellenspannung stark zurück.[13] Entladeschlussspannung ist 2,5 V; diese darf nicht unterschritten werden. Bei Entladung mit 0,2 C (das entspricht einem Entladestrom in Höhe von einem Fünftel des Nominalwerts der Nennkapazität) können typabhängig etwa 500 (Lithium-Cobalt) bis 4000 (Lithium-Eisen-Phosphat-Akkumulator) Ladezyklen durchgeführt werden, bis die Kapazität des Akkus auf 80 % seiner Ursprungskapazität zurückgefallen ist. Bei Entladung mit höheren Stromstärken altert der Akku aufgrund der durch die höheren Ströme entstehenden thermischen Belastung erheblich schneller. Idealerweise sollte ein Li-Ion-Akku mit 0,2 C belastet werden, ein Akku mit einer Kapazität von 5 Ah also mit maximal 1 A.[14]

Das heisst auch, dass der Entladestrom in Bezug auf die Nennleistung des Akkus direkten Einfluss hat. Wenn mehr als ein Fünftel der Nennleistung des Akkus verbraucht wird durch den Betrieb, dann ist der Verschleiß höher. Das bedeutet auch im Umkehrschluss, das die Gerätehersteller durch oben genannte physikalische Gegebenheit direkten Einfluss auf die Lebenserwartung eines Akkus haben!

Idealer Ladungszustand
Es ist empfehlenswert, Li-Ionen-Akkus „flach“ zu zyklen, wodurch sich deren Lebensdauer verlängert. Das Entladen unter 51 Prozent sollte vermieden werden, da es bei „tiefen Zyklen“ zu größeren Kapazitätsverlusten aufgrund irreversibler Reaktionen in den Elektroden kommen kann. Der Akku altert schneller, je höher seine Zellenspannung ist, daher ist es zu vermeiden, einen Li-Ion-Akku ständig 100 Prozent geladen zu halten.

Und noch....

Lagerung
Der Ladezustand soll 55–75 % betragen, kühle Lagerung ist vorteilhaft. Die Elektrolyte in der Zelle dürfen nicht gefrieren, was einer Mindesttemperatur um −25 °C entspricht. Hersteller empfehlen eine Lagerung bei 15 °C bei einem Ladestand von 60 % – ein Kompromiss zwischen beschleunigter Alterung und Selbstentladung. Ein Akku sollte etwa alle sechs Monate auf 55–75 % nachgeladen werden. Lithium-Ionen-Akkumulatoren dürfen sich auch bei Lagerung nicht unter 2,5 V pro Zelle entladen.

Habe mittlerweile einen 7 Jahre alten Fujitsu-Siemens Amilo L1300 laufen, der mit diesen Hinweisen oben immer noch mit dem ersten Akku läuft und noch 70% der Nennkapazität hat.

Ich fahre damit ganz gut :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es bringt natürlich was den Akku so weit leer laufen zu lassen, also dessen gesamte Kapazität zu nutzen, bevor man diesen Lädt. Schlicht und ergreifend aus der Tatsache begründet, dass die modernen Li Akkus hauptsächlich in ihre Zyklen begrenzt sind. Wenn ich nun den Akku ständig wieder Lade, obwohl er eigentlich noch locker hätte den Tag durch gehalten, verbrauche ich schneller die möglichen Ladezyklen in welcher der Akku seine optimale Kapazität behält.
 
Ich schließe mich Nitewings Meinung an: Es ist vollkommen egal wie du ihn behandelst. Selbst wenn man alle Maßnahmen beachtet spielt die Zeit bei der Alterung auch eine Rolle, und nach spätestens 3 Jahren fangen aktuelle Akkus sowieso an zu schwächeln, egal wie sorgsam man sie durchläd oder wie wenig Ladezyklen sie haben.

Also keine Gedanken machen und einfach nutzen. Der Akku ist ein Verschleißteil, ist er kaputt muss halt ein neuer her, so ist das nunmal.
 
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toebsi schrieb:
das mit dem akku komplett entladen und wieder aufladen kann schon einiges bringen, das ganze am besten nicht unterlast und bei eingeschaltetem windows, dahat dann auch der lade"controller" die chance wieder die grenzen des akku ordentlich einzustellen,
ich mache das abundzu wenn der akku deutlich schwächelt, einfach zweimal direkt hintereinader leer laufen lassen, und dann wieder im ausgeschalteten zustand die ganze nach aufladen und den tag über wieder leer laufen lassen

Das ist zumindest eine Möglichkeit, um moderne Akkus möglichst schnell zu schrotten.


Rache Klos schrieb:
Es bringt natürlich was den Akku so weit leer laufen zu lassen, also dessen gesamte Kapazität zu nutzen, bevor man diesen Lädt. Schlicht und ergreifend aus der Tatsache begründet, dass die modernen Li Akkus hauptsächlich in ihre Zyklen begrenzt sind. Wenn ich nun den Akku ständig wieder Lade, obwohl er eigentlich noch locker hätte den Tag durch gehalten, verbrauche ich schneller die möglichen Ladezyklen in welcher der Akku seine optimale Kapazität behält.

Totaler Unsinn. Ein Ladezyklus = von 0 auf 100% aufladen.
 
Das ist falsch @ Rache Klos

Ein Ladezyklus ist = das Verbrauchen und Wiederaufladen von 100 % der Batteriekapazität entspricht einem kompletten Ladezyklus.

So ist es korrekt.
 
Bezüglich Li-Ion- Akkus habe ich in den letzten Jahren, aus Fachartikeln, Betriebsanleitungen (, Internet, Freunden) folgende Informationen aufgeschnappt um die Kapazität möglichst lange zu erhalten:

- Die Akkus sollten nur bis 20% ihrer Kapazität entladen werden.

- Die Akkus sollten nur bis 80% ihrer Kapazität geladen werden.

- Eine Lagerung sollte bei etwa 2/3 der Kapazität stattfinden. Wenn nötig nachladen.

Da werden einem also derbe Restriktionen auferlegt. Immerhin gingen bei strikter Einhaltung 40% der Kapazität verloren. Nicht zu vergessen der Aufwand welcher betrieben werden sollte.

Wie sehr die Lebenserwartung durch Einhaltung steigt, bzw. bei Nichteinhaltung sinkt, kann wohl kaum jemand, außer vielleicht ein großer Hersteller, genau beantworten.
Bei meinem Samsung Notebook kann die Ladung bspw. auf 80% begrenzt werden. Ob man den Akku nun ständig vollkommen leerfahren muss kann auch jeder selbst entscheiden. Wenn der Ladestand niedrig ist, schaue ich, ihn bei der nächsten Gelegenheit wieder auf 80% zu laden. Weiß ich, dass ich auf jede Minute angewiesen bin, lade ich ihn vorher eben auf 100%.

Nachtrag:

Zum Thema Memory-Effekt auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Memory-Effekt_(Akkumulator)

@ Reuter
Dem kann ich nur zustimmen. Die Zeiten von NiCd-, NiMH- Akkus und deren Memory-Effekt sind lange vorbei!
 
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