Samba: mal wills, mal wills nicht

Morgoth

Captain
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Nabend zusammen,

nachdem mein kleiner lokaler Server in letzter Zeit mehrere Male nicht mehr reagiert hat bin ich der Sache auf den Grund gegangen. Heraus kam, dass Samba (3.0.3) den Speicher vollgemüllt hat, wenn eine Verbindung bestand. Er hat den Speicher auch nicht wieder freigegeben, und irgendwann waren dann eben RAM und Swap komplett dicht und nichts ging mehr. Komischerweise ging es wochenlang ohne Probleme.

Gut, die Chance genutzt und auf 3.0.7 geupdatet. Schon die 3.0.3 habe ich mir selber genaut, ebenso diese. Ist ja auch nicht weiter schwierig und gelang ohne Probleme. Die smb.conf und auch sonst alle anderen wichtigen Dateien sind erhalten geblieben.

Tatsächlich ist das Speicherproblem weg. Nur dummerweise kann ich jetzt nicht immer auf die Freigaben zugreifen.

Wenn ich ein paar Minuten nichts auf dem Server mache, kann ich eine Verbindung aufbauen und die Ordner durchforsten. Doch sobald es dann ans Eingemachte, heißt eine Datei öffnen, geht, macht der die Schotten dicht und ich hänge in der Luft.
Irgendwann kommt dann die berühmte Meldung "Die Netzwerkressource *bla* *text* ist nicht mehr verfügbar" und das wars. Nach ein paar Minuten Ruhe komme ich dann wieder problemlos in die Ordnerstruktur.

Mein Server ist MasterBrowser und WinS-Server, deaktivieren hat nichts genutzt.

Die Konfiguration ist die gleiche wie vorher, mit der es ja funktioniert hat.

Ich möchte nur nicht wieder zurück, das hieße ja den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

Achja, OS ist mein geliebtes altes Suse 8.2 Prof.

Also, Vorschläge?

Gruß
Morgoth
 
Ist der DMA - Modus aktiviert? Achja, ich wuerde dir nicht zu Samba 3.0.7 raten, der ist sehr buggy, nimm lieber eine Version drunter.

Darf ich mal deine Konfiguration sehen?

mfg
 
marcelcedric schrieb:
Darf ich mal deine Konfiguration sehen?

Gerne, ist noch echte Handarbeit.

Code:
[global]
workgroup = WORKGROUP
security = user
guest account = nobody
encrypt passwords = yes
local master = yes
wins support = yes

[homes]
read only = no
create mask = 0750
browseable = no

[public]
read only = no #das ist Absicht, als nicht meckern
path = /public
browseable = yes
create mask = 0775

Das wars schon. Die smbuser sind auch alle mit Passwort angelegt, daran haperts nicht. Sonst käme ich ja auch nicht in mein Heimatverzeichnis auf dem Server.

Wenns nicht besser wird probier ich wirklich mal die 3.0.6

Gruß
Morgoth

P.S.: ja, DMA ist aktiviert.
 
Ich kann da kein Fehler entdecken, sieht alles richtig aus.. Aber wie gesagt, 3.0.7 ist sehr buggy, ich wuerd mal die 3.0.6er oder 0.5er probieren.

mfg
 
Jetzt hab ich die 3.0.6 geladen und wieder das gleiche Problem. Seltsame Angelegenheit...

Allerdings sind auch einige weitere Fehler aufgetaucht. Ich hab so langsam den Gefühl, dass der sich verabschiedet.

Wenn das so weitergeht bekomm ich die System-Festplatte in Verdacht, die ist auch schon ein paar Tage alt.

Wäre für weitere Tips immer noch sehr dankbar.

Gruß
Morgoth
 
Hmm, wie alt ist die denn? - Du koenntest ja mal das Dateisystem checken mit fsck, indem du mit Knoppix oder einer anderen LiveCD bootest und die NICHT GEMOUNTENTE Platte mit fsck (man fsck) ueberpruefst.

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
marcelcedric schrieb:
Hmm, wie alt ist die denn?

Lass mich lügen, 4 Jahre? Ist ne Maxtor 40GB aus der 4er Serie, aber sie hat eigentlich nur Dauerbetrieb hinter sich.

Du koenntest ja mal das Dateisystem checken mit fsck, indem du mit Knoppix oder einer anderen LiveCD bootest und die NICHT GEMOUNTENTE Platte mit fsck (man fsck) ueberpruefst.

Der Gedanke kam mir auch schon, aber wie lässt sich mit einer kaputten Platte das Speicherleck von Samba 3.0.3 erklären? Ich werds aber bei Gelegenheit tun. Heut nich mehr.

Ich hab jetzt mal die 3.0.3 neu installiert, und das Ding rennt wie Sau. Nur müllt er sich halt wieder zu. 5 Minuten Zugriff per SMB und er hat 15MB Speicher gefressen. :eek

Gruß
Morgoth
 
Morgoth schrieb:
Nabend zusammen,

...

Wenn ich ein paar Minuten nichts auf dem Server mache, kann ich eine Verbindung aufbauen und die Ordner durchforsten. Doch sobald es dann ans Eingemachte, heißt eine Datei öffnen, geht, macht der die Schotten dicht und ich hänge in der Luft.
Irgendwann kommt dann die berühmte Meldung "Die Netzwerkressource *bla* *text* ist nicht mehr verfügbar" und das wars. Nach ein paar Minuten Ruhe komme ich dann wieder problemlos in die Ordnerstruktur.

...

Gruß
Morgoth
das problem scheint zwar gelöst zu sein, aber trotzdem noch ein tipp:
also das erste was man normalerweise bei linux fehlern macht ist das logfile genauer unter die lupe zu nehmen. meist lässt sich dort ein ansatz zur problembehebung finden.

Morgoth schrieb:
Ich hab jetzt mal die 3.0.3 neu installiert, und das Ding rennt wie Sau. Nur müllt er sich halt wieder zu. 5 Minuten Zugriff per SMB und er hat 15MB Speicher gefressen. :eek

Gruß
Morgoth
ist unter linux eigentlich normal. das ram wird wo es geht zum cachen gebraucht. das sollte aber normalerweise auch wider problemlos freigegeben werden. ich würde mir mehr sorgen machen, wenn der halbe speicher leer ist ;)

ganto
 
Zuletzt bearbeitet:
Eben genau das ist es ja, der Speicher wird eben nicht wieder freigegeben.

Die Logfiles durchforste ich schon, bisher erfolglos.

/Edit:

Mysterien.

Ich habe ihn ein wenig gequält, dabei ist er in den letzten Tagen immer abgestürzt. Eben mache ich noch mal einen Versuch, habe insgesamt 5GB hin- und hergeschoben, und er cached sich mal wieder blöde. Diesmal nimmt er aber nicht den Swap mit, sondern bleibt bei 510MB (also grade der Arbeitsspeicher). Inzwischen gibt er sogar wieder was frei!

Dafür ist aber kswapd gestorben und geistert jetzt als Zombie durchs System. Lags vielleicht daran? Ich beobachte weiter...


Gruß
Morgoth
 
Zuletzt bearbeitet:
So, Ladies an Gentleman, eine neue Zeit bricht an!

Ein kleines Update:

weil ich bisher immer zu faul war, den Server aus seiner Ecke herauszukramen und mal genauer unter die Lupe zu nehmen, blieben meine Investigitationen in ihrer Informationsflut beschränkt.

Gestern Abend war es dann soweit: die Kiste stürzte wieder mal ab, und diesmal wohl endgültig. Nach einem Neutstart waren verschiedenste Dienste nicht mehr verfügbar, ließen sich auch nicht wieder starten.

Daraufhin bin ich mal mit Memtest dabei gegangen, und die Anzahl der Fehler überstieg meine kühnsten Befürchtungen.
Es stellte sich aber heraus, dass nur ein Riegel betroffen war. Also kam der raus.

Am System war aber nichts mehr zu retten.

Und das war die Gelegenheit. Ich wollte schon immer mal ein BSD ausprobieren, und da war es soweit.

Ich entschied mich für OpenBSD, warum auch immer.

Meine bisherigen Erfahrungen: SuSE Linux (von den anderen kenne ich zu wenig) ist zwar leicht zu handhaben, aber erst ein BSD geht richtig ab.
Gerade bei Samba, wo sich Linux noch einen abgequält hat flutscht das hier mit Übertragungsraten nahe einer lokalen HDD. Und das nur mit der Hälfte des Speichers.
Ist nur ein subjektiver Eindruck.

Dem gegenüber steht die umständlichere Bedienung, die mich schon einige Nerven gekostet hat.

Dann habe ich mal Samba 3.0.8 ausprobiert und es funktioniert ganz wunderbar.

Also, alles erledigt, Kiste läuft. Alles? Nein, nicht alles. Ein paar Anwendungen widersetzen sich noch meines Herrschaftsanspruches. Aber die bekomme ich klein. ;)

Gruß
Morgoth
 
Morgoth schrieb:
So, Ladies an Gentleman, eine neue Zeit bricht an!

Ein kleines Update:

weil ich bisher immer zu faul war, den Server aus seiner Ecke herauszukramen und mal genauer unter die Lupe zu nehmen, blieben meine Investigitationen in ihrer Informationsflut beschränkt.

Gestern Abend war es dann soweit: die Kiste stürzte wieder mal ab, und diesmal wohl endgültig. Nach einem Neutstart waren verschiedenste Dienste nicht mehr verfügbar, ließen sich auch nicht wieder starten.

Daraufhin bin ich mal mit Memtest dabei gegangen, und die Anzahl der Fehler überstieg meine kühnsten Befürchtungen.
Es stellte sich aber heraus, dass nur ein Riegel betroffen war. Also kam der raus.

Am System war aber nichts mehr zu retten.

Und das war die Gelegenheit. Ich wollte schon immer mal ein BSD ausprobieren, und da war es soweit.

Ich entschied mich für OpenBSD, warum auch immer.

Meine bisherigen Erfahrungen: SuSE Linux (von den anderen kenne ich zu wenig) ist zwar leicht zu handhaben, aber erst ein BSD geht richtig ab.
Gerade bei Samba, wo sich Linux noch einen abgequält hat flutscht das hier mit Übertragungsraten nahe einer lokalen HDD. Und das nur mit der Hälfte des Speichers.
Ist nur ein subjektiver Eindruck.

Dem gegenüber steht die umständlichere Bedienung, die mich schon einige Nerven gekostet hat.

Dann habe ich mal Samba 3.0.8 ausprobiert und es funktioniert ganz wunderbar.

Also, alles erledigt, Kiste läuft. Alles? Nein, nicht alles. Ein paar Anwendungen widersetzen sich noch meines Herrschaftsanspruches. Aber die bekomme ich klein. ;)

Gruß
Morgoth
Hui, freut mich. - War die Installation von OBSD schwierig? Ich hatte des oefteren Probleme mit der Partitionierung, da ich dieses Tool ueberhaupt nicht abkann. Aber dank der Dokumentation ging das dann doch wunderbar.

mfg
 
marcelcedric schrieb:
Hui, freut mich. - War die Installation von OBSD schwierig? Ich hatte des oefteren Probleme mit der Partitionierung, da ich dieses Tool ueberhaupt nicht abkann. Aber dank der Dokumentation ging das dann doch wunderbar.

Nö, eigentlich gar nicht. Ich musste mich zwar erstmal umgewöhnen mit dem Einsatz von disklabels und der Plattenpartitionierung - habe auch das erste Mal die Installation deswegen verbockt (wd0c sollte man nicht verändern ;) stand ja auch irgendwo ganz klein in der Doku) -, aber sonst war es wirklich einfach.

Die Doku ist aber auch wirklich gut gelungen, innerhalb kürzester Zeit stand hier ein kleiner lokaler Diensteanbieter (der noch lange nicht alles kann, was ich will, irgendwann soll er auch den DHCP und DNS mimen, das macht im Moment mein Router).

Bei Suse (Prof) hat mich geärgert, dass selbst die Minimalinstallation erstmal versucht hat, allen möglichen Schwachsinn zu installieren und vor allem beim Booten zu starten. Das musste ich erstmal alles aussortieren.

Hier habe ich ein ganz schlankes System zur Verfügung, dass ich nach Belieben erweitern kann (Samba, Cups sind jetzt drauf; letzteres noch mit Schwierigkeiten, aber dazu gleich).

Zur Stabilität will ich erstmal nichts sagen, Linux lief auch problemlos bis eben der Speicherriegel nicht mehr wollte.

Ganz wichtiger Vorteil: die Dokus sind besser. Zu Linux gibt es unzählige HowTos, eins schlechter als das andere, weil jeder meint er müsste eins schreiben nur weil er es irgendwie hingekrückt hat.
OBSD scheint nicht so sehr verbreitet, da gibt es in den Dokus mehr Qualität. Eigentlich besteht auch gar kein Anlass woanders als auf der OBSD-HP zu suchen, dort ist fast alles wichtige gut erklärt.

Und jetzt zum Problem mit Cups:

in den Ports und Packages habe ich es nicht gefunden, also habe ich mir die Source geladen. Bauen und installieren ging ohne Probleme, die Konfig hatte ich noch im Kopf (war ja fast Standard, nur das Netzwerk einbinden) und er druckt auch - aber nur seitenweise. Soll heißen, er nimmt das Dokument an, druckt nach knapp 10 Sek. (aus Sleep-Modus) die erste Seite (soweit normal), doch dann genehmigt er sich eine Pause, und erst nach einigen Sekunden wird die nächste Seite bearbeitet.

Der Drucker ist ein Brother HL-5140 mit PCL6 Emulation und 16MB Speicher, der unter optimalen Bedingungen 20 S./min. schafft, der Windows-Treiber schickt auch einfach die PCL-Daten an den Drucker, deswegen ist in Cups kein Druckerfilter eingestellt (Raw).

Cups ist in der Version 1.1.22 installiert, das ist die neueste (es gibt noch die 1.2.x, doch die ist in der Entwicklung; trotzdem mal ausprobiert, die konnte ich gar nicht erst kompilieren, brach wegen Fehlermeldung ab), angeschlossen an lpt0.

Unter Linux hat es noch - mit einer älteren Version, ich meine die 1.1.17 wäre bei Suse 8.2 dabei gewesen - wunderbar geklappt. Der Drucker ist über jeden Zweifel erhaben.

Ich denke, es liegt an der Software, denn es leuchtet die orangene LED am Drucker, was bedeutet dass ein Job anliegt.

USB habe ich gerade mal ausprobiert, das geht gar nicht.

Ein Problem, was ich bis zum nächsten Semester gelöst bräuchte, denn dann werde ich garantiert wieder mehrseitige (Betonung auf "mehr") Dokumente drucken müssen.

Aber soweit läuft ja alles.

Gruß
Morgoth
 
marcelcedric schrieb:
Keine Ahnung, wie ich dir da jetzt helfen kann, aber hast du mal in die Logs geschaut? Hast du auch die Portsammlung installiert und entpackt?

Cups ist weder in den Ports noch in den Packages enthalten, das hatte ich schon geprüft. Ind den Logs war auch nichts zu sehen.

Aber: ich habs hinbekomme

Die Lösung war jedoch ein wenig versteckt, aber warum ich das vorher nichtmal ausprobiert habe das frag mich mal.

Ich habe eben die Groups mit Google durchsucht, und einige ähnliche Probleme entdeckt, aber keine Lösung. Jemand berichtete aber von einem Fehler unter FBSD 5.3, wo es zu einem interrupt flush auf lpt0 während des Druckens kam und es so unglaublich langsam wurde.

Daraufhin habe ich das mal untersucht. Mit 'top' wird ja die Systemlast, u. a. auch durch die Interrupts, angezeigt, ich setzte einen Druckjob ab, und die Interrupts wollten >80% der Gesamtleistung haben.

Dann fiel mir ein, dass ich den Druckeranschluss per CUPS-Webinterface auf "interrupted" gestellt hatte. Ich probierte einfach mal die andere Variante, "polled" aus, startete den Job erneut und - zack, eine Geschwindigkeit wie lange nicht gesehen.

Hmm, was hab ich denn noch hier gefunden? :-P

Tja, wer das wohl war. Aber der Link führt nicht mehr zu meinem Thread, sondern zu einem anderen. Hier der richtige: http://www.bsdforen.de/showthread.php?t=7537

Gruß
Morgoth
 
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