@DFFVB Genau. Jetzt wird's komplex. Wahrscheinlich eher Chaotisch.
Und ja, deine Argumente sind gut, allerdings nur sehr bedingt auf Staaten und deren Beziehungen untereinander Anzuwenden.
Merkel und Putin: Stimmt, auf lange Sicht, in der wir heute leben, ist Merkel gescheitert.
Auf kurze bis Mittelfristige war Sie höchst erfolgreich. Putin hat keine Kriegsgelüste oder Großreichfantasien entwickelt und Deutschland, welches nach wie vor ein Entwicklungsland in der Anwendung (!) fortschrittlicher Technologien ist (allein das ist ja ein maximal verwunderliches Paradoxon), hatte billiges Gas über fast 2 Dekaden, musste sich also nicht bewegen.
Ein Vergewaltiger, klar, das entspricht schlicht nicht den Normen gesellschaftlichen Zusammenlebens, derartiges wird verurteilt werden.
Allerdings macht auch hier unsere Gesellschaft unterschiede. Und zwar enorme. Je nach psychischer Verfassung des der die Täter fallen Strafen höchst unterschiedlich aus.
(Ich habe da eine sehr dedizierte Meinung dazu, die ist allerdings nicht Gesellschaftskonform.)
Ja, das Toleranz-Paradoxon ist mir bekannt.

Eine der Grundlagen meiner tatsächlichen Arbeit.
Jetzt kommen wir zu Staaten. Ob die Chinesen Arschlöcher sind, ist für die Betrachtung völlig irrelevant, weil das eine Wertung und ein persönliches Gefühl ist. Kommt derartiges ins Spiel hast Du meist schon verloren.
Festlandchina hat "sehr gute" historische Gründe Taiwan annektieren zu wollen.
Neben allen den jetzt zum Tragen kommenden ANDEREN Gründen wie Technologische Abhängigkeit, den Triezereien der USA etc. pp. ... Selbstverständlich wollen die das ändern. UNd as werden sie auch.
Entweder durch die Annexion von Taiwan, oder durch eigene Entwicklungen auf den Gebieten, die dann kurz oder lang zumindest dem Westen ebenbürtig sein werden.
Wir, der Westen und eigentlich jeder der Computerchips haben will oder braucht, hat so überhaupt gar kein Interesse daran, dass - mittlerweile (!) - ausgerechnet China auch noch Taiwan annektiert.
Das hat nur sehr wenig mit "Taiwan ist eine Demokratie", oder der "Freiheitsliebe der Taiwanesen" zu tun und SEHR viel mit reinen wirtschaftlichen und globalpolitischen Interessen. Das ist Marketing.
Da kommen dann noch so Sachen wie seltene Erden, die von den USA angezettelten Wirtschaftskriege und diverse andere Faktoren wie auch Elektrofahrzeuge in die Gemengelage.
Und jetzt lösen wir das auf eine Art, so dass unsere Automobilwirtschaft mit einem blauen Auge davonkommt, wir nicht von seltenen Erden abgeschnitten werden, wir nicht zwischen den USA und China zerrieben werden und uns unsere Bevölkerung nicht auf den Scheiterhaufen stellt, weil alles sehr rapide den Bach runter geht gerade.
Dass Deutschland jederzeit bereit ist, die angeblich universellen Menschenrechte zu opfern, haben wir in letzter Zeit zur Genüge gesehen. OK, war wohl nix mit "den Lehren aus dem 2. Weltkrieg".
Es gilt nach wie vor knallharte Macht- Handels- und Industriepolitik .... wobei letztere ja eine komplette Rohrkrepiererin ist. Das ist ja fürchterlichste Mittelalter kacke, zumindest in Deutschland.
Ich habe nichts dagegen, in einem opportunistischen Staat zu leben, wenn das Bedeutet, dass wir einigermaßen gut als kleines Fettauge überleben in dieser Wassersuppe, namens Erde
Allerdings geht mir dieses Heuchlerische "Wir sind aber die Guten" Fününismus ganz gewaltig gegen den Strich.