Synology NAS: Speichervolume fehlerhaft obwohl alle Platten in Ordnung

isd

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Ich habe eine DS220+ mit zwei SATA Festplatten (6TB)
Beide ÜPlatten werden als „In Ordnung“ gemeldet. Auch ein SMART-Test verlief positiv.

Allerdings wird der Speicherpool als fehlerhaft gemeldet.
Wenn ich auf „jetzt reparieren“ (im Screenshot) gehe bietet er mit das Laufwerk 2 an, um es hinzuzufügen und die Reparatur durchzuführen.

Sollte ich das tun, oder sollten vorher noch andere Maßnahmen ergriffen werden?
Wie passiert so etwas?
 

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Backup vorher erstellen.
Danach Reparatur durchjodeln lassen.
Ob der Rest der Platten IO ist, ka.
Da fehlen die Informationen zu, auf dem Screen sieht man ja nur das Volume.

isd schrieb:
Auch ein SMART-Test verlief positiv.
Der richtige, oder Fake-Schnelltest?
Wobei ich mich erstmal um ein Backup kümmern würde, sofern nicht vorhanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für mich sieht das so aus, als ob eine Platet aus dem RAID geflogen ist. Es verbleibt nur noch eine. Daher auch keine Redundanz mehr.

Selbst wenn die SMART-Werte in Ordnung sind. Eine der Platten hatte auf jeden Fall was, reagierte nicht mehr, oder wurde zwischendurch mal niccht mehr erkannt.
 
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Gibt es den bei deinem NAS keine Ansicht, wo beide HDDs im Raid mit eigenem Status angezeigt werden.
Um was für HDDs handelt es sich? Falls es der Schrott WD Red mit SMR ist, kann das ein Problem sein.
 
Hier die SMART Werte
Sieht für mich eigentlich gut aus.
 

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Liefen die letzten smart self long und short durch oder hast du Abbrüche per Email bekommen?
 
Du solltest auf jeden Fall ein aktuelles Backup haben. Wenn Du selbst jetzt nicht weiter eingrenzen kannst, was los ist, dann kannst Du mal (mit Backup in der Hinterhand) folgendes versuchen: Prüfe auf jeden Fall ob die Platte richtig im NAS sitzt, also Strom- und Datenanschluss richtig Kontakt im Schacht haben. Dann mal den Rebuild starten.

Ich hatte solche Fälle auch schon, dass Platten aus dem RAID geworfen wurden. In der Regel würde ich sagen, haben die ein Kontaktproblem, oder die Elektronik beginnt sich zu verabschieden. Dann wird Dir das immer wieder, und ggf. in immer kürzeren Abständen wieder passieren, bis sie irgendwann auch gar nicht mehr erkannt wird. Ich hatte aber auch schon Erfahrungen, dass die Platten danach wieder tadellos liefen. Wenn Du Backups hast die Du aktuell hältst, kannst Du den Versuch wagen. Grundsätzlich würde ich die Platte zumindest vorübergehend als nicht vertrauenswürdig einstufen. Dazu müsste sie erst eine ganze Weile wieder anstandslos laufen. Mit Backups in der Hinterhand kannst Du das schon wagen mal zu testen.

Einfach festzustellen ist das ohnehin nicht. In meiner alten DS1813+ hatte ich in den letzten beiden Bays mal das Problem, dass Platten hier ständig Fehler produzierten. Irgendwann konnte ich das so festmachen, dass es am Zusammenspiel dieser konkreten beiden Platten und den Anschlüssen in der DS lag. Die produzierten nämlich in anderen Bays der DS keine Fehler, andere Platten in den betroffenen Bays aber auch nicht. Bis man sowas aber mal rausfindet hat man schon etliche Male Platten umgebaut und Rebuilds gefahren. In einem produktiven System im Business-Umfeld würde man den Aufwand nicht betreiben.
 
@NobodysFool: Danke für die Einschätzung.

Auf dieses NAS läuft sowieo nur eine Sicherung von Daten, das ist also schon ein Backlup von Daten, die woanders schon liegen. Ich habe jetzt trotzdem nochmal ein aktuelles Backup erstellt.
Danach würde ich das dann mal reparieren lassen. Eine neue Platte ist auch schon bestellt, die wird aber frühestens Montag kommen.
Ich werde es beobachten...
 
@platzhalter0815 Ein Dateisystemfehler dürfte die Platte aber eigentlich nicht aus dem RAID werfen. Im Screenshot sieht man ja, dass zu dem Zeitpunkt nur eine Platte im Verbund war. Die Platte an sich im System vorhanden. Aus dem RAID geworfen wird sie entweder aus Timing-Gründen, wenn sie zu lange nicht auf Anfragen reagiert, oder wenn sie wie oft bei sich anbahnenden Elektronikdefekten komplett am Bus nicht mehr meldet. Das kann dann auch nach Neustarts oft zunächst wieder mehr oder weniger lang funktionieren. Wird aber dann mit der Zeit schlimmer bis sie nicht mehr wieder auftaucht.

Ich habe mein primäres NAS im RAID 6 mit 8 Festplatten betrieben, bei denen eine zuletzt vorm Auseechseln 11K wiederzugewiesene Sektoren hatte. Das ging eine ganze Weile, hat dank des RAID 6 auch problemlos funktioniert. Uns selbst als ich sie gewechselt habe, hat das NAS selbst sie immer noch für in Ordnung befunden. RFausgeworfen wäre die wohl erst worden, wenn die Reservesektoren zu Ende gewesen wären.
 
Also ich sehe im Screenshot nur das er nur eine Platte findet. Für mehr wäre wohl ein Auszug aus den Logs gut. Ja, fehlerhafte Sektoren oder Zeitüberschreitungen können es natürlich eher sein, da hast du recht. Was mich am Screenshot störte war das "Datenbereinigung: noch nie durchgeführt". Da können dann auch schnell mal die Daten darauf unbrauchbar sein.

@isd Poste doch bitte mal einen Export vom Protokoll-Center (Protokoll-Center > Protokolle > Exportieren)
 
NobodysFool schrieb:
Ein Dateisystemfehler dürfte die Platte aber eigentlich nicht aus dem RAID werfen.

Wenn es sich hier um ein BTRFS-RAID (mirrored) handeln sollte, kann es sein, dass von BTRFS ein Fehler erkannt wird, der sich aber nicht in den SMART-Werten widerspiegelt, und das Laufwerk aus dem RAID geworfen wird.
 
@Banned Ich habe BTRFS im einfachen Mirror nie benutzt, daher bin ich mir nicht sicher, wie die DS sich da verhält. Eigentlich macht es aber keinen Sinn, deswegen eine Platte auszuwerfen, solange die gleichen Daten auf der anderen Platte lesbar sind. Ein einfacher Prüfsummenfehler ohne physischen Defekt dürfte sich da eigentlich nicht anders verhalten, als mit Defektem Sektor. Es dürfte eigentlich nichts passieren, solange die Daten auf dem anderen Laufwerk oder aus der Redundanz bei RAID mit mehr Platten gelesen werden kann.

Die Synos sind da eigentlich sehr robust. Wie gesagt ich hatte im RAID-6 eine Platte mit über 11.000 wiederzugewiesenen Sektoren. Und damit das passiert, muss jeder davon schon mal erfolglos versucht worden sein zu lesen. Das scheint sogar derart unproblematisch zu sein, dass die DS so ein Laufwerk immer noch als in Ordnung ausweist. Ich habe diese Platte aber nicht so lange drin gelassen, bis ihr die Reservesektoren zum neu Zuweisen ausgehen. Allerdings war die bei mir von der ersten Auffälligkeit mit ca. 200 Sektoren bis zum Wechsel schon noch ca. 2 Monate im Betrieb, ohne wirgendwelche daraus resultierenden Probleme zu verursachen.
 
@NobodysFool Wenn ein Laufwerk Fehler aufweist (z.B. nicht passende Prüfsumme), ist das Array gegraded; weitere Fehler können u.U. nicht mehr aus der Redundanz korrigiert werden. Ob deshalb gleich die Platte rausfliegen muss, ist eine andere Sache - das ist u.U. Hersteller-spezifisch.

NobodysFool schrieb:
Die Synos sind da eigentlich sehr robust. Wie gesagt ich hatte im RAID-6 eine Platte mit über 11.000 wiederzugewiesenen Sektoren.

Wiederzugewiesene Sektoren sind aber eben keine kritischen Fehler. Und BTRFS ist ohnehin losgelöst vom Fehlermanagement auf Firmware-Ebene der Laufwerke.

Aber ist natürlich alles nur Spekulation, solange nicht mehr Infos vom TE kommen.
 
@Banned Eben. So lange ein Fehler aus der Redundanz korrigiert werden kann ist es sowieso kein Grund, die Platte aus dem Array zu werfen. Dafür gibt es ja u. a. auch das Scrubbing, um solche Fehler gezielt und nicht nur zufällig zu finden und zu beheben. Ob der Fehler nur eine falsche Prüfsumme, statistisch im Rahmen der 1:10^15 oder irgendwas Fehlerrate, oder aufgrund defekter Sektoren auftritt, spielt dann eigentlich keine Rolle. Resultat ist immer, dass ein Sektor nicht korrekt gelesen werden kann. Und wenn das Dateisystem zerschossen ist, funktioniert ja trotzdem das darunterliegende RAID noch einwandfrei, auch wenn einem das in dem Fall dann halt gar nichts hilft. Aber dafür ist es ja auch nicht gedacht.

Nunja, jetzt schauen wir mal was der TE macht. Wenn wie geschrieben angedacht ist, eine neue Platte einzusetzen , die Montag kommen soll, macht ein Rebuild vorher auf die alte Platte sowieso keinen Sinn.
 
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Ja, stimmt schon. Solange die eine Platte noch korrekte Daten hat, sollte ja automatisch korrigiert werden, auch bei Dateisystem-Fehlern.
 
Ich werde morgen die neue Platte einbauen.
Ich habe die Spiegelung mit der alten Platte neu aufgebaut. Das ging Problemlos und überall wird "In Ordnung" gemeldet. Allerdings läuft die Sicherung mit ABFB seitdem elends langsam. Deswegen werde ich wohl doch die Platte tauschen und hoffen, dass es dann wieder schneller läuft.
Hier noch das gewünschte Protokoll im Anhang
 

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