Telekom stuft nach Störung von DSL6000 auf 768 herunter

fireblade_xx

Commodore
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Guten Abend zusammen,

gerade ruft mich ein Bekannter an, dem ich vor 8 Wochen geholfen habe endlich mal min. DSL6000RAM zu bekommen, das die Telekom nach ein paar instabilen Tagen die Leitung auf 768 heruntergestuft hat.

Kurz zur Geschichte: Er nutzt seit 2007 DSL3000R, DSL 16k über ADSL2 ist seit 4 Jahren verfügbar, allerdings kein freier Port.
Mit der RAM Einführung konnte er auf DSL6000RAM wechseln, lief 8 Wochen ohne einen Absturz, nun brach die Verbindung mehrmals am Tag, teilweise alle 5min ab - nach einem Splittertausch wieder zwei Tage Ruhe, danach ging es wieder von vorne los.

Ich war noch nicht vor Ort, werde aber am Samstag zu einem Technikertermin dazustoßen. Bin selbst sehr bewandert in dem Gebiet, aber vielleicht habt ihr schon Erfahrungswerte, wie man sich der Telekom gegenüber bei so einer Situation verhält. Die bisherigen Begründungen sind haarsträubend, genauso wie die Herunterstufung auf 768...

Ich persönlich hätte erstmal den uralten Speedport getauscht, aber wie verhält sich die Telekom bei der Geschwindigkeit?
 
Ich kann ähnliches von Netcologne hier im Kölner Raum berichten. Wenn die Leitung aufgrund Dämpfungswerte nicht mehr hergibt, und das kann durchaus drinn sein, bietet man dir zumindest hier an "kürzer zu treten" das heisst, statt sagen wir mal bestellten 18Mbit stufen die einen dann auf 6 Mbit runter. Findet man natürlich überhaupt nicht toll und man bekommt bei uns dafür dann monatlich 5 Euro Nachlass (auch das rechnet sich nicht wirklich. Aber für den Fall das die Leitung für die Füße ist kann weder Telekom noch sonstwer ändern. Ich weiss zwar nicht welche FritzBox da gefahren wird aber normalerweise siehst du bei der Fritzbox einen blau/gelben Graphen (Sende/Empfangsrichtung) wenn da so lauter "Cuts" drinn sind hasse ne schlechte Leitung. Je glatter die Oberfläche der Kurve ist, umso besser.

Das hier ist beispielsweise schlecht :
fb-noise.gif

Und das wäre recht gut :
DSL_Spektrum.JPG

Was du machen Kannst : Splitter tauschen, Modem kontrollieren ggf. wechseln. Alle Kabelverbindungen kontrollieren ggf. auf ein minimum der Länge ändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst die Hardware natürlich tauschen. Wo siehst du das Problem mit dem Verhalten der Telekom? Die Leitung läuft nicht stabil, also wird sie heruntergestuft. Das ist ein ganz logischer Vorgang. Bei Problemen mit der Haustechnik ist man schon selbst verantwortlich. Diese sollte entsprechend auch als Fehlerquelle ausgeschlossen werden, bevor man sich bei der Telekom meldet.
 
Wir wurden von 6000er RAM wieder auf 2000er runtergestuft. Zwei Tage später war alles wieder beim Alten.
 
wenn die Telekom antanzt und gedrosselt hat ist es schon fast zu spät.

Ich würde jetzt schnell handeln und ein Schreiben aufsetzen das, wenn man auf wieder auf 6000er RAM gestuft wird, die Telekom nicht in die Pflicht nehmen kann. Das muss dann vom Anschlussinhaber unterschrieben werden.

Wenn dann 6000er RAM geschaltet ist:

1. anständigen Router besorgen

idealerweise
- Fritz!Box 7270v3
- Fritz!Box 7240
- Fritz!Box 3270v3

Ausweichlösung:
- Fritz!Box 7312 (nur bei wenigen Geräten)
- Fritz!Box 7320
- Fritz!Box 7330 (SL)
- Fritz!Box 7360 (SL) / 7362(SL)*
- Fritz!Box 7490*
- Fritz!Box 7272*
- Fritz!Box 3370
- Fritz!Box 3390

* Sehr neue Modelle ggf. noch nicht perfekte Firmware. Test/Laborfirmware nutzen.



Auch OK:
- Speedport W700V

Nicht geeignet:
- Fritz!Boxen der 71xx / 70xx / 51xx /50xx / 31xx /30xx oder Classic Serien
- Fritz!Box 7390
- Speedport W701V / W500V / W501V

Bei den Speedports der neueren Generationen kenne ich die DSL Fähigkeiten leider nicht.
Durch diese ganze Typen Unterarten verliert man verdammt schnell die Übersicht.
Aber die Speedports, je neuer desto schlimmer, bieten kaum Informationen über die DSL Leitung und auch keine "Einstellungen" wie die Fritz!Boxen. Speedport geht oder geht nicht, fertig.

2. Leitungsprüfung:

- Es darf nur eine Telefondose vorhanden und angeklemmt sein (keine Reihen/Parallelschaltung!)
- Kabel von Verteiler zu Telefondose so kurz wie möglich, ohne Flickstellen etc. Lieber per LAN/WLAN/dLAN nutzen als Telefonleitung durch das Halbe haus zu ziehen

3. Posten des Frequenzbandes der Fritz!Box. Anhand der Störungsfrequenz kann ggf. eine Ursache ermittelt werden.
Desweiteren kann mit einer Fritz!Box manuell die ziel Signalstärke (target Noise) angepasst werden (auf Kosten der Bandbreite, aber lieber 4Mbit stabil als 5Mbit instabil)

Wenn das alles nicht hiflt:

- Störungen im Stromnetz beeinflussen auch den Router. Testweise Betrieb an USV oder anderen Baterriebetriebenen Stromquelle
- Wenn Störungen aus dem Stromnetz -> Ursache im Haushalt suchen, kaputte elektrische Geräte, auch Steckernetzteile können Störungen verursachen

Hier hilft ein transportables MW (MittelWelle, auch AM genannt) Radio weiter. Anhand der Störungsfrquenz (auf die man das Radio einstellt) kann ggf. der Verursacher ermittelt werden (Störung wird lauter je mehr man sich dem Störer nähert).

Für genaues empfehle ich hier jedoch das onlinekosten.de oder ein ähnliches Forum.
Da sind die Profis für solche Themen.
Ergänzung ()

@Kaspi

Dann hat man bei dir den DSL Port gewechselt (Quasi das DSL Modem auf Telekom Seite).
Die sind Standardmäßig auf DSL2000 eingestellt bis Sie konfiguriert werden was bis zu 48h dauern kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke - das ganze Theater ist mir auch bekannt. Habe noch einen W700V (Siemens) daheim, den ich mal anklemmen kann.

Aber keiner kann mir erzählen, dass in Sichtweite es DSLAMs, der VDSL 50 hergibt nur noch 768 kbit/s möglich sind, während jahrelang eine deutlich höhere Bandbreite anlag... Klar ist die Leitungsführung nicht gleich Sichtkontakt, aber während die Nachbarn fröhlich mit 16k surfen dank neuem Port, läuft nebenan mysteriöser Weise nur noch 768 aus heiterem Himmel?
 
fireblade_xx schrieb:
Aber keiner kann mir erzählen, dass in Sichtweite es DSLAMs, der VDSL 50 hergibt nur noch 768 kbit/s möglich sind
Woher willst Du wissen, daß Dein Bekannter an einem Outdoor DSLAM angeschlossen ist? Sieht eher nach Indoor aus.
Nero FX schrieb:
wenn die Telekom antanzt und gedrosselt hat ist es schon fast zu spät.
Was ist wofür zu spät? Die Geschwindigkeit wurde mit Sicherheit gesenkt, damit der Kunde bis zum vor Ort Termin erst einmal einen stabil laufenden Anschluß hat, ist der Fehler gefunden und behoben, wird wieder das ursprüngliche Profil eingespielt.
Nero FX schrieb:
- Kabel von Verteiler zu Telefondose so kurz wie möglich, ohne Flickstellen etc. Lieber per LAN/WLAN/dLAN nutzen als Telefonleitung durch das Halbe haus zu ziehen
Entscheident ist die Gesamtlänge der Leitung, ist die schon bis zum Apl sehr lang, spielen ein paar Meter mehr im Haus auch keine Rolle mehr. Das einzige Kriterium ist, daß die Leitung in Ordnung ist. Selbst 1,5Km vom Splitter bis zum Router machen nichts, wenn die Leitung bis zum Splitter nur 500m lang ist (nur ein Beispiel, was bei einem Kunden seit vielen Jahren mit fast 16MBit/s läuft).
Nero FX schrieb:
- Es darf nur eine Telefondose vorhanden und angeklemmt sein (keine Reihen/Parallelschaltung!)
Eine fachgerechte Reihenschaltung ist absolut kein Problem. Dafür sind die entsprechenden Klemmen der TAE Dosen schließlich gedacht.
Nero FX schrieb:
Dann hat man bei dir den DSL Port gewechselt (Quasi das DSL Modem auf Telekom Seite).
Die sind Standardmäßig auf DSL2000 eingestellt bis Sie konfiguriert werden was bis zu 48h dauern kann.
Kompletter Blödsinn.
1. Standardgeschwindigkeit eines unkonfigurierten Ports auf der ATM Plattform ist DSL 1000, auf der GBE Plattform ist gar keine Konfiguration drauf, der läuft schlicht und einfach nicht.
2. Das Einspielen eines Profils, also die Konfiguration, dauert bei einem Change Port je nach Plattform 30 Sekunden bis max. 5 Minuten.
Nero FX schrieb:
Aber die Speedports, je neuer desto schlimmer, bieten kaum Informationen über die DSL Leitung
Gerade die neuen Speedports liefern, liefern sie von Arcadyan kommen, deutlich mehr Informationen, als ältere Geräte. Wie man an die herankommt, ist an mehr als ausreichend Stellen im WWW beschrieben.
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn er seit 2007 DSL3000R hatte und jetzt auf DSL Lite runtergeschalten wurde stimmt was nicht, die Dämpfungsgrenzen wurden ja 2012 geändert deshalb hat er ja auch erstmal DSL6000R bekommen
 
das muss dann aber schon ein größeres Problem sein wenn sie gleich auf 768 runtergehen
 
Jo, kommt schon mal vor, Kabelfehler, defekte Dose, ... War sicher die höchste Geschwindigkeit, bei der momentan ein sicherer Betrieb möglich ist.
 
ja deswegen, wenn das neue Profil wieder erwarten doch nicht stabil läuft wird ja eigentlich das nächst niedrigere (oder das Alte) geschaltet. Das deutet hier eher daraufhin das der gemessen Leitungswert nicht mal annähernd mehr mit den Daten in der DB übereinstimmt.
 
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