Sterbehilfe

SmartGirl

Maskottchen
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Apr. 2001
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595
Hi Jungs,

was mich echt mal interessieren würde:
(das ich auf dieses Thema komme, liegt wohl an dem anderen Thread mit der Unsterblichkeit.)

Was haltet ihr von Sterbehilfe? Ich meine jetzt nicht wenn ihr es nötig haltet jmd. umzubringen weil er euch nervt oder so.

waffen030.gif


Sondern wenn jmd. im Krankenhaus liegt man weiß er leidet nur noch und es sind nur noch Maßnahmen damit er seinen Liebenden und Angehörigen am Leben bleibt (er aber keine oder nur geringe Überlebenschancen hat) Er selbst aber leidet und will nur noch sterben.

Befürwortet ihr sowas, oder doch nicht?
 
Original erstellt von SmartGirl
was mich echt mal interessieren würde:
(das ich auf dieses Thema komme, liegt wohl an dem anderen Thread mit der Unsterblichkeit.)

Oder das liegt daran, dass du zu viel "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" guckst :D

Zum Thema:
Ich bin dafür. Jeder sollte selber entscheiden, wann und wie er sterben will.
Wenn ich mit Krebs im Endstadium im Krankenhaus liegen würde, dann würde ich auch nicht mit Drogen vollgepumpt im Krankenhaus sterben wollen, sondern vorher selbst wegtreten.
 
Ich finde, das Sterbehilfe nicht so toll ist.
Man sollte erst alles ausprobieren, irgendwelche "beta"
Medikamente, oder neue Verfahren, meistens sind die
Angehörigen von schwer kranken einfach zu faul.
Man sollte versuchen, den Kranken die schönen Seiten
des Lebens zu zeigen.

Natürlich ist es schwierig, einem 16 Jährigen Kreuzschnittgelähmten irgendwie das Leben schön zu machen,
aber man muss es verdammt noch mal probieren.

Wenn ihr in nem Unfall kreuzschnittgelähmt werden würdet,
würdet ihr dann sterben wollen ? Mit 16 ?
Würdet ihr nicht wollen, dass für euch ein anderer jeden Tag
ein bischen auf Computerbase rummsurft und ihr nebenbei zuschaut ? Das ihr neue Spiele sehen könnt, nicht spielen, aber eben sehen ? Oder in der Sonne liegen ?

Natürlich sind alle Fälle von Sterbehilfe extrem unterschiedlich,
und somit kann man um himmelswillen keine Faustregeln oder allegemeine Gesetze aufstellen. Mag sein das es Fälle gibt in denen es gemacht werden sollte.
Etwa wenn der Betroffene nach ewig langer Zeit (2-3 Monate) immer noch sterben will, obwohl alles versucht wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Original erstellt von DaChef
...
Man sollte erst alles ausprobieren, irgendwelche "beta"
Medikamente, oder neue Verfahren, ausprobieren.
....

also man sollte echt diese noch nicht fertigentwickelten Medikamente an diesen Leuten ausprobieren so kann man weiterforschen und bald kann man was dagegen tun.
 
Ist jemand nur noch bettlegig und es gibt keine Aussicht auf irgendeine lebenswürdigere Besserung, dann halte ich Sterbehilfe für sinnvoll. Jemand, der sich wünscht endlich zu sterben, tut es nicht, weil er sich wichtig machen o.ä., sondern weil er sein Ehlend endlich hinter sich lassen will. Aus meiner Zivizeit (mann das ist schon ne lange Zeit her) habe ich diesen Standpunkt für sinnvoll entdeckt.

Wer einfach nicht mehr leben möchte und keine Aussicht auf Heilung vorhanden ist, der hat das Recht über sein eigenes Leben zu entscheiden! Bei geistig umnachteten ist das natürlich was anderes, aber Leute, die noch voll dabei sind, sollten mit Ihrem letzten Wunsch respektiert werden.
 
Original erstellt von DunkelAngst
Wer einfach nicht mehr leben möchte und keine Aussicht auf Heilung vorhanden ist, der hat das Recht über sein eigenes Leben zu entscheiden! Bei geistig umnachteten ist das natürlich was anderes, aber Leute, die noch voll dabei sind, sollten mit Ihrem letzten Wunsch respektiert werden.

Bessere Worte fallen auch mir nicht ein. Kann dir also nur zustimmen. :)

mfg,
wauwau
 
@DaChef
wer nach einem Unfall im Rollie sitzt und jemandem anderes über die Schulter sehen möchte, der denkt nicht ans sterben. Und irgend welche Beta-tests sind auch sehr Risiko behaftetet.


___________________________________

Ich meine auch, das das jeder für sich entscheiden muß.
Sterbehilfe wäre ja auch nur bei den Personen gegeben, die das nicht mehr alleine schaffen.
 
Original erstellt von wauwau


Bessere Worte fallen auch mir nicht ein. Kann dir also nur zustimmen. :)

mfg,
wauwau

Wo ich mich wiederum nur anschliessen kann...
 
also ich finde, daß es sehr individuell gehandhabt werden sollte. Schon garnicht einfach so und dann was das... denn das Leben selbst ist dafür einfach eine Runde zu kostbar. Sollte es aber ebend nicht gehen... denke da an div. Endstadien von Multikistidingsbum.. da ebend wo man nur noch am Husten ist und keine Luft mehr bekommt (kam mal eine Reportage über ein Mädchen im TV welches ebend auch diese Krankheit hatte... die Reoprtage ging solange wie sie noch lebete). Zurzer Sinn... wenn das dann so oder änlich wäre , dann sollte der Betroffene selbst enscheiden können... denn ersticken... das finde ich ist ein schrcklicher Tot.... oder?
 
Aber Problem ist doch auch der Missbrauch der Sterbehilfe.
Wenn man einer Person lange genug einredet, dass ihr Leben
scheiße ist und sie beeinflusst, will sie irgendwann sterben.

"Wer einfach nicht mehr leben möchte und keine Aussicht auf Heilung vorhanden ist, der hat das Recht über sein eigenes Leben zu entscheiden! Bei geistig umnachteten ist das natürlich was anderes, aber Leute, die noch voll dabei sind, sollten mit Ihrem letzten Wunsch respektiert werden."

Hat er prinzipiell schon, aber die Gefahr das er falsch entscheidet ist hoch, deswegen muss alles versucht werden, um ihm eine Perspektive aufzuzeigen.
Vor allem wenn man erst seit kurzem mit der Behinderung lebt,
könnte es sein das man voreilig entscheidet.
 
Ich würde es für eine gute Idee halten. Warum sollte man einem Menschen leiden sehen ohne das er noch was vom Leben hat ausser Schmerzen usw.
 
Also ich finde es in einigen Fällen schon gut wenn man Sterbehilfe
erlauben würde.

Wenn Leute schon gehirntot im Koma liegen, es keinerlei
Möglichkeit gibt sie zurückzuholen, ja warum müssen solche
armen Leute noch jahrelang künstlich am Leben gehalten werden?

Oder wenn jemand unheilbar krank ist, dabei starke Schmerzen
hat und nur noch vor sich hinsiecht und gar nicht mehr leben
will, warum soll man dem nicht diesen letzten vernünftigen
Wunsch erfüllen.

Bei den ganzen Diskussionen um das Thema reden die
Politiker immer nur davon das Leben geschützt werden muss,
an das würdelose Leben was viele Kranke und Alte in irgendwelchen
Pflegeheimen oder Krankenhäusern verbringen müssen
denkt mal wieder keiner.
 
Ich habe einen Menschen, an dem mir sehr viel lag, über Jahre
sterben sehen müssen. Die Qualen sind nicht beschreibbar,
am schlimmsten waren aber die Ärzte, die immer wieder
Hoffnung machten, obwohl es keine gab. Nur um die Krankheit
an diesem Menschen zu studieren und immerwieder irgendwelche
Experimente auszuprobieren, die dann doch nicht halfen.
Dieser Mensch hatte mehrfach um Sterbehilfe gebeten, aber die
Ärzte wollten sich die Chance die Krankheit weiter zu erforschen
nicht ungenutzt lassen.

Einerseits ist es zu verstehen, die Ärzte wollen die Krankheit
bekämpfen und nutzen dazu jede Gelegenheit.
Anderer seits wünscht sich, glaube ich zumindest, jeder, das
es nicht an einem geliebten Menschen getan wird.

Ich bin für die Sterbehilfe!!!

InFakt
 
"...und bin ich dem Tode geweiht, so gebt mir mein Schwert und laßt mich auf dem Schlachtfeld sterben."

Wenn ich noch in der Lage bin, so etwas für mich zu entscheiden, so werde ich wahrscheinlich obiges Zitat ausleben. :evillol:
 
Original erstellt von IkeAyanami
Wo ich mich wiederum nur anschliessen kann...

Du hast es dir ja sehr einfach gemacht. ;)

Aber auch mir fällt dazu nichts mehr passendes ein, in meinen Augen wurde schon genug gesagt und ich schließe mich der Mehrheit an und bin damit FÜR DIE STERBEHILFE !!!

Es macht einfach keinen Sinn ein "Toten" nicht von seinen Qualen zu befreien.

mfg Tweaki4k
 
@Tweaki
Das Problem (und der Grund für die Strittigkeit der Frage) ist die Definition von "tot".
Ist ein Hirntoter wirklich tot? Wissenschaftlich betrachtet wird er niemals wieder denken, damit wäre der Fall im Grunde einfach.
Aber es gibt auch noch einen religiös-spirituellen Standpunkt, der den Menschen nicht auf sein Gehirn beschränkt. Lassen wir die konservativen Christen mal außen vor, die sind mir sowieso etwas zu fanatisch. Dann bleibt immer noch ein Rest Ungewißheit, ob dieser Hirntote nicht vielleicht doch noch irgendwie, irgendwo am Leben ist.
Ich selbst bin für Sterbehilfe (in sehr engem Rahmen), aber dieser berechtigte Zweifel soll auch nicht unerwähnt bleiben.
 
im prinzip gebe ich euch recht, ich habe einige erfahrungen im pflegerischen bereich gesammelt und dort einige menschen erlebt, die lieber sterben wollten als weiterleben.
nur gibt es eine problematik:
wer soll aktiv sterbehilfe leisten? nicht nur dass moralische und religiöse gründe für viele dagegen sprechen, auch die tatsache, einen menschen tatsächlich dann "umzubringen" dürfte eine nicht leicht zu überwindende hürde sein.
und dafür eine "maschine" einzustetzen klingt für mich einfach nur pervers...
 
@all

Anfangs hat es mich ein wenig gewundert, was für Threads so auf Forumbase herumgeistern, aber ich muss sagen, dass eure Posts wirklich sehr interessant sind, da können sich die Politiker, Ärzte, Mesner & Pfarrer und anderes mal ne Scheibe abschneiden!

Mein Beitrag: Wie schon oft genug zu lesen war, ist es schwer ein generelles "Ja" für Sterbehilfe auszusprechen, da Patienten oft nicht mehr in der Lage sind, eine brauchbare Entscheidung bekanntzugeben, aber ein generelles Verbot ist sicher falsch! Ich möchte auch noch loswerden, dass das mit den religiösen Aspekten wirklich zum kotzen ist - gerade heutzutage müssten doch díe zuständigen soweit sein, solche Grundsätze zu ändern...
 
Religion, oder sagen wir lieber Spiritualität, gehört zum Leben. Kein Mensch kommt ohne eine gewisse Spiritualität aus, auch wenn er (sie) die nicht als solche erkennt. Alle Fragen rein wissenschaftlich beantworten zu wollen, ist eine sehr gefühlskalte Lebenseinstellung. Das bedeutet nicht, daß man einige Dinge blind glauben muß. Es bedeutet aber, daß man nicht allem im Leben, besonders nicht dem Tod, allein mit dem Verstand begegnen sollte.
 
Dann frag mal in nem deutschen standart Altenheim rumm,
da wär blühendes Geschäfft für Sterbehilfe. (s. Harald Junke)

nein, ich bin 95% der Fälle gegen sterbehilfe.
 
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