Schonen Wasserkühlungen durch konst. Wärmeabfuhr das Lötzinn?

Stannis

Lieutenant
Registriert
Juli 2011
Beiträge
602
Soweit ich weiß werden besonders die armen alten Grafikkarten durch den Temperaturschock gekillt, bzw. ihr Lötzinn wird brökelig, dadurch dass es immer heiß-kalt-heiß-kalt-heiß-kalt wird.
Da bei einem Rechner mit Wasserkühlung die wärmeproduzierenden Chips permament in Kontakt mit dem Kühlwasser stehen und dieses gleich beim Systemstart in Bewegung gesetzt wird, müsste ja eine extrem konstante Abfuhr an Wärme bestehen.
Ich frage mich daher, ob es dadurch nahezu unmöglich wird, dass mir irgendwann das Zinn über den Jordan wandert?

Oder können hervorragende Lüfter -vor allem bei Grakas - dieses Problem auch vermeiden?
 
lötzinn schonen?!?! dafuq


du solltest dir wirklich nicht allzuviele Gedanken deswegen machen!
Solang dein Gehäuse gut genug belüftet ist und die Grafikkarte nicht dauernd in den Temperaturbegrenzer renn.t
 
Inwiefern Temperaturschock? Ist ja nicht so, als ob du plötzlich flüssiges Stickstoff draufkippst. Das wäre ein Temperaturschock.
Wobei ich sowieso nicht ganz verstehe worauf du hinaus willst :)
 
Das Lötzinn geht nur dann "kaputt" wenn man wie nvidia bei der 8600GT damals Blödsinn baut. Was da passiert ist, das Zinn bekommt kleine "Härchen" und verursacht einen Kurzschluss. Das wird wirklich von heiß - kalt - heiß - kalt - etc. verrusacht. Bei derzeitigen karten ist das kein Problem mehr: nvidia hat gelernt, und AMD hatte das Problem nie.
Was bei Hardware die zu heiß wird als Erstes kaputt geht sind die Elkos der Spannungswandler. Die müssen selbst wenn sie bei 105°C spezifiziert sind, diese Temperatur nur 5000h aushalten. Und Grafikkarten Spannungswandler werden gerne mal sehr heiß: das war auch der Grund wieso Furmark bei Kartenherstellern so verhasst ist. Es ist nicht der Chip der dadurch leidet sondern die Spannungswandler wei einl Furmark Lauf so wahnsinning viel Strom frisst
 
Richtig gute Kühler (z.B. der MK-26) sind meiner Erfahrung nach gleichwertig mit Wasserkühlungen, eventuell ein paar Grad wärmer, aber hängt natürlich immer von der Konfig ab, zumal bei der Wasserkühlung das Potential besonders beim Übertakten größer ist.

Trotzdem sind Temperaturschwankungen direkt auf dem Chip bzw. drumherum (Kühlkörper liegt dort ja nicht an) beachtlich. Auf der anderen Seite hab ich aber auch noch keinen bröckeligen Lötzinn gesehen, vllt hab ich auch einfach noch nicht so eine alte Karte in der Hand gehabt.

Edit: Ich denke der TE bezieht sich auf die thermische Ausdehnung bei Hitze, würde ich aber vernachlässigen - das Zeug ist immerhin darauf ausgelegt.
 
Soweit mir bekannt, war davon nur die GeForce 8000er Reihe betroffen. Ein solches Problem hatte ich bei noch keiner anderen Grafikkarte. Meine GTX 260 die gestern gegen eine geschenkte 480 getauscht wurde hat mittlerweile gute 5 Jahre runter und funktioniert noch wie am 1. Tag. Mach dir über andere Sachen Gedanken als um dein Lötzinn, denn das ist Blödsinn... ;)
 
HominiLupus schrieb:
Was bei Hardware die zu heiß wird als Erstes kaputt geht sind die Elkos der Spannungswandler. Die müssen selbst wenn sie bei 105°C spezifiziert sind, diese Temperatur nur 5000h aushalten. Und Grafikkarten Spannungswandler werden gerne mal sehr heiß: das war auch der Grund wieso Furmark bei Kartenherstellern so verhasst ist. Es ist nicht der Chip der dadurch leidet sondern die Spannungswandler wei einl Furmark Lauf so wahnsinning viel Strom frisst

Hmm.
Können wir eigentlich eine allgemeine Aussage treffen, warum Rechner irgendwann kaputt gehen, wenn sie immer ordnungsgemäß gewartet werden? Bisher ist jeder meiner Rechner irgendwann an Altersschwäche verstorben.
 
Verschleiß an den Festplatten und alte Kondensatoren sind wohl eine häufige Ursache.
 
"Thermal Stress" ist in der tat ein Kriterium für die Lötverbindungen. Bei der Geforce 8xxx hat man es halt nicht beachtet und auch AMD Karten der Radeon 3xxx mussten öfter mal "gebacken" werden. Und auch bei neuesten Karten liest man ja öfter mal über Fehler beim RAM etc, was durchaus defekte Lötverbindungen sein können.

Man muss nun schauen wo die Wärme entsteht. Die Lötverbindungen vom Die zum Carrier sind das kritischste. Und die sind so nahe am Die, dass wahrscheinlich der Kühler nur einen geringen Einfluss auf die höhe der Temperatursprünge hat.

Wichtiger ist eher, dass der Chiphersteller seine Hausaufgaben an der Stelle macht. Geiignetes Lot und angemessener mechanischer Druck müssen eben passen. Den mechanischen Druck muss kann man als Anwender noch beeinflussen bei der Montage, das Lot nicht.

Ohne Gewähr!
 
äh, meine Lüftgekühlte Grafikkarte springt doch nicht ständig zwischen 20°80°30°70°20°80° hin und her.

Im Gunde unterscheidet sich nur die Maximale Temperatur.
(und das hat nix mit Wasser/Luft zu tun, sondern einfach nur mit der "Qualität" des Kühlers)

was aber richtig ist, ist das Lötzinn bei Temperatur schneller altert.
also ja, halt deine Elektronik Kühl und sie lebt länger!
 
am besten gar nicht erst benutzen - so lebt sie noch länger!

Aber im Ernst: Darüber würde ich mir keine Gedanken machen, großartig was ändern geht eh nicht und ich kann mir nicht vorstellen, das du abends an den PC gehen willst und dir dann doch sagst: "ne lieber doch nicht, so lebt die Hardware etwas länger".
 
Zurück
Oben