Wer das geschilderte recht einfache Problem nicht mit Bordmitteln und unter Beachtung einschlägiger
Sicherheitsregeln lösen kann, sollte wirklich jemanden an die Installation lassen, der sich damit auskennt. Zwar wurden hier online alle wesentlichen Aspekte genannt, aber der Teufel ist ein Eichhörnchen.
So ist mir mal eine Hausinstallation über den Weg gelaufen, in der ein Amateur-Elektriker auf eine grün/gelb isolierte Ader einen Außenleiter aufgelegt hatte. Schön, dass ich meinen vorsichtigen Tag und gerade einen Praktikums-Abschnitt mit dem schönen Namen "Elektrische Schutzmaßnahmen" absolviert hatte.
Fazit 1: Vertraue den Farben der Isolation nie Dein Leben an.
Fazit 2: Vertraue den Beschriftungen im Sicherungskasten nie Dein Leben an.
Es könnte übrigens sein, dass der Anschluss von einem Schalter kommt. Dann funktioniert die Geschichte nur, wenn der dazugehörige Schalter eingeschaltet wurde. Allerdings sollte bei korrekter Installation der Außenleiter geschaltet sein und nicht der Neutralleiter.
Ich hoffe schwer, dass das Haus einigermaßen aktuell verdrahtet wurde. In Deutschland sind gelegentlich sogar noch zweipolig ausgeführte Uralt-Installationen ohne jeden Schutzschalter zu finden.
Zitat
Wikipedia: "In Deutschland wird bei Neubau und Modernisierung ein FI-Schalter mit einer Auslösestromdifferenz von 30 mA vor allem für Stromkreise in Feuchträumen und im Außenbereich von der VDE verlangt."
Mit 10mA - FI-Schalter klappt nicht mal mehr der Mord mit dem in die Badewanne geworfenen Fön.
Am Rande:
- Von den obenstehend verlinkten Sicherheitsregeln spart man sich bei Arbeiten in einer Hauselektrik hinter dem Sicherungskasten meist die Punkte 4 und 5.
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http://www.strippenstrolch.de enthält einige lesenswerte Tipps für den angehenden Heim-Elektriker.