SSD in alten DDR2 PC

Naja, gerade privat zählt das booten aber schon.
Man will schnell mal kurz ins Internet oder kurz was ausdrucken und dann nervt das schon.

Ich sag zu meinem Vater immer, du bist vermutlich der einzige Mensch in ganz Deuschland, dessen PC schneller startet als sein Fernseher (liegt aber auch am Fernseher)...
 
Eine SSD ist heutzutage kein Sahnehäubchen mehr und beschleunigt längst nicht nur das Booten oder Programmstarts. Das ganze Arbeiten ist einfach wesentlich flüssiger und das ist sehr deutlich auch bei einem Rechner der nur für Office und Internet verwendet wird spürbar. Ich hab letztens ein 10 Jahre altes Notebook mit Pentium Dual Core und 3GB RAM und einer alten OCZ Vertex 2 60GB-SSD mit Windows 10 32 Bit neu aufgesetzt und das Gerät läuft schneller als es beim Kauf damals war. Die HDD mit der es ausgeliefert wurde, hab ich vor 6! Jahren durch die SSD ersetzt, weil der Besitzer mich drum gebeten hat, ihm ein neues Notebook auszusuchen, weil das alte so langsam sei. Seitdem lief es so und hat jetzt nochmal den Besitzer gewechselt. Außer dass die CPU für Videostreams zu langsam ist, weil das Notebook nur eine alte Chipsatzgrafik hat, kann man ganz normal damit surfen und Officeaufgaben erledigen.
Andere haben ja geschrieben, dass sie ähnlich alte Systeme mit SSDs sinnvoll aufgerüstet haben.
Du solltest also diese Erfahrungen anerkennen und nicht dem TE deine Meinung aufdrücken, die du wahrscheinlich nur noch deshalb vertrittst, weil du noch keine SSD hast.
 
Andere Erfahrungen nehme ich sogar gerne an und würde mich freuen, wenn jemand die mir unklaren Punkte ausräumen könnte!
So wüsste ich gerne, warum z.B. das Surfen im Internet von einer SSD maßgeblich profitiert. Ich bin wohl dem Irrglauben erlegen, dass Vieles im RAM landet (jedenfalls deute ich die Angaben im Taskmanager so) und man ein System am besten damit beschleunigt, möglichst wenig auf den Massenspeicher auszulagern, und damit dessen Art zweitrangig ist.
So wie ich bisher dachte, ist der typische vorteilhafte Anwendungsfall einer SSD das Laden von vielen zerstückelten/verteilten Daten (z.B. Laden von Game-Daten), wo man bei einer HDD unter einem hohen Fragmentierungsgrad leidet und generell nicht so schnell Lese- und Zugriffszeiten hat. Oder das dynamische Hantieren mit großen Datenmengen, die den RAM weitaus übertreffen. Dass das auch bei Office-Arbeiten - darunter stelle ich mir das Arbeiten mit ein paar geöffneten Word- und Excel-Dokumenten, meinetwegen auch Bildern vor - hilft, war mir neu.
Ebenso wüsste ich noch gerne, warum man bei einem dual-core System aus DDR2-Zeiten definitiv ausschließen kann, dass die Engstelle bei CPU und RAM zu suchen ist, sodass außer mir niemand danach fragt.

Ich habe ja nie bestritten, dass SSDs aus vielen Gründen HDDs vorzuziehen sind. Wenn die SATA-Ports an meinem Board nicht so blöd gewinkelt wären, dass ich in meinem Gehäuse davon keinen mehr für die gekaufte SSD frei habe und ich bis jetzt für den großen Umbau zu faul war, dann würde mein OS auch schon längst auf SSD laufen.

Ich bezweifle einfach nur, dass das beim TE (gerade für die genannten Anwedungsbereiche) der Flaschenhals ist. Bei einem doch recht alten System sind diese Zweifel meiner Meinung nach nicht ganz unbegründet und einfach mal in den Task-Manager zu schauen, wie die Auslastung der CPU und die Belegung des RAM sich so verhalten, tut wirklich nicht weh.
 
BoardBricker schrieb:
Ich habe ja nie bestritten, dass SSDs aus vielen Gründen HDDs vorzuziehen sind. Wenn die SATA-Ports an meinem Board nicht so blöd gewinkelt wären, dass ich in meinem Gehäuse davon keinen mehr für die gekaufte SSD frei habe und ich bis jetzt für den großen Umbau zu faul war, dann würde mein OS auch schon längst auf SSD laufen.
Das ist kein Problem schlecht zugänglicher Ports, sondern doch wohl eher der Sparsamkeit bezüglich eines Kaufs der Lösung angepasster Kabel geschuldet. Es gibt für alles die passenden Kabel.

Und die SSD lohnt sich auch für das älteste System. Habe schon vor fünf oder sechs Jahren DDR2-PCs von Freunden entsprechend umgerüstet, die diese danach dann noch bis heute zur vollsten Zufriedenheit nutzen. Deren Core2Duos sind einfach gut und eben für viele auch heute noch ausreichend.
 
Windows schreibt im Betrieb immer auf das Systemlaufwerk, ausgelagert wird immer etwas, dafür ist die pagefile da. Der Browser schreibt den Verlauf und den Cache auf das Systemlaufwerk. Der Vorteil der SSD ist auch, dass sie bei parallelen Zugriffen wesentlich schneller ist, als eine HDD, die dabei total einbricht. AHCI hilft hier der SSD noch mehr, als es der HDD mit NCQ nützt. Auf ein Systemlaufwerk finden immer parallele Zugriffe statt. Es wird nach Updates gesucht, der Virenscanner startet einen Scan, usw. und dann kommen noch die vom Anwender generierten Zugriffe dazu. Auch die Textverarbeitung erzeugt Temp-Dateien von Dokumenten die gerade bearbeitet werden, das sind alles Schreibzugriffe auf den Massenspeicher. Dass diese Zugriffe sofort abgearbeitet werden können, das macht das flüssige Arbeiten aus.
Der TE kann ja mal die CPU-Last kontrollieren, aber ich glaube nicht, dass die CPU zu schwach ist.
 
An die vielen Parallelzugriffe aus dem Hintergrund, die das Laufwerk stressen habe ich tatsächlich noch nicht gedacht, Danke für den Hinweis! Das sagt zwar noch nicht zwangsläufig aus, dass dadurch aktuelle Arbeiten gestört werden, kommt halt auf deren Festplattenaktivität an. Aber ich habe schonmal einen besseren Eindruck, wie es sich mit der Systemleistung verhält. Und wie gesagt, Zweifel an dem allgemeinen Nutzen einer SSD habe ich ja gar nicht.

Meine Vermutung ging aber eher in die Richtung, dass der RAM vielleicht zu klein und dadurch die Auslagerungsdatei zu groß ist.
Kleines Beispiel aus meinem System, mit dem ich gerade eigentlich nur surfe, ein paar Ordner, Steam und ein Dokument offen habe (sowie hintergründige Downloads insgesamt <1 Mbit/s)
von den 16GB RAM sind ca. 7,9GB belegt, davon allein knapp 2,4GB durch Chrome (mit 85 Instanzen oder was auch immer).
Mag sein, dass ich bei den zig offenen Tabs die Anforderungen vom TE deutlich übertreffe, aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte jetzt nur 4 GB RAM und der Rest, in meinem Fall nochmal knapp 4GB, müsste irgendwie über die Platte laufen, dann wäre klar, dass mir mit einer SSD schonmal deutlich geholfen wäre.
Ich finde nur, dass man fehlenden bzw. chronisch knappen RAM - ob das hier vorliegt, möchte ich ja gerne wissen - nicht dadurch ersetzen sollte, die Auslagerungsdatei mittels SSD zu beschleunigen.
Im Idealfall hat man natürlich beides, genug RAM und eine ordentlich dimensionierte SSD. Müsste ich mich für eins von beiden entscheiden, wäre meine Priorität bei Ersterem.

Ich behaupte aber einfach mal, hätte der TE die Systemkonfiguration gepostet und offen gefragt, was er aufrüsten soll, weil der Rechner allgemein langsam wäre, dass dann doch einige Meinungen in Richtung neues Gesamtsystem gegangen wären, vielleicht auch ohne nachzufragen, wo denn genau der Flaschenhals liegt.
Wenn die Frage konkret lautet, ob man von HDD auf SSD aufrüsten soll, oder nicht, wird ja wohl kaum jemand abraten.
Trotzdem sollte man sich das System im Gesamten ansehen und beurteilen. Mein 2-in-1 Notebook hat schließlich auch eine SSD drin und ist trotzdem kein Geschwindigkeitswunder.
 
kann er doch immer noch machen.

SSD kann er dann mitnehmen - ist aber erst mal Schritt 1 - und auch günstiger.

Alt ist der Rechner auf alle Fälle, ganz klar.
 
Die Art des RAMs ist egal, wichtiger wäre es die genaue Bezeichnung des Mainboards zu kennen um zu erfahren welches Chipsatz es hat.
 
@BoardBricker - Kauf dir bitte eine günstige SSD und installiere sie bei dir. Tu es einfach und suche nicht alles mögliche ab. Nur weil etwas neu ist (im Verhältnis zu einer HDD) ist es deswegen nicht unnötig. Wenn du es nicht kennst, kannst du dir kein Bild davon machen. Wer heute noch eine HDD als Systemplatte nutzt... Sorry. SSDs kosten heute nicht mehr die Welt. Einbauen und Spaß haben.
Und ja! Auch bei dem Szenario, das der TE beschreibt bringt eine SSD viel, sehr viel mehr und ja! - auch, bzw. gerade bei einem alten System.
Doch wie es scheint willst du das einfach nicht wahr haben uns suchst nach anderen Schwachstellen.
Mach einfach selbst die Erfahrung - tu dir bitte selbst den Gefallen.
Willkommen im Jahre 2018... Sorry für den Sarkasmus, aber anderes kann ich es leider nicht ausdrücken.
 
Stell mich nicht als fortschrittsfeindlichen Ewiggestrigen hin. Das bin ich nicht und das habe ich auch klar gemacht. Dass die SSD, die ich mir mal gekauft habe einbautechnisch nicht passt und ich dafür im Gehäuse ganz schön umbauen müsste, will mir ja anscheinend keiner glauben. Aber selbst mit SATA-Winkelsteckern und viel rumprobieren klappt es halt nicht. Fehlplanung bei Gehäuse- und Mainboardkauf.
Im Übrigen will ich nicht dafür angegriffen werden, dass ich - wenn auch mit viel Nachdruck - darauf hinweise, dass das hier vorgestellte System im Ganzen einfach alt ist und daher den Anforderungen nicht mehr gewachsen sein könnte, sodass ein SSD-Upgrade vielleicht nicht ausreichend wäre. Diese Vermutung kann man ja seitens des TE ganz leicht überprüfen.
Mir geht es doch nur darum, im Sinne einer guten Beratung, sauber nachzuforschen, wo genau der Flaschenhals bei der Systemleistung ist. Dafür braucht man mir nicht wiederholt um die Ohren hauen, dass eine SSD besser als eine HDD ist.
 
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BoardBricker schrieb:
Dass die SSD, die ich mir mal gekauft habe einbautechnisch nicht passt und ich dafür im Gehäuse ganz schön umbauen müsste, will mir ja anscheinend keiner glauben.
Das ändert nichts an der gefühlten Leistungssteigerung einer SSD. Selbst im CPU-Limit bringt das noch was.

Mir wollte ein Kollege auch nicht glauben wie viel eine SSD bringt (mein Arbeits-Notebook hängt öfters im CPU-Limit), trotzdem ist die Bootzeit von rund 15-16 Minuten auf ca. 45 Sekunden reduziert. Da kann man sich gut vorstellen in welchen Situationen zumindest ein spürbarer Gewinn vorhanden sein kann. Bei den Kosten von gut 60€ für eine 250 GB Samsung 860 Evo wäre für mich klar was ich kaufe...

Wenn der Performance-Boost wieder erwarten nicht reicht ist die SSD auch nicht für die Tonne, dann wird halt einfach ein (gebrauchter) Rechner nachgekauft...
 
@delix:
Was den Einbau angeht, hast du mich missverstanden, bzw. habe ich das ungenau ausgedrückt. Nicht der Einbau der Platte selbst ist das Problem, sondern die Lage der SATA-Ports des Board relativ zum sonstigen Gehäuse. Ich kann nicht alle vorhandenen Ports nutzen, weil da Dinge im Weg sind.

at all:
Ich würde vorschlagen, wir einigen uns darauf, dass der TE als erste (weil auch günstigste, schnellste und ja definitiv sinnvolle) Maßnahme das SSD-Upgrade vornimmt. Wenn das schon reicht, ist's gut, ansonsten muss er halt mal genauer hinschauen, wo das Limit liegt. Wäre trotzdem interessant, vorher nach objektiven Größen zu suchen, mit denen man den Erfolg der Aufrüstung beurteilen kann.
 
Bei der Bootzeit hättest du mal die Systemauslastung überprüfen sollen, die lag bestimmt bei durchschnittlich 100 %. War bestimmt Windows 7 drauf, das nicht auf dem aktuellen Stand war und die Updatesuche hing und hat die Systemauslastung verursacht. War ein sehr häufiges Problem vor ein paar Jahren...
 
Nein, die Festplatten-LED war durchgängig an und auch die Warteschlange im Ressourcenmanager voll. An dem Notebook in der Domäne mache ich auch nicht viel, eine SSD ist hier das einzig sinnvolle. Sowohl von der Performance als auch von den Kosten...
 
Bei Rechnern die Teil einer Domaine sind, kann es aus unzähligen Gründen zu langen Bootzeiten oder hohen HDD Auslastungen kommen. Da kannte ich mal einen Fall eines Notebooks welches in einer Domaine war und dann hat jemand dort eine ganz tolle VPN installiert, danach dauert das Booten über eine halbe Stunden, da Windows offenbar immer versucht hatte über die VPN auf den Domaincontroller zuzugreifen, aber man konnte die VPM überhaupt erst nach dem Booten aufbauen, trotzdem hat es wohl ewig gedauert bis die einen Timeout gemeldet hat.
 
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