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News Sprachbarrierefreiheit: Frankreich will, dass Gamer weniger Anglizismen verwenden

lustig (und traurig zugelich) dass wirklich jemand meint er könne die sprache "bereinigen". wie gut das - gerade bei der jugend - funktioniert kann man sich schon denken: gar nicht!!
 
Conqi schrieb:
statt WLAN immer drahtloser Internetzugang (was ja nicht mal korrekt ist) sagen
Korrekte Entsprechung dürfte schlicht "kabelloses lokales Netzwerk" sein, ist aber nicht weniger sperrig. Zumal WLAN ja nur eine Abkürzung ist, die man ohnehin nicht unbedingt übersetzt, sondern höchstens die ausgeschriebene Variante.
 
knoxxi schrieb:
Im Radio lief vor ein paar Tagen eine Diskussion darüber, wie man den Satz "live auf Sendung sein" in reines deutsch übersetzt. Es wurde für "live" keine Variante gefunden die unfassbar sperrig und klobig war.
Wie wäre es mit "Direktsendung"?
 
Wasserhuhn schrieb:
2) Anglizismen werden häufig benutzt, um böshaftige Absichten zu verschleiern. Im Marketing eröffnen sich so neue Felder, das schöne Beispiel "Pay To Win" klingt auf einmal hip, "Bezahlen um zu gewinnen", da ist der Unterton total anders.
Sorry (Entschuldigung) wenn ich das sage, aber du verwendest 1. selbst Anglizismen (Marketing) und 2. mir ist kein Fall bekannt wo Pay to win nicht negativ konnotiert wäre.

Auf den Rest deines Posts (Beitrags) gehe ich lieber nicht ein.

Die deutsche Sprache ist voll von Begriffen aus anderen Sprachen und das war bisher nie ein Problem und wird es auch in Zukunft nicht sein. Eine Sprache die sich nicht entwickelt ist tot.
 
mibbio schrieb:
Korrekte Entsprechung dürfte schlicht "kabelloses lokales Netzwerk" sein, ist aber nicht weniger sperrig. Zumal WLAN ja nur eine Abkürzung ist, die man ohnehin nicht unbedingt übersetzt, sondern höchstens die ausgeschriebene Variante.
"WLAN" gibt es seltsamerweise fast nur bei uns, unsere Nachbaren sagen nahezu ausschließlich "Wi-Fi" dazu. Von daher ist WLAN fast schon ein deutsches Wort, das sich aus einer Abkürzung herleitet.
 
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Naja, ich kann das schon ein bisschen nachvollziehen.
Call, Meeting, Account, Clean usw. und dann kommen ja auch noch Unfälle wie geupgradet oder gedownloadet hinzu...
Oft okay, Mail oder Cloud sind für mich durchaus positive Beispiele. Sind schön kurz und man weiß direkt worum es geht, haben irgendeine Abgrenzung bzw. eigene Bedeutung.
Aber für Anruf, Besprechung, ordentlich oder geladen und aktualisiert?
Schlimm finde ich aber wirklich Account. Warum nicht einfach Konto? Bei Account spart man sprachlich gar nichts und von den Begrifflichkeiten ist es das selbe...
 
Wasserhuhn schrieb:
Das stimmt ja meistens nicht.
Da sind ein paar Minuten Puffer drin, falls etwas passiert, jemand auf's Klo muss, oder bei Markus Lanz jemand was vernünftiges sagt.
In den USA mit 5 bis 15 Sekunden Puffer (um "Nipplegate 2.0 zu vermeiden), in Deutschland ohne.
Ergänzung ()

Elandur schrieb:
Schlimm finde ich aber wirklich Account. Warum nicht einfach Konto? Bei Account spart man sprachlich gar nichts und von den Begrifflichkeiten ist es das selbe...
Was ist schlimmer als Account? Die Jobbezeichnung "Key Account Manager". :D
 
Regionale Alternativen zur Fremdsprache anzubieten finde ich an sich nicht schlecht. Irgendein Zwang sollte natürlich nicht entstehen, aber es sollte wenigstens möglich sein, sich auf einer einzigen Sprache verständlich zu machen.
 
Infect007 schrieb:
Das Problem ist, dass in deren Weltbild Frankreich der Nabel der Welt ist und dementsprechend auch französisch die Weltsprache.
Danke, genau das wollte ich auch schreiben.
Ich könnte jetzt schreiben, was ich von dem selbstverliebten Völkchen halte (ja, ich weiß, es sind nicht alle so), bekomme dann allerdings mit absoluter Sicherheit einen Bann. :evillol:

Ich erinnere mich noch sehr gut an das PvP in RIFT.
Leider war unser Serverpool damals mit den Franzosen zusammen.
Man muss nicht glauben, dass die auch nur ein Wort englisch geschrieben haben.
Im Gegenteil, ich habe mir ein paar Brocken französischer Vokabeln angeeignet um Ortsangaben im Chat machen zu können.
 
Elandur schrieb:
Schlimm finde ich aber wirklich Account. Warum nicht einfach Konto? Bei Account spart man sprachlich gar nichts und von den Begrifflichkeiten ist es das selbe...
Warum einen englischen Begriff durch einen Italienischen ersetzen?
 
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Dai6oro schrieb:
Sorry (Entschuldigung) wenn ich das sage, aber du verwendest 1. selbst Anglizismen (Marketing) und 2. mir ist kein Fall bekannt wo Pay to win nicht negativ konnotiert wäre.

Die Dosis macht das Gift. Man muss unterscheiden zwischen etablierten Begriffen, deren Benennung entweder einen Mehrwert ergibt, oder wo es schon zu spät ist, und dem anderen Zeugs.

Dai6oro schrieb:
Auf den Rest deines Posts (Beitrags) gehe ich lieber nicht ein.

Dann nicht. Klarer Fall von "ad hominem". Man geht auf etwas nicht sachlich ein, sondern verweigert sich einer sachlichen Diskussion, indem man eine subjektive Aussage mit negativem Unterton, der klar an den anderen Menschen gerichtet ist, tätigt.

Dai6oro schrieb:
Die deutsche Sprache ist voll von Begriffen aus anderen Sprachen und das war bisher nie ein Problem und wird es auch in Zukunft nicht sein. Eine Sprache die sich nicht entwickelt ist tot.

Das ist eine viel zu verallgemeinerte Floskel.
Als ebenso gleichwertiges Extrembeispiel, sehe ich nicht ein, where der extra value wäre, would I jedes second Wort im Satz auf Englisch sagen.
Und Entwicklung heißt auch nicht immer "positiv". Wenn eine Sprache sich flüssig entwickelt, wie beispielsweise ein Organismus, so gibt es Mutationen, die einen Mehrwert haben, und welche, die keinen haben (neutral sind), und welche, die den Organismus schädigen. Diskussionspunkt sind dann entsprechend neue Entwicklungen.
Dass ein mit Problematik behafteter Bereich der Sprach"entwicklung", die legitimierweise vom Verschmelzen und Anlehnen von anderen Sprachen (besonders im technischen Bereich, oder allgemein in Fachbereichen, wo man gerade in der Forschung Begriffe direkt aus der Sprache des Forschers, der einen Begriff(!) mit einer wissenschaftlichen Theorie prägt, weil man so unmissverständlich eine Sichtweise verweist), der Anglizismus ist, merkst du, wenn du nicht sofort weißt, dass es für französische Lehnwörter zum Beispiel Gallizismus heißt. Und wie heißt es für Italienische? Spanische? Ich weiß es nicht, ich musste alle Fälle nachschlagen.

Anglizismen sind auch zusätzlich nochmal ein gesellschaftskritisches und geopolitisches Thema, weil sie Teil und Zeitgeist des "amerikanischen Lebenstiles" verkörpern (den die USA super gerne versuchen der restlichen Welt aufzuzwingen), den wir schon in der gesunden, und jetzt in der schädlichen Dosis abbekommen.

Weyoun schrieb:
in Deutschland ohne

Das möchte ich gerne, kann ich aber nicht glauben.
Gutes Beispiel dafür ist finde ich tatsächlich die Sendung Markus Lanz, weil hier im Falle einer Überziehung 10 Minuten vor Schluss auf die krumme Minute genau eingeblendet wird, wann die Sendung endet.
Fairerweise wird hier nicht "live" eingeblendet beim ZDF-Logo, aber es wird trotzdem der allgemeine Eindruck, absichtlich, vermittelt, dass hier Leute in Echtzeit, und vor allem, ungefiltert, reden.
Ich denke aber ein gutes Gegenbeispiel, wo ich behaupten würde, dass tatsächlich eine Echtzeitübertragung im Rahmen der Technik stattfindet, sind Sport-Ereignisse.
 
Zuletzt bearbeitet:
highwind01 schrieb:
...den Unterschied zwischen "loose" und "(to) lose"...
jetzt mach Dich mal locker ;)

... hatte halt zu fette schnelle Finger
 
Dai6oro schrieb:
Warum einen englischen Begriff durch einen Italienischen ersetzen?
Hach, wer kennt es nicht, das italienische Wort Benutzerkonto 🙂
Und ja, zumindest in meiner Umgebung ist mit Account meistens User Account gemeint.
 
Man sehe sich nur den indogermanischen Sprachbaum an und dann sage mir einen, dass es sowas wie reines Deutsch gibt:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4f/IndoEuropeanTree.svg

Also ja ich halte diese Diskussion für etwas überflüssig. Wir haben Begrifflichkeiten aus vielen dieser Sprachen übernommen und ebenso andersherum. Manchmal ist es sogar der gleiche Ursprung der anderen Sprache und das ist auch gut so. BTW war jeder jetzt etablierte Begriff mal neu. Die Zeit wird zeigen was in den allgemeinen Sprachgebrauch übergeht. Evtl. weiß eine Deutscher in 100 oder 200 Jahren gar nicht mehr das das Wort downloaden gar nicht Urdeutsch ist.
Wer nicht möchte dass sich seine Sprache ändert kann Latein lernen. Die ist tot, da kommt dann nix mehr hinzu.
 
Dai6oro schrieb:
Also ja ich halte diese Diskussion für etwas überflüssig. Wir haben Begrifflichkeiten aus vielen dieser Sprachen übernommen und ebenso andersherum. Manchmal ist es sogar der gleiche Ursprung der anderen Sprache und das ist auch gut so.
Danke, dass du immernoch nicht auf differenzierte Argumente eingehst.

Dai6oro schrieb:
Wer nicht möchte dass sich seine Sprache ändern kann Latein lernen. Die ist tot, da kommt dann nix mehr hinzu.
Auch Latein ändert sich.
Zum einen unser Verständnis der Sprache.
Zum anderen kommen immer weitere Begriffe dazu im wissenschaftlichen Bereich.
Zum anderen heißt "tot" nicht, dass sie keiner mehr spricht, und ebenso nicht, dass sie sich nicht mehr ändert.

@Weyoun
Ich danke für den Einwand! Das wusste ich gar nicht.
Ich frage mich dafür aber umso mehr, wie es zu diesen komisch (spät) angekündigten Programmverlängerungen kommt, wenn diese dann im Voraus bekannt sind. Ist das dämliche Planung der öffentlich-rechtlichen (was nichts Neues wäre)?
 
Dai6oro schrieb:
Wer nicht möchte dass sich seine Sprache ändert kann Latein lernen. Die ist tot, da kommt dann nix mehr hinzu.
Das stimmt so nicht, in der Biologie und der Medizin kommen regelmäßig neue lateinische "Konstrukte" hinzu.
 
Nein im Lateinischen kommen keine Begriffe dazu. Weil sie eben keiner spricht. Wie soll das also möglich sein? Widerspricht sich. Naja kann ja zum Glück jeder denken was er will. Aber Deutsch (ursprünglich falls es das gibt) spricht eigentlich keiner von uns.

Wortschöpfungen wie es die auch im Deutschen gibt indem man einfach Wörter hintereinandereiht sind keine neuen Begriffe es sind Wortschöpfungen aus bereits existierenden Begriffen.
 
Wasserhuhn schrieb:
Ich frage mich dafür aber umso mehr, wie es zu diesen komisch (spät) angekündigten Programmverlängerungen kommt, wenn diese dann im Voraus bekannt sind. Ist das dämliche Planung der öffentlich-rechtlichen (was nichts Neues wäre)?
Wenn die Sendung bspw. von 20 bis 21:30 Uhr aufgezeichnet wird, wenn bereits der Montagsfilm nach der Tagesschau läuft, dann weiß man zu diesem Zeitpunkt ja noch gar nicht, wie lange man "überzieht".
 
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