Segate Festplatte in Toshiba-Gehäuse !

HartmutS

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Ich hatte mich heute im Mediamarkt richtig gefreut, denn wo kriegt man schon eine Toshiba 2-TB-Platte und das auch noch im externen, edlen Alu-Gehäuse mit USB-3 für läppische 70 Euro?
Es handelt sich genau um Toshiba "Store.E Alu 2S". Auf dem Karton eisiges Schweigen über die Innereien. Aber schließlich wird schon Toshiba drin stecken, wo Toshiba draufsteht, oder?

Als ich sie daheim aufschraube, um näheres zu erfahren, trifft mich der Schlag: eine Seagate Barracuda ST2000DL003 !!
Eine der Schrottplatten mit dem inzwischen wohlbekannten Firmware-Bug:
https://www.computerbase.de/forum/t...dl003-auch-von-firmware-bug-betroffen.845117/

Ich bin echt sauer, wegen der Laufereien, denn gleich morgen bringe ich die zurück, verarschen kann ich mich selber! Für 10 Euro weniger hatten die noch eine Noname rumliegen, die werde ich stattdessen nehmen. Denn eine noch bösere Überraschung kann da auch nicht mehr drinstecken.

Was bitte soll der Scheiß? Versucht Seagate jetzt seine in Verruf geratenen Versagerplatten uns als Katze im Sack anzudrehen? Werden die jetzt an Hersteller von Externgehäusen, Sat-Receivern usw. verscherbelt? Und wie kommt Toshiba dazu, so die Kunden zu verarschen?
 
Die HDD hat keinen bekannten Firmware-Bug und läuft im Gegensatz zu mittlerweile zwei Western Digital EARS bei mir immer noch ohne Garantieaustausch. Außerdem ist sie gefühlt schneller als die 2 TB EARS, dafür aber auch minimal lauter - von störend jedoch weit entfernt.
 
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Und nu ? Hättest Du Dich vorher informiert wüsstest Du das Toshiba unter eigenem Namen Platten fast nur noch für das Enterprise-Segment herstellt und die findest nicht im Straßenhandel. Toshiba bietet ein Produkt "externe Festplatte" unter seinem Namen an, das heisst noch lange nicht das die Technik von denen sein muss oder dachtest Du ernsthaft Du bekommst High-Tech zum Dumping-Preis ?
Ist ähnlich wie wenn Du einen Skoda kaufst...steht zwar Skoda drauf aber Karosse von VW, Motor von Peugot, Fahrwerk von Nissan, alles von deren Vorjahresmodellen und am Ende kommt ein Skoda raus.

Viel Glück beim Umtausch und Gute Nacht

PS: Firmwarebug hin oder her, ich hab drei von den Platten seit längerem im Einsatz und hatte bis jetzt keine Probleme. Vielleicht machst Du einfach gleich die aktuellste Firmware drauf, dann sollte Ruhe sein.
 
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@ Simpson474: Da irrst du. Diese HDD ist wohl vom Firmware-Bug betroffen! Generell kann man heute bei Seagate nicht sicher sein! Quasi nach dem Motto: "Sie geht oder sie geht nicht" xD Seagate - sprich "Sie geht"
 
Jede Firmware hat Bugs - egal von welchem Hersteller (es gibt Statistiken, wie viele Bugs durchschnittlich in so und so vielen Code-Zeilen stecken). Jede HDD kann ausfallen, genau das ist auch bei einigen der ST2000DL003 passiert - die Logs der ausgefallenen HDDs deuten jedoch auf Leseprobleme hin, die eher auf Mechanik bzw. defekte Leseköpfe schließen lassen. Auf jeden Fall ist die HDD nicht vom berühmten BSY-Bug betroffen, dieser war ein einfacher Überlauf des SMART-Logs - glaub mir, so einen Fehler macht ein Hersteller so schnell kein zweites mal.

Außerdem welche Alternative hast du? Neben der Seagate gibt es noch den Abverkauf der alten Hitachi und Samsung HDDs und anschließend bleibt dir nur Western Digital - und zumindest die vergleichbare EARS mit 2 TB ist garantiert auch nicht zuverlässiger.
 
Graphixx schrieb:
Und nu ? Hättest Du Dich vorher informiert ...
Ich kann nicht alles wissen. Und ich habe extra noch ungläubig und nachbohrend den "Fachverkäufer" gefragt, ob denn da wirklich eine Toshiba drinstecken wird. Das hat er schulterzuckend vermutet. Um so etwas dann definitiv zu erfahren, besitze ich, wie gesagt, einen Kreuzschraubenzieher. Sogar mehrere, in verschiedener Größe.

Simpson474 schrieb:
JAuf jeden Fall ist die HDD nicht vom berühmten BSY-Bug betroffen.
Woher weißt Du das, bzw. wo kann ich das nachlesen?

Noch ne Frage: diese Seagate ist eine SATA-600-Platte, die kann ich in meine Kiste nicht einbauen. Komme ich firmwaremäßig überhaupt an die Platte heran, wenn die über den USB-Controller angeschlossen ist? Immerhin stellt sie sich im Gerätemanager auch nicht als Seagate vor, sondern als Toshiba.

Generell stellt sich die Frage nach einer Marktübersicht, bei welchen Festplatten man eine größere Ausfallsicherheit hat. Die Versuchung ist groß, einer Terabyte-Festplatte sämtliche Daten anzuvertrauen, über die man verfügt. Handelt es sich z.B. um Musiksammlungen, Erinnerungsfotos, Hochzeitsvideos, sollen die bitte möglichst ein Leben lang erhalten bleiben. Der EDV-Satz eines Betriebes möchte mind. 10 Jahre überleben. Die Versuchung ist echt groß. Aber die Preise mittlerweile auch klein genug, um das ganze noch mindestens ein einziges mal zu spiegeln.
 
Also ich habe auch ne Seagate Barracuda ST2000DL003 und bin vollends zufrieden damit, läuft jetzt schön knappe 1000h ohne iwleche Probleme gleich wie alle meine anderen Seagate Platten.
 
Simpson474 schrieb:
läuft im Gegensatz zu mittlerweile zwei Western Digital EARS bei mir immer noch ohne Garantieaustausch.
Von den Notebookplatten von WD habe ich schon seid geraumer Zeit einige im Einsatz und nie irgendwelche Probleme gehabt, aber die Green sind wirklich Schrott.

Da sich Toshiba aus dem 3.5" HDD Segment praktisch zurückgezogen hat, in 2.5" sind sie recht aktiv und bei 1.8" der letzte verbleibende Anbieter, sollte sich also niemand darüber wundern eine HDD eines anderen Hersteller in einem 3.5" Toshiba-Gehäuse zu finden.
 
HartmutS schrieb:
Woher weißt Du das, bzw. wo kann ich das nachlesen?
Der BSY-Fehler war ein fehlgeschlagener ASSERT in der Firmware (wird von Programmierern benutzt, um die Ausführung eines Programms abzubrechen, wenn z.B. unplausible Werte verarbeitet werden) - dieser war auch in den Debug-Ausgaben der betroffenen HDD sichtbar. Bei den Ausfallberichten der ST2000DL003 gibt es diesen ASSERT nicht, es kann stattdessen einfach die Firmware nicht von der HDD gelesen werden. Es gibt ein Firmware Update für die HDD (CC32), allerdings gibt es die gleiche Art von Ausfällen sowohl mit der alten als auch mit der neuen Firmware.

HartmutS schrieb:
Noch ne Frage: diese Seagate ist eine SATA-600-Platte, die kann ich in meine Kiste nicht einbauen.
SATA ist (nahezu) voll abwärtskompatibel, die HDD läuft genauso am SATA-150 Anschluss (außer dieser stammt von VIA).

HartmutS schrieb:
Komme ich firmwaremäßig überhaupt an die Platte heran, wenn die über den USB-Controller angeschlossen ist?
SMART-Daten und die Firmwareversion kann von einigen USB/SATA-Brücken z.B. mit CrystalDiskInfo ausgelesen werden - funktioniert aber nicht bei allen Geräten.

HartmutS schrieb:
Generell stellt sich die Frage nach einer Marktübersicht, bei welchen Festplatten man eine größere Ausfallsicherheit hat.
Vergiss diesen Ansatz - jede HDD kann von einem auf den anderen Tag ausfallen, da ist der Hersteller komplett egal. Das einzige was hier wirklich hilft ist das Spiegeln der wichtigen Daten auf eine zweite HDD.

Holt schrieb:
Von den Notebookplatten von WD habe ich schon seid geraumer Zeit einige im Einsatz und nie irgendwelche Probleme gehabt, aber die Green sind wirklich Schrott.
Immerhin ist die Garantiezeit lang genug, die erste (2 TB EARS) hatte nur knapp 1000 Stunden und keine 6 Monate Einsatz hinter sich, die jetzige (1 TB EARS) hat doch immerhin über 3000 Stunden geschafft, aber seit Tagen steigt die Anzahl der fehlerhaften Sektoren (schon wieder über 130, die letzte hat sogar 65535 angezeigt) und die Lesefehlerrate. Schön langsam bin ich am Überlegen, ob das die 6,90€ Versand zu Western Digital noch wert ist, aber ich hab die Hoffnung, dass die HDD durch den Garantieaustausch wächst.
 
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Was hast du um 70 Euro erwartet, insbesondere im Consumer-Bereich (Media-Markt)?

Ich habe für meine beiden Toshiba 3,5" 2TB-Festplatten (MK2002TSKB) jeweils etwa 180 Euronen hingeblättert, ein wahrlich stolzer Preis, aber dafür sind das auch echte Server-Platten mit 5 Jahren Garantie und 24/7-Zertifizierung. Die laufen jetzt prächtig in meinem QNAP NAS-Server.

Aber um 70 Euro kann man nun wirklich keine Wunder erwarten!
 
Simpson474, sag ich doch, die WD Green sind Schrott. Meine Notebook WD 5000BEVT hat schon 15001 Stunden und läuft absolut problemlos 24/7, mit optimalen S.M.A.R.T. Werten.
 
@Simpson474,
tatsächlich sind SATA-II und SATA-III anschlußkompatibel, das hatte ich nicht gewußt.
Merkwürdig finde ich aber nun die Sache mit dem Toshiba-Controller. Nur ein konventioneller SATA-Controller ist das nicht, der nur Signalwandlung zu USB betreiben würde. Die externe Festplatte bildet beim Anschluß an Windows z.B. auch ein virtuelles CD-Laufwerk, dieser Content scheint auf einem Flash auf der Platine gespeichert zu sein. Deaktiviert man dieses virtuelle Laufwerk im Gerätemanager, schaltet sich die Festplatte aus. Nachdem ich die Festplatte ausgebaut und ans Mainboard angeschlossen hatte, wurde sie in Windows als unformatiert gemeldet. Kann es sein, daß der Toshiba-Controller die Festplatte gar nicht formatiert, sondern sie zu einem Container ummodelt, so wie Truecrypt das macht, wenn Truecrypt eine komplette leere Festplatte verschlüsselt?
Desweiteren habe ich beobachtet, daß eine SATA-Festplatte, die formatiert war und Daten enthielt, beim Anschluß an den Toshiba-Controller in Windows ebenfalls als unformatiert angezeigt wurde. Als nächstes werde ich diese Festplatte testweise wieder ans Mainboard anschließen, um zu sehen, ob der Toshiba-Controller tatsächlich die Partitionen gelöscht hat oder ob er lediglich keinen "Toshiba-Container" auf dieser Platte vorfand, den er mounten kann. Im ersteren Fall würde das bedeuten, daß eine beliebige Festplatte bei Anschluß an den Toshiba-Controller beim Einschlalten ihre Partitionen verliert. Ich berichte dann gerne weiter.

Die im Gehäuse eingebaute Seagate hat übrigens die Firmware CC45. Es wird vermutet, daß dies eine andere Serie als die mit CC31/32 ist, wo vielleicht Änderungen an der Platine vorgenommen wurden.

websurfer83 schrieb:
Ich habe für meine beiden Toshiba 3,5" 2TB-Festplatten (MK2002TSKB) jeweils etwa 180 Euronen hingeblättert, ein wahrlich stolzer Preis, aber dafür sind das auch echte Server-Platten mit 5 Jahren Garantie und 24/7-Zertifizierung. Die laufen jetzt prächtig in meinem QNAP NAS-Server.
Naja, "stolzer Preis" ist ja auch relativ, wenn man bedenkt, daß auch hier das GB gerademal 10Cent kostet und man in den Anfängen der Home-Computer für Festplatten im Megabyte-Bereich schon mal 10.000 Mark bezahlen konnte. Will man einen einzigen Server betreiben, ist man dann eben gut dran, wenn es nur ein kleines oder mittleres Forum sein soll, dann reichen schon 160 GB locker aus. Für einen einzigen Host klingen 2 TB dann schon eher nach Fileserver oder Streamer.
 
HartmutS schrieb:
Merkwürdig finde ich aber nun die Sache mit dem Toshiba-Controller. Nur ein konventioneller SATA-Controller ist das nicht, der nur Signalwandlung zu USB betreiben würde. Die externe Festplatte bildet beim Anschluß an Windows z.B. auch ein virtuelles CD-Laufwerk, dieser Content scheint auf einem Flash auf der Platine gespeichert zu sein. Deaktiviert man dieses virtuelle Laufwerk im Gerätemanager, schaltet sich die Festplatte aus. Nachdem ich die Festplatte ausgebaut und ans Mainboard angeschlossen hatte, wurde sie in Windows als unformatiert gemeldet. Kann es sein, daß der Toshiba-Controller die Festplatte gar nicht formatiert, sondern sie zu einem Container ummodelt, so wie Truecrypt das macht, wenn Truecrypt eine komplette leere Festplatte verschlüsselt?
Desweiteren habe ich beobachtet, daß eine SATA-Festplatte, die formatiert war und Daten enthielt, beim Anschluß an den Toshiba-Controller in Windows ebenfalls als unformatiert angezeigt wurde.
Für mich sieht das nach einem einfachen Offset aus, wird z.B. auch von vielen USB-Sticks verwendet. Dort wird am Anfang ein ISO-Image abgelegt und der eigentliche MBR ist dann um die Größe des ISO-Images verschoben. Die USB/SATA-Brücke meldet dann zwei Geräte am USB, wobei das erste sich als CD-Laufwerk meldet und den Inhalt ab dem ersten Sektor verwendet und das zweite Gerät meldet sich als HDD und bindet die Daten mit entsprechendem Offset ein. Wenn du jetzt eine in Windows formatierte HDD in das Gehäuse einbaust, so wird der Anfang der HDD vom Controller verschluckt und du kannst auf die Daten nicht zugreifen. Wie groß dieser Offset ist, kannst du z.B. mit HxD unter "Extras" -> "Open Disk" nachschauen - dort solltest du mit eingebauter HDD mehr Sektoren haben als mit der HDD im externen Gehäuse.

websurfer83 schrieb:
Ich habe für meine beiden Toshiba 3,5" 2TB-Festplatten (MK2002TSKB) jeweils etwa 180 Euronen hingeblättert, ein wahrlich stolzer Preis, aber dafür sind das auch echte Server-Platten mit 5 Jahren Garantie und 24/7-Zertifizierung. Die laufen jetzt prächtig in meinem QNAP NAS-Server.
Trotzdem garantiert dir keiner, dass die HDD morgen nicht kaputt ist. In einem QNAP NAS reichen für den normalen Einsatz auch zwei HDDs eines anderen Herstellers für je ca. 70€.
 
Simpson474 schrieb:
Trotzdem garantiert dir keiner, dass die HDD morgen nicht kaputt ist. In einem QNAP NAS reichen für den normalen Einsatz auch zwei HDDs eines anderen Herstellers für je ca. 70€.

Garantien gibt es im Leben keine, das ist wahr. Jedoch ist die Ausfallwahrscheinlichkeit statistisch gesehen bei solchen Platten tatsächlich niedriger. Für ein NAS mit RAID-Betrieb nehme ich grundsätzlich nur Platten, die dafür auch zugelassen sind, denn insbesondere WD schreibt bei sämtlichen Consumer-Platten im Datenblatt, dass diese NICHT für den RAID-Betrieb in NAS zugelassen und geeignet sind, weshalb sie auch zwischenzeitlich bei QNAP in der Kompatibilitätsliste in der Rubrik der nicht empfehlenswerten Festplatten gelandet sind.
 
Simpson474 schrieb:
Für mich sieht das nach einem einfachen Offset aus, wird z.B. auch von vielen USB-Sticks verwendet. Dort wird am Anfang ein ISO-Image abgelegt und der eigentliche MBR ist dann um die Größe des ISO-Images verschoben. Die USB/SATA-Brücke meldet dann zwei Geräte am USB, wobei das erste sich als CD-Laufwerk meldet und den Inhalt ab dem ersten Sektor verwendet und das zweite Gerät meldet sich als HDD und bindet die Daten mit entsprechendem Offset ein. Wenn du jetzt eine in Windows formatierte HDD in das Gehäuse einbaust, so wird der Anfang der HDD vom Controller verschluckt und du kannst auf die Daten nicht zugreifen. Wie groß dieser Offset ist, kannst du z.B. mit HxD unter "Extras" -> "Open Disk" nachschauen - dort solltest du mit eingebauter HDD mehr Sektoren haben als mit der HDD im externen Gehäuse.
Netter kostenloser Hex-Editor übrigens.
Aber nun zum Wichtigsten: ich habe erfreulicherweise einen Thread entdeckt, in dem einer sich bei Toshiba wegen des VCD beschwert hatte und daraufhin klaglos ein Removing-Tool geschickt bekam. Das hat er hochgeladen und man sollte sich das vorsichtshalber sichern. Damit konnte ich aus dem Toshiba-Controller nun einen vollwertigen SATA-Controller machen. Eine Platte, die vorher als "unformatiert" gemeldet wurde, zeigte danach wieder alle Partitionen und Inhalte an. Allerdings verlangt das Removing-Tool natürlich überhaupt irgendeine angeschlossene Platte und diese wird während des Vorgangs formatiert! Man darf also bei der Revision des Controllers nur eine Platte anschließen, deren Neuformatierung einem nichts ausmacht!
Wenigstens habe ich jetzt also eine vollwertige "Dockingstation" via USB-3 für SATA-II und -III- Platten.
 

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