Technische Unterschiede bei Herstellung versch hoch getakteter CPUs?

Magellan

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Ich habe mich gefragt wie genau das aussieht bei cpus mit dem selben kern aber unterschiedlicher taktrate...

Also zb bei den X2, ist ein 3800+ rein technsich gesehen genau die selbe cpu wie der 5000+?
Werden die alle zusammen produziert und dann getestet welche taktraten sie mitmachen und die besten dann als 5000+ verkauft und andere dann als 3800+? Oder wird da von vornherein gezielt der eine oder der andere produziert (und wo liegen dann die unterschiede)?

Und entsprechend für die conroes, (abgesehen vom größeren chache ab dem E6600)...


Falls jmd gute Links dazu hat immer her damit :)

thx im voraus!
 
Ja, in der Regel sind das alles die selben Chips. Der Hersteller testet dann die Chips (noch vor dem Verpacken in ein Gehäuse) auf seine Funktion und wie gut er bestimmte Taktraten verkraftet (die machen allerdings mehr mit dem Chip als ihn nur mal mit z.B. 3 GHz laufen zu lassen).
Da der Preis mit dem Takt stark ansteigt, verkaufen sich diese Chips natürlich schlechter als die langsameren und somit günstigeren. Daher wird nicht jeder Chip mit der Taktrate verkauft, die er stabil und sicher schafft.
Es ist einfach umso wirtschaftlicher je mehr Die's man pro Wafer erzeugen kann, da für die Chipherstellung ne Menge aufwendige Produktionsschritte nötig sind. Der Test einzelner Chips hinterher ist günstiger, als mit einem hohen qualitativen Aufwand für jede Taktrate eine Extraproduktionslinie zu fahren. Der Aufwand würde nämlich für die Highendmodelle immens werden.

Es kommt auch zu "Überkreuzungen" bei auf den ersten Blick unterschiedlichen Modellen. Würde z.B. der Absatz der E6300 und E6400 weit über Intel's Kapazitäten liegen und sie hätten Überkapazitäten bei den 4MB Modellen (E6600, E6700), könnte Intel einfach 2MB des Caches deaktivieren (machen sie dann wahrscheinlich dauerhaft) und könnten so die fehlende Nachfrage besser befriedigen. Die echten Produktionskosten dürften zwischen den 2MB und 4MB-Modellen recht nah beieinander liegen.
Das gleiche kann man auch machen, wenn durch Produktionsfehler ein Teil des L2-Cache defekt wäre. Dann deaktiviert man diese Teile und kann den Chip immer noch verkaufen.
Solch eine Praxis ist heute gang und gäbe.

Mechkilla
 
Deshalb kann man auch Glück haben beim CPU-Kauf, wenn man jetzt eine CPU kauft die bis 3GHz getestet wurde, dann Aufgrund der geringeren Nachfrage als 2GHz CPU verkauft werden. Diese lassen sich dann weiter OCen als CPUs die sich im Test nur bis 2GHz takten lassen.

Das gabs ja auch bei AMD, das Toledos (eigentlich DC) als 3700+ SC verkauft wurden, so konnte man die DC bei denen ein Core defekt war auch noch an den Mann bringen.

Und die Chips die hoher getaktet sind/sich besser takten lassen stammen aus der Mitte des Wafers.
 
also könnts im extremfall sein dass ich nen 3800+ kaufe aber im prinzip nen waschechten 4600+ bekomme öÖ

Wenn man es drauf anlegt könnte man sich ja dann beim cpu kauf immer gleich 4 stück holen, schauen welcher am ebsten läuft und die andern dann innerhalb von 14tagen zurückgeben...

Also danke auf jeden fall für die info :)
 
nein, das wäre betrug: denn eine cpu ausserhalb der ihr zugeschriebenen spezifikationen zu betreiben ist OC und damit verliert man jeden garantieanspruch und auch das rückgaberecht.

also nicht die feine englische :rolleyes:

baFh
 
Ob das nen Shop überhaupt so hinnehmen würde, wenn man 3 von 4 CPUs zurückschickt? FAG hin oder her, aber ich glaube nicht, daß man sich da dann so einfach drauf berufen kann.

Mechkilla
 
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