Suche DAS Dateisystem für mein NAS

davidbaumann

Commodore
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Aug. 2004
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Hallo zusammen,

ich habe mir ein NAS zusammengebaut. Es soll nur bei Bedarf laufen, und die Daten sind weniger wichtig.
AMD FM1 4-Kerner, 16GB RAM, Intel PCI-E NIC, 3x500GB, später zusätzlich 4x2TB.

Ich habe ZFS probiert, das kann eigentlich was ich möchte (Pool erstellen, Redundanz, Raid-Z, Kompression, Deduplication).
Deduplicaiton werde ich wohl deaktivieren, das scheint die Hardware doch ziemlich zu fordern!

Leider kann ich bei ZFS jetzt nicht einfach ein physikalisches Laufwerk zu einem Raid-Z Pool hinzufügen.

Eigenltich möchte ich einen großen Pool haben, in dem ich Container anlege.
Jetzt möchte ich pro Container angeben, ob dieser Redundant vorhanden sein muss.
Ich möchte nämlich nicht bei Ausfall einer Platte alle Daten verlieren.

Was ich nicht möchte ist dass die von Anfang an festlegen muss, dass Platte sda, sdb und sdc ein Raid 5 sind.

Gruß,
David.
 
du musst unterscheiden zwischen physikalischem gerät (der festplatte), einem virtual device (ein/mehrere festplatten zusammen) und dem pool (IMMER ein stripe über mehrere vdevs)

was du machen kannst:
du kannst später in einen pool noch beliebige vdevs hinzufügen, allerdings verhält sich das dann wie ein raid-0, dh fällt ein vdev aus, ist der pool hinüber. zudem wird empfohlen, immer gleichartige vdevs hinzuzufügen, obwohl es nicht zwingend vorgeschrieben wird

was du nicht kannst:
du kannst später kein vdev mehr verändern, ausnahme sind defekte laufwerke die ersetzt werden

in einem pool sind die vdevs immer im stripeset, dh. die daten werden über die einzelnen vdevs verteilt (wie eben raid-0)
im vdev liegt es dann an dir, wie du die redundanz festlegst (mirror, stripe, z1, z2, z3)

dass du später platten zu einem vdev hinzufügen kannst oder das raid-level erhöhst geht (noch) nicht, dazu bräuchtest du am besten nen HW-controller

aber wie gesagt: es sollte möglich sein, dass du mehrere pools anlegst und darin immer ein vdev mit den jeweiligen redundanz-einstellungen hinzufügst
einstellungen ausserhalb der redundanz (also zugriffsrechte, dedup, compression) kannst du ja im dataset einstellen
 
Lies dich in LVM (Logical Volume Manager) ein. Das Ding erlaubt dir deine "Container beliebiger Redundanz" zu bauen in einem veränderbaren, großen, gemeinsamen Pool über alle physischen Platten.

Auf diesen Containern lassen sich beliebige Filesysteme nutzen. Nimm ext4, wenn du nicht gute Gründe für was anderes vorbringen kannst.
 
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Ich verwende normales ext4, ubuntu-server mit greyhole. Ist ein kleiner Aufwand, aber läuft. Funktioniert quasi wie der alte Windows hone Server - Festplatten hinzufügen/entfernen bzw. Einzelne Daten auf 2 oder mehr physischen Festplatten vorhalten.
 
Hallo,

für ein NAS auf dem man ein paar MP3 und FIlme ablegt scheint das optimal.
Allerdings denke ich nicht dass es schnell läuft, wenn ich eine 1TB Datei darauf kopiere...

Gruß.
 
Nutze bei mir ebenfalls Ubuntu Server, daz 2x3TB, habe das ganze über mdadm im RAID1 laufen, Filesystem ist ext4.

Ich denke mit ext4 bist du ganz gut dabei, da die ganzen Datenrettungsdiscs meist auf Linux basieren und die ext4 ganz gut unterstützen.

mdadm läuft wunderbar, habe sogar einmal meinen Server gekillt und neu aufgesetzt, das Raid konnte ich anschließend über einen parameter im mdadm-befehl einfach neu "entdecken".
 
mdadm ist aber nicht flexibel genug :)
Siehe 1. Post bitte.

Bisschen Raid kann auch zfs ganz gut :)
 
Alles was du willst kann ja ZFS, bis auf das hinzufügen von Platten zum Pool. Es soll aber noch kommen. Dh du könntest jetzt mit 3 kleinen Platten beginnen, dann mit großen Platten einen zweiten Pool machen und wenn der mal voll ist darauf hoffen dass das neue ZFS dann Platten hinzufügen kann :)
 
Ich denke ich mache mit den 4 Platten ein Raid-Z. Die 500er sollen dann ins QNAP NAS (in dem vorher die 4x2TB Platten waren).
 
Würde ganz klar LVM mit EXT4 und Softraid nehmen. Sollte alles bieten was du brauchst, LVM um im nach hinein Platten hinzuzufügen, Raid für die Redundanz.
Und Deduplizierung, kommt sehr drauf an was du da vorhast. Ansonsten dann LVM mit SoftRaid und BTRFS.

Das NAS ist aber nicht auf Basis von BSD oder?(Frage weil du ZFS nutzt aber hier im Linux Forum bist)
 
http://zfsonlinux.org/ (wenn der TE das nutzt)


zu Btrfs: ich würde es erst in einem Stand vom 3.12* kernel bzw. aktuellen btrfs-next Stand der nächsten Tage empfehlen,

es wurden einige Bugs und Probleme zur Datenintegrität und Stabilität in den letzten Tagen auf der Mailing-Liste gepostet,

erst damit würde ich mich (einigermaßen) sicher fühlen,
 
Empfehle ebenfalls LVM. Seit Jahren immer wieder eine Freude, z.B. Platten im Betrieb austauschen zu können.

Btrfs wäre meine zweite Wahl (bin noch am Testen, derzeit nur im Backup-Bereich, Kompression bringt bei mir hier jedoch entscheidenden Vorteil)

Grüße
GT
 
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