Sind diese Sachen mit dem Raspberry Pi möglich?

dragonabllz

Ensign
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Hallo allerseits,

ich lese seit neuem über den Raspberry und was man damit alles so anstellen kann.
Viele nutzen diesen aufgrund des geringen Stromverbrauchs als Cloud oder Server.

Ich frage mich ob solche Sachen mit solchen stromsparenden Mini Rechnern möglich ist:

1.) Ich möchte gerne einen solchen Raspberry als SVN Server nutzen, mit dem ich meine Projekte in Eclipse (möchte mit Programmieren anfangen) speichern kann und von überall her auf meine Projekte zugreifen und bearbeiten können.

2.) Den Raspberry als Cloud verwenden (also einen USB-Stick dran hängen als Speicherplatz) und ebenfalls von überall drauf zugreifen.

1.) + 2.) würd ich gerne zsm nutzen in einem Raspberry. Möglich?

Und nun einen etwas anderen Wunsch:
Es existieren ja solche Android TV Boxen, die man als Media-Player nutzen kann (insbesondere z.b. IPTV per XBMC oder Filmstreaming usw...).

Ich möchte ebenfalls eine Art Media-Player haben, der aber folgendes können muss:
a) Fürs Usenet: Ich möchte, dass ich auf den Raspberry zugreifen kann (z.b. per Handy) und diesem den Auftrag gebe, Dateien aus dem Usenet zu laden und zu entpacken (Es gibt ja sowas wie Sabnzbd).
b) Ich möchte ohne direkte Verbindung zum TV (da ich den Raspberry als Server neben dem Router aufstellen möchte) meine Videodateien vom Raspberry aufm TV Streamen. Wie kann das gehen? Sowas wie Chromecast nutzen?
c) Allgemein den Raspberry aufm TV Streamen, sodass ich zb. XBMC drauf installiere und aufm TV schauen kann für IPTV etc... statt mir ein Android TV Box zuzulegen.


Sind diese Wünsche machbar? Oder habe ich das Thema Raspberry verfehlt?
Die Fragen werden vllt für manche dumm rüberkommen, aber verzeiht mir bitte, kenne mich da nicht aus :)

Danke im voraus.
 
Also zum XBMC und Raspi kann ich ganz klar sagen: Funktioniert sehr gut.
Vorallem das neue OpenElec, ist vor ein paar Tagen erschienen, macht seine Sache noch besser als vorher.
Ich habe selbst die Übertaktung wieder zurücknehmen können.

Natürlich ist immer die Frage welche Dateien und mit welchem Sound möchtest du die abspielen.
Aber ich kann nur sagen, für mich ist das Teil für diesen Zweck optimal.
 
Jo ist alles machbar, wie gut müsste man aber im Detail klären!

Es kommt stark auf deine Bedürfnisse und Vorkenntnisse an!

Wie gut kennst du dich mit Linux aus?
Willst du alles grafisch konfigurieren können oder reicht dir das Terminal und ein Texteditor?
Wie viele Leute sollen auf die Projektdateien und die Cloud zugreifen?
Welche Daten insbesondere der Umfang vom Speicherplatz wird erwartet?

Naja es gibt halt doch ein bisschen mehr zu beachten als deine "Wünsche" ;-) Der Raspberry kann schon sehr sehr viel, aber nicht alles super gut, deswegen ist es wichtig zu wissen was die genauen! Anforderungen sind und welche Vorkenntnisse du hast.

Gruß, Stefan
 
Möglich ist es definitiv.

Das Problem wird nur die Performance sein nachdem der Raspberry nur mit USB 2.0 arbeiten kann.

- SVN Server: geht, aber wird sehr langsam sein
- Cloud: geht genauso - aber ebenso ist die Performance im Keller da der Pi eben nur 100 MBit Netzwerkanbindung hat.
- Usenet Downloads: geht, der Download wird zwar wsl. durch deine Internetleitung begrenzt, aber das entpacken wird eine Ewigkeit dauern.
- TV Stream: problemlos da der Raspberry h264 in Hardware dekodieren kann.

Mein Rat: kauf dir eine Synology Box mit x Festplatten und einen Raspberry fürs streamen.
Für Synology gibt es SVN / GIT / ... Server, Usenet Clients und vieles andere standardmäßig und die Performance ist sehr gut.

2 Slots: http://geizhals.at/synology-diskstation-ds213j-a934964.html
2 Slots mit Intel CPU zum Transcodieren: http://geizhals.at/synology-diskstation-ds214play-a1019939.html (Transcodieren geht nur mit dem Synology DS Video, ansonsten ist die CPU auch besseR)
1 Slot, billig: http://geizhals.at/synology-diskstation-ds115j-a1150061.html
1 Slot, schneller: http://geizhals.at/synology-diskstation-ds114-a1002902.html

EDIT:
Das weiter oben genannte J1900 Board ist P/L technisch ein super Tip, jedoch muss man sich z.B mit Linux auskennen.
Synology Boxen sind im Vergleich weniger leistungsfähig und teurer - dafür ist die Einrichtung und Wartung ein klacks.

Bei mir z.B läuft eine DS412+ als reine NAS und dazu noch ein Thin-Mini-ITX Board mit nem i3 für die berechnungs-intensiveren Tasks.
 
Zuletzt bearbeitet:
dragonabllz schrieb:
1.) Ich möchte gerne einen solchen Raspberry als SVN Server nutzen, mit dem ich meine Projekte in Eclipse (möchte mit Programmieren anfangen) speichern kann und von überall her auf meine Projekte zugreifen und bearbeiten können.

2.) Den Raspberry als Cloud verwenden (also einen USB-Stick dran hängen als Speicherplatz) und ebenfalls von überall drauf zugreifen.

1.) + 2.) würd ich gerne zsm nutzen in einem Raspberry. Möglich?

Dürfte alles gehen, aber von wegen Verfügbarkeit und überall ist halt die Frage wie du rankommst. Wenn dein Router das unterstützt kannst du per http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamisches_DNS bei einem Anbieter deinem Router einen DNS Eintrag verpassen und dem sagen, er soll auf den Raspberry durchrouten. Keine Ahnung was ZSM sein soll.

dragonabllz schrieb:
Und nun einen etwas anderen Wunsch:
Es existieren ja solche Android TV Boxen, die man als Media-Player nutzen kann (insbesondere z.b. IPTV per XBMC oder Filmstreaming usw...).

Ich möchte ebenfalls eine Art Media-Player haben, der aber folgendes können muss:
a) Fürs Usenet: Ich möchte, dass ich auf den Raspberry zugreifen kann (z.b. per Handy) und diesem den Auftrag gebe, Dateien aus dem Usenet zu laden und zu entpacken (Es gibt ja sowas wie Sabnzbd).
b) Ich möchte ohne direkte Verbindung zum TV (da ich den Raspberry als Server neben dem Router aufstellen möchte) meine Videodateien vom Raspberry aufm TV Streamen. Wie kann das gehen? Sowas wie Chromecast nutzen?
c) Allgemein den Raspberry aufm TV Streamen, sodass ich zb. XBMC drauf installiere und aufm TV schauen kann für IPTV etc... statt mir ein Android TV Box zuzulegen.

Also XBMC kann man drauf laufen lassen, ist die Frage ob du da mit einer fertigen Android Lösung nicht billiger und besser kommst. Streamen aufs TV: kann dein TV DLNA? Wenn ja könnte es darüber gehen, musst dann halt sowas wie Mediatomb auf dem Raspberry laufen lassen als DLNA Server. TV über IPTV kommt auf deinen Anbieter an(falls du _wirklich_ IPTV meinst so wie VodafoneTV oder Entertain, normales Streaming dürfte so oder so gehen, ist die Frage bis zu welcher Auflösung das flüssig funzt), normalerweise kommen die SD Sender unverschlüsselt und eine Liste der IPs bzw Sender lässt sich herausfinden, HDTV kannst du dir da aber abschminken weil es meist verschlüsselt kommt bzw ich mir auch nicht vorstellen kann dass der Raspberry das über Stream flüssig hinbekommt, ist aber eher Bauchgefühl.
Usenet: keine Ahnung, aber von diversen Routern kenne ich die Möglichkeit Torrentdownloads über Webinterface anzustoßen, von daher dürfte es sowas eigentlich auch für Usenet geben. Das ist aber unabhängig vom Raspberry, das kann man einfach ergooglen.
Ergänzung ()

Zeroflow schrieb:
Möglich ist es definitiv.
Das Problem wird nur die Performance sein nachdem der Raspberry nur mit USB 2.0 arbeiten kann.
- SVN Server: geht, aber wird sehr langsam sein
- Cloud: geht genauso - aber ebenso ist die Performance im Keller da der Pi eben nur 100 MBit Netzwerkanbindung hat.

Hmm, kann man natürlich so sehen. Auf der anderen Seite kenne ich genug Leute die einfach nur über Github Versionskontrolle betreiben. Wenn laut deiner Definition USB 2.0 und 100MBit schon langsam sind, wie können die mit DSL 6000 jemals damit arbeiten?
Bei der 'Cloud' (wieso eigentlich Cloud, das ist ein stinknormaler Fileserver, verdammtes Buzzwordbingo) gebe ich dir schon eher Recht. Wenn es da natürlich wiederum darum geht, auf Dateien von aussen zugreifen zu können ist die Performance total egal, mit dem Upload von einem normalen DSL Anschluss wird man USB gerade so ausreizen können...
 
SVN geht, aber im Vergleich zu einem kleinen HTPC ist es eine Krücke.
Hatte ich vorher auch, das syncen hat ewig gedauert. 2 GB kleine Files haben auf dem RASP 10 Minuten beansprucht, der HTPC schafft es in unter 20 Sekunden.

Bei XBMC ist die Luft endgültig raus. Ruckelorgie deluxe. Tu dir einen Gefallen und bau sowas in der Art:
http://www.hardwareluxx.de/community/f89/asrock-q1900dc-coolcube-mini-1024838.html

Klein genug um neben dem TV zu stehen, kann etliche 3.5er HDDs aufnehmen, ist NAS und Mulitmedia Player sowie Server zugleich. Mit Chromecast erweitert kannst du sogar DRM Zeug Streamen (Netflix usw.). Alles über Smartphone / Tablet / Remote Desktop steuerbar. Mit SSD als Systemfestplatte auch völlig lautlos (Kühlung ist ja passiv). Kostenpunkt: ~200€, Verbrauch 7-9 Watt IDLE, also ~20€ / Jahr.
 
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Grundlsätzlich versuche ich meine Wünsche in einem System/Server/Gerät zum Laufen zu bringen. Ich hatte besonders Raspberry im Kopf, da diese einen absolut geringen Stromverbrauch hat (finde ich sehr wichtig).

Einige haben nun angemerkt, dass der Raspberry zu schwach ist (z.b. fürs entpacken). Ich habe auch von anderen Mini Rechnern gelesen, wie zb. Banana Pi oder Cubietruck 3 etc... was ist damit?

Zudem bin ich gerne bereit Linux zu nutzen, habe vor einer Woche sogar mein Ultrabook mit Ubuntu ausgestattet.
Kann also gerne am Terminal arbeiten und muss nicht alles grafisch sein (spielt das denn ne Rolle?).

Es wurde auch DLNA angesprochen. Ich habe einen Grundig 50 VLE 921 BL. Ich glaub sogar der hat DLNA.
Wie kann ich mir DLNA genau vorstellen? So wie ich das bislang verstanden habe ist DLNA dazu da, z.b. ein Gerät ohne Kabel (ohne HDMI) aufm TV zu bringen. Kann ich also z.b. den Raspberry auf meinem TV "streamen" ?
Ich blicke da nicht ganz durch...

Und bzgl. SVN: Meistens sind Eclipse Projekte ja nur KB groß/klein, also sollte das Übertragen der Daten nicht lange dauern? Und mit Cloud meinte ich eig nur: Ich möchte paar Dokumente, kleinere Videodateien und PDFs draufpacken. Also mehr als 5GB eig nicht nötig. Aber Speicherplatz sollte doch keine Rolle spielen, da man Festplatten oder Sticks am RPi anschließen kann?!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit SVN war wohl von mir ein Gedankenfehler - da läuft nicht viel dahinter.

Bei dem Hintergrund ists kein Problem das auf nem Pi laufen zu lassen.

DLNA ist nicht dafür gedacht ohne HDMI zu übertragen, sondern eben um Dateien zu streamen.
Dazu muss allerdings der Fernseher die Datei selbst dekodieren können.

Sprich der Fernseher würde sich vom Pi zuerst die Liste der verfügbaren Files holen um dann eines anzuforndern.
Bei Grundig gibt es glaubich Probleme mit einem DTS oder DD Codec der nicht verfügbar ist.
Also wenn du das File dann abspielen willst fehlt dir der Ton.

Wenn es bei dir für SVN und Cloud nur wenige Daten sind kann der Pi durchaus reichen.
 
Zeroflow schrieb:
Das mit SVN war wohl von mir ein Gedankenfehler - da läuft nicht viel dahinter.

Bei dem Hintergrund ists kein Problem das auf nem Pi laufen zu lassen.

DLNA ist nicht dafür gedacht ohne HDMI zu übertragen, sondern eben um Dateien zu streamen.
Dazu muss allerdings der Fernseher die Datei selbst dekodieren können.

Sprich der Fernseher würde sich vom Pi zuerst die Liste der verfügbaren Files holen um dann eines anzuforndern.
Bei Grundig gibt es glaubich Probleme mit einem DTS oder DD Codec der nicht verfügbar ist.
Also wenn du das File dann abspielen willst fehlt dir der Ton.

Wenn es bei dir für SVN und Cloud nur wenige Daten sind kann der Pi durchaus reichen.

Heisst also, um z.b. XBMC/IPTV vom RPI aufm TV zu schauen bzw. überhaupt den Desktop des RPi aufm TV zu bringen muss ich so oder so den RPi mit HDMI am TV anschliessen? (Dann brauch ich wohl nen längeren Lan-Kabel).

Also nochmal an alle: Das was ich vorhabe ist prinzipiell möglich, doch sollte ich nach stärkerem PI suchen, richtig? Alles in Einem?
Ich kann also solch ein PI als Server und Mediaplayer und Cloud und fürs Downloaden per Usenet und SVN Server nutzen?

Wenn ich ein Gerät mit mehr Power benötige, welche ist im Verhältnis Leistung/Stromsparend am besten für mein Vorhaben geeignet.
Der RPi B+ soll ja sogar 2Watt verbrauchen im Betrieb, das ist echt genial, besonders weil ich diese ja 24/7 nutzen will.
 
Ja, das heißt für XBMC brauchst du eine Verbindung über HDMI.

Mein Vorschlag wäre:

Pi1 hängt am Fernseher, darauf läuft einfach XBMC - Filme und so holt er sich über DLNA vom Pi2
Pi2 liegt wo beim Router und macht die ganzen Fileservices.
 
Der PI ist aber in LAN Speed auf 10 MB/Sec limitiert, wenn dann die Nachfolger Modelle / Alternativen.
Ich würde einen zentralen mini HTPC bauen, der alles kann. Zumal zwei PIs mit Kühlkörpern, Netzteilen usw. eh schon 100€ kosten. Dann lieber noch mal 100€ und was richtiges.
 
Zeroflow schrieb:
Ja, das heißt für XBMC brauchst du eine Verbindung über HDMI.

Mein Vorschlag wäre:

Pi1 hängt am Fernseher, darauf läuft einfach XBMC - Filme und so holt er sich über DLNA vom Pi2
Pi2 liegt wo beim Router und macht die ganzen Fileservices.

Oder ich nutze nur eins und besorg mir halt nen längeren Lan-Kabel.
Sollte auch gehen? Was wäre besser: Banana Pi oder Cubietruck ?

Andere Systeme, die hier vorgeschlagen werden sind mir vom Energieverbrauch viel zu hoch.
Stromverbrauch sollte schon im Niveau eines Einplatinen PC sein...
 
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