Sollten überhöhte Preise illegal sein?

Also ich finde, man sollte lieber dumme Menschen verbieten.
Niemand wird dazu gezwungen, für bestimmt Waren überhöhte Preise zu zahlen...

Was du forderst klingt ein wenig nach Amiland, da kann man jemanden verklagen, wenn man sich die Zunge am Kaffee verbrennt, dass dort nicht stand, dass das Getränk evtl heiß ist. Wie wäre es mit ein bisschen Hirnmasse anregen? Oder sollen die ein Schild anbringen: Achtung, diesen Artikel bekommt man woanders evtl billiger?

In unserem Land wird der Preis bei den meisten Artikeln zum Glück noch durch freie MArktwirtschaft bestimmt.
Zudem würde mich interessieren, ab wann ein Preis zu hoch ist. Aber klar, ein Preis ist dann zu hoch, wenn ein Geschäft Gewinn erwirtschaftet...
Wie kommen die nur darauf, Gewinn machen zu wollen? Zudem unterscheiden sich die Einkaufspreise stark bzw. sind viele Leute ganz einfach zu blöd, bestimmte Dienstleistungen oder Angebote miteinander zu vergleichen.

Warum beispielsweise liegt bei Druckern kein USB-Kabel bei? Ganz einfach, man kann den Drucker nen Euro günstiger anbieten. Geiz ist eben für manche geil. Und der Laden der ihn verkauft freut sich, da er am Drucker wohl nur 2 € verdient, dass er wenigstens am Kabel noch 5 € verdienen kann...

Aber manche hier wollen wohl einen Kontrollstaat statt einer Marktwirtschaft...
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde es echt belustigend wie hier so mancher die Menschen als >dumm< bezeichnet, die sich nicht so gut mit Computern geschweigedenn Computerhardware auskennen. Das zeugt nicht nur von einem beschränkten geistigen Horizont, sondern auch noch von purer Arroganz.

Sorry, das musste jetzt mal gesagt werden. Ihr dürft mich nun mit euren Gegenargumenten zutexten, wird nix an meiner Meinung ändern :rolleyes:
 
Hallo Leute,

ich habe einen kleinen Pc-Laden. Die Leute wollen bei uns die Ware zu den Angebotspreisen von MM oder Saturn. So Sachen wie Grafikkarte aber zu den Preisen wie im Internet. Natürlich ohne den Porto- und Nachnahmegebühren.

So nach dem Motto der Drucker kostet aber im MM nur 89,- €(Bei uns 92,-€). Ein Satz später " Der USB-Kabel ist aber bei euch doch umsonst? Der kostet ja im Internet auch nur 2,- € den kann man ja dabei legen". Das er im MM oder Saturn 7,90 € kostet und nicht beigelegt wird erwähnt keiner.
Zwei Sätze später "Die Netzwerkdose kostet aber im Internet nur 8,50 €"(bei uns 11,50€).
Das die Netzwerkdose bei MM aber 23,00 € und mehr kostet sagt keiner.

cu

meyerschulze
 
Warum beispielsweise liegt bei Druckern kein USB-Kabel bei?
Das ist auf den ersten Blick ärgerlich, wohl wahr. Aber wenn man darüber nachdenkt, löst sich dieses scheinbare Problem vielleicht auf. Denn wenn ich mir meinen nächsten Drucker kaufe, dann liegt hier schon ein USB-Kabel herum. Und dann frage ich mich, warum ich das zweite Kabel beim neuen Drucker mitbezahlen soll, obwohl ich es gar nicht benötige.

@samotyr
Es geht im Grundsatz nicht nur um Preise für Computer-Hardware, sondern um die Preisbildung im Allgemeinen. Und da sich niemand mit allen Sachen gut auskennen kann, gilt das bereits Gesagte: Der Kaufinteressent muss sich so oder so fachkundig machen. Bei teuren Anschaffungen macht er das im Regelfall aus eigenem Antrieb. Und dort sind zugleich die Einsparmöglichkeiten am größten.
 
Also ich habe mir auch neulich eine Micro Stereoanlage für 165 Euro gegönnt.
Habe dann nachher im Internet nachgesehen und bemerkt, daß ich 30 Euro zu viel bezahlt habe...
Rein optisch wäre mir das Ding aber auch 200 Euro wert gewesen.

Also passt es so gesehen wieder.
 
@ supastar:

Ich weiß nicht, ob Du mich meintest, aber ich möchte nochmal klarstellen, dass ich gar nichts fordere. Ich habe mir nur ein paar Gedanken gemacht und wollte gerne etwas Input von außen.
Ich bin eigentlich ein Anhänger der freien Marktwirtschaft, da diese im Normalfall dazu führt, dass vor allem jene profitieren, die die meiste Leistung erbringen (klar gilt dieser Idealfall in der "realen" Welt nicht, aber diese Diskussion möchte ich hier nicht lostreten).

Aber mal zur Erinnerung: In Deutschland gilt nicht die "freie", sondern die "soziale" Marktwirtschaft. Der Unterschied wird deutlich, wenn es um Mindestlöhne geht (gegen die ich übrigens auch bin, solange Steuern und Sozialabgaben niedrig sind).

Zurück zum Thema:
Immerhin müssen Supermärkte bei den Produktpreisen seit einigen Jahren immer auch den Preis pro Liter/Kilo/... mit angeben. Die Begründung damals war, dass man die Menschen vor vermeintlichen Sonderangeboten, die aber keine sind, schützen möchte. Wenn man den Menschen schon das Kopfrechnen nicht zutrauen kann kann, kann man dann davon ausgehen, dass sie Wissen, wo, wie und bei wem sie sich schlau machen können?
Wie gesagt, ich bin GEGEN jeglichen Eingriff durch den Staat. Aber jemand, der vielleicht auf dem Land wohnt und nur einen MM in der näheren Umgebung und nix mit Internet am Hut hat, für den liegt kein Wettbewerb vor. Er muss den Preis nehmen, den er bekommt, wenn er nicht evtl. unzumutbare Umwege in Kauf nehmen möchte. (Mir fällt gerade auf, dass es ein ähnliches Problem ist wie die vermeintlichen Preisabsprachen der Tankstellen: Es liegt kein Monopol vor, aber es ist auch oft kein alternativer Anbieter vorhanden.)
Eine Beschränkung der Abweichung von der UVP war eine Idee, über die ich nachgedacht habe. Dies ist mit der Beschreibung der Lage zum Thema "Wucher" (siehe oben) meiner Meinung nach abgedeckt.

Zusammenfassend möchte ich also klarstellen, dass ich es gut finde, wie es gerade ist. Es ist jedoch nicht so einfach, wie man zunächst meinen könnte.
 
natürlich ist es ärgerlich wenn man für etwas das doppelte oder 3 fache ausgibt.
Passiert einem doch selber oft genug wenn man sich in bestimmten bereichen nicht auskennt.

aber was soll man machen. das Leben ist kein Wunschkonzert.
 
keshkau schrieb:
Es geht im Grundsatz nicht nur um Preise für Computer-Hardware, sondern um die Preisbildung im Allgemeinen. Und da sich niemand mit allen Sachen gut auskennen kann, gilt das bereits Gesagte: Der Kaufinteressent muss sich so oder so fachkundig machen. Bei teuren Anschaffungen macht er das im Regelfall aus eigenem Antrieb.

Das ist völlig richtig. Aber Menschen gleich als dumm zu bezeichnen, wie so manch einer hier das gemacht hat, die sich nicht perfekt im Computerbereich auskennen, finde ich einfach beschränkt.

Zumal ich eh sehr glücklich darüber bin, dass sich nicht alle so gut mit Computern auskennen, so kann ich mir als Student nebenher noch ein paar Euros durch Beratung und dergleichen dazuverdienen ;)
 
Also ich halte eine gesetzliche Regelung der Preise für Quatsch.
Es würd doch alles durch den Markt bestimmt, "wir" zum Beispiel kennen uns mit PC aus, deswegen sparen wir bei Hardware Käufen richtig Geld.
Hingegen die Omi auf einem der erste Beiträge, welche viel zu viel für eine Grafikkarte ausgibt, weiß halt wo es günstig Lebensmittel gibt, und spart da ihr Geld.
Letztendlich gleich sich fast alles aus.
 
Ist halt eine Grundatzfrage: Soll der Markt (Zusammentreffen von Käufern und Verkäufern) Produkte & Preise bestimmen (Marktwirtschaft) oder soll das geplant werden (Planwirtschaft).

Ich persönlich glaube, dass eine Planwirtschaft zu Stillstand und anderen Formen von Ungerechtigkeit führt. Wenn jemand befugt ist, den Preis einer Sache zu bewerten, ist das derjenige, der sie kaufen will und nicht eine selbstgerechte Politikklasse.

Letztendlich ist der Preis auch ausschlaggebend für sekundäre Produkteigenschaften wie Exklusivität, weshalb das verbieten?
 
DanMan schrieb:
Aber jemand, der vielleicht auf dem Land wohnt und nur einen MM in der näheren Umgebung und nix mit Internet am Hut hat, für den liegt kein Wettbewerb vor.

Es gibt auch keine Versicherung für "das Leben ging an mir vorbei". ;)

Ich finde es auch faszinierend, wie wenige Leute sich Infos bei Freunden holen, die sich auskennen, wenn es um Rechner geht. Bei einem Autokauf wird immer der Kalle mitgenommen, weil der kennt sich aus. Der Rechner wird halt gekauft, weil man weiß ja, das große Zahlen gut sind. :rolleyes:
 
Eben... wenn der Kunde bereit ist das Geld zu bezahlen, auch wenn es überteuert ist, dann soll er halt... nennt sich glaube ich auch Apple-Prinzip *duck und renn*
 
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