Schutzleiter sorgt für fliegende Sicherungen

MisterHAF922

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Hallo Leute,
folgende Problematik:

Ich habe mein Netzteil (sprich die Elektronik) aus seinem Gehäuse ausgebaut, um dieses zu lackieren. Ich bin in solchen Dingen kein Laie und weiß durchaus, worauf es ankommt etc.
Jedoch ist mir wohl bei diesem Mal beim zusammensetzen irgendein Fehler unterlaufen.

Schalte ich das Netzteil an, fliegt sofort die Sicherung raus. Ich habe daraufhin gemessen und festgestellt, dass dies nicht mehr der Fall ist wenn ich den Schutzleiter weglasse.
Es muss also einen Fehler geben, den ich aber nicht finde.

Da es sich direkt am Steckereingang um Wechselspannung handelt, dürfte es ja auch keine Rolle spielen, wie die beiden Kabel an die Platine angeschlossen sind, oder?

Bitte um Hilfe..
 
Hallo und willkommen im Forum.

Zuerst sollten wir ein bisschen etwas über deine Hauselektrik erfahren. Du sprichst von "Sicherungen", die "fliegen". Was ist damit gemeint? Der Leitungsschutzschalter, der RCD("FI-Schutzschalter")?

Ja, es ist wohl egal wie die Kabel an der Platine angeschlossen sind. Immerhin kannst du den Stecker ja auch andersrum in die Steckdose stecken.

Vielleicht könntest du ein paar Bilder reinstellen?

Edit: Hätte ich fast vergessen: Es hat irgendeinen Grund, dass eine Schutzmaßnahme anspricht! Also komme bitte nicht auf die Idee den Schutzleiter wegzulassen.

Edit2: @Olunixus: 2: Meinst du? Ich denke mal, das Netzteil wird wohl GND auf Erdpotential legen aus EMV-Gründen, und das dann an z.B. Mainboard weitergeben, welches über die Schrauben wieder mit dem Gehäuse verbunden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. welche beiden kabel sind wie an welcher platine angeschlossen?
2. das netzteil sollte spätestens über die 4 schrauben mit denen es im gehäuse festgemacht wird eine elektrisch leitende verbindung vom NT-Gehäuse zum Rechner-Gehäuse herstellen. falls du das alles sauber und isolierend lackiert hast könntest du probleme kriegen.
 
MisterHAF922 schrieb:
Ich bin in solchen Dingen kein Laie und weiß durchaus, worauf es ankommt etc.
Offensichtlich doch weil wenn du wirklich Ahnung hättest kämest du nicht auf die schwachsinnige Idee den Schutzleiter weg zu lassen und wüsstest wenn die Sicherung fliegt das Spannung auf dem Gehäuse liegt. Wahrscheinlich hast du beim zusammen bauen ne Isolierung vergessen oder beschädigt.
 
Du schreibst Du hast die Netzteilelektronik aus dem Netzteilgehauese ausgebaut, wahrscheinlich hast Du beim Zusammenbau irgenwas falschgemacht da jetzt eine der Phasen Massekontakt verursacht und so beim Anschlus mit Dem Nulleiter an deiner Hauselektrik sofort die Sicherung fliegt-sprich irgendwo in deinem Netzteil entsteht ein Kurzschluss, also Finger weg von dem Geraet - Netzstecker raus und mal mit einem Ohmmeter durchtesten- Phasen zum Nullleiter. Falls Du kein Elektriker bist lass die Finger davon. Wenn Du Glueck hast kriegst Du nur einen leichten gewischt bei Pech liegst Du daneben und zuckst.
 
Ich komme auch nicht auf die Idee, den Schutzleiter wegzulassen. Das war nur zu Messzwecken. Sicherlich ist mir auch bekannt das in diesem Fall dann Spannung am NT-Gehäuse anliegt. Ich war beim aus- sowie Einbau äußerst penibel und es wurde nichts beschädigt. In meiner Habe Elektronik werden FI-Schutzschalter verwendet. Der Sicherungsautomat war veraltet und wurde vor ca 3 Monaten getauscht. Beim lackieren habe ich die Leitkontakte nicht mitlackiert. Ich spreche von den beiden Kabeln, die direkt von der Platine hinter der Steckerbuchse zur Hauptplatine führen.
Kann man die vertauschen?
Ich habe sie markiert, extra um sowas auszuschliessen.
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Wie kann ich Bilder einstellen?
 
Okay, hört sich doch gut an.
Bilder kannst du direkt über den Button zwischen "Link entfernen" und "Zitat einfügen" hochladen.

Es hört sich - wie andere auch schon vermutet haben - so an, als ob einer der beiden aktiven Leiter mit dem Gehäuse in Berührung kommt.
Da sollten uns die Bilder weiterhelfen können.

Vertauschen kann man die wie gesagt vermutlich nicht, aber warum wurde es nötig sie wieder anzulöten?
 
FI
Ich habe nun nochmal beide Kabel vertauscht und es fliegt nicht mehr raus. Allerdings kann ich nicht sagen ob es nun daran liegt,ob es nun richtig gestellt ist oder daran, dass nun kein Strom mehr fließt (da ich es in der Firma durchgemessen habe und selbst kein Multimeter besitze)
 
Drehe doch mal den Stecker um 180° in der Steckdose und probiere es noch einmal.
 
Löten musste ich nichts. Es handelt sich um Steckverbindungen. Da ich via Handy schreibe (PC läuft ja aktuell nicht) kann ich die Option Bilder einzufügen glaube ich nicht nutzen. Finde ich zumindest nicht
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Den Stecker habe ich schon in der Dose gedreht, trotzdem fliegt nichts raus
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Verwunderlich ist nur, dass es nun nicht mehr mit meinen Markierungen übereinstimmt... meint ihr ich kann nun zu Testzwecken das Mainboard anschliessen?
 
Ich bin da skeptisch. Es gibt sicher einen Grund für die Auslösung vom FI, das können wir ohne Bilder nicht klären. Es könnte auch an der Schaltung des Netzteils liegen, ohne Schaltplan können wir nur spekulieren.

Ist eigentlich auch egal. Wenn der Schutzleiter ordnungsgemäß angeschlossen ist und das Netzteil den FI nicht auslöst steht m.Mn. nach dem Anschluss an den PC nichts im Wege.
 
foolproof schrieb:
Drehe doch mal den Stecker um 180° in der Steckdose und probiere es noch einmal.

ich hoffe mal das war ironisch gemeint, ansonsten autsch

es ist vollkommen egal wie du den stecker in die steckdose steckst und wenn die beiden kabel direkt zum netz führen (also zur steckdose), dann kannst du die auch stecken wie du willst. der FI löst grundsätzlich aus, wenn der strom zwischen leiter und neutralleiter ungleich ist, oder strom auf dem schutzleiter fliesst. was es davon ist und warum lässt sich mit dem bisherigen kenntnisstand nicht klären. ich würde vor betrieb mit mobo es ans netz hängen und die ausgänge nachmessen, also den stecker der ans mobo geht, der für die cpu spannungsversorgung etc. ob die pins jeweils 0V, 5V, 12V etc. liefern.
 
Der Meinung war ich auch.. Nun ist es allerdings so, dass das Netzteil keinerlei Spannungen am besagten CPU-Stecker ausgibt, nachdem ich die beiden Stecker getauscht habe. Aber nochmals: an denen liegt es auch meiner Meinung nach nicht. Bestätigt sich nun ja auch... Ich bin leider mittlerweile ratlos, aber es wurmt mich noch immer.
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Habe mit Bedacht nocheinmal alles zerlegt und wieder zusammengesetzt und auch auf evntl. Beschädigungen iwelcher Isolierungen geachtet, Schmorstellen etc. Da ist nichts!
Trotzdem weiterhin das Problem. Kann es auch an einem elektronischen Bauteil liegen, dass die ,,Phänomen'' auftritt?
 
MajorMetcalf schrieb:
ich hoffe mal das war ironisch gemeint, ansonsten autsch
es ist vollkommen egal wie du den stecker in die steckdose steckst und wenn die beiden kabel direkt zum netz führen (also zur steckdose), dann kannst du die auch stecken wie du willst. der FI löst grundsätzlich aus, wenn der strom zwischen leiter und neutralleiter ungleich ist, oder strom auf dem schutzleiter fliesst.

:freak:

Ich will hier nicht zu weit abschweifen, aber klarstellen muss man solche Aussagen schon.
Im Deutschen Stromnetz (ein TN-C-S-Netz, wobei der Teil im Haus ein TN-S-Netz ist) haben wir zwar Wechselstrom, aber einer der beiden Leiter ist (aus verschiedensten Gründen) geerdet (beim Generator und an den Trafos). Daher kommt es, dass wenn man an den Leiter fasst, man einen Stromschlag bekommt.

Ist einer der beiden Leiter mit dem Gehäuse verbunden gibt es zwei Möglichkeiten:
1: Der Leiter am Gehäuse ist der, der auch geerdet ist. Dann haben Schutzleiter und Neutralleiter (so heißt der) das gleiche Potential -> es fließt kein Strom -> Nichts passiert.
dreht man den Stecker nun um 180° kommen wir zu Fall 2:
2: Der Leiter am Gehäuse ist der Außenleiter (so heißt der, der eben nicht geerdet ist und bei dem es autsch macht wenn man ihn anfasst): Es liegt eine Potentialdifferenz von 230V zwischen Außenleiter und Schutzleiter an -> Es fließt ein Strom -> RCD und/oder LS-Schalter lösen aus (je nach dem wer schneller ist, meistens der RCD)

Dazu muss man noch sagen, dass es unter bestimmten Umständen passieren kann, dass auch beim Fall 1 der RCD fällt, das gehört aber sicher nicht mehr hier her.

Soo, damit wäre mal die erste Aussage (die ich dir nicht übel nehme, da du es offensichtlich nicht besser weißt) geklärt.

Dann zum zweiten: Nein. Der RCD löst aus, wenn der Strom zwischen den drei Außenleitern und Neutralleiter ungleich ist (wobei Strom über den Schutzleiter fließen KANN), aber NICHT wenn nur Strom über den Schutzleiter fließt. Das kann der nicht messen, das muss der nicht messen, das wäre dumm das zu messen.

Und nun BTT: Du sagst das Netzteil gibt keine Spannung aus - startet es überhaupt?
Und Bilder wären noch immer nicht schlecht. ;)

Edit: Ja, es kann auch an elektronischen Bauelementen liegen. Ohne Bilder oder Schaltplan kann ich nur raten. Dein Netzteil könnte einen Netzfilter haben, und der ist oft mit dem Schutzleiter gekoppelt. Das könnte mit einem Enstörkondensator erfolgen, und der könnte kaputt sein...
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung)
Nochmal ein fettes Dankeschön an euch alle!
Ich finde es total geil, dass ihr euch da so reinhängt.
Bilder kann ich übers Handy nicht einstellen.
Fool, wenn du whats app hast dann darüber vllt? Deine Nr nehme ich gern via email entgegen. christopherlausen87@gmail.com
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Da es am Mainboardausgang keine Spannung abgibt, kann ich es ja nicht starten...
 
Seine E-Mail veröffentlicht man nicht... zZz. ;)
Aber du hast Post (PN).

Ein Netzteil lässt sich durch verbinden des Grünen Drahtes mit GND (schwarz) starten. Also zu Testzwecken kannste die ja mal mit nem Stück Draht verbinden, dann sollte es starten.
 
im haushalt haben wir aber N und PE getrennt (TN-S), da gibt es sogar ne DIN zu. und wenn "ein leiter" geerdet ist, ist das der PEN, der wäre aber als solcher deklariert und im haushalt wäre es VERBOTEN N und PE zusammenzuführen.

wenn es innerhalb des gehäuses einen PE gibt, wird der sicherlich über den stecker geerdet sein und die beiden kabel die direkt an die platine geben scheinen ja offensichtlich N und Außenleiter zu sein. zumindest konnte ich bisher nicht entnehmen, dass der PE der das gehäuse erdet, an einen der beiden leiter geht. und mal ernsthaft, wer entwirft ein NT bei dem man darauf achten muss, wie man den stecker in die steckdose steckt, ist etwas realitätsfern.

habe mich etwas unklar ausgedrückt anscheinend. habe nie behauptet, dass der den strom über den PE misst, aber wenn ein strom über den PE fliesst, fliesst zu wenig über den N zurück und damit löst der RCD aus.
 
foolproof schrieb:
:freak:

Ich will hier nicht zu weit abschweifen, aber klarstellen muss man solche Aussagen schon.

Hättest du vielleicht besser gelassen.:freak:

foolproof schrieb:
Im Deutschen Stromnetz (ein TN-C-S-Netz, wobei der Teil im Haus ein TN-S-Netz ist) haben wir zwar Wechselstrom, aber einer der beiden Leiter ist (aus verschiedensten Gründen) geerdet (beim Generator und an den Trafos).

Ungenaue Beschreibung. Die Aufteilung des PEN in PE und N erfolgt im HAK. Dort liegt also das Erdpotential des Trafos, dort laufen PE und N zusammen.

foolproof schrieb:
Daher kommt es, dass wenn man an den Leiter fasst, man einen Stromschlag bekommt.

Welcher Leiter? N? Den kannst du jederzeit anfassen, da auf Nullpotential (Erde).

foolproof schrieb:
Ist einer der beiden Leiter mit dem Gehäuse verbunden gibt es zwei Möglichkeiten:

Nein, da keiner der beiden Leiter (du meinst vermutlich L und N) mit dem Gehäuse verbunden sind. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass man in einem TN-S Netz N und PE wieder zusammen legen darf? Wie soll denn da ein RCD funktionieren?

foolproof schrieb:
1: Der Leiter am Gehäuse ist der, der auch geerdet ist. Dann haben Schutzleiter und Neutralleiter (so heißt der) das gleiche Potential -> es fließt kein Strom -> Nichts passiert.
dreht man den Stecker nun um 180° kommen wir zu Fall 2:
2: Der Leiter am Gehäuse ist der Außenleiter (so heißt der, der eben nicht geerdet ist und bei dem es autsch macht wenn man ihn anfasst): Es liegt eine Potentialdifferenz von 230V zwischen Außenleiter und Schutzleiter an -> Es fließt ein Strom -> RCD und/oder LS-Schalter lösen aus (je nach dem wer schneller ist, meistens der RCD)

Kompletter Bullshit. Siehe auch oben. Da CEE7/4-Setcker (Schukostecker) nicht verpolungssicher sind, darf niemals N- oder L-Leiter mit einem Gehäuse verbunden sein.

foolproof schrieb:
Soo, damit wäre mal die erste Aussage (die ich dir nicht übel nehme, da du es offensichtlich nicht besser weißt) geklärt.

Hoffentlich konnte ich dir auch etwas Aufklärung verschaffen.

foolproof schrieb:
Dann zum zweiten: Nein. Der RCD löst aus, wenn der Strom zwischen den drei Außenleitern und Neutralleiter ungleich ist (wobei Strom über den Schutzleiter fließen KANN), aber NICHT wenn nur Strom über den Schutzleiter fließt.

Soweit korrekt. Fachsprachliche Formulierung: "Die Summe aller Ströme in Außenleiter und Neutralleiter muss Null ergeben.

(btw. wie du nur Strom auf den Schutzleiter bekommen willst, musst du mir noch erklären, denn Strom fließt immer nur in geschlossenen Stromkreisen)

foolproof schrieb:
Das kann der nicht messen, das muss der nicht messen, das wäre dumm das zu messen.

Versteh ich nicht. Worauf bezieht sich diese Aussage?


/edit: s. auch MajorMetcalf.
An seinen Ausführungen ist aus fachlicher Hinsicht nichts auszusetzen.
 
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