Scheinbar randomisierte Fehler/Abstürze ohne klares Fehlerbild

ratiasu

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Dez. 2008
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Hallo liebe Leser,

zuerst meine aktuelle Hardwarezusammenstellung, welche momentan den Ärger verursacht:

Mainboard: Asus A8N-SLI SE mit nForce 4 Chipsatz
CPU: AMD Athlon 64 3800+
RAM: 2 x 1GB von G.E.I.L.
Festplatten: 2 x Maxtor 6V250F0 (250GB) an Anschlüssen S-ATA 1 & 2
CD/DVD: 1x LG GSA-4040B, 1x LG CD/DVD-ROM (Typ gerade unbekannt), beide an IDE-Kanal 2
Graphikkarte: Geforce 9800 GT

Betriebsystem: WinXP Pro mit SP 2 auf 20GB Partition auf der Platte an S-ATA 1
Sämtliche Programme liegen auf einer gesonderten Partition auf gleicher Platte


Nun zum Problem:

Der Rechner schmierte im August, ohne jede Vorwarnung, zwischendrin ab. Und das ständig. Ob ich spielen wollte, Emails schreiben, Bilder einscannen, ganz egal. Bluescreen und weg war er. Ich hatte aufgrund der Dichte der Abstürze es schwer, den automatischen
Reboot nach dem Bluescreen abzuschalten, jedoch gelang dies irgendwann. Meist meldete
dieser einen "STOP 0x0000007E". Jedoch nciht immer; vielmehr kamen fast bei jedem folgenden Absturz andere STOP-Fehlernummern.

Internet-Recherce nach den mir gemeldeten Fehlernummern brachte nicht viel, da dies
"Allerweltsfehler" zu sein schienen, die ihre Ursache an 1000 verschiedenen Dingen haben
konnten. Erschwerend kam irgendwann hinzu, daß nach einigen (aber bei weitem nicht allen) Abstürzen ein "BIOS ROM Check Sum Error" folgte. Wenn der Rechner allerdings einen
guten Tag hatte, konnte ich normal starten und alles lief über Stunden wunderbar.

Seltsam erschien mir dann ein späterer Absturz (auch noch im August), bei dem der Rechner
sich gar nicht mehr berappelte und einen BIOS Error Code piepte. Nachforschungen für mein
BIOS ergaben, daß ein Problem mit der Graphikkarte bestehen sollte (dies war zu dem Zeitpunkt eine GeForce 7800 GT). Ich war nciht allzu traurig, neue GraKa ist ja immer toll, und bestellte die jetzige 9800 GT. Die Abstürze blieben mir leider erhalten nach dem Tausch.

Um Software-Fehler auszuschließen installierte ich zwischendurch auch Windows neu. Auch dies brachte nichts.

Als nächsten Punkt wollte ich den RAM ausschließen und testete mit memtest86 beide DIMMS einzeln und auch zusammen. memtest86 hatte nach etlichen Stunden des Rumprobierens nichts zu bemängeln.

(Einschub: Auch Festplatten hatte ich am Laptop mit USB-Gehäusen getestet; wie erwartet
aber kein Fehler gefunden.)

Witizg war jedoch: Um Dual Channel zu nutzen, steckten beide DIMMS in den blauen Slots
des Mainboards. Nachdem ich diese in die schwarzen umsiedelte, lief der Rechner wie am ersten Tag.

Zumindest war dies bis zum letzten Wochenende so. Nach fast 3 Monaten Ruhe fangen die
Abstürze wieder an. "STOP 0x0000007E", seine Kameraden "0x000000D1"/"0x000000FC"/"0x0000007F" und der "BIOS ROM Check Sum Error" sind auch wieder dabei.

Wie auch im August sehen diese Bluescreens ganz unterschiedlich aus. Die STOP-Fehler variieren, manchmal ist eine Fehler-Angabe wie "DRIVER_IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL" oder "nv4_disp" dabei, manchmal nicht. Gelegentlich taucht ein Dateiname wie "wanarp.sys" oder "sptd.sys" auf. Schlau werde ich aus diesen Meldungen jedenfalls nicht, da sie immer an anderer Stelle auftreten und immer anders aussehen. Keiner lies sich bis
jetzt irgendwie reproduzieren.

Momentan habe ich den verdacht, das Mainboard stirbt. Was meint ihr?
 
ich würds netzteil nicht zu 100% ausschließen, aber ich würde ebenfalls das Mainboard als verursacher für am wahrscheinlichsten halten.
haste mal nur mit bootplatte gestartet ohne ide laufwerke und ohne die zweite platte? Dann auch die verschiedenen sata anschlüsse durchprobieren auf dem board.

wäre aber wohl eh nicht verkehrt das mal aufzurüsten, da langweilt sich die 9800gt ja ein wenig bei dem alten singlecore, da du die grafikkarte ja schon hast biste da mit 100-150€ dann schon fertig mit aufrüsten.
 
Hallo,

da es sich um ein 939er MB handelt und damit um DDR-I RAM solltest Du mal auf die RAMs
schauen - dort steht, welche Volt eingestellt sein müssen - oder beim Hersteller der RAMs
erkundigen, wie die Vorgaben sind - die meisten RAMs laufen zwischen 2,5V und 2,8V -

die Vorgaben vom Hersteller im BIOS einstellen - versuchsweise auf 2,7V stellen -
 
Neuestes Bios drauf?

Hast du überprüft, ob´s irgendwelche IRQ-Probleme gibt?

Der Fakt, dass die Probleme aufhörten, nachdem du Dual-Channel deaktiviert hast, schließen auf einen teildefekten Speichercontroller -> CPU
 
Welchen Refernztakt hast du und vor allem, auf welchem Takt und mit welcher Command Rate läuft der Speicher. Wenn er mit 333MHz und 2T eingestellt ist, fällt ein Verdachtsmoment weg.
Auch DC abstellen könnte helfen und BIOS-Update schadet nicht.
 
Hallo!

Danke erstmal für die ganzen Anregungen. Leider konnte ich in den letzten Tagen nicht viel testen, da demnächst in der Uni einige Dinge fällig werden, an denen ich weiterarbeiten musste. (Der Rechner lief während dieser Zeit allerdings magischerweise vollkommen normal :freak:) Doch genug Geschwätz, hier die neuesten Erkenntnisse:

@b-runner:

Ich bin mir nicht wirklich sicher was du mit Referenztakt und Command Rate meinst. Im BIOS stehen sämtliche Werte was Speicher angeht jedenfalls auf "Auto" und das seit Sommer 06, als ich den Rechner zusammenschraubte.

BIOS selbst habe ich nicht angefasst. Da ich auf dem Gebiet nie firm war, bin ich der Ansicht, da besser die Finger von zu lassen.


@voodoojonny:

IRQ-Konflikte gibt es keine, habe ich überprüft. Dual Channel hatte ich im übrigen nie deaktiviert, sorry falls ich unklar war. Ich hatte die Dimms nur in die beiden anderen Bänke verfrachtet (schwarz statt blau) da das ja immer paarweise greift. Die Probleme blieben zwischendurch aber auch, wenn ich nur einen Dimm drin hatte.


@Hanne:

Werde ich mir als nächstes mal angucken. Allerdings, müsste das dan nciht schon vor 2 Jahren stress gemacht haben?


@DMX:

Netzteil wäre auch mein nächster heißer Kandidat. Dazu müsste ich allerdings kurz ausholen. Bereits vor August hatte ich ab und an mal eine BIOS-Warnung von wegen "Hier, dein Chip Fan dret sich zu langsam". Ich hatte dem bis heute nicht viel Bedeutung beigemessen, da regelmäßige Kontrollen mit Everest nie Temparaturen über 36° zeigten. Ein gelegentliches Lüftereiern habe ich auch darauf geschoben, macht ja Sinn das der eiert und deswegen nicht schnell genug dreht.

Allerdings - und da wirds interessant - war der das gar nicht. Der Eierhannes ist der _Netzteillüfter_. Ich hatte durch Zufall in Everest gesehen, daß sobald das Eiern anfing, der Sensorwert vom Netzteillüfter von gut 6200 rpm auf bis zu 2800 einbrach. Mittlerweile pendelt er sich immer so bei 3800 rpm ein.

Neu dazugekommen zur Fehlersammlung ist btw. ein ganzer Rattenschwanz an "Fehler beim sichern von Daten". Windows meldet mir in den tollen Popup-Blasen (Jaja, die schaltet man normal ab, aber war faul nach x reinstalls), daß Daten in Datei XYZ nicht vollständig gesichert werden konnten und verloren gingen. Kurze Zeit später gibts die auch als richtige Fehlermeldung und der Rechner ist dann auch zu nix sinnvollem mehr zu gebrauchen.

In Bezug auf das Netzteil würde ich nun vermuten, daß das Netzteil einen Hau hat und nciht mehr genug Power liefern kann. Oder zu heiß wird (Geht das überhaupt?).
 
dein netzteil soll mit nem 6200 U/Min lüfter laufen? da zweifel ich mal sehr stark dran denn das wäre die reinste Turbine, daher wird die anzeige wahrscheinlich eh nicht stimmen.

Wäre halt nicht schlecht wenn du ein anderen netzteil testen könntest, z.b einfach kollegen eins ausleihen. Das mit dem datenverlust beim schreiben kann durchaus geschehen wenn es zum kurzeitigen spannungsabfall auf einer leitung kommt und dadurch die festplatte kurzzeitig zu wenig strom hat und danach dann neu anfährt. Durch die hotplug fähigkeit bei sata kriegt man das auch in windows nicht unbedingt mit solange nicht die bootplatte davon betroffen ist. Genauso gut kann der fehler auch durch ein defektes mainboard passieren wo der controller einfach nicht mehr normal funktioniert und dadurch daten verloren gehen.

würde da nicht die hand für ins feuer legen, aber netzteil wäre mein favorit, was hast du denn da für eins momentan verbaut?
 
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