SSD mit Dockingstation auslesen

Woodz

Lieutenant
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Apr. 2009
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Hallo Community,

Vor einigen Tagen ist mein Laptop in die Knie gegangen und nun habe ich mir eine Dockingstation zugelegt um die SSD des Laptops nachträglich auszulesen und ggf. Daten zu sichern.
Als ich nun die SSD in die Dockingstation schob wurden mir schon die entsprechenden Partitionen angezeigt, u.a. die 64GB Partition auf der die Daten liegen.
Also hab ich nun versucht auf die Partition zu zugreifen und es wird nach einem Passwort gefragt, weil die Partition verschlüsselt ist. Passwort eingegeben und nun kam die Meldung: "Das entsperrte Gerät enthält kein erkennbares Dateisystem." - entsprechend kann das Gerät also nicht eingehägt werden.
Das Passwort ist doch jenes, welches ich bei der Anmeldung am Laptop zu Entschlüsselung der Festplatte eingeben musste, oder?
Wo liegt das Problem?


OS: Ubuntu 14.04LTS
Beste Grüße. ;)
 
Lies dir mal hier bei amazon.de die negative Rezension durch, bzgl. scan-codes.

Kurz: Dein Laptop-BIOS hat dein Passwort nochmal "verschlüsselt" und mit diesem verschlüsselten Passwort deine SSD verschlüsselt. Mit dem Master-Schlüssel oder einem Tool, passend zu deinem Schleppi, kommst du vl da wieder ran. Notfalls Laptophersteller Support kontaktieren.

Und zu
Wo liegt das Problem?
Antwort: Du hast kein Backup! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei klassischen HDDs gibts default Passwörter, die gehen immer ;)

Vielleicht gibt es dass bei der SSD auch?
 
Hehe, ok. Danke für den Hinweis, vor allem für den Letzten. Nur ist für mich das Problem tatsächlich nur der Zugriff auf die SSD, da auf dem Laptop ehh kaum relevante Daten lagen. :D
Aber heißt das, dass ich dem Problem aus dem Weg gehen kann, wenn ich die Daten auf dem laptop erst gar nicht von mir verschlüsselt werden, oder wird diese "vom Bios-Verschlüsselung" immer angewand. Wir könnte ich zuküftig das Problem vermeiden?
 
Eine Bios Verschlüsselung (= ATA Passwort) kann man idR im Bios ein und ausschalten.

Über die Docking Station wirst Du da keinen Zugriff drauf bekommen. Vorzugsweise die Verschlüsselung im betreffenden Notebook deaktivieren oder sie in einem anderen Notebook einbauen, was dieses ATA Passwort auch unterstützt.

Ohne den Passwortschutz zu deaktivieren kannst Du die SSD nicht mehr nutzen. Man kann sie auch nicht neu einrichten, solange das Passwort aktiv ist.
 
Du hast doch selber geschrieben, dass du das Passwort eingegeben hast, also bist du ja wohl davon ausgegeangen, dass das so gehört, sprich, die hast die Funktionalität irgendwann mal aktiviert und ein Passwort vergeben.

Mit dem "MasterPasswort" kann man die SSD in den Auslieferungszustand zurück versetzen, alle Daten werden gelöscht. Danach ist sie wieder verwendbar. Dieses MasterPasswort ist, wie in der Rezension beschrieben, oftmals die Seriennummer. Ich habe auch nur die Infos aus der Rezension über die ich vorgestern zufällig im Wartezimmer des Zahnarztes gestolpert bin, dein Glück :)

Wenn du mehr/spezifische Details zu deiner SSD suchst, wirst du wohl dr. google bemühen müssen.

@BlubbsDE: Man bekommt auch über eien Dockingstation Zugriff darauf. Wüsste zumindest nicht, warum nicht :) Auch ein OS kann das Passwort übertragen/ändern usw.

Mann muss es nur AUCH im BIOS machen, da der rechner sonst nicht von der betreffenden SSD booten kann, logisch oder? Aber daraus auf eine Exklusivität des BIOS zu schließen, halte ich für fragwürdig :)

EDit2: Zukünftig einfach diese Funktion bei der Einrichtung des Laptops nicht verwenden/deaktivieren, damit umgeht man das Problem bei zukünftigen SSDs
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte das Problem mal mit einer WD Green, und wusste nicht wo das PW her kam, da ich sie aus meinem NAS gezogen hatte.
und konnte mit hdparm unter Linux das ATA Passwort entfernen. Dafür habe ich das WD Masterpasswort verwendet.
Weiß aber nicht, ob die Platte danach noch die alten Daten Preisgegeben hat.

Aber, ohne den Heise Artikel gelesen zu haben, ATA Passwörter können ziemlich unangenhem werden, insbesondere weil man erstmal auf die Idee kommen muss, dass es ein ATA Passwort ist. Die Meldungen von Windows oder dem Linux Kernel helfen da erstmal nicht unbedingt weiter. Gesehen habe ich es mit Intels RST Tools und dann mit hdparm.
 
Also wenn ich mein übliches Passwort eingebe, welches ich bei der Einrichtung vom Ubuntu festgelegt habe (zur verschlüsselung meiner Festplatte), dann wird mit Hilfe des Laufwerksprogram angezeigt, dass eine 255MB große Partition eingehängt ist (auf der auch grub liegt) und die restliche 64GB als "entsperrt" deklariert sind. Nur wie kann ich auf diese 64GB zugreifen. Derzeit kann ich nur auf die 255MB große Partition auf der grub liegt zugreifen.
 
davidbaumann schrieb:
Wenn du Partitionen angezeigt bekommst, würde ich mal davon ausgehen, dass es kein ATA Passwort gibt in deinem Fall.
Hast du vor dem Boot, beim Booten oder zum Anmelden ein Passwort benötigt?

Hattest du sowas: http://i.stack.imgur.com/1IFjh.jpg

​MfG.

Genau, ich hatte ein PW für die Verschlüsselung meiner SSD. Stecke ich die SSD in die Docking Station wird nach einem PW gefragt, welches ich eingebe. Dann zeigt mir die Laufwerksverwaltung an, dass die 64GB Partition entsperrt wurde. Aber sie erscheint links in der Symbolleiste (Desktop) nicht. Dort wird mir nur eine 255MB große Partition mit grub angezeigt.
 
Mach mal lsblkid und mount, und poste die Ausgabe.
Eventuell vorher mal
Code:
tail -f /var/log/syslog
​beobachten.
 
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