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Selbstbau-NAS mit SAS-Platten. Lohnt der Aufwand?

eltono91

Lt. Junior Grade
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Aug. 2007
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Moin,

mein Arbeitgeber rangiert aktuell Festplatten aus und ich könnte 6x3TB (Seagate SN3000NM0023) Festplatten bekommen, allerdings alles SAS-Platten.

Da meine WD MyCloud voll ist dachte ich mir, daraus ein Selbstbau-NAS z.B. auf Intel N100 Basis zu basteln. Allerdings kenne ich mit SAS nicht besonders aus, daher ein paar Fragen.

  • es bedarf natürlich einer SAS-Controller Karte. Wie läuft denn das mit Treibern? Können Betriebssysteme wie TrueNAS Scale mit SAS-Platten umgehen? Gemäß Internet wohl je nach Controller wohl ja.
  • Empfehlung für eine Controller-Karte?
  • Grundsätzlich wäre die Frage lohnt der Aufwand in Anbetracht meiner simplen Anforderungen?

Anforderungen:
  • Primär Datenspeicher (Bilder, Fotos, Filme) und Verfügung stellen im eigenen Netzwerk für iPad, Smartphone und PC.
  • 2.5Gbit/s Ethernet
  • NextCloud auf SSD
  • automatisierte Backups des NAS auf externe HDD sowie Offsite-Backup
  • Festplatten sollten sich schlafen legen können (daher NextCloud auf SSD)
  • ggf. HomeAssistent und Jellyfine
  • würde die Platten als RAID0 anlegen bzw. als ein großen Datenpool.

Grobe Hardware-Idee:
  • Jonsbo N4 ~120€
  • AsRock N100M ~100€
  • 8GB RAM ~50€
  • SAS-Controller ~100€?
  • 2.5Gbit/s Ethernet Adapter ~30€
  • Netzteil? Empfehlung?
  • 500GB SATA SSD (noch vorhanden)

Gruß und Danke
 
eltono91 schrieb:
es bedarf natürlich einer SAS-Controller Karte. Wie läuft denn das mit Treibern? Könnten Betriebssysteme wie TrueNAS mit SAS-Platten umgehen?

Ob ein HBA/Raidcontroller SAS oder SATA dran hat ist dem OS komplett egal.
eltono91 schrieb:
Grundsätzlich wäre die Frage lohnt der Aufwand in Anbetracht meiner Anforderungen?
Wie hoch drehen die Platten und was fressen die an Strom ist halt auch die Frage.

Welche Platten hast du denn genau bekommen?
 
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SAS-Controller funktionieren dann, wenn der Chipsatz des Controllers unter Linux unterstützt ist.
SAS-Controller mit Branding unterstützen zum Teil nur bestimmte Platten bzw. Platten mit bestimmter Firmware. Gleiches gilt für SAS und SATA. Normalerweise klappt SATA ans SAS, muss aber nicht. Kommt auf die Controllerfirmware an.

Cunhell
 
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VDC schrieb:
Welche Platten hast du denn genau bekommen?
Seagate SN3000NM0023, gemäß Internet laufen die mit 7200rpm
 
eltono91 schrieb:
wie viele stunden haben die runter? Unter 70.000h sollte es schon sein
SAS Controller findest du auf ebay sehr viele
 
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madmax2010 schrieb:
wie viele stunden haben die runter?
SAS Controller findest du auf ebay sehr viele
Kann ich nicht sagen. Liegen bisher noch beim Arbeitgeber im Schrank. Hab die selber noch nicht angeschlossen, mangels SAS-Anschlussmöglichkeiten
 
kannst du das beim arbeitgeber checken?
oder nach dem produktionsdatum schauen? Steht ja auf dem Sticker..
 
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Lohnt der Aufwand?
Meiner Meinung nach nicht. Ich hatte auch mal ein Bastel NAS mit Jonsbo Gehäuse und Komponenten für 300 - 500€, aber ich nutze nur mein DS425+.

Schon alleine Nextcloud. Es gibt für alles eine Software die das besser kann, als das was Nextcloud anbietet.
 
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madmax2010 schrieb:
kannst du das beim arbeitgeber checken?
oder nach dem produktionsdatum schauen? Steht ja auf dem Sticker..
Lässt sich sicher noch irgendwo einbauen um die zu checken. Produktionsdatum ist 04/2014.
 
Ich würde sagen, dass sich der Aufwand nicht lohnt.
Meine Anforderungsliste hat sich mit deiner gedeckt und es wurde ein GMLtec M6 ultra mit 32GB RAM.
Dazu ein externes RAID Gehäuse.

In dem PC werkeln 2 NVME, eine mit 1TB für das System, eine 4TB für Nextcloud Daten.

Auf das RAID gehen die Backups. Dazu hängt noch eine USB 3.2 Platte dran fürs NAS.

Als System läuft Proxmox drauf. Dazu 2 VMs (Nextcloud und Homeassistant) und eine LXC (Adguard).

Leistung ist gefühlt unendlich da.

Einzige Herausforderung war es, die externen RAID Platten zuverlässig über hdparm schlafen zu legen. Geht aber.
 
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geh mal davon aus, dass sie nach 1-2 Jahren verbaut wurden und dann 24/7 liefen. Damit kommt man dann auf 70-80.000 Stunden.
Ab 70.000h habe ich meist erhoehte AUsfallraten beobachtet.
Kauf lieber 2 neue HDDs. Eine fuer Daten, eine fuer Backups
 
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eltono91 schrieb:
  • würde die Platten als RAID0 anlegen bzw. als ein großen Datenpool.

Halte ich für ziemlichen Quatsch. Mit so vielen 3TB-Laufwerken würde ich eher zu einem RAIDZ1 bzw. RAID5 raten (eigentlich sogar eher zu RAIDZ2 bzw. RAID6 - aber das hängt dann vom eigenen Sicherheitsbedürfnis ab. Das noch ne weitere Platte bei nem Rebuild ausfällt ist halt nicht so unwahrscheinlich, besonders, wenn die eh schon gut was auf dem Buckel haben). So hast du Redundanz bei wenig Kapazitätsverlust und auch recht gute Geschwindigkeit (besonders beim Lesen). Wenn dir bei RAID0 hingegen nur ein Laufwerk aussteigt, ist alles im Eimer.

Als Controller solltest du einen LSI nehmen, den du auf IT-Mode flashen kannst. Ob generell damit aber ein Schlafenlegen der HDDs möglich ist, du würde ich mal ein großes Fragezeichen hinter machen.

LSI 92xx oder LSI93xx wären Kandidaten. Evtl. diese:
https://www.ebay.de/itm/145599467201
 
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Oh, da ist ja noch mehr im Ersten Post aufgetaucht:

eltono91 schrieb:
Empfehlung für eine Controller-Karte?
Also LSI laufen "immer" ich finde z.b. die HP Smartraid ganz nett.
eltono91 schrieb:
Jonsbo N4 ~120€
Da ist die Frage wie das 2. Bracket für die Platten aussieht, das 4er Paket scheint passende Anschlüsse für SAS-Platten zu haben, man muss nur halt über Sata Datenkabel dazwischen gehen.
eltono91 schrieb:
Grundsätzlich wäre die Frage lohnt der Aufwand in Anbetracht meiner simplen Anforderungen?
Prinzipiell ja, aber nicht mit der Masse an Platten. Welche Datenmenge hast du denn zur Zeit?

Mal ein Gegenvorschlag:

2x
https://geizhals.de/toshiba-s300-surveillance-6tb-hdwt860uzsva-a2527138.html?hloc=de
2x https://geizhals.de/western-digital-wd-blue-6tb-wd60ezax-a2858196.html?hloc=de
1x https://www.hardware-online-shop.de/p/hp-prodesk-600-g2-sff-i5-6500-16-gb-ram-256-gb-nvme (generisch ein SFF refurbished mit z.b. 6th Gen Intel gibt es recht günstig und hat idR Platz für 2 3,5" Platten)
1x https://geizhals.de/cudy-2-5g-lan-adapter-pe25-a2757278.html
 
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VDC schrieb:
Da ist die Frage wie das 2. Bracket für die Platten aussieht, das 4er Paket scheint passende Anschlüsse für SAS-Platten zu haben, man muss nur halt über Sata Datenkabel dazwischen gehen.
Wenn ich das richtig gesehen habe im Internet gesehen habe, kann man die 4er Verteilerkarte wohl auch ausbauen.
VDC schrieb:
Prinzipiell ja, aber nicht mit der Masse an Platten. Welche Datenmenge hast du denn zur Zeit?
Aktuell habe ich 3TB in meiner MyCloud + die bietet natürlich auch keinerlei weitere Funktionen wie NextCloud, Docker etc. daher möchte ich (erstmal unabhängig von den Platten vom Arbeitgeber) auf ein größeres NAS mit mehr Funktionsumfang upgraden.
 
eltono91 schrieb:
Wenn ich das richtig gesehen habe im Internet gesehen habe, kann man die 4er Verteilerkarte wohl auch ausbauen.
Das willst du glaube ich dann aber nicht verkabeln, sollte wenig Spaß machen.


Habe eben noch einen Edith gemacht, evtl. hilft das.
 
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Hast recht, Filter vergessen, ist glatt durchgerutscht. Ich stell das oben mal richtig.
 
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24/7 und SMR ist auch ne komische Kombi, da kann man sich schon mal vergucken. :)
 
SAS Controller bekommst du ja auch relativ günstig gebraucht. 20-30$ oderso auf Ali/Ebay.
Die Platten sind ordentlich gebraucht, ich würde da jetzt eher auf neue setzen, bei den kleinen Grössen kann man auch gut auf SSDs setzen.

empower schrieb:
Lohnt der Aufwand?
Meiner Meinung nach nicht. Ich hatte auch mal ein Bastel NAS mit Jonsbo Gehäuse und Komponenten für 300 - 500€, aber ich nutze nur mein DS425+.

Schon alleine Nextcloud. Es gibt für alles eine Software die das besser kann, als das was Nextcloud anbietet.
Ein Bastel-NAS ist kein Selbstzweck, sondern richtet sich an spezielle Anforderungen, die Fertig-NAS oft nur eingeschränkt oder teuer abdecken. Der reine Anschaffungspreis ist dabei kein sinnvoller Vergleich, da es primär um Skalierbarkeit, Upgrade-Freiheit und Lebensdauer geht. Nextcloud ist keine Best-of-Breed-Einzellösung, sondern eine integrierte Plattform, bei der Authentifizierung, Rechte, Versionierung und Sharing zentral gelöst sind. Der Einsatz vieler spezialisierter Einzeltools erhöht den Betriebs-, Update- und Sicherheitsaufwand deutlich. Performance-Engpässe entstehen in der Praxis meist durch Storage- oder IO-Design, nicht durch Nextcloud selbst. Ein Eigenbau lohnt sich daher vor allem dort, wo Kontrolle, Erweiterbarkeit und langfristiger Betrieb wichtiger sind als ein möglichst einfacher Einstieg.

Banned schrieb:
Halte ich für ziemlichen Quatsch. Mit so vielen 3TB-Laufwerken würde ich eher zu einem RAIDZ1 bzw. RAID5 raten (eigentlich sogar eher zu RAIDZ2 bzw. RAID6 - aber das hängt dann vom eigenen Sicherheitsbedürfnis ab. Das noch ne weitere Platte bei nem Rebuild ausfällt ist halt nicht so unwahrscheinlich, besonders, wenn die eh schon gut was auf dem Buckel haben). So hast du Redundanz bei wenig Kapazitätsverlust und auch recht gute Geschwindigkeit (besonders beim Lesen). Wenn dir bei RAID0 hingegen nur ein Laufwerk aussteigt, ist alles im Eimer.

Als Controller solltest du einen LSI nehmen, den du auf IT-Mode flashen kannst. Ob generell damit aber ein Schlafenlegen der HDDs möglich ist, du würde ich mal ein großes Fragezeichen hinter machen.

LSI 92xx oder LSI93xx wären Kandidaten. Evtl. diese:
https://www.ebay.de/itm/145599467201
1+ Alles wichtige gesagt, nur die Controller gibts definitiv günstiger.
https://www.ebay.com/itm/266665622167

@TE
Bevor du an das Thema ran gehst, mach die bisschen über RAID-Modi schlau.
@Banned hat eigentlich alles auf den Punkt gebracht.
 
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Also ich nutze in meinen NAS Hitachi Enterprise Nearline SATA-Platten aus 2011. Die sind zwar schon sehr alt und waren 24/7 in einem professionellem NAS-System im Einsatz, laufen aber alle noch einwandfrei.
Ein paar habe ich vor der Inbetriebnahme aussortiert, da sie schon Blockfehler hatten. Alle anderen laufen bisher noch problemlos und ohne Blockfehler.

Alte Platten können Probleme machen, müssen aber nicht. Backup ist eh Pflicht. Kein Backup kein Mitleid. Und RAID ist kein Backup genausowenig wie nur Snapshots auf dem System zu haben. Platten mit Blockfehlern würde ich definitiv aussortieren. Die werden nicht besser werden.

Eines muss Dir aber klar sein. Diese alten Platten sind sehr oft wahre Stromfresser und auch die SAS-Controller sind oft genug keine Kostverächter. Die haben oft genug auch Kühlkörper, da sie unter Last sehr warm werden können.
Leise sind die Platten sehr oft auch nicht, falls das ein Kriterium ist.

Cunhell
 
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