Der Artikel wirr und doch fachfremd geschrieben.
- Traditionell zeigte immer schon „etwas“ vorne Sensordaten an, wie RPM des Motors, Geschwindigkeit usw. Das war in der Regel read-only, obwohl zusehends Funktionen wie Tempomat diese Trennung durchbrochen haben.
- Ein zentrales Infotainment-System kam irgendwann im KFZ auf. Es ersetzte nahezu keine Steuergeräte, realisierte aber Navigation, Radio, anderes Unterhaltungsequipment und Freisprechanlage.
- Man sprach nun von (2) häufiger als von der ‘head unit’ – Denn unabhängig von ihr wurden immer mehr Steuergeräte in einem potenterem „Rechner“ zentralisiert. Typischerweise ist der hinten im KFZ, weswegen ab und an von der ‘back unit’ gesprochen wird, heutzutage aber von der ‚ADAS Einheit‘. (Intern denken einige in diesen Begriffen: „Mikrocontroller = kleine Platine→ Mikroprozessor [Einheit] = µP = Rechner“)
LIDAR (bei ernstzunehmenden Architekturen fürs autonome Fahren) und diverse Kameras kommen hier zusammen.
- Die Auslastung beider Einheiten ist weder konstant noch homogen. Gleichzeitig ist sie eine teure Komponente im KFZ; und manch ein OEM hat ohnehin Probleme mit den Resourcen auszukommen. Es wird hier und da angedacht, beide auf einer Einheit zu haben. (Oder der OEM verkauft gleich den eigenen Pfusch als „Dual-Orin“ – auch schon erlebt.)
Bei der Headunit gibt es einiges, von Aarch64 bis zu AMD64. In der Regel interagiert man mit
der.
Bei der
ADAS Einheit haben sich sehr viele OEMs von Nvidia abhängig gemacht. Hier findet man sowas wie die
Nvidia Orin vor. Vorstellen kann man sich die Einheit als einen 8–16 Core ARM Rechner der 100–600W (!!) schluckt. Die Selbstfahrfunktion (u. ä.) wird dabei meist, Nvidia federführend, in den USA „entwickelt“ und von den OEMs integriert.
Unter „Software-Definiertes Fahrzeug“ (SDV) (dabei sind nur KFZ gemeint) geistern auch diverse Vorstellungen herum. Das liegt daran, dass sich im Automobil-Sektor neben Embedded-Entwicklern und ein paar (wenigen!) Informatikern viele Fachfremde tummeln. Einige stellen sich unter dem Begriff vor, dass sie Anforderungen irgendwie in irgendein System reinkloppen (→ Doors) und daraus automatisiert ein KFZ kompiliert wird. Oder sein elektrische Gerüst. Die Software der größeren Einheiten mit/ohne der kleinen µC. Oder sonstnochwas – jedenfalls verspricht man sich davon, Entwicklungsarbeit zu überspringen bzw. nur ein mal zu leisten.
Was schon (besonders in Deutschland) nicht bei der Software klappt, weil
Programmieren eben nicht gleich
Software-Engineering ist (siehe Bemerkung über „Fachfremde“).
Es gibt auch die (vermutlich richtige) Konzeptualisierung von ‚SDV‘, dass das KFZ per Software immer mehr Funktionen erhält („Update = ‚neue‘ Software = völlig neues Auto alle 5 Jahre!“): Wie Einparkhilfe, Spurhalte-Assistent, autonomes Fahren im Allgemeinen in die immer mehr Input von Gadgets einfließt (Planung von Aufladen, Re-Routing wg. Stau und Fähren, …). Das wiederum verspricht immer mehr nur marginalen Nutzen, weswegen sich auch langsam Ernüchterung einstellt und einige zu obigem Konzept „umdenken“.
Qualcomm wurde häufig nicht als erste Wahl gesehen.