Yuuri schrieb:
Mach den Bock ruhig zum Gärtner. Genau aus es dem Grund mag euch niemand und Linux wird allerhöchstens mit der rechten Arschbacke angesehen. Eure abgehobene Arroganz ist einfach nur erbärmlich...
An der Stelle sehe ich vornehmlich einen mit Arroganz.
Yuuri schrieb:
Wenn der Befehl aus sudo apt install steam besteht und der Paketmanager in diesem Atemzug erstmal das komplette Desktop Environment (und noch mehr!!!) killt, ist das nicht das Problem des Users. Also ja, es wird zum Problem des Users...
Das ist auf dem Niveau sich irgendwelche .exe von den dubiosesten Fake-Seiten zu laden, die Warnung der UAC blind wegzuklicken und anschließend zu sagen "Windows hat sich selbst zerstört", wenn gleich mehrere Verschlüsselungstrojaner um die Wette eifern wer schneller mit seiner Arbeit fertig ist.
Solch ein Video wäre für den Linux-Experten zu Windows sicher auch möglich.
Das Problem des Users ist an der Stelle, dass er zuvor etwas getan hat, was Ursache des Problems ist - und zwar der Sache völlig bewusst, dass er damit sein System zerschießen kann. An der Stelle des Screenshots ist es schon zu spät. Die Ausgaben sind auch nur deshalb so bildschirmfüllend, weil davor schon etwas kaputt gemacht wurde.
Daher läuft dein gesamter weiterer Rant an der Stelle ins Leere.
Yuuri schrieb:
Fehler bei der Paketierung dem User anzulasten und ihm Inkompetenz unterstellen. Das kann die "Linux Community" sehr gut. "Lies doch was da steht"... Unglaublich...
Wer lastet das denn dem User an? Es war ein Fehler in der Paketierung
und ein Fehler des Users. Erst das Zusammenspiel war nötig. Wer auf den Hinweis, dass er damit sein System schrottet, einfach "ja, mach es so" eingibt, hat es nun einmal klar und deutlich selber verbockt! Da finde ich die Änderung im Paketmanager, dass man das jetzt nicht einmal dann tun kann (und ja, da gibt es sinnvolle Anwendungen für!) wenn man weiß was man tut, ist ein klarer Rückschritt für die, die wissen, was sie tun.
Und noch generell zu LTT: Man darf hier nichts überbewerten. Es sind erfahrene Windows-Nutzer, die hier Linux ausprobieren. Mehr nicht. Und die Probleme, die dort auftreten, sind auch dann eben genau solche, die ein absoluter Windows-Neuling nicht anders unter Windows hat. Und ganz nebenbei: Es ist eine Werbesendung. Die verdienen Geld mit ihrer Kontroverse und senden, was der Nutzer sehen will. Es ist Marketing zur eigenen Marke und ein Bezahljob, dem die dort nachgehen, keine ehrlichen Endanwender.
Wenn man sich herrlich darüber aufregt, dass DEB doch was anderes als RPM ist, dann kann man sich auch darüber aufregen, weshalb DMGs unter Windows nicht laufen oder EXE unter macOS. Das ist an der Stelle so blöd, das nehme ich denen nicht ab. Das ist Selbstvermarktung, kein Ehrliches Problem. Oder der Teil von LTT zu OBS. Es läuft nach einem Neustart auch ohne Echo, was man sich nicht erklären kann. Klar, wenn man keine Ahnung von der genutzten System-Audiosoftware und dessen Mixer-Applets hat, verwundert das nicht. Neustart hilft dem DAU auch unter Windows ungemein.

Ist jetzt nichts tragisches, ist aber halt nun einmal so. Ganz nebenbei wird erwähnt, viele Jahre Erfahrung mit OBS unter Windows zu haben. Ich wette, da gab es schon deutlich schwerwiegendere Probleme als das. Das läuft da nämlich auch alles andere als magisch und von Geisterhand.
Und noch zum Artikelthema selber: Ich arbeite und spiele unter Linux. Das mache ich, obwohl ich mit Windows mehr Erfahrung hatte als mit Linux und absoluter Windows-Gamer war. Und ich bin gewechselt, weil Linux einfach über alles besser funktioniert, weniger nervt und man jederzeit den Eindruck hat, mehr von dem System zu verstehen wenn man tiefer rein guckt. Windows ist Blackbox, ja selbst bei Fehlermeldungen für den Nutzer (Systemfehler 0x004234 anyone!?).
Ich musste auch in den sauren Apfel beißen, habe es aber getan. Als absoluter Windows-Crack musste ich anerkennen, mich null
allgemein auszukennen. Das ist ein Trugschluss, den man als vermeintlicher "PC-Profi" hat. Windows-Kenntnisse sind Windows-Kenntnisse. Und nicht mehr. Unix ist anders. Linux ist anders. Ich habe es geschafft mich dennoch
ernsthaft mit Linux zu beschäftigen, bereue es nicht und will heute keineswegs zurück. Das kann und will aber halt nicht jeder. Ist halt so.
Ich sehe es daher einfach realistisch. Die meisten wollen und können das nicht - über den eigenen Schatten springen. Jemand, der sich als Experte fühlt und kein Problem damit hat bei sich oder dem Kumpel stundenlang nach Fehlern in Windows zu suchen, kann schon nach 10 Minuten "Linux ausprobieren" feststellen, dass das System nichts taugt. Kenn ich. Ist so.
Daher habe ich hier klar dafür gestimmt, dass auch 2022 ganz bestimmt nicht das Jahr des Durchbruch von Linux bei den Gamern wird. Nicht anders als beim Linux-Desktop. Da kommt sicher auch 2022 kein Durchbruch. Da werden lieber alle Fragen zur Telemetrie mit "ja, sende halt weniger, aber sende halt" beantwortet, fleißig Onlinekonten erstellt und Haustiernamen, Schulen etc. preisgegeben und 1000 Tipps zur Installation von Windows 11 auf nicht offizieller Hardware gesucht als einmal über den Tellerrand zu schauen.
Ist ja auch ok, kann jeder machen wie er mag.