Test-Songs beim Lautsprecher-Kauf

Das mit dem Übersteuern hab ich letztens bei Stadtaffe von Peter Fox gemerkt.
Ich dachte längere Zeit, dass das Lied einfach ein einziger Bassbrei ist. Prima um zur Eisdiele zu fahren aber mehr auch nicht.
Mit Lautsprechern, die nur minimale Trägheit besitzen, merkt man, das Fox ein übel anspruchsvolles Stück gemischt hat und das der Bass keineswegs alles zudeckt.

Ähnlich wie das Pod Race von Star Wars. Vordergründig Krach und Bumm, je besser die Anlage jedoch wird, desto mehr liebevolle Kleinigkeiten entdeckt man.
 
Ich denke das wichtigste ist wohl, das es sich um eine Orginale CD handelt. Keine von MP3 auf WAV gewandelte oder ähnliches. Das sit schon ein riesen Unterscheid, vorallem wenn man ein sehr hochwertigen CD-Spieler in der Anlage hat. ;)#

Bohemian Rhapsody von Queen
Piano, Accapella, ruhige Passagen, schnelle Riffs, tiefe Töne und hohe Töne gleichzeitig sprich Überlagerungen, viele Wechsel zwischen Links und Rechts
 
Der einzige Grund mit einer Original CD aufzulaufen ist vom Geschäftsbetreiber ernst genommen zu werden aber sonst gibts da auch keinen relevanten Grund.
Wennst jetzt nicht mit einer schlecht encodierten CD daher kommst kannst du keinen Unterschied zwischen MP3 und original WAV erkennen wenn das ganze eingepegelt ist. (Habs ausgetestet )
 
Pauschalaussage. Hängt von der Auflösung ab. Eine 128kBit-mp3 wirst du SICHER vom Original unterscheiden können!
Erst ab 320kbit wirds schwer, aber auch da ist das noch möglich.

Was man zum Testen mitnimmt? Am besten die eigene Musik, denn die soll auf den neuen Lautsprechern gut klingen.

Ein paar Empfehlungen für sehr gute Aufnahmen hab ich dennoch:

Tracy Chapman - Tracy Chapman
Steely Dan - Pretzel Logic
Disturbed - Indestructable
Dream Theater - Images and Words

Außerdem so ziemlich alles von TELARC und Stockfish Records.

Qualitativ minderwertige Aufnahmen sollte man auch im Gepäck haben, denn meiner Erfahrung nach hört man auf guten Lautsprechern die Unterschiede deutlicher als auf schlechten.
 
YBa-Mek schrieb:
Nach meinen Erfahrungen sind Dire Straits dafür etwas schlecht geeignet, da lassen sich einfach kaum Unterschiede raushören.

Ach ja? Schon alleine wie Mark Knopfler über die Saiten streicht oder sie zupft, hört sich definitiv auf div. Speakern anders an bzw. wird nicht immer mit seinem vollen Detailreichtum dargestellt (ist bei Tracy Chapman übrigens ähnlich). Auch das Klavier ist bei einigen Stücken einzigartig und wird von einigen Lautsprechern einfach nicht so gut zur Geltung gebracht, wie es sein sollte. Die Dynamik in Titeln wie Telegraph Road ist enorm, leise Passagen werden oft bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. ;)
 
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.
Leider gab es wohl (anfangs) ein paar Missverständnisse. Mir ist klar und wie ich eingangs auch geschrieben habe, sollte man natürlich seine "Lieblingsmusik" mitnehmen.

Aber da ich einen sehr weitläufigen Musikgeschmack habe (halt alles was mir gefällt), hätte ich echt von Sigur Ros über Nine Inch Nails, Katzenjammer, Nirvana, Salif Keita, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, David Darling, Miss Platnum, Bohren & der Club Of Gore, Tori Amos, Little Boots, Dub FX, Chilly Gonzales, Anthony Rother, Dota und die Stadtpiraten, Rainer von Vielen, Johnny Cash, Lisa Bassenge, Tool, Karen Elson, Anathema, Haggard, Faun, Lacrimas Profundere, Deine Lakaien u.v.w. (um mal ein paar verschiedene Eckpunkte in der Musiksammlung zu nennen und die große Bandbreite aufzuzeigen)
Mit anderen Worten, da ist Klassik, Rock, Pop, Liedermacher, Folk, Mittelalter, Metal, Gothic, Elektro, Ambiente, Lounge, EBM, Industrial, Alternative, Country, HipHop und mehr. Wobei ich natürlich bevorzugt eher den Rock, Gothic, Metal-Bereich höre.
Aber darum bin ich ja verschiedenen Vorschlägen offen gegenüber. Mir ging es vorallem darum, worauf man achten sollte.

Das eine Lied ist vielleicht gut, Blechbläserqualitäten der Lautsprecher zu hören, das andere für einen Kickbass, das nächste für Männerstimmen, das andere für mehrere Gitarren usw.


Darum fand ich einige Antworten ganz Hilfreich. Und die "Chesky Records - The Ultimate Demonstration Disc" ist vielleicht das, was ich suchte ... da wird offensichtlich zu jedem Lied sehr viel erklärt, worauf man achten kann und sollte.

Schließlich geht es ja auch, dafür ein Gehör zu entwickeln.
Ihr wisst ja selbst, dass der Mensch sich ziemlich schnell an etwas gewöhnen kann. Auch an schlechte Lautsprecher. Und woher dann das Gehör, die Schulung, den Sinn dafür nehmen, wenn man nicht weiß, worauf man hinarbeiten soll?
Wir könnten ja auch alle glücklich sein mit billigen Küchenradios und Plastiksound, mit entsprechender Gewöhnung, aber das ist ja nicht unser Ziel.


Zum Beispiel letztens beim Kopfhörer-Probehören klangen vor allem die Kopfhörer, die "Lauter" waren, besser ... unabhängig vom Preis. So lässt sich halt das Gehirn täuschen ;-)
 
jo du nimmst nat. die Stücke die du am liesten hörst - die kennste auch am besten...
 
Eine der besten CDs um die Bassqualitäten zu testen, ist die "Knock Out 2000" von Charly Antolini.

Da sind Dynamiksprünge von 20dB (!) drauf.

Folgende Vorgehensweise:

CD rein, Pegel auf Rechtsanschlag, und dann genüsslich massieren lassen. Sind am Ende die Chassis noch drin, kann man davon ausgehen, dass die Box nen guten Bass hat. ^^

PS: Ich übernehme keine Verantwortung für eventuelle Schäden am Equipment. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
PeterPlan schrieb:
Pegel auf Rechtsanschlag,

Davon würde ich stark abraten. Stichwort: Clipping.

P.S.: Wieso man davon ausgehen kann, daß die Box einen guten Bass hat, wenn sie "Pegel auf Rechtsanschlag" verträgt, muss man mir auch nochmal erklären.
 
Ich glaub, das Posting war eher ironisch gemeint. Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn er dafür Klagen seitens der Hersteller bekommt... :D

Wenn die Box keine tiefen Frequenzen darstellt, wird die CD sie kalt lassen. Insofern ist die Aussage "Sind am Ende die Chassis noch drin, kann man davon ausgehen, dass die Box nen guten Bass hat." natürlich Unfug. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er das ernst meint. Dafür ist sein Wissen zu "gut"...
 
Sieht man doch am Smiley, dass das nur Spaß war. Aber die CD ist trotzdem gut geeignet, um die Dynamik eines Systems zu testen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich teste am liebsten mit Vinyl-Scheiben (Schallplatte). ;), alte Decca Aufnahmen oder Deutsche Grammophon, oder vielleicht Harry Belafonte "Live at Carnegie Hall", wenns denn um Stimmenwiedergabe geht.
CDs mit guter Dynamik oder Räumlichkeit, da fällt mir das "Officium" von Jan Garbarek ein oder Mathias Eick "The Door", beides vom genialen Label ECM. Wenns um Rock bzw. Weltmusik geht vielleicht Amused to Death von Roger Waters oder Amarok von Mike Oldfield, beides IMO geeignet einen LS zu zerstören, wenn man nicht aufpasst.
Ergänzung ()

Alliyah schrieb:
Zum Beispiel letztens beim Kopfhörer-Probehören klangen vor allem die Kopfhörer, die "Lauter" waren, besser ... unabhängig vom Preis. So lässt sich halt das Gehirn täuschen ;-)

Deshalb testet man Hifi-Geräte am besten mittels Pegelabgleich, besonders CD-Player.;)
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Kindheit habe ich auch gerne mit einr 50€ 5.1 Anlage (Schrott *urg*) immer gerne Laut gehört oder früher mit Headsets.
Mit anständigen Kopfhörern/JBL Boxen höre ich Musik immer recht leise, wobei da schon mehr Feeling und Spaß rüberkommt. Hätte man das als Kind schon gewusst...^^

Lieblingssongs, natürlich. Am besten, welche wo man möglichst alle Details gut kennt und im Kopf hat.
Wenn ich schonmap Kopfhörer probegehört habe, stellte sich für mich auch immer die Frage "welche Lieder".
Wenn man privat Musik hört, denkt man schonmal "das wäre gerade gut zum Testen", man merkt es sich nicht und wenn man sich aktiv fragt "welches Lied wäre gut" fällt einem nichts ein.

Live Versionen lasse ich generell weg, die liefern denke ich keinen subjektiven Eindruck.
Iron Butterfly - In a gadda da vida, hatte ich auch mal probiert, nur gibt es da keine "Stelle", wo man sagen könnte "Daran kann ich jetzt ein Urteil erstellen".

Ein paar könnte ich trotzdem nennen:

-Nightwish -"Dark chest of wonders"und "Wishmaster", und eigtl noch mehr. Vorallem die hochgezogenen Stimmen, wie bei vielen J-Rock Liedern, eignen sich finde ich gut zum testen. Es kling schon ganz anders, wenn die Töne dann klar getroffen werden.
-Dire Straits - "Money for nothing" oder auch "Sultans of swing"
-Eric Clapton - "My fathers eyes" insbesondere auch weil das Album Pilgrim sehr Bass lastig gesamplet ist
-Rise Against - "Re-Education"+Album sowie "Survive" zusammen mit Nightwish um kräftige Gitarren Rifs bewerten zu können
-Van Halen - Best of Album o.ö gibt auch einen guten Eindruck
-bei reinem Ska tu ich mich etwas schwer würde sagen Laurel Aitken - "Skinhead" + "Big fat man", ansonsten greif ich mir da je nach Stimmung eine CD ausm Regal. Spezielles gibts da nicht.
Ansonsten gibt es da noch ein paar unbekannte einzelne Sachen, insbesondere J-Rock, die lasse ich einfach mal weg zur Übersicht.

Also über das Thema hab ich auch schon oft genug nachgedacht. Bevor man sich da zu den großen Kopf macht, sollte man vllt einfach ein paar CDs schnappen die man Leiden kann bevor man mit Kopfschmerzen schon zum laden geht ;P
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben