Bericht Spiele 2017: Das Jahr der Beutebox birgt rosige Aussichten

AbstaubBaer

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#1
tl;dr: Das Videospieljahr 2017 wurde dominiert vom Siegeszug der Beutebox und der Verbesserung der Spielequalität. Beide Entwicklungen sind kein Paradoxon, weil sie sich auf unterschiedliche Preisklassen beziehen: Eine wird auf Jahre verbrannt, die andere beginnt sich als Ersatz zu etablieren. Rosige Aussichten für die Zukunft.

Zum Bericht: Spiele 2017: Das Jahr der Beutebox birgt rosige Aussichten
 
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#2
Ich habe der PC-Spielewelt schon lange den Rücken gekehrt. Mein letztes für den PC gekauftes, sogar vorbestelltes, Spiel war Diablo 3. Bereits nach noch nicht mal einem Jahr hatte sich das Spiel damals tot gegrindet, auch die Erweiterung Reaper of Souls änderte nichts dran. Entweder nur zeitfressender Grind oder man gibt echtes Geld für kosmetischen Kram aus. Noch schlimmer ist die P2W-Mechanik. Alles zum kotzen.

Wenn man bedenkt, dass ich mit TLOU Remastered in den letzten zwei Jahren mehr Spaß hatte als mit D3 in fünf Jahren, dann ist das für mich schon richtungsweisend.

Daher könzentriere ich mich persönlich auf Konsolenspiele. Auch da zaubern Spieleentwickler bombastische Grafikwelten auf den Schirm. Solange auf der Playstation keine der o.g. Auswüchse der (PC)-Spieleindustrie gibt, bleibe ich meinen PS3 und PS4 treu.
 
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#3
Da lobe ich mir die alten Games. Da gibt es den ganzen Schrott nicht.
Wer auf Beuteboxen aka Viehmelken steht, nur zu.

Ich spare mir mein Game und warte, bis alles draußen ist.

Kosmetische Veränderungen gehen mir am Verlängerten vorbei.
Auch Spielvorteile brauche ich nicht. Das Game kommt nicht ins Haus.

Bin echt gespannt, ob sich die Beuteboxen durchsetzen.
Selten war ich mir so unsicher wie bei diesem Thema.
 

R4yd3N

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#5
>> Solange auf der Playstation keine der o.g. Auswüchse der (PC)-Spieleindustrie nicht gibt, bleibe ich meinen PS3 und PS4 treu.

Das finde ich gerade etwas befremdlich, da ja auch gerade Battlefront II massiv auf der PS4 beworben wird. Reinfaller wie For Honor sind da auch noch dabei. Und das Assasins Creed V nur ein Mod für Ghost Recon: Wildlands ist.... Da kommt man aus dem Jammertal ja gar nicht mehr heraus. :rolleyes:

Also auf die Konsolen, gerade auf die PS4 zu schwören finde ich ein wenig abwegig und weltfremd, da sich die Publisher auch dort das große Geld erhoffen.

Einzig und alleine die Switch fällt mir da noch als kleines Eck des Gamerhimmels ein, obwohl auch dort schon DLC's einzug halten.
 
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#6
Gut geschriebener Kommentar, bzw. zusammenfassung des Spiele-Jahres.
Können sich andere ne Menge von abschneiden.
Danke und weiter so ;D
 
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#7
Tripple I? Schätze darunter fällt dann sowas wie Divinity Original Sin 2 das mein persönliches Spiel des Jahres ist.
 
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#8
Ich habe der PC-Spielewelt schon lange den Rücken gekehrt. Mein letztes für den PC gekauftes, sogar vorbestelltes, Spiel war Diablo 3. Bereits nach noch nicht mal einem Jahr hatte sich das Spiel damals tot gegrindet, auch die Erweiterung Reaper of Souls änderte nichts dran. Entweder nur zeitfressender Grind oder man gibt echtes Geld für kosmetischen Kram aus. Noch schlimmer ist die P2W-Mechanik. Alles zum kotzen.

Wenn man bedenkt, dass ich mit TLOU Remastered in den letzten zwei Jahren mehr Spaß hatte als mit D3 in fünf Jahren, dann ist das für mich schon richtungsweisend.

Daher könzentriere ich mich persönlich auf Konsolenspiele. Auch da zaubern Spieleentwickler bombastische Grafikwelten auf den Schirm. Solange auf der Playstation keine der o.g. Auswüchse der (PC)-Spieleindustrie gibt, bleibe ich meinen PS3 und PS4 treu.
selten so ein Schwarm gelesen. Die meisten Spiele die es für die Konsole gibt gibts auch für den PC....
 
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#9
@R4yd3N

SWBFII oder NfS sind keine Spiele, die meine Gunst wecken. Des Weiteren kauf(t)e ich PS(3)4-Spiele mittlerweile erst nach dem Release, in der Regel als GOTY-Edition für wenig Geld. Erst vor drei Tagen habe ich Rise of the Tomb Raider (Day One Edition) für 35,50 € geschossen. Sicherlich sind DLCs einigen Gamern ebenfalls ein Dorn im Auge. Mir persönlich sind DLCs lieber als Mikrotransaktionen und P2W. Solange die DLCs die Hauptstory nicht zerstückeln sondern ergänzen, kann ich gut mit leben.

@Fighter1993

So so, die Sony-Exclusivespiele wie The Last of Us oder Until Dawn gibt es für PC?
 
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#10
Sehr gut wurde das Ganze in diesem Artikel zusammengefasst :daumen: ...

Der Sockel des Status quo beginnt nur sanft zu wackeln, nachdem die Monetarisierungspraktiken bei EA eine öffentliche Debatte in breiterem Rahmen angestoßen haben, die über ältere Spieler hinausgeht.
Tja, als älterer Spieler kennt man natürlich noch die Anfänge bevor es mit DLCs und Microtransaktionen so richtig angefangen hat und ein wenig trauert man dem schon nach, aber, wer relativ resistent gegen verpixelte Grafik ist und wer mit Retrogaming etwas anfangen kann, der kann ja immer noch auf die alten Klassiker zurück greifen, die oftmals wesentlich mehr (an Story und Inhalt) bieten als moderne monetarisierte (AAA) Spiele, denn durchgespielt haben wird wohl kaum einer alle damaligen, interessanten Titel ;).

Schon löblich, dass bspw. Obsidian Entertainment (mit dem im kommenden Jahr wohl anstehenden Pillars of Eternity 2), inXile (mit dem im kommenden Jahr wohl anstehenden The Bard's Tale IV) und Harebrained Schemes (mit dem im kommenden Jahr anstehenden BattleTech) wohl nicht auf den Mikrotransaktionszug aufspringen werden (sich mehrfach dagegen ausgesprochen haben) und den nächsten weich gewaschenen/gleich gestrickten Iterationen bekannter AAA-Franchise-Titel (Battlefield, Assassin's Creed, Call of Duty, etc.) in nichts nachstehen dürften.
 
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#11
Es bleibt doch nicht bei diesen Boxen - all das kommt auf die DLC Seuche oben drauf.

Es steigt nicht nur der Vollpreis immer weiter - nein man bekommt auch noch nur ein Grundgerüst geliefert und wird für ernsthafte Verbesserungen genötigt, Geld in andauernd neue DLC zu investieren, um online nicht abgehängt zu werden. Und dafür darf man dann am besten noch Beuteboxen kaufen :freak:

Mich regen die Paradox Spiele sehr auf.
Im speziellen HoI IV, das so ziemlich das einzige Spiel ist, das ich überhaupt spiele.
Da kommen alle paar Monate halbherzige DLC mit merkwürdigen Focus Trees aber eben auch 1-2 komplett dringend im Spiel benötigten Funktionen, wie etwa sinnvoller Diplomatie, Lend-Lease Anfragen und eben auch das sehr sinnvolle Upgraden von vorhandener Ausrüstung.
Bis jetzt hab ich mir noch keins der DLCs gekauft, weil die auch nie im Angebot sind aber die Funktionen darin sind eigentlich absolut selbstverständlich und wurden vermutlich mit voller Absicht als Selling Point für sonst sehr dünne DLCs ausgelassen.

Dem Spiel fehlt jetzt eigentlich nur noch, dass man mit Echtgeld Lootboxen aufbrechen kann, die man bei der Plünderung feindlicher Städte findet :rolleyes:
 
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#12
alles ne Frage von Angebot und Nachfrage ... die Spieler heute bekommen was sie verdienen! Irgendwann crashed das ganze System und eine
Selbstreinigung wird das wieder richten ... thats life!
 
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#13
Ich habe der PC-Spielewelt schon lange den Rücken gekehrt. ... Entweder nur zeitfressender Grind oder man gibt echtes Geld für kosmetischen Kram aus. Noch schlimmer ist die P2W-Mechanik. Alles zum kotzen.

Daher könzentriere ich mich persönlich auf Konsolenspiele. Auch da zaubern Spieleentwickler bombastische Grafikwelten auf den Schirm. Solange auf der Playstation keine der o.g. Auswüchse der (PC)-Spieleindustrie gibt, bleibe ich meinen PS3 und PS4 treu.
Hast du die letzten Jahre unter einem Stein gelebt? :D
Die angesprochenen Problemspiele sind größtenteils AAA-Titel die sich mit all ihren Problemen bestens auf den Konsolen verkaufen.
Sicherlich gibt es auf dem PC gerade im Free2Play Bereich noch deutlich mehr Spiele die Grind oder Geld fordern, das ändert aber nichts daran, dass diese Unsitte vollkommen Plattformunabhängig nun auch in 70€ Vollpreistitel eingezogen ist.
Wenn überhaupt ist man in dieser Hinsicht am PC durch die deutlich höhere Gesamtanzahl an Spielen besser dran als auf den Konsolen, da man in den Indie-Bereich ausweichen kann der auf den Konsolen kaum existent ist. ;)

Was ich dieses Jahr aber ganz gut fand war der Aufschrei gegen Battlefront 2.
Die massenhaften Nichtkäufer, Zurückgeber und Berichterstattung in den Medien (auch abseits der Technik/Gamingecke) war so sicherlich nicht von EA geplant.
Dass sie den Boxenverkauf aktuell immer noch ausgesetzt haben und das Spiel schon seit einiger Zeit so "kurz" nach Release um 40% reduziert angeboten wird deutet zumindest darauf hin.
(Ob das nun Auf Druck seitens Disney oder der Aktionäre die sehen, dass sich das Spiel schlechter als erwartet verkauft ist kann ich aber nicht sagen.)
 
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#14
Hast du die letzten Jahre unter einem Stein gelebt? :D
...
Nein, habe ich nicht. Die Spiele, in denen es die o.g. Auswüchse auch auf der Playstation gibt, interessieren mich nicht. Die interessierten mich in der Vergangenheit auch auf dem PC nicht. Die Spiele ich die so auf der PS3 und PS4 zocke, sind von diesen Auswüchsen verschont geblieben.
 
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#15
Es steigt nicht nur der Vollpreis immer weiter - nein man bekommt auch noch nur ein Grundgerüst geliefert und wird für ernsthafte Verbesserungen genötigt, Geld in andauernd neue DLC zu investieren, um online nicht abgehängt zu werden. Und dafür darf man dann am besten noch Beuteboxen kaufen :freak:
Konsequent boykottieren und nur auf dem Grabbeltisch oder im Humble Bundle später als Kauf erwägen (so dass Publisher/Studio daran nicht genügend verdienen und vielleicht zurück rudern ... wer jetzt noch zum Vollpreis kauft ist es m.E. selber Schuld), denn sonst lernen die Publisher/Studios daraus nicht und glauben sie können das weiterhin so treiben.

Des Weiteren nicht davon abhängig machen ob es online reicht oder nicht ... also nicht kompetitiv sondern nur gelegentlich zum Spaß online spielen. Gut, vielleicht habe ich auch gut reden, weil ich mit Onlinespielen persönlich auch deutlich weniger Spaß machen mit all den Cheatern, unausgewogenem Matchmaking und Balancing, usw. und ich nur selten noch darauf zurück greife.

Natürlich wird das Onlinespielen (ebenso wie dieser unsägliche DRM-Blödsinn "always online" beim spielen über die Plattformen sein zu müssen) forciert, was man ja an dem ständig befeuerten eSports Hype gut sehen kann, aber niemand ist gezwungen auf der Ebene mitzumachen und sich mit der damit einhergehenden Mikrotransaktionspolitik der Publisher/Studios durch den Kakao ziehen zu lassen ;).

Vielleicht hilft es das eigene Spiel- und Kaufverhalten da gelegentlich zu überdenken ... die ganze, neu ausgerufene "Games as a Service" Mentalität kann einen leider nur bedenklich stimmen ...
 
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#16
Nunja faktisch sagt der Artikel alles. Wir werden damit leben müssen, wenn wir nicht endlich unser Konsumverhalten überdenken
Ich für meinen Teil kaufe nur noch GOTY und GOG.com Titel und habe meine Ruhe.
Wenn die Kids weiter so hirnlos kaufen (grade FIFA Ultimate Team ist da ein Beispiel), dann werden auch Vorhaben wie von Activision Schule machen. Schade dass der große Aufschrei bei Overwatch ausgeblieben ist, und grade die Aktion wie Blizzard mit Glücksspielregellungen in China umgegangen ist, sollte eigentlich die Community zum aufhorchen bringen. Wenn man Beispielsweise SW BF2 auf ab 18 setzt wegen Glücksspiel, dann ändern eben die Publisher ihre Vertriebsmethode. Ich muss sagen ich finde es erschreckend, für wie wenig Qualität die Leute Geld ausgeben. Und das zieht sich nahtlos fort, auch die F2P Dinger sind frechheiten.
 
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#17
Konsequent boykottieren und nur auf dem Grabbeltisch oder im Humble Bundle später als Kauf erwägen (so dass Publisher/Studio daran nicht genügend verdienen und vielleicht zurück rudern ... wer jetzt noch zum Vollpreis kauft ist es m.E. selber Schuld), denn sonst lernen die Publisher/Studios daraus nicht und glauben sie können das weiterhin so treiben.

Des Weiteren nicht davon abhängig machen ob es online reicht oder nicht ... also nicht kompetitiv sondern nur gelegentlich zum Spaß online spielen. [...]

Natürlich wird das Onlinespielen (ebenso wie dieser unsägliche DRM-Blödsinn "always online" beim spielen über die Plattformen sein zu müssen) forciert, was man ja an dem ständig befeuerten eSports Hype gut sehen kann, aber niemand ist gezwungen auf der Ebene mitzumachen und sich mit der damit einhergehenden Mikrotransaktionspolitik der Publisher/Studios durch den Kakao ziehen zu lassen ;).
Ich glaube du hast das Problem nicht verstanden - es geht nicht darum, dass man die Items oder was auch immer braucht, um mitzuhalten - das ist in den seltensten Fällen so. Oft sind sogar wie z.B. in Battlefield einige der ersten Waffen der Klassen auch direkt die besten.

Es geht darum, dass man den Anschluss verliert und kaum noch an Spielen teilhaben kann, weil Vanilla+alle DLC zum Standard wird.
Da ist es zum Glück in Age of Empires 2 HD noch gut geregelt, dass man trotzdem teilnehmen kann und sogar einige der neuen Civs auswählen kann aber in genannten HoI IV sieht es dann schon wieder sehr düster aus.
 
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#18
Guter Artikel aber aus marktwirtschaftlicher Sicht völlig verständlich.

Ich brauch den ganzen Kram nicht, dann kaufe ich auch nicht bzw lasse das Spiel ohnehin beiseite.

Oder ich liebe den Kram und gebe für ne lilafarbene extrapolierte Rüstung gerne Geld aus, ja dann freue ich mich dass dieses Teil gekauft werden kann.

Hat immer zwei Seiten. Völlig legitim meines Erachtens und keine Grundsatzdiskussion wert.
 
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#19
alles ne Frage von Angebot und Nachfrage ... die Spieler heute bekommen was sie verdienen! Irgendwann crashed das ganze System und eine
Selbstreinigung wird das wieder richten ... thats life!
Sehe ich ähnlich; es liegt doch zum großen Teil an uns Kunden, die beschriebene und zu recht kritisierte Entwicklung bei AAA Titeln abzustrafen. Vlt. sollte CB seine Berichterstattung einfach stärker auf die Spiele lenken, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Ist ja nicht so, dass dieses Jahr für den geneigten PC Spieler nur "AAA-Lootbox-Grinding-Müll" veröffentlicht wurde.

Prey, Hellblade, Divinity: Original Sin 2, Resident Evil 7, Nier Automata, Cuphead, Nioh, ...
 

Gasmado

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#20
Da erscheint mir rocket League ja echt positiv im Vergleich
Jeder kriegt dieselben Autos mit denen auch die pros größtenteils spielen und in Beutekisten sind nur kosmetische Dinge enthalten
Außerdem regiert der Entwickler extrem auf Feedback und so weiter
 
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