Suche Netzwerktool zur Bandbreiten/Auslastungsanalyse.

Stock86

Commander
🎅Rätsel-Elite ’25
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Okt. 2007
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2.885
Hallo zusammen :)

Betrifft zwar kein Heimnetzwerk, aber ich hoffe dennoch, dass ihr mir weiterhelfen könnt ;)

Und zwar suche ich ein Tool oder eine Möglichkeit um 1. Bandbreiten Auslastung zu simulieren und 2. um die Auslastung über einen gewissen Zeitraum auf einer Leitung oder VPN-Tunnel zu prüfen. Hat vielleicht schonmal jemand sowas in der Art genutzt?

Das ganze hat folgenden Hintergrund.

Wir betreiben in der Firma mehrere Server auf die aus den Außenstellen per VPN Tunnel zugegriffen wird. In den Außenstellen werden Thin Clients (IGEL) und somit RDP für die Zugriffe auf die Server genutzt. Problem hierbei ist, dass oft über Performanceprobleme geklagt wird. Also langsame Verbindung und Abbrüche. Die Außenstellen sind über Business Leitungen der Telekom angebunden. Diese hießen früher Company Connect und jetzt Deutschland LAN.

Die Produktnamen sind DeLAN 2.5M, 5M und 10M. Aber ob in diesem Produkt wirklich 2,5Mbit/s oder 10Mbit/s anliegen können wir nicht prüfen. Daher würden wir an dieser Stelle gerne ein Tool haben, dass die verfügbare Bandbreite einer Schnittstelle messen kann. Also ob die versprochene Geschwindigkeit auch wirklich anliegt.

Als zweites würden wir gerne die genaue Auslastung über einen längeren Zeitraum einer solchen Leitung oder den VPN Tunnel prüfen. Also ob zum Beispiel die DeLAN 5M für 15 RDP User ausreichend ist oder ob die langsame Verbindung einfach auf eine zu ausgelastete Leitung zurückzuführen ist und wir somit an dieser Stelle aufstocken müssen.

Wir verwenden hauptsächlich Bintec RS353jwv Router und haben auch schon QoS eingerichtet. Dennoch sind die Performanceprobleme teilweise nicht nachvollziehbar und wir würden hier gerne Tools nutzen, die uns mehr Transparenz verschaffen.

Vielen Dank :)
 
hä ihr könnt nicht Prüfen .... an jedem thin client kann man nen Download starten mit einem Download manager und schon hast die Bandbreite.

Da es ja um DeLAN geht was SDSL ist müssten beide Seiten gleich schnell sein.

Problem was ich sehe ist wohl eher das ein 2,5 Mbit Anschluss einfach zu lahm ist selbst der 10 Mbit Anschluss ist noch voll Lahm.
 
iperf, Nagios, etc. Da gibt es massig Tools, je nach dem was du testen willst.
 
iperf/jperf bzw. netio eignen sich dazu, die maximale Übertragungsrate einer Netzwerkverbindung zu testen. Auf einem PC als Server starten, auf dem anderen als Client, verbinden, testen. Bei 1 Gbit/s LAN sollten beispielsweise grob 900-950 Mbit/s rauskommen.
 
Mit iperf kannst Du selektiv messen - funktioniert unter Windows/Linux/Unix (auch übergreifend) und braucht keine Installation.
Langzeit Messungen via SNMP Daten der Router/Firewalls/Switchs abgreifen und in einem Monitoring Tool (Nagios, WhatsUp, Cacti, etc) sammeln.

Aber bei den Bandbreiten die Du aufführst, reicht schon 1-2 Leute die Youtube gucken und schon ist die Download Richtung voll. Einige Router/Firewall können erkennen was für Services konsumiert werden und dies auflisten - wenn Du dann z.B. erkennst dass 99% desTraffic für Youtube genutzt wird, kannst das per Filter sperren und Problem ist erstmal entschärft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank erstmal für die Antworten :)

iperf werde ich mir auf jeden Fall angucken.

An unserem Hauptstandort Zentrale haben wir eine 300Mbit Festanbindung. Die Außenstellen nutzen rein VPN und gehen auch über den Proxy in der Zentrale zum surfen. Für eine RDP Verbindung kann man ja pro User mit ca. 150-200kbit/s rechnen. Bei Standorten mit 1-3 Usern haben wir eine 2,5Mbit Anbindung. Die sollte damit eigentlich locker ausreichen. Bei 15 RDP Usern haben wir eine 5Mbit Anbindung. 15 x 200kbit/s macht ungefähr 3000kbit/s. Heißt auch hier sollte es ausreichend sein. Oder ist die Annahme, dass eine RDP Verbindung der Thin Clients (also im Prinzip einfach nur Bildübertragung, da ja nur auf den Servern in der Zentrale gearbeitet wird) ungefähr 200kbit/s benötigt veraltet, bzw. falsch?

Nagios haben wir auch im Einsatz und fragen die Schnittstellen der Router ab. Dennoch müsste, nachdem was dort an Auslastung angezeigt wird, überall noch massig Luft nach oben sein. Es betrifft auch nur einzelne Standorte. Hätten wir die Performanceprobleme an allen Standorten, würde ich die Ursache an anderer Stelle (Servern, etc.) suchen.

Einen einfachen Download auf den Clients starten, bringt an der Stelle nichts, da ja wie gesagt auf den Servern in der Zentrale gearbeitet wird und der Download somit die Leitung der Zentrale belasten würde und nicht die der Außenstelle. Zu Testzwecken werden wir aber demnächst einen normalen PC in den Außenstellen installieren, der ohne VPN arbeiten kann. Dort könnte man den Download natürlich prüfen um so die anliegende Bandbreite zu testen.
 
S-Bock schrieb:
[...]
Und zwar suche ich ein Tool oder eine Möglichkeit um 1. Bandbreiten Auslastung zu simulieren und 2. um die Auslastung über einen gewissen Zeitraum auf einer Leitung oder VPN-Tunnel zu prüfen. Hat vielleicht schonmal jemand sowas in der Art genutzt?
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Als zweites würden wir gerne die genaue Auslastung über einen längeren Zeitraum einer solchen Leitung oder den VPN Tunnel prüfen. Also ob zum Beispiel die DeLAN 5M für 15 RDP User ausreichend ist oder ob die langsame Verbindung einfach auf eine zu ausgelastete Leitung zurückzuführen ist und wir somit an dieser Stelle aufstocken müssen.
[...]

Moin,

zu Ersterem:
Was für einen Auslastung willst du simmulieren? Immer 100% Last? Burst? IETF xyz(weis die Nummer nicht mehr)?
Oder von allem Etwas? Je nachdem brauchst du enstprechende Tool....

zu Zweitem:
Nagios zeigt über SNMP nur Mittelwerte an. Das entspricht nicht dem was aktuell über die Leitung geht ;)
Die Werte sind mit Vorsicht zu genießen.
Eine Möglichkeit wäre ein dauerhaften Ping laufen zu lassen und diesen Auszuwerten. Problematisch ist an diesem Fall, dass du die Leitung nicht belastet willst, aber trotzdem eine Auslastung sehen.
Schau ggf mal genauer beim Hersteller, was dieser an Monitoring bietet.

Zum Allgemeinen:
Je nachdem wie groß eure Firma ist, lohnt sich ein Blick auf die Netscout (ehemals Fluke Networks) Produkte. das Flagschiff OptiView XG kann so ziemlich alles, kostet aber auch sechsstellig...

Gruß
 
Anderer Frage warum SDSL ... der Remote Desktop muss doch zum Nutzer .. und weniger Daten vom Nutzer zurück das ginge alles noch mit ADSL.
 
Guten Morgen :)

error schrieb:
Was für einen Auslastung willst du simmulieren? Immer 100% Last? Burst? IETF xyz(weis die Nummer nicht mehr)?
Oder von allem Etwas? Je nachdem brauchst du enstprechende Tool....

Im Prinzip die maximal mögliche Übertragungsrate zwischen zwei Systemen/Standorten. Hier scheint auf den ersten Blick aber iperf/jperf für unsere Zwecke auszureichen. Da jperf (grafische Oberfläche für iperf) aber Java nutzt und das standardmäßig nicht auf den Servern läuft, nutzen wir wohl nur iperf. Das muss ich mir aber nochmal genauer anschauen.


error schrieb:
Nagios zeigt über SNMP nur Mittelwerte an. Das entspricht nicht dem was aktuell über die Leitung geht ;)
Die Werte sind mit Vorsicht zu genießen. Eine Möglichkeit wäre ein dauerhaften Ping laufen zu lassen und diesen Auszuwerten. Problematisch ist an diesem Fall, dass du die Leitung nicht belastet willst, aber trotzdem eine Auslastung sehen. Schau ggf mal genauer beim Hersteller, was dieser an Monitoring bietet.

Die Leitung belasten wäre nicht das Problem. Da würden wir dann wie gesagt einen Testrechner einrichten und die Leitung komplett belasten. Aber wir wollen ja eher wissen, ob die Auslastung im normalen Betrieb allgemein zu hoch ist und die Anbingung einfach nicht mehr ausreicht. Das mit Nagios und den Mittelwerten haben wir uns schon gedacht und nutzen die Werte daher auch nur noch als groben Anhaltspunkt.


error schrieb:
Zum Allgemeinen:
Je nachdem wie groß eure Firma ist, lohnt sich ein Blick auf die Netscout (ehemals Fluke Networks) Produkte. das Flagschiff OptiView XG kann so ziemlich alles, kostet aber auch sechsstellig...
Sechsstellig ist natürlich schon eine Hausnummer :) Wir sind hier mit einem ähnlichen Hersteller im Gespräch wo die kosten im unteren fünfstelligen Bereich liegen. Aber wenn wir durch Nutzung von ein paar Analysetools die Kosten sparen können, dann wäre das unsere erste Wahl ;)


xxMuahdibxx schrieb:
Anderer Frage warum SDSL ... der Remote Desktop muss doch zum Nutzer .. und weniger Daten vom Nutzer zurück das ginge alles noch mit ADSL.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Businessleitungen im Bezug auf Verfügbarkeit, Entstörung, fester IP-Adressbereich und anderen Punkten einfach passender sind :)

Schönen Gruß
 
S-Bock schrieb:
Die Leitung belasten wäre nicht das Problem. Da würden wir dann wie gesagt einen Testrechner einrichten und die Leitung komplett belasten. Aber wir wollen ja eher wissen, ob die Auslastung im normalen Betrieb allgemein zu hoch ist und die Anbingung einfach nicht mehr ausreicht. Das mit Nagios und den Mittelwerten haben wir uns schon gedacht und nutzen die Werte daher auch nur noch als groben Anhaltspunkt.

Sechsstellig ist natürlich schon eine Hausnummer :) Wir sind hier mit einem ähnlichen Hersteller im Gespräch wo die kosten im unteren fünfstelligen Bereich liegen. Aber wenn wir durch Nutzung von ein paar Analysetools die Kosten sparen können, dann wäre das unsere erste Wahl ;)
Moin,

was mir noch eingefallen ist:

1) Der Test heißt ITU Y. 1564
2) Schau dir mal die Quenes an den Routern/Switchen genauer an. Wenn diese volllaufen, hast du Probleme.

gruß
 
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