Soundkarte als Frequenzgenerator

Mickey Mouse schrieb:
Und sich über die 12MHz Angabe bei 25MHz Sampling Rate lustig zu machen wenn als Alternative eine Soundkarte mit 44kHz Samplingrate zur Debatte steht ist ja auch schon etwas merkwürdig...

Warum? Es geht ja nicht um die Alternative, sondern darum, dass da n Teil für >150€ angeboten wird, bei dem in der Artikelbeschreibung Grütze steht.
Mit 25MHz Sampling kannste einfach nicht effektiv ein 12MHz signal messen. Samplingrate sollte das 10-fache der maximal gemessenen Frequenz betragen.
Quasi, mit dem Teil kannste bis 2,5 MHz messen. Nur, ob man das Geld für ein Gerät ausgeben will, bei dem schon Gulasch in der Beschreibung steht.... zumal es für >200 gebrauchte Oszis in der Bucht gibt, wenns was besseres als die Soundkarte sein soll.
 
nun ja, wie gesagt, war jetzt "nur zum Spaß", werden wir ja sehen, wie gut das klappt.
Kleine Frage noch, bis jetzt waren das max. 18 Volt DC, mit denen wir hantiert haben. Kann da am Verstärker irgendwo deutlich mehr raus kommen?
Die Größten Gefahren waren bis jetzt nämlich nur zuknallende Kabel klemmen und heiße Widerstände.
 
Liberator schrieb:
Mit 25MHz Sampling kannste einfach nicht effektiv ein 12MHz signal messen. Samplingrate sollte das 10-fache der maximal gemessenen Frequenz betragen.
das haben die Herren Shannon und Nyquist aber ganz anders gesehen als du und sind eigentlich wissenschafftlich anerkannt ;)

aber das ist jetzt wirklich offtopic...
 
Naja, das Topic war mal Soundkarte - davon sind wir eh weg. Aber so Off-Topic find ich das nicht... ;)

Meine Aussage steht nicht im Widerspruch zum Nyquist-Theorem.
Nur, wenn du messen willst, wie kannst du sicher sein, dass du nicht statt 12 plötzlich 13MHz hast? Bzw, dass dein Signal keinen höherfrequenten Anteil hat?
Außerdem wird dabei das Signal nicht exakt rekonstruiert, sondern nur über die Stützstellen mathematisch interpoliert. Quasi, wenn dein Signal nicht "einfach" durch Interpolation rekonstruiert werden kann, oder noch schlimmer, wenn dein Signal sich über die Zeit hinweg ändert, kommt zwar irgendwas raus - dein ürsprüngliches Signal jedenfalls nicht.
Um also in den Bereichen noch halbwegs vertrauenswürdige Messdaten zu bekommen, müsstest du schon Kentniss darüber haben, wie dein Signal aussieht - und das vor deiner Messung. :lol:

Bei 10 facher Samplingrate (gegenüber der maximalen Eingangsfrequenz) bleibt noch genug Reserve, damit nichts schief gehen kann. Ein wenig unter Faktor 10 kann man noch machen - aber nur das Nyquist Theorem gerade so zu erfüllen ist für die Messung unbekannter Signale nicht brauchbar.

Gandalf2210 schrieb:
nun ja, wie gesagt, war jetzt "nur zum Spaß", werden wir ja sehen, wie gut das klappt.

Viel Spass beim Basteln. Sobalds Ergebnisse gibt, würde mich mal interessieren was bei rum kommt :)

Gandalf2210 schrieb:
Kleine Frage noch, bis jetzt waren das max. 18 Volt DC, mit denen wir hantiert haben. Kann da am Verstärker irgendwo deutlich mehr raus kommen?
Die Größten Gefahren waren bis jetzt nämlich nur zuknallende Kabel klemmen und heiße Widerstände.

An welchem verstärker? So nem Billigen KFZ-Audio-verstärker aus der Bucht?
Ganz ehrlich - kein Schimmer was da für 15€ zusammen gelötet wird. "Eigentlich" haben KFZ-Verstärker ein Netzteil integriert, welches die Spannung vor dem eigentlichen Verstärker deutlich anhebt. Hochwertige Verstärker sind entsprechend wieder mit Schutzschaltungen ausgerüstet, welche auch bei Freilauf (Verstärker sind für eine bestimmte Impedanz am Ausgang dimensioniert) vor hohen Spannungen am Ausgang schützen. Was bei billigen bei Freilauf passiert - das kann alles mögliche sein.

Wie gesagt, für den Verstärker würde ich einen Selbstbau vorschlagen. Da haste sicher nur 12V (oder wie hoch auch immer deine Versorgungsspannung ist) und weißt im Idealfall auch gleich was bei Freilauf und Kurzschluss passiert.
 
Also, hatte heute das Vergnügen mit dem Ding.
War alles harmlos, der hat 12 Volt bekommen (nicht mitgeliefertes 12 V Netzteil einer ext. Festplatte)
Hat auch alles so geklappt wie vorgestellt, ab 5 Hz hat der Arm angefangen auszuschlagen und dann 5 mal in der Sekunde gegen den inneren Ring geschlagen (hat schön gebimmelt :)) Das ging dann bis ca. 100 Herz so weiter, dann hat er sich augenscheinlich nicht mehr bewegt und die Festplatte hat einen Ton von sich gegeben.
Es ging sogar soweit, dass man ein ganz normales Lied anlegen konnte, und das erstaunlich gut Klang. Auch wenn man den Arm Festgehalten hat, es hat sich praktisch nichts geändert. Auch mit aller Kraft war der nicht zur Ruhe zu bringen (auch wenn er sich nicht mehr bewegt hat, ganz konnte man das vibrieren nicht unterbinden) Erst als wir den Arm vom Magneten getrennt haben war Ruhe. Bis dahin haben wir gezweifelt, wo denn nun der Klang herkam, da der Arm sich nicht bewegte und wir die Köpfe festgehalten haben.
Zum Verstärker noch was: billig Teil für 13€, Gewicht eines Päckchen Butter, keine "Gefährlichen" Spannung am ausgang, kribbelt ordentlich an der Zunge, je nach Frequenz und Spannung ;), gegen kurzschlüsse gesichert. Zig male kurzgeschlossen, weil wir die kabel mit daumen an die Kontakte gedrückt habne, die nen halben cm auseinander waren.

Fazit also:
Man kann sich mit einer Soundkarte und einem billigen Verstärker durchaus einen brauchbaren Frequenzgenerator bauen, wenn es darum geht Wechselströme in akustische Signale zu wandeln, bzw. irgendwelche Spule-Magnet gekoppelten Aperaturen dazu zu bringen Musik von sich zu geben.
 
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