Sub-Übertratungsfrequenz der verschiedenen Codecs?

r4uL

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Hallo,

Wenn man die Sub-Übergabe/Trennfunktionen ausschaltet und den Subwoofer nur das ausgeben lässt, was ihm durch die Quelle zugewiesen wird, welche Frequenzen sind das genau bei den verschiedenen Codecs?

Bei 2.0 Quellen wie normale Audio-CDs wird dem Sub logischerweise nichts zugewiesen, weshalb er da komplett still ist.
Aber was ist die Übergabefrequenz bei Dolby TrueHD, DTS HD, LPCM, DVD-Audio etc?
 
Es gibt keine, da der LFE-Kanal entweder existiert oder nicht. Und bis zu welcher Frequenz dort gearbeitet wurde, hängt nicht vom Codec, sondern vom Mixing ab.

Es gibt sicherlich Richtwerte oder Empfehlungen, aber keine technisches Beschränkungen. Dolby schreibt z.B. in ihren Guidelines:
When mixing to the LFE channel, it is important to band-limit the content at 100 Hz.
Das würde heißen, bis 100 Hz im LFE-Kanal, die anderen müssen nicht unbedingt einen Hochpass haben, da ggf. ein Bass-Management im Abspielsystem stattfindet.
 
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Heißt auf deutsch, der Sub-Kanal bekommt das ganze Spektrum und muss sich hardwareseitig selbst die richtigen Frequenzen rausfiltern?
 
Meistens wird einfach alles vom Verstärker zusammengemischt und dann entsprechend der Einstellungen für die Laufsprecher wieder aufgeteilt.

Andersrum wäre es ja Quatsch, wenn die Trennfrequenz fest vorgegeben wäre, z.B. bei 120 Hz, aber das eigene Lautsprechersystem sie irgendwo anders, z.B. bei 100 Hz, hätte. Dann würde ein Teil des Spektrums einfach verlorengehen.
 
also im "Idealfall" (der eigentlich auch normal sein "sollte") wird da gar nix vom AVR gemischt oder gemauschelt!

Im Signal sind 6 oder 8 Kanäle und die sollten 1:1 an die entsprechenden Lautsprecher geleitet werden. Soviel ich weiß, wird aber überall davon ausgegangen, dass der LFE nicht mehr als 120Hz ausgeben können muss.

Auf jeden Fall sollte man auf keinen Fall den Sub nach oben hin beschränken, das steht auch so in jeder Anleitung! Der Tiefpass am Sub ist nur dafür da, wenn man ihn parallel zu anderen LS anschließt, um sie im Bass zu unterstützen.

Wenn man in der Anlage LS verbaut hat, die "zu klein" sind, um die ihnen zugedachten Aufgaben zu erfüllen, dann kann man anfangen zu tricksen. Dann übernimmt der Sub und/oder die Front-LS die Bass-Anteile der kleinen. Aber auch hier gibt es keinen Grund, den Sub an seinem TPF nach oben einzuschränken. Der AVR sorgt schon dafür, dass keine zu hohen Frequenzen zum Sub gelangen.
 
Eigentlich ist der LFE-Kanal dazu gedacht, das entsprechne Signal der Tonsystem zu übertragen.
Bei X.1 Mehrkanal - handelt es sich um eine extra Spur, die zusätzliche Tieftoneffekte enthält, bis 120Hz.

Und dann gibt es noch die Möglichkeit einen Downmix auf den LFE-Kanal zu geben, x Hz.
Zum Beispiel um die Frontlautsprecher aber auch den AVR im Bassbereich zu entlasteten, für mehr Pegel.

Wenn du im AVR die Übergabe/Trennfunktionen deaktivierst, dann filtert der Subwoofer eigenständig.
Ein aktiv Subwoofer hat ein eingebaute Frequenzweiche, dafür gibt es den Drehregler auf der Rückseite.

Der Artikel ist ganz gut:
http://audiovision.de/Ratgeber/94/Alles-ber-Subwoofer-und-den-LEF-Kanal
 
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Nur mal als Anhaltspunkt: THX sieht als Grenze zum Subwoofer 80Hz vor. Das sollte man als Idealwert nicht überschreiten. Für manche Musik oder diesbezüglich extrem empfindliche/geschulte Ohren mag dann zwar noch eine Ortung des Tieftons möglich sein (was vermieden werden sollte!), aber die allermeisten Zuhörer können schon ab ca. 100Hz nicht mehr orten. Mit 80Hz ist man also bei fast jedem Menschen auf der sicheren Seite. ;)
 
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