Sennheiser - Headset oder Kopfhörer?

BlueGene

Lt. Junior Grade
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Hallo,

ich ziehe bald in eine WG ein, d.h. ich kann meine 5.1 Anlage leider nicht immer genießen. Ich möchte aber trotzdem nicht auf Musik verzichten. Ich höre hauptsächlich Trance/Elektro etc. ein satter Bass ist also erforderlich. Und da nichts an deutsche Qualität heranreicht, soll es ein Sennheiser werden.

Des Weiteren führe ich ab und zu Gespräche über TS und MSN. Bisher hatte ich ein Creative FATAL1TY. Dieses erfüllt jedoch meine Ansprüche an "Hörgenuss" kaum, außerdem wird es nach kurzer Tragezeit unbequem.

Zum Zocken benutze ich das Headset eigentlich nur für Modern Warfare 2.

Das Sennheiser PC 350 würde meinen Anforderungen entsprechen. Jedoch habe ich in einem anderen Posting gelesen, dass dieses eher auf Gaming und weniger auf Musik(Bass) ausgelegt ist.

Daher habe ich mir nun das Sennheiser HD 280 Pro bzw. Sennheiser HD 595 ins Auge gefasst. Dazu würde ich mir dann ein Zalman ZM-MIC1 holen.

So nun die Fragen:
1. Welches der 3 genannten Kopfhörer ist am besten für Musik mit einem gutem Bassanteil geeignet?
2. Hat das Zalman ZM-MIC1 irgendwelche Nachteile gegenüber einem Headset?
 
Wenn es nur um Musik geht würde ich das HD595 nehmen. Das PC350 ist nur für Gaming ausgelegt Musik ist damit nicht so prall.
 
Die HD595 und die HD555 sind Baugleich. Nimm lieber die. Haben zwar beide weniger Bass als andere Kopfhörer, jedoch klingen sie dafür viel ausgewogener.
 
zum Zalman:

Ton ist sehr gut und mich stört es auch nicht beim tragen, allerdings hast du halt 2 Kabel statt einem, was etwas mehr Kabelsalat bedeutet (das stört mich schon etwas)

P/L-Verhältnis ist Top

ansonsten gäbe es da noch das Saitek Impact Tischmikro (10€ bei Caseking), ist vom Klang her nicht ganz so gut wie das Zalman und du hast etwas mehr Nebengeräusche wie Tastatur und so, aber dafür gibt es halt keinen Kabelsalat


zum Kopfhörer:

da kann ich dir nicht wirklich helfen, da ich lineare KH bevorzuge. Aber du könntest dir auch mal die Beyerdynamic DT770 Pro 80Ohm angucken, die sollen untenrum ordentlich Druck machen.
Ansonsten hatte ich letztens mal die Sennheiser HD485 da. Bei denen hatte ich das Gefühl, dass die mir das Gehör raus drücken wollen, könnte also was für dich sein. ;)

zum Thema deutsche Qualität:
in dem Preissegment kommt heute alles aus China, egal ob Senn, Beyer oder AKG
 
Ich darf mich glücklicher besitzer des PC-350 nennen. Zur Quali, Sprachquali ist sehr gut, ebenso die Music wiedergabe, sehr homogen. Der Tragekomfort ist auch sehr gut.

Aber was ich leider zu bemängeln habe ist der fehlende Anpressdruck, gut füßr die einen von Vorteil, für mich eher benachteiligend da darunter der Bass leidet.

Hoffe das hilft dir etwas.
 
Hab das HD 280 Pro, das ist eher für laute Umgebungen konzipiert (ich benutze es im Zug).
Solange du nicht an ner Baustelle wohnst, ist das wohl eher unnötig.
Die geschlossenen Muscheln soll dem Klang doch ein wenig Qualität nehmen. Ich kanns schlecht vergleichen da ich die anderen nicht gehört habe.
 
Qualität nehmen? Unlogisch da man MEHR Details hört und man somit mehr genießen kann.
 
Der Sennheiser HD555 und der HD595 sind vielleicht von der Bauform gleich, klingen jedoch unterschiedlich!
Das HD555 ist im Bassbereich (ich gehe jetzt von normaler Musik aus) normal stark, wenn du auf fette, "dumpfe" Bässe stehst ist es eher nichts für dich. Auch sind die Mitten nicht ganz so ausgeprägt wie beim HD595. Ob sie für deine Musikrichtung geeignet sind, wirst du nur durch Probehören herausfinden.
Das HD555 ist meiner Meinung nach gut geeignet für Pop/Rock Musik, für Klassik fehlt es in den Mitten zu stark und für Techno dürfte der Bass zu schwach sein. Im "normalen" Musikbetrieb fallen diese Schwächen jedoch kaum auf, man muss schon genauer hinhören.

Der AKG 530 wird oft im Preisbereich bis 100€ empfohlen klick

Ich würde dir empfehlen dir die 3 Modelle HD555, HD595 und den AKG 530 mal gegeneinander mit deiner Musik probezuhören und dich dann zu entscheiden. In der Regel gibt es die genannten Kopfhörer im MediaMarkt bzw. Saturn, jedoch zu völlig überzogenen Preisen.


Viel Spaß!

Andreas

/edit: Wenn du die Möglichkeit hast, offene Kopfhörer zu verwenden, tu es! Die Räumlichkeit und Auflösung ist im Vergleich zu geschlossenen Kopfhörern (der gleichen Preisklasse) viel besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mariox16 schrieb:
Qualität nehmen? Unlogisch da man MEHR Details hört und man somit mehr genießen kann.
Ansichtssache, ich finde man hört, dass man was geschlossenes auf den Ohren hat, ich empfinde das als Minderung.
 
Ich hab den AKG K530 Kopfhörer in Verbindung mit dem Zalman Mikro. Ich finde diese Kombination perfekt, da ich einerseits einen sehr guten Klang habe, andererseits es auch als Headset nutzen kann. Das Problem mit den zwei Kabeln hab ein einfach so gelöst, indem ich das Zalman Kabel einfach um das Kopfhörerkabel gewickelt habe, so hat man quasi keinen Kabelsalat und kann die Kombination als normales Headset nutzen.
 
Der Test von AKG K530 bei AreaDVD hört sich schonmal gut an, wurde sogar mit meinen Musikrichtungen getestet. Werde mir es mal irgendwo anhören.

Ich habe eine Theotron Agrippa und einen Onkyo TX SR 507. Angeschlossen per Koaxialkabel.
Momentan schließe ich mein Headset immer an den Ausgang vom Logitech X-530 an. Gibt es große klangliche Unterschiede zwischen Anschluss am X-530(wird wohl nur durchgeschleift) und am Onkyo?
 
Mariox16 schrieb:
Qualität nehmen? Unlogisch da man MEHR Details hört und man somit mehr genießen kann.

Nicht ganz. Bei geschlossenen KH hat man mehr Reflektionen innerhalb des KH, was konstruktiv ausgeglichen werden muss. Und da das Geld kostet sagt man, dass geschlossene KH ihren offenen Brüder der gleichen Preisklasse meistens unterlegen sind.

nochmal nachzulesen hier:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-211-155.html


Die AKG K530 hab ich auch, sind für das Geld herrausragende KH. Aber wenn man Bass will ist man mit Sennheiser oder Beyerdynamic besser beraten als mit den sehr linearen AKGs.

zur Quelle:
musst du ausprobieren, aber ich denke mal das es da kaum unterscheide geben wird.

Generell würde ich dem TE mal raten sich bei hifi-forum.de umzuhören, da kann man ihn bestimmt etwas besser beraten
 
Blutschlumpf schrieb:
Die geschlossenen Muscheln soll dem Klang doch ein wenig Qualität nehmen. Ich kanns schlecht vergleichen da ich die anderen nicht gehört habe.

So ist es auch.

Geschlossene Headphones sind für Recording (vor dem Mikrofon, damit möglichst wenig vom Kopfhörer auf der Aufnahme zu hören ist) oder Arbeiten in lauter Umgebung gedacht.

Ich hatte/habe bisher:

Beyerdynamic DT880 Pro (Studioheadset - halboffen)

nettes Bassfundament, vorallem für das Produzieren und Abmischen genau so ausgeprägt, dass man gut hört was man macht. Allerdings: richtigen WUMMS sollte man sich nicht unbedingt erwarten. Sehr ausgeprägte obere Höhen (klingt luftig), weiches Bassfundament, Mitten ein bischen im Hintergrund. Erste Wahl fürs Produzieren und Mischen, aber ob es der Hörer der am "meisten Spass" macht: Denke ich nicht.

AKG 271 Studio (Studioheadset - geschlossen)

klingt im Vergleich zum DT880 Pro röhriger und Mittenbetonter. Basswiedergabe wirkt ziemlich platt und nicht so tiefreichend. Dennoch ganz netter Hörer, wenn man mal drauf eingehört ist. Würde ich mir aber ehrlich gesagt nicht nochmal holen.

Sony MDR V700 (DJ-Headphones)

Verglichen mit den Anderen ein weitaus unangenehmerer Tragekomfort. Liegt teilweise an dem recht hohen Gewicht, aber auch an den Hörern selbst. Die Aushöhlung für die Ohren ist nicht nämlich nicht wirklich tief, was bedeutet, dass die Ohren direkt auf der Fläche des Hörers aufliegen - was irgendwann zu drücken beginnt... Auch die Gelenke sind ein Schwachpunkt und oft auch der Grund, dass man sie wegwerfen kann (bei mir auch so geschehen). ABER: Soundmässig waren sie im Bassfundament schön satt. Zwar nicht so tiefreichend, dass man anfangen würde sich zu fragen wo der Subwoofer steht, aber durchaus solide. Vorallem bei hohen Pegel bleibt das Ding echt deftige Kost (was man von den AKG und den Beyerdynamics NICHT behaupten kann. Was aber auch daran liegt, dass das nunmal DJ Hörer sind und keine Producingteile :))

Roccat Kave (5.1 Gamingheadset - zum Zocken gerade vor einer Woche besorgt)

Hab ich mir gerade vorhin gekauft. Eigentlich bin ich ja Schnickschnack-Hasser und extrem skeptisch was "Gamingheadsets" und 5.1 Bauernfängerei angeht. Vorallem da ich ja die obigen Headsets gewohnt bin. Ohne Übertreibung: Ich habe noch nie eine solche Basswiedergabe über Headphones gehört und bin total beeindruckt, dass dieses Vibrieren das vom Hörer ausgeht echt das Gefühl vermittelt, dass man gerade vor einem Subwoofer steht. Manko hierbei: zwar sind die Tiefen echt sehr überzeugend (hab direkt einen Großteil meiner Musiksammlung durchgehört), leider aber die Mitten und Höhen (wie eigentlich erwartet) ziemlich "dosig/röhrig". Wie gesagt: Ich höre rein elektronisches Zeugs (vorwiegend Trance/Progressive/House), macht Spass... aber produzieren könnte ich damit nicht- aber um das geht's ja auch nicht. Achja: Das Mikrofon ist übrigens nicht von sonderlich guter Qualität - hab jetzt schon mehrfach "dein altes war besser" zu hören bekommen (war ein Logitech Wireless/Bluetooth Headset) :)


Ich würde dir, wenn du echt so auf die Tiefen abfährst also sogar zum Roccat raten (schande über mich, aber ich muss!).
Ansonsten, wenn du auf luftiges, sauberes aber auch dezentes Klangbild wünscht und Wert auf die Mitten und Höhen legst -> Beyerdynamic 880DT Pro

Falls deine Mitbewohner auch durch Halboffene Hörer gestört werden (hört man echt ziemlich gut nach Außen hin), bleibt eigentlich nurmehr das Roccat oder ein geschloßener Hörer wie der DT770 oder andere geschloßene Studioheadphones...


Hoffentlich hats dir ein bischen weitergeholfen!
 
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