Shure SE535 IEMs - Rauschen am Pioneer XDJ-XZ

Scrypa

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Hi Leute,

ich habe mir die Shure SE535 gekauft und mir ist direkt aufgefallen, dass sie an meinem XDJ-XZ ein mittelstarkes Rauschen wiedergeben (white noise). Wenn Musik läuft gehts einigermaßen, trübt aber leider das Klangbild

Habe alles probiert, keine Einstellung hilft dagegen und ein Anschließen an eine andere Buchse hilft ebenfalls nicht, das Kabel ist nicht defekt - habe noch ein Ersatzkabel da und bei beiden besteht das Problem, beide von Shure

Ich behaupte ich habe von der Technik nicht übermäßig viel Ahnung, gehe aber mal davon aus, dass es am Verstärker des Controllers liegt (?)

Nun habe ich ein wenig gegoogled und man findet fast nur englische Forenbeiträge dazu, aus denen ich herauslese, dass ein Adapter zur Erhöhung der Impendanz Abhilfe schaffen könnte, klingt das für euch sinnvoll oder habe ich das falsch verstanden?

Ich habe auf Amazon, eBay und co keinen solchen Stecker finden können, und wüsste auch nicht, wie viel Ohm der Stecker dann haben sollte. Die SE535 haben 36 Ohm, mit meinen DT770 80 Ohm habe ich das Problem nicht

Wenn ich die IEMs am Controller nutze, ist die Lautstärke so auf 10-15% gedreht, da wäre also Luft nach oben

Vielleicht weiß ja jemand was :)

Danke euch
 
Früher gehörten solche Impedanz-Adapter bei teuren Kopfhörern noch zum Lieferumfang. Bei meinen Shure SE535-V-E von ca. 2012 war noch einer dabei.

https://www.shure.com/de-DE/produkte/zubehoer/eaadpt?variant=EAADPT-KIT

Achtung: "This product contains a chemical known to the State of California to cause cancer and birth defects or other reproductive harm."

Nach meiner Erfahrung helfen diese Adapter sehr gut gegen ein leichtes Hintergrundrauschen. Gedacht sind sie eigentlich für die Verwendung in Flugzeugen. Auch auf meinen Adaptern von Ultimate Ears ist ein Flugzeug-Symbol.

edit: weitere Produkte: iFi audio EarBuddy und Ultimate Ears Buffer Jack
 
Zuletzt bearbeitet:
Willkommen in der Welt der "Balanced Amateur Driver", die empfindlich sind und damit fröhlich das viel zu hohe Rauschen der meisten Audioausgänge offenlegen (und meist auch die zu hohen Ausgangsimpedanzen der Quellen -.-).

Die Impedanz anzupassen ist so ein Ding. Ein Vorwiderstand kann helfen, dann muss der Ausgang höhere Pegel fahren (also du musst die Ausgabe lauter stellen) und wenn du Glück hast, verstärkt der Ausgang das Signal mit einem größeren Faktor als das Rauschen. Wenn du Pech hast, rauscht es aber dennoch.
 
Ist leider nicht unüblich, dass man mit IEMs selbst an teureren Geräten nicht den idealen Klang bekommt. Meist liegt dass an einer erhöhten Ausgangsimpedanz des Kopfhörerverstärkers die den Klang verfälschen kann (das ist beim XDJ-XZ kein Problem, da dessen Ausgangsimpedanz <2 Ohm beträgt) oder eben an einem zu hohen Grundrauschen. Das liegt allerdings nicht nur an der geringen Impedanz des IEMs, sondern auch an dessen Sensitivität. Der SE535 ist mit einer Sensitivität von 118 dB pro mW wirklich hochsensibel, da hört man schnell mal ein Rauschen durch.

Einfach einen Impedanzadapter zwischen IEM und Kopfhörer zu stecken würde das Rauschen vermutlich verringern bzw. beseitigen, allerdings würdest du damit effektiv die Ausgangsimpedanz des Kopfhörerverstärkers erhöhen, was auch den Frequenzverlauf verändern würde......und ich denke nicht, dass du dir so nen teuren IEM geholt hast, damit der anders klingt als es vom Hersteller gedacht ist....

Eventuell würde dieser Adapter von Ifi helfen, eine andere Möglichkeit wäre, einen externen Kopfhörerverstärker an einem Ausgang anzuschließen (sofern denn noch einer frei ist).


Was ich nicht unerwähnt lassen möchte: Der Shure SE535 hat einen miserablen Frequenzverlauf, dafür über 500€ zu verlangen ist meiner Meinung sogar ne Frechheit. Da gibts Dinger um 30€ die besser sind. Bei IEMs würde ich generell nicht mehr auf die namhaften westlichen Hersteller setzen, die sind in den letzten Jahren von den chinesischen Herstellern deutlich überholt worden, zumindest was den Klang betrifft. Da gibts mittlerweile sehr viele IEMs von chinesischen Herstellern, die unter 100€ kosten und fantastisch klingen.
 
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mawasesnet schrieb:
Einfach einen Impedanzadapter zwischen IEM und Kopfhörer zu stecken würde das Rauschen vermutlich verringern bzw. beseitigen, allerdings würdest du damit effektiv die Ausgangsimpedanz des Kopfhörerverstärkers erhöhen, was auch den Frequenzverlauf verändern würde
Die Ausgangsimpedanz eines Verstärkers ist durch seinen Aufbau bedingt.
Man sollte diese nicht unterschreiten, damit es nicht schiefgeht.
Ein "Impedanzadapter" ändert die Last am Ausgang des Verstärkers, meist nach Prinzip Spannungsteiler,
aber nicht die Ausgangsimpedanz des Verstärkers.
Wenn die hochsensiblen Kopfhörer das Rauschen deutlich wiedergeben, muss man sich halt einen Verstärker mit höherem Signal <-> Rausch Abstand besorgen, wobei diese Teile dann in der Regel nicht gerade für wenig Taler zu haben sind.

Gruß
R.G.
 
rgbs schrieb:
Ein "Impedanzadapter" ändert die Last am Ausgang des Verstärkers, meist nach Prinzip Spannungsteiler,
aber nicht die Ausgangsimpedanz des Verstärkers.
Das ist mir schon klar, da hab ich mich nicht richtig ausgedrückt. Was ich damit sagen wollte ist, dass ein Impedanzadapter den selben Effekt auf den Frequnzverlauf hat, wie eine erhöhte Ausgangsimpedanz.

Hab hier schnell mal eine Messung meines Truthear Zero Red durchgeführt.
zero.png


Die Blaue Kurve zeigt den IEM, so wie er messen sollte, an einem Topping A90D mit <0,2 Ohm Ausgangsimpedanz. Die Rote Kurve ist ebenfalls mit dem A90D, allerdings mit einem 10 Ohm Impedanzadapter dazwischengeschalten. Wie man sieht wird die rote Kurve allerdings von der gelben Kurve überdeckt. Die Gelbe Kurve ergibt sich, wenn man den IEM an einem Creative Soundblaster X4 anschließt, der eine Ausgangsimpedanz von 10 Ohm hat.

Die minimalen Änderungen im Hochton kann man ignorieren, das hängt damit zusammen, wie tief man den IEM ins Messgerät steckt, die Zeit dafür wollte ich jetzt aber nicht aufwenden.
 
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Danke euch allen. Die meisten Zusammenhänge bzw. die Funktionsweise verstehe ich zwar noch immer nicht, aber naja :D

rgbs schrieb:
Wenn die hochsensiblen Kopfhörer das Rauschen deutlich wiedergeben,

Man hört es gut wenn sonst kein Signal läuft. Deutlich ist ja irgendwie subjektiv - es ist nicht laut, aber auch nicht "leise", je lauter die Musik, desto mehr gerät es in den Hintergrund, man hat aber durchgehend das Gefühl, dass es dennoch da ist

mawasesnet schrieb:
Einfach einen Impedanzadapter zwischen IEM und Kopfhörer zu stecken würde das Rauschen vermutlich verringern bzw. beseitigen, allerdings würdest du damit effektiv die Ausgangsimpedanz des Kopfhörerverstärkers erhöhen, was auch den Frequenzverlauf verändern würde......und ich denke nicht, dass du dir so nen teuren IEM geholt hast, damit der anders klingt als es vom Hersteller gedacht ist....

Danke dir für deine Mühe. Der Adapter wäre also eine Option. Kannst du mir erklären, was du mit miserablem Frequenzverlauf meinst? Ich google vor teureren Anschaffungen selbst recht viel über das Produkt und ich habe fast ausschließlich positives gelesen - abgesehen vom Preis, der hier und da immer mal kritisiert wurde. In Bezug auf den Klang kann ich mich aber an nichts negatives erinnern
 
Scrypa schrieb:
Danke dir für deine Mühe. Der Adapter wäre also eine Option. Kannst du mir erklären, was du mit miserablem Frequenzverlauf meinst?
Frequenzverlauf= Klang. Ich meine damit, dass der SE535 nicht besonders gut klingt, veraltet ist und den Preis nicht wert ist. Das ist keine persönliche Erfahrung von mir (da ich den IEM selbst nie gehört habe), sondern einfach nur die Informationen die ich aus dessen Frequenzverlauf ablese.

Den Frequenzverlauf als miserabel zu bezeichnen war dann vielleicht etwas übertrieben, da gibts auf jeden Fall Schlimmeres, trotzdem ist der SE535 meiner Meinung nach einfach zu teuer für den heutigen Markt.

Leider sind sehr viele Reviews auch ziemlich unbrauchbar, da sehr viele Reviewer leider ziemlich ahnungslos sind. Da bedeutet renomierter Hersteller + hoher Preis = guter Klang, auch wenn das Teil in der Realität halt nichts mit gutem Klang zu tun hat. Besonders in der IEM Szene werden da teilweise Dinger für absurd hohe Summen verkauft, die ihr Geld bei weitem nicht wert sind.


Hier mal der Frequenzverlauf des SE535:
se535.PNG

Die strichlierte Kurve ist das Harman Target. Das Harman Target jetzt genau zu erklären wäre zu zeitaufwendig, aber um es vereinfacht zu sagen: Wenn der Kopfhörer einen ähnlichen Frequenzverlauf wie das Harman Target hat, dann ähnelt er 2 linearen Lautsprechern + Subwoofer in einem gut schallbehandelten Raum. Das ganze wurde mit diversen Hörtests auch bestätigt, 60% aller Personen empfinden das als guten neutralen Klang, der Rest bevorzugt ein bisschen weniger/mehr Bass/Höhen.

Also das Harman Target ist im Moment das Beste was wir haben, um zu bewerten ob etwas auch gut klingt oder nicht. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass der Frequenzverlauf zwingend 1 zu 1 mit dem Harman Target übereinstimmen muss (manche Personen sind auch generell kein Fan vom Harman Target), wenn der Frequenzverlauf aber zu viel vom Harman Target abweicht, dann klingt das meist auch ziemlich bescheiden.

Wenn man sich den Frequenzverlauf des Shure SE535 ansieht, dann ist das quasie einfach nur eine Flache Linie, da fehlen Bass und Höhen, das Ding wird wohl einfach nur langweilg bzw. tot klingen.

Hier mal ein Vergleich mit einem ~150€ teuren Truthear Nova:
nova.PNG


Und hier mit einem ~20€ teuren Moondrop Chu 2:
chu2.PNG


Neben dem Klang gibt es natürlich noch weitere wichtige IEM-Eigenschaften (Isolierung, Komfort), außerdem muss man beachten, dass bei dir im Ohr nicht 1 zu 1 der Frequenzverlauf ankommt, wie man es in den Messwerten sieht.

Trotzdem würde ich behaupten, dass Shure mit seinen Modellen im heutigen IEM-Markt einfach nicht mehr konkurrenzfähig ist. Der IEM Markt hat sich in den letzten Jahren wirklich rasant entwickelt, da gibt es zahlreiche Modelle unter 100€, die wohl besser klingen, als alles was Shure anbietet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei ein flacher Verlauf bei Kopfhörern, IEMs etc. durchaus seine Berechtigung haben kann. Denn bei gescheit linearem Verhalten kann man bei solchen Wiedergabegeräten den gewünschten Signalverhalten über einen Equalizer einstellen. Das ist nur nicht all zu praktikabel im Alltag.
 
Also Klang ist ja gerade bei Kopfhörern etwas sehr Subjektives.
Da mit irgendwelchen "Targetkurven" auf guter oder schlechter Klang zu kommen ist, ich sage es mal vorsichtig, ziemlicher Quark.
Der TE hat ja nichts beim Klang auszusetzen, sondern das Rauschen stört.
Und wie ich schon schrieb, ändert ein "Wunderkästchen" da absolut gar nichts dran, weil wenn darüber das Rauschen abgesenkt wird, auch das Nutzsignal mit abgesenkt wird. (So grausam ist nun mal die Physik.)

Gruß
R.G.
 
Piktogramm schrieb:
Wobei ein flacher Verlauf bei Kopfhörern, IEMs etc. durchaus seine Berechtigung haben kann.
Ein flacher Verlauf bei Kopfhörern spiegelt keinen linearen Klang wieder. Wenn ein Lautsprecher einen linearen Verlauf hat, dann kommt dieser nicht flach im Ohr an. Die Ohrmuschel und der Ohrkanal verändern diesen Frequenzverlauf, und boosten die Frequenzen im ~3kHz Bereich.

Sieht dann ungefähr so aus:
Free-field-and-diffuse-field-frequency-responses-measured-with-HATS-Sound-source-is.png


Wie genau die Kurve dann aussieht, kommt natürlich aufs jeweilige Ohr bzw. aufs Messgerät an. Aus den Erkenntnissen der Harman Studie wissen wir, dass das Freefield sowie das Diffuse Field aber zu wenig Bass haben, um vom Menschen als natürlich wahrgenommen zu werden. Die Erhöhung im ~3kHz Bereich sollte aber bei jedem Kopfhörer vorhanden sein, wenn er das nicht hat, dann ist er in dem Bereich unterpräsentiert.

Inwiefern ein komplett flacher Frequenzverlauf für EQ von Vorteil sein sollte, kann ich nicht erkennen, EQ kann man ja bei jedem Kopfhörer anwenden, egal wie dessen Frequenzverlauf aussieht.

rgbs schrieb:
Da mit irgendwelchen "Targetkurven" auf guter oder schlechter Klang zu kommen ist, ich sage es mal vorsichtig, ziemlicher Quark.
Hab doch geschrieben, dass es nicht ziel ist die Kurve 100% zu matchen.

Grundsätzlich steckt im Harman Target aber schon sehr viel Forschung, Subjektivität bzw. persönliche Präferenz wurde darin auch berücksichtigt.

Ich bin selbst auch kein Freund von Leuten, die sich blind an Targets bzw. Frequenzverläufe klammern, bei IEMs z.B. ist es auschlaggebend, wie Tief der IEM im Ohr sitzt. Das hier ist alles der selbe IEM, nur unterschiedlich tief ins Messgerät geschoben.
liberty4.png

Welche jetzt die richtige Messung ist, kann man nicht sagen. Bei den meisten Messungen im Netz wird der IEM so weit ins Messgerät eingeschoben, dass der Peak in den Höhen bei 8kHz passiert. In der Realität gibt es natürlich verschiedene Faktoren (Länge des Ohrkanals, Form des IEMs, Ear Tips) die beinflussen wie tief der IEM im Ohr sitzt, dementsprechend hört auch jeder den Klang etwas anders.

Jetzt aber zu behaupten, dass Targets alle Quatsch sind und Kopfhörer sowieso subjektiv sind, ist meiner Meinung nach aber Quatsch. :D

Man kann aus dem Frequenzverlauf eines Kopfhörers sehr wohl Schlüsse ziehen und schlechten Klang auch erkennen, Subjektivität hat halt auch irgendwann seine Grenzen.

Hier mal 2 doch etwas extreme Beispiele für schlechten/unnatürlichen Klang:
raycon.PNG

Viel zu viel Bass.

delta.PNG

Dazu muss ich denke ich nicht viel sagen....


Eine andere Möglichkeit wäre es Präferenzen in die Zielkurve miteinzubeziehen wie es hier gemacht wird (hierbei handelt es sich nicht um das Harman Target, sondern um das Diffusefield+Bass Boost):
nova2.PNG


rgbs schrieb:
Der TE hat ja nichts beim Klang auszusetzen, sondern das Rauschen stört.
Das es hier nicht um das Thema Audioqualität ging, ist mir klar. Aber wenn sich jemand einen so einen teuren IEM holt und mir das auffällt, dann möchte ich das auch nicht unkommentiert lassen. Eventuell hat der TE ja noch die Möglichkeit das Teil zurückzuschicken und sich etwas besser klingendes für weniger Geld zu holen.;)
 
mawasesnet schrieb:
Eventuell hat der TE ja noch die Möglichkeit das Teil zurückzuschicken und sich etwas besser klingendes für weniger Geld zu holen.;)
Die Hörer sind seit 3 Tagen bei mir, ich könnte sie theoretisch retournieren

Hier lernt man ja noch richtig was :D Mir ist tatsächlich nichts schlechtes am Klang an sich aufgefallen, ich habe aber auch keine anderen zum Vergleichen hier.

Ich verstehe dann aber nicht, warum Shure nicht einfach besser produziert? Bei dem Geld was sie mit ihren Produkten machen- und es kann ja ein so großer Aufwand nicht sein, wenn es andere Hersteller für 150€ hinbekommen.

Mal angenommen man möchte in dem Preissegment der Shure etwas kaufen, welches Model würdest du empfehlen? Und waren die Truthear anhand des Frequenzverlaufes ein willkürliches Beispiel oder würdest du zu dem Preis auch genau dieses Modell empfehlen? Hast du vielleicht persönliche Erfahrungen mit Marken oder Modellen?
 
Scrypa schrieb:
Ich verstehe dann aber nicht, warum Shure nicht einfach besser produziert? Bei dem Geld was sie mit ihren Produkten machen- und es kann ja ein so großer Aufwand nicht sein, wenn es andere Hersteller für 150€ hinbekommen.
Solange es sich verkauft gibts keinen Grund etwas daran zu ändern....


Der IEM Markt ist in den letzten Jahren aber wiklich rasant gewachsen und die chinesischen Herstellern hauen monatlich neue IEMs raus und drücken den Preis runter. Neben Klangqualität gibts ja auch noch Komfort und Isolation, da schneiden die Shure IEMs meines Wissens nach nicht schlecht ab, viel mehr braucht es ja im professionellen Sektor nicht, glaube kaum das gute Audio-Qualität des IEMs auf der Bühne wichtig ist.


Scrypa schrieb:
Mal angenommen man möchte in dem Preissegment der Shure etwas kaufen, welches Model würdest du empfehlen? Und waren die Truthear anhand des Frequenzverlaufes ein willkürliches Beispiel oder würdest du zu dem Preis auch genau dieses Modell empfehlen? Hast du vielleicht persönliche Erfahrungen mit Marken oder Modellen?
Ich würde dir empfehlen mal die Truthear Nova oder Truthear Hexa auszuprobieren. Die sind im Moment bei Amazon sogar etwas günstiger als sonst. Wenns nicht passt (Komfort ist bei IEMs ja immer so ne Sache) kann man die ja auch ganz einfach zurückschicken.

Bei der Anzahl an IEMs ist es schwierig den Überblick zu behalten, es gibt sicher einige, die den IEM Markt besser im Blick haben als ich. Da gibt es noch unzählige mehr die wirklich gut sind, jetzt aber ohne Anhaltspunkt einfach Empfehlungen raushauen würde wohl nicht wirklich was bringen.

Auch wenn das Geld bei dir jetzt nicht zu knapp sein dürfte, würde ich nicht krampfhaft versuchen etwas in der selben Preisregion wie die SE535 zu suchen, teuer bedeutet nicht zwingend besser, schon gar nicht bei IEMs. ;)
 
mawasesnet schrieb:
Inwiefern ein komplett flacher Frequenzverlauf für EQ von Vorteil sein sollte, kann ich nicht erkennen, EQ kann man ja bei jedem Kopfhörer anwenden, egal wie dessen Frequenzverlauf aussieht.
Ja EQ kannst du immer drauf werfen, aber bei einem linearem Verlauf beim Kopfhörer kannst du über den EQ direkt den Frequenzverlauf einstellen, den du haben willst. Es muss nicht erst das Verhalten eines nichtlinearen Ausgabegerätes kompensiert werden.
 
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Piktogramm schrieb:
Ja EQ kannst du immer drauf werfen, aber bei einem linearem Verlauf beim Kopfhörer kannst du über den EQ direkt den Frequenzverlauf einstellen, den du haben willst. Es muss nicht erst das Verhalten eines nichtlinearen Ausgabegerätes kompensiert werden.
Verstehe, du willst dir also den kompletten Frequenzverlauf selbst basteln.

Mal abgesehen, dass wir das in der Praxis sowieso nichts mit einem perfekt linearen Frequenzverlauf finden werden, würde das ein Gerät erfordern, dass auch Zugang zu einem parametrischen EQ hat. Bei einem PC mittels Software ist das eher weniger ein Problem, bei anderen Geräten siehts dann schon eher mau aus.

Und dann benötigt der User auch noch das Wissen wie man einen parametrischen EQ überhaupt anwendet, womit es bei den meisten wahrscheinlich scheitern würde.:D

Piktogramm schrieb:
Das ist nur nicht all zu praktikabel im Alltag.
Jo ist es wirklich nicht.

Ich würde aber jetzt einfach mal behaupten, dass wenn man das Wissen und den Zugang zu einem parametrischen EQ hat, man sowieso aus so ziemlich jedem IEM etwas vernünftiges "basteln" kann und ein linearer Frequenzverauf da nicht 100% notwendig wäre.
 
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