DerOlf schrieb:
Wenn man im ÖD wirkich Geld sparen will, dann stellt man auf Linux um ... und verzichtet auf den Unsinn mit der von Microsoft geplanten künstlichen Obsoleszenz.
Ja, das stellt man sich gerne so einfach vor. Aber das ginge auch nur am 08/15 Büroarbeitsplatz. Die allermeisten Arbeitsplätze benötigen aber sehr spezielle Fachsoftware, da ist die Auswahl eh schon sehr begrenzt. Wir haben gerade z.B. eine Marktrecherche durch für unseren Fachbereich - weniger Anbieter als Finger an einer Hand …
Da kannst Du dann gerne sagen „meine Software muss aber unter Linux laufen“, im Ergebnis stehst Du dann halt ohne Fachanwendung da … Wenn die Fachanwendung automatisiert Schreiben erzeugt, dann führt auch normalerweise kein Weg am Microsoft Office vorbei, weil das einfach am besten integrierbar ist.
Je nachdem, was Du an spezieller Hardware brauchst, ist das auch an Windows gebunden und mit Linux aufwendiger bis unmöglich, ggfs. sind auch nur bestimmte Hard-/Software-Kombinationen zertifiziert.
Und dann brauchst Du schlussendlich auch noch das IT-Personal, dass sich mit Linux auskennt. Ist im ÖD mit Windows-Kenntnissen schon nicht einfach, da ITler in der freien Wirtschaft meist erheblich mehr verdienen. Linux-Spezialisten sind dann nochmal eine andere Hausnummer.
Aber - die Hersteller lernen dazu, in zehn Jahren mag das ganze vielleicht he besser aussehen. Die Zyklen sind hier relativ lang, wir wechseln jetzt nach fast dreißig Jahren die Anwendung. Es gibt jetzt immerhin nicht nur stupide Windows-Clients, sondern browserbasiert laufende Fachanwendungen. Allerdings sind die PlugIns für bestimmte Funktionen dann - zumindest aktuell noch - Windows-only.
Lustig wird dann auch wieder das europaweite Vergabeverfahren… Ich freu mich. Nicht.