DanMan
Ensign
- Registriert
- Aug. 2007
- Beiträge
- 154
Hallo!
Ich bin gerade über folgenden Thread gestolpert: https://www.computerbase.de/forum/threads/neue-grafikkarte-aber-crysis-laeuft-nicht-hilfe.358328/
Dieser hat mich wieder über etwas nachdenken lassen, das mir immer wieder begegnet und über das ich hier gerne eine Diskussion starten möchte:
(SuFu habe ich benutzt, aber keinen vergleichbaren Thread gefunden.)
Eine Sache, die bei Ärzten, Anwälten, Mechanikern, etc. gilt, gilt auch bei Fachgeschäften: Als Kunde unterliegt man oft einem Wissensgefälle gegenüber dem Verkäufer - soll heißen, man kennt sich in der Materie nicht aus und muss dem Verkäufer mehr oder weniger vertrauen, dass er einen nach bestem Wissen und Gewissen berät. Dies führt dazu, dass ein Verkäufer das Unwissen des Kunden ausnutzen könnte, um diesem minderwertige Restbestände zu überhöhten Preisen zu verkaufen.
Im Normalfall dürfte das nur einige wenige Male funktionieren, denn der Kunde unterhält sich ja auch mit Freunden und Bekannten, so dass irgendwann der überhöhte Preis zutage kommt. Dies ergibt schlechte Mundpropaganda und der Laden kann recht bald zumachen. Damit wäre ein Verkäufer also besser dran, wenn er fair bleibt.
Nun ist es so, dass im Fall von PC-Komponenten die Leute, die sich auskennen, z.B. hier im CB Forum zu finden sind und die Leute, die keine Ahnung von der Materie haben, zum erstbesten Computerladen - häufig MediaMarkt oder Saturn - gehen. In beiden Fällen bekommen die Leute, was sie möchten, also Produktinformationen und schließlich das gewünschte Produkt selbst. Der gezahlte Preis kann sich jedoch sehr unterscheiden.
Dazu das folgende reale Beispiel: Ich habe meine 8800GTS (siehe Signatur) damals für ca. 335,-€ gekauft, die meisten Läden boten diese oder ähnliche Karten damals für unter 350,-€ an. Bei Erscheinen einige Monate zuvor lag die UVP (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) bei 449,-€ oder so ähnlich. Einige Monate, nachdem ich die Karte gekauft hatte, bin ich mal wieder durch einen MediaMarkt gelaufen (der ja oft reizvolle Angebote hat) und habe ein Exemplar genau meiner Grafikkarte in der Auslage gesehen. Preisschild: 699,-€. Damals hatte ich einen Beschriftungsfehler noch nicht ausgeschlossen, jedoch habe ich dieselbe Karte einige Wochen später im Saturn zum selben Preis gesehen.
Ich denke, dass kaum einer hier in Forumbase jemals seine Graka im MM oder Saturn kaufen würde. Jedoch habe ich viele Bekannte, die im Fall von PC-Hardware keine andere Anlaufstelle kennen oder in Anspruch nehmen würden, vor allem, da sie oft die Erfahrung gemacht zu haben meinen, dass es dort gerade sehr günstig sei.
Mir ist klar, dass eine große Ladenkette viel Miete zahlen muss, ein eigenes Vertriebsnetz hält und auch viele Mitarbeiter entlohnen muss. Außerdem bin ich nicht so naiv zu glauben, dass besonders günstige Angebote nicht durch erhöhte Preise an anderer Stelle ausgeglichen würden. Aber das oben dargelegte Beispiel hat in mir die Frage aufgeworfen, ob dies nicht absichtliche Preistreiberei sein könnte, um vor allem unwissende Kunden auszunehmen. Immerhin lag der geforderte Preis über 50% über der unverbindlichen Preisempfehlung.
Ich stelle mir vor, dass eine ältere Dame ihrem Enkel ein Geburtstagsgeschenk machen möchte und ihn bittet seinen Wunsch aufzuschreiben, damit sie ihm das kaufen könnte. Wie es weitergeht, könnt ihr euch denken.
Was meint Ihr? Sollten zu hohe Abweichungen von der UVP nach oben gesetzlich verboten werden? Oder sollte man die gesetzlichen Eingriffe in den Markt bleiben lassen und den Markt das selbst regulieren lassen? Meint ihr, dass durch die Verbreitung von Elektronik im alltäglichen Umgang der Ottonormalverbraucher ein immer besseres Bild vom tatsächlichen Wert der Produkte erhält oder dass es immer einen Teil der Leute gibt, die mangels besseren Wissens solche Angebote tatsächlich nutzen?
Ich bin gerade über folgenden Thread gestolpert: https://www.computerbase.de/forum/threads/neue-grafikkarte-aber-crysis-laeuft-nicht-hilfe.358328/
Dieser hat mich wieder über etwas nachdenken lassen, das mir immer wieder begegnet und über das ich hier gerne eine Diskussion starten möchte:
(SuFu habe ich benutzt, aber keinen vergleichbaren Thread gefunden.)
Eine Sache, die bei Ärzten, Anwälten, Mechanikern, etc. gilt, gilt auch bei Fachgeschäften: Als Kunde unterliegt man oft einem Wissensgefälle gegenüber dem Verkäufer - soll heißen, man kennt sich in der Materie nicht aus und muss dem Verkäufer mehr oder weniger vertrauen, dass er einen nach bestem Wissen und Gewissen berät. Dies führt dazu, dass ein Verkäufer das Unwissen des Kunden ausnutzen könnte, um diesem minderwertige Restbestände zu überhöhten Preisen zu verkaufen.
Im Normalfall dürfte das nur einige wenige Male funktionieren, denn der Kunde unterhält sich ja auch mit Freunden und Bekannten, so dass irgendwann der überhöhte Preis zutage kommt. Dies ergibt schlechte Mundpropaganda und der Laden kann recht bald zumachen. Damit wäre ein Verkäufer also besser dran, wenn er fair bleibt.
Nun ist es so, dass im Fall von PC-Komponenten die Leute, die sich auskennen, z.B. hier im CB Forum zu finden sind und die Leute, die keine Ahnung von der Materie haben, zum erstbesten Computerladen - häufig MediaMarkt oder Saturn - gehen. In beiden Fällen bekommen die Leute, was sie möchten, also Produktinformationen und schließlich das gewünschte Produkt selbst. Der gezahlte Preis kann sich jedoch sehr unterscheiden.
Dazu das folgende reale Beispiel: Ich habe meine 8800GTS (siehe Signatur) damals für ca. 335,-€ gekauft, die meisten Läden boten diese oder ähnliche Karten damals für unter 350,-€ an. Bei Erscheinen einige Monate zuvor lag die UVP (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) bei 449,-€ oder so ähnlich. Einige Monate, nachdem ich die Karte gekauft hatte, bin ich mal wieder durch einen MediaMarkt gelaufen (der ja oft reizvolle Angebote hat) und habe ein Exemplar genau meiner Grafikkarte in der Auslage gesehen. Preisschild: 699,-€. Damals hatte ich einen Beschriftungsfehler noch nicht ausgeschlossen, jedoch habe ich dieselbe Karte einige Wochen später im Saturn zum selben Preis gesehen.
Ich denke, dass kaum einer hier in Forumbase jemals seine Graka im MM oder Saturn kaufen würde. Jedoch habe ich viele Bekannte, die im Fall von PC-Hardware keine andere Anlaufstelle kennen oder in Anspruch nehmen würden, vor allem, da sie oft die Erfahrung gemacht zu haben meinen, dass es dort gerade sehr günstig sei.
Mir ist klar, dass eine große Ladenkette viel Miete zahlen muss, ein eigenes Vertriebsnetz hält und auch viele Mitarbeiter entlohnen muss. Außerdem bin ich nicht so naiv zu glauben, dass besonders günstige Angebote nicht durch erhöhte Preise an anderer Stelle ausgeglichen würden. Aber das oben dargelegte Beispiel hat in mir die Frage aufgeworfen, ob dies nicht absichtliche Preistreiberei sein könnte, um vor allem unwissende Kunden auszunehmen. Immerhin lag der geforderte Preis über 50% über der unverbindlichen Preisempfehlung.
Ich stelle mir vor, dass eine ältere Dame ihrem Enkel ein Geburtstagsgeschenk machen möchte und ihn bittet seinen Wunsch aufzuschreiben, damit sie ihm das kaufen könnte. Wie es weitergeht, könnt ihr euch denken.
Was meint Ihr? Sollten zu hohe Abweichungen von der UVP nach oben gesetzlich verboten werden? Oder sollte man die gesetzlichen Eingriffe in den Markt bleiben lassen und den Markt das selbst regulieren lassen? Meint ihr, dass durch die Verbreitung von Elektronik im alltäglichen Umgang der Ottonormalverbraucher ein immer besseres Bild vom tatsächlichen Wert der Produkte erhält oder dass es immer einen Teil der Leute gibt, die mangels besseren Wissens solche Angebote tatsächlich nutzen?
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