Seagate - nach 8 Monaten schon im Sterben?

Nachtwind

Lt. Junior Grade
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Guten Tag,

Eine meiner Festplatten ist eine Seagate S-ATA (ST3250823AS) mit 250 GB, die in zwei Partitionen aufgeteilt ist, wovon auf einer Partition das System installiert ist (Win XP MCE).
Sie wurde vor ca. 8 Monaten bei MIX gekauft.

Gestern als ich eine Videodatei startete (doppelklick), die aber auf einer anderen Festplatte lag, gab es einen Restart (ohne Bluesreen), sprich in einem Sekundenbruchteil beendete sich der PC und startete wieder neu.

Nachher schaute ich im MS Hilfe- und Supportcenter im Menü "Computerinformationen -> Fehlerprotokoll anzeigen" (siehe auch erstes Bild) nach und dort stand dann unter dem gestrigen Datum:

"Freitag, 27. April 2007 Disk Fehlerhafter Block bei Gerät \Device\Harddisk2\D. "

und zwar ein paar Dutzend mal.

Dann machte ich mit dem hauseigenen Tool von Seagate einen Diagnosetest und bekam dort auch eine Fehlermeldung (siehe Bild 2):
"ST3250823AS - Selbsttest-Routine mit S.M.A.R.T-Alarm fehlerhaft beendet!..."

Weiter machte ich dann noch Tests mit HDD Life Pro und Festplatten-Inspektor (siehe weitere Bilder), die jedoch keine Fehler erkannten und alles im grünen Bereich sahen.


Meine Frage an Euch, die sich einwenig mehr mit Festplatten auskennen (Fachwissen und Erfahrung):

-- Was bedeuten diese zwei negativen Meldungen (MS und Disc-Wizard), vor Allem die von MS "Fehlerhafter Block bei Gerät \Device\Harddisk2\D" ?
-- Handelt es sich dort um einen elektronischen oder mechanischen Defekt, der sich weiter ausbreiten könnte?
-- Wenn nun ein Block fehlerhaft sein sollte, ist das arg schlimm, sprich, eine Festplatte besteht doch aus vielen Blöcken und Clustern. Dann muss der defekte Block halt quasi stillgelegt werden (so macht das doch die Fehlerkorrektur bei DVD-RAMs auch, glaube ich)

Ich bin Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir brauchbare Hilfestellungen geben könntet ohne Pauschalurteile wie z.B. "Ja deine Festplatte ist 100% am Abkratzen - keine Chance".

PS:Auf alle Fälle habe ich mal mit der Datensicherung begonnen (auf DVD-RAMs und andere Platten)

Bild 1 (27-4-07_hdd-test-Fehlerhafter Block bei Gerät)
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Bild 2 (27-4-07_Seagate-DiscWizard-ausführlich-fehlerhaft-smart)
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Bild 3 (27-4-07_hdd-test-SMART-Explorer+HDDLifePro-AllesOk)
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Bild 4 (27-4-07_hdd-test-Festplatten-Inspektor-KeineAktionNötig)
 
Hast du auch die IDE-Kabel gecheckt? Fehlerhafte Kabel oder Wackelkontakt an der Stromversorgung zur Festplatte können auch solche Fehler verursachen.
 
Ein einmaliger def. Block ist ansich kein Problem, denn dafür sind bereits Spare-Sektoren vorgesehen (die auch dafür sorgen, dass die nimonale Kapazität sich nicht ändert). Der Block kann jetzt mehrfach zu Fehlern geführt haben, weil er noch nicht gespared wurde (sollte mit dem Herstellertool, aber auch via chkdsk und der Option /r geschehen), denn Windows kann zur Laufzeit keine Sektoren über das OS sparen (anders als z.B. UNIX - bei Linux bin ich mir da auch nicht so sicher).
Durch diesen def. Sektor kann das OS natürlich auch abstürzen, je nachdem welche Datei davon betroffen ist. Da viele S.M.A.R.T.-Tools mit ihren pauschalen Aussagen wie 'besser schon mal DaSi machen' u. ä. keine Wirkliche Aussage machen, würde ich mir lieber die Attribute mit z.B. den Smartmontools auslesen lassen.
Wenn das Seagate-Tool seine Arbeit nicht bis zum Ende durchführen kann, ist sicher noch mehr mit dem Drive im argen, als nur ein def. Sektor.

S.M.A.R.T.-Montools
Mit smartctl -a /dev/hda gibt die Informationen des des primary Masters aus.
Mit smartctl -t long /dev/hdb führt einen Test (lang) auf dem primary Slave aus.
Mit smartctl -a /dev/hda > output.txt kannst Du die Ausgabe konservieren und hier posten (>> würde an ein vorhandenes File angehängt werden). (Man kann es aber auch aus dem CMD-Window mit cut & paste ebenso machen.)
 
@Mueli, danke auch für die links zu diesen besseren Analysetools, werde sie demnächst testen.

@Ralph B. , habe Deinen Rat befolgt und alle Daten- und Stromkabel überprüft bzw. aus- und eingesteckt bei allen drei Festplatten (alle S-ATA), allerdings jetzt nicht die Datenkabel am Mainboard S-ATA Slot, nur an den Platten selber.

Ergebnis ist, nachdem ich jetzt den DiscWizard 2003 (von Seagate) nochmal einen Selbsttest durchführen ließ, fand er keine Fehler mehr, weder bei der 250er (dort fand das gleiche Tool mit gleichem Testlauf vor wenigen Stunden noch Fehler --> Bild oben), noch bei den anderen Zwei (siehe Bilder unten).

Naja, ich traue dem Frieden trotzdem nicht und rechne in den nächsten Wochen und Monaten mit einem Datenverlust/Festplattencrash. Mir ging vor einem halben Jahr schon eine Seagate (3 Monate jung) flöten.

+++


Die 5 Jahre Garantie bei Seagate ist auch sone Sache, die ich diesmal nicht in Anspruch nehmen werde (wechsle nach und nach zu WD), weil ich keinen Bock habe meine sensiblen Daten mit einem Datenvernichtungsprogramm 3-5 Tage lang überschreiben zu lassen, falls es überhaupt noch möglich ist (so lange braucht es ungefähr bei 250 GB und 7facher Überschreiben - Bruce Schneider Methode).
Wenn man das nicht macht, gibt man doch letztlich (potentiell) Seagate seine ganzen vertraulichen Daten preis, nein danke.
 
Die 5 Jahre Garantie bei Seagate ist auch sone Sache, die ich diesmal nicht in Anspruch nehmen werde (wechsle nach und nach zu WD), weil ich keinen Bock habe meine sensiblen Daten mit einem Datenvernichtungsprogramm 3-5 Tage lang überschreiben zu lassen, falls es überhaupt noch möglich ist (so lange braucht es ungefähr bei 250 GB und 7facher Überschreiben - Bruce Schneider Methode).
Wenn man das nicht macht, gibt man doch letztlich (potentiell) Seagate seine ganzen vertraulichen Daten preis, nein danke.

Ich denke nicht das Seagate irgendein Interesse an deinen Daten hat. Die nehmen die Platte, lassen diese entsorgen und schicken dir eine Neue. Das einzige Problem könnte sein, dass die entsorgten Platten jemand zu Gesicht bekommt. Allerdings wäre es für Seagate absolut kein Problem diese vor der Entsorgung über einen starken Elektromagneten dauerhaft zu löschen und ich denke das dies auch so gemacht wird.
 
Platten (und auch andere Teile) werden nach einem Defekt nicht gleich entsorgt, sondern zum Teil eben auch repariert und dem Kreislauf wieder zugeführt, so kann es schon mal sein, dass man eine reparierte (refurbished) Disk bekommt (steht dann vielfach auf einem Label). Es gibt sogar Systeme, wo man an Hand von Nummern auf die Häufigkeit der Reparaturen schließen kann (je nach Hersteller verschiedene Systeme und Regeln, wie z.B. maximal 2 'Wire wrap' Drähte).
Selbst wenn eine Anzahl (festgelegt) an Reparaturen errreicht wurde, werden die Komponenten untersucht, um Hinweise über die Ausfälle (Schwachstellen, ESD, Fehldimensionierung usw.) zu erhalten um bei neueren Revisionen der Produkte (und auch neueren Serien) Schwachstellen auszumerzen. Die MTBF führt zu einem vorhalten von Teilen in einer Repair-Linie (Garantieabwicklung etc.) und das ist gebundenes Kapital und daher ist es nur im Interesse der Hersteller, zumindest für die etwas höherwertigen Produkte (wo auch schon Mainboards dazu gehören), die Qualität hochzuhalten.

Aber ein Interesse an persönlichen Daten haben Hersteller sicher nicht. Drive-Mech und Elektronik werden sicher gleich getrennt in einem Prüffeld (In-Circuit-Tests) getestet.
 
so lange braucht es ungefähr bei 250 GB und 7facher Überschreiben - Bruce Schneider Methode
Eine 1-fache Überschreibung ist ausreichend. Die Datenwiederherstellung ist danach bereits extrem aufwändig, sodass es sich in den allermeisten Fällen nicht lohnt. Ein anderer Anwender hat dazu noch nicht einmal die Mittel und Möglichkeiten.

Der Festplattenhersteller hat sicherlich besseres zu tun als die Daten auf jeder eingeschickten defekten Festplatte zu rekonstruieren, selbst wenn sie nicht überschrieben wurden. Sollte die Festplatte repariert und an andere Anwender als Austauschplatte verschickt werden, sind bereits 1-fache überschriebene Daten sicher gelöscht. Heimanwender haben nicht die technischen Möglichkeiten dazu, die Daten zurückzuholen.
 
Mit HD Tune habe ich noch einen ausführlichen Error Scan durchgeführt, der aufgezeigt hat das "0,0 % Damaged Blocks" vorhanden sind.

Schon seltsam, dass die Tests so unterschiedlich ausgehen!
Als wenn man ein Auto, dass sich komisch anhört in verschiedenen Werkstätten vom Meister überprüfen lässt und je nach Autowerkstatt heißt es, "alles in Ordnung, Vergaser war leicht verdreckt" oder " nur ein kleiner Defekt" oder "Irreparabler Schaden, sie können nicht mehr weiterfahren so..."

++
 
Ich glaube, es war doch ein Wackelkontakt, welcher diese Fehler verursacht hat. War nämlich bei mir genauso, und auch eine Seagate Festplatte. Sind wohl sehr empfindlich, die Anschlüsse.
 
Dann sollte man aber auch unter Attribute C7 etwas sehen können, wenn jetzt allerdings keine Fehler mehr kommen wird man es allerdings nicht mehr zweifelsfrei klären können. Ein Block ist allerdings auch gespared worden!
 
Heute abend, als ich im Explorer einen Ordner öffnen wollte gab es einen Bluescreen mit anschließendem Neustart, doch er kam nicht bis zum Windows Anmeldefenster, sondern blieb quasi hängen im schwarzen Boot-Bildschirm (dort wo ein weißer Strich links oben blinkt).
Ich drückte dann die Reset Taste und kam ohne Probleme ins Windows Menü.

Das Hilfecenter zeigte nun folgende Fehlermeldung an (siehe Screen), was aussieht wie ein Laufwerk, aber wie kann ein DVD-Laufwerk einen fehlerhaften Block besitzen?

"Sonntag, 29. April 2007 Cdrom Fehlerhafter Block bei Gerät \Device\CdRom4"

 
Hast du denn zu dem Zeitpunkt als dieser Fehler aufgetreten ist, gerade mit dem optischen LW gearbeitet, sprich war da ein Datenträger eingelegt?
Das wäre die einzige logische Erklärung für den Fehler.

Evtl. wäre es sinnvoll, die HD nochmal nach Fehlern zu überprüfen, denn es ist durchaus möglich, dass weitere Defekte Sektoren auftreten.
Ein defekter Sektor ist zwar wie bereits von den anderen erwähnt kein großes Problem, kann aber ein Anzeichen sein, dass die HD demnächste komplett den Dienst versagt.
Hatte das Problem selbst mal, es war ganz ähnlich wie bei dir, da war zuerst auch nur ein defekter Sektor, der dann zwar auch bei weiteren Prüfungen nicht auftauchte, aber die HD ging kurze Zeit danach komplett kaputt.
 
Bassi85 schrieb:
Hast du denn zu dem Zeitpunkt als dieser Fehler aufgetreten ist, gerade mit dem optischen LW gearbeitet, sprich war da ein Datenträger eingelegt?
Das wäre die einzige logische Erklärung für den Fehler.

Sicherlich, die Stalker O-DVD war im LG Laufwerk, der Restart kam, als ich während des Spieles kurz pausierte, um was anderes auf der Festplatte zu erledigen.

Ich werde auch noch weitere Testroutinen durchlaufen lassen, sobald ich Zeit finde, z.B mit SeaTool von Seagate.

Zwei Fragen habe ich noch:

- Die ganzen unstabilen Vorgänge traten erst auf, nachdem ich die neue Grafikkarte (8800 GTS siehe Sig.) und eine neue Soundkarte (Creative Sound Blaster X-Fi XtremeMusic) installiert hatte.
Nun habe ich auch einen durchschnittlichen Stromverbrauch im Low Level Office Betrieb (gesamtes PC System) von 220 - 260 W/h, vorher waren es 120-180 W/h.
Ist das für ein 400 Watt Netzteil von B-Quiet (1,5 Jahre alt) schon oberste Grenze?

- vom jetzigen System (auf Partition C = 60 GB der 250er Platte) habe ich mit Acronis True Image 10 ein Image gemacht.
Kann ich dieses Image 1:1 auf eine neue Festplatte (die ich gleich groß partioniere wie die alte) übertragen, vl. sogar noch von einer anderen Marke? Könnte das klappen, wäre toll, dann erspar ich mir eine Neuinstallation.

MfG
 
Nachtwind schrieb:
Das Hilfecenter zeigte nun folgende Fehlermeldung an (siehe Screen), was aussieht wie ein Laufwerk, aber wie kann ein DVD-Laufwerk einen fehlerhaften Block besitzen?

Noch nie eine defekte CD/DVD gehabt?
Das kann (muss aber nicht) zu solchen Fehlermeldungen führen.
 
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