Tipps um Englischkenntnisse aufzupolieren?!

wasd123

Lt. Commander
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Moin!

Mein Englisch war nie das Beste und meine Schulzeit ist schon Ewigkeiten her.
So wirklich richtig gebraucht habe ich Englisch in meinem Berufsleben auch nie und wenn dann half halt irgendein Übersetzer aus.
Naja - und im Urlaub kam ich auch noch irgendwie über die Runden.

Lesen geht so einigermaßen. Hören geht soweit ganz gut - zumindest wenn es von Leuten gesprochen wird die Englisch nun auch nicht als Muttersprache haben. Da kommen dann halt eher einfachere Vokabeln zustande. Einiges davon verstehe ich dann auch nicht, aber der Kontext macht es halt.

Nun wandelt sich mein Berufsleben aber ein Stückchen, sodass ich auch mal mehr mit Englisch in Kontakt kommen werden und vor allem auch mal selbst sprechen muss, was meine größte Schwäche ist.

Sachen wie Duolingo und Babbel mache ich inzwischen schon. Ich mach auch schon nen VHS-Kurs (Niveau A2).

Nun wurde mir von der Arbeit her angeboten mich gerne auch anderweitig noch dahingehend fortzubilden, was auch bezahlt werden würde.

Und nun komme ich zu meiner eigentlichen Frage:
Habt ihr irgendwelche Tipps um hier effizient Fortschritte verzeichnen zu können? Nen Aufenthalt für 1-3 Monate im Ausland ist natürlich jetzt nicht drin. Personal-Training oder sowas wäre aber machbar. Oder eben andere Sachen, jedoch weiß ich gar nicht so recht was es da so als Möglichkeiten gibt.
 
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Englisch sprechenden Schüler aufnehmen, wenn Platz da ist
 
Servus, einen englisch sprechenden Lenspartner finden bzw. schauen (kelinanzeigen/scharzes Brett Uni.. usw)
ob jemand ein Sprachtandem bilden mag?
 
@VmaxGunni
Coole Idee und generell wäre ich dafür offen, aber leider bietet mein Haus keine Möglichkeit dafür :(

@dms
Mhhh… Joar, klingt auch ok. Das Niveau muss dann halt stimmen.
 
Zum English verstehen hilft Filme und Serien im englischem original zu schauen.

Um das sprechen zu üben hilft halt nur sprechen, zur not geht das ja auch auf englisch sprachigen Discords. Besser wären wohl Sprachkurse, VHS oder private Lehrer.
 
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Nichts bringt dir Englisch besser bei als Immersion.

Wenn du überhaupt nicht die Wahl hast, auf Deutsch zu antworten weil dich dann keiner versteht, wirst du extrem schnell weiter kommen. Daher...
wasd123 schrieb:
Nen Aufenthalt für 1-3 Monate im Ausland ist natürlich jetzt nicht drin.
schade :D

Ansonsten halt einfach mal schauen, wie du an einen möglichst hohen englischen Sprachgebrauch in deinem Alltag kommst.

Youtube und Filme auf Englisch ansehen. Spiele von Deutsch auf Englisch umstellen. Englische Bücher lesen. Statt im ComputerBase Forum dich bei Tom's Hardware oder LTT rumtreiben.
Für Lesestoff (Fiction) empfehle ich Royal Road. Für etwas interaktiveres (Quests) empfehle ich Fiction.live oder die Spacebattles oder Questionable Questing Foren.

Der zweite Schritt ist dann natürlich, auch Englisch zu sprechen - und nicht nur dir selbst irgendwas vorlesen, sondern mit jemandem sprechen, der dir eine Rückmeldung gibt, wenn deine Aussprache komplett verkehrt ist oder du mal wieder ein deutsches Sprichwort zu wörtlich übersetzt hast.
Dich bei einem aktiven englischen Discord zu melden, z.B. einem Gaming Clan oder so könnte ein Schritt sein. Oder auch für den Anfang erstmal ein Sprachkurs.

Oder mal schauen, ob https://yourteacher.ai/ was taugt :P
 
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Italki wäre eine Option: https://www.italki.com/de/lehrer/englisch
Such dir einen Lehrer der preislich und vom Dialekt her passt, und bitte ihn zum Beispiel, sich einfach über ein Thema mit dir zu unterhalten.
Alternativ kannst du auch sowas wie Tandem benutzen und einen Sprachlernpartner finden.

Ansonsten lesen, hören, gucken. Wie bei allen Sprachen.
 
Ich zwinge mich ab und zu dazu Filme, Tutorials etc. absichtlich auf Englisch, statt auf Deutsch zu schauen. So kommen Zusammenhänge immer wieder
 
Dir wird es in der Firma u.U. ja nicht alleine so gehen. Wenn die schon Hilfe anbietet, kann sie denn dann nicht einen Lehrer engagieren? Bei uns wurde das auch eine Zeit lang für die Kollegen angeboten, die eine Auffrischung der Schulkenntnisse z.B. für den Kundenkontakt brauchten.
 
Auf jeden Fall das Sprechen nicht vergessen, wenn nicht anders möglich, gerne auch alleine! Was dein Gehirn da an Verknüpfungen aufbauen soll, ist mehr als nur Vokabeln und Phoneme abkaspern - Phonemverwandlungen spielen auch eine Rolle, sowas wie, nicht erschrecken, "resyllabification", das ist das Phänomen, dass wir alle hier, wenn wir das Wort "ansonsten" aussprechen, das nicht so aussprechen, wie es aus Morphemen geformt wurde:
an-sonst-en
sondern:
an-son-sten

Stell dir dein "Sprachhirn" vor wie eine ChatGPT-AI - die findet die richtigen Phoneme erst, wenn sie versteht, wie sie sich wandeln, wenn sie flüssig aneinandergereit werden - dafür musst du nicht bewusst verstehen, wie sich Phoneme wandeln, du musst nicht Linguistik studieren, aber dein Sprachzentrum muss das ähnlich wie eine AI lernen und dafür braucht es sowohl das Hören von echten Muttersprachlern zu einem Text, den du dazu lesen kannst - eigene Skripterstellung ist möglich, kostet aber viel Zeit - als auch, dich zu zwingen, in der Zielsprache produktiv zu werden und Sachen mindestens gedanklich zu sprechen, besser laut zu sprechen, weil es besser ins Langzeitgedächtnis geht, je mehr Hirnregionen beteiligt sind.

Bei Englisch ist ein Auslandsaufenthalt nicht nötig, weil du so unglaublich viel Filmmaterial bekommst, an dem du dich vergleichen kannst.

Und fürs Vokabeltraining: Schreib dir möglichst absurde, hart emotionale, obszöne, gewalttätige Mini-Geschichtchen zu Vokabeln, die du dir nicht merken kannst. Früher war Duolingo mal für solche Sätze berühmt, mittlerweile haben sie die wegen der kulturellen Meme-Popularität weitgehend rausgenommen. Das Ding ist, die funktionieren, weil die emotionale Aktiviertheit beim Lernen Dinge eingraviert. Ich werde nie vergessen, dass das Adjektiv "variable" "wärie-äbbel" und nicht "wäraj-äbbel" ausgesprochen wird, weil ich das einmal in einer mündlichen Prüfung mit viel Adrenalin im Blut falsch aussprach und in der Prüfung korrigiert wurde, als sonst so Muttersprachniveau-Typ - bei der Erwartungshaltung bei den Prüfern wird sowas knallrotpeinlich. Kannst du natürlich nicht mit jeder Vokabel machen, aber Basisvokabeln wiederholst du aus Versehen automatisch so oft, dass du die auch ohne emotionale Aktiviertheit nicht vergisst, einfach weil die beim ArsTechnica-Lesen ständig vorkommen.

Und falls du täglich Nachrichten gucken solltest, dann ab heute täglich von einem englischsprachigen Sender, beispielsweise RTE, die haben eine ähnliche Sendestruktur wie die Tagesschau und nicht dieses entweder alle Themen in 100 Sekunden zusammenschrumpfen oder eine volle Stunde über einen einzigen Punkt stundenlang totquatschen, wie BBC World und CNN das machen.

Und ruhig in der Sprache bleiben, man sagt in der Fachdidaktik: Code-Switching ist erlaubt, Code-Mixing ist aber hinderlich. Unser Sprachzentrum im Gehirn funktioniert gar nicht so viel toller als eine AI und wenn du deiner Swiftkey-Tastatur in der gleichen Spracheinstellung gleichzeitig Vokabeln in drei Sprachen beibringst, kann die am Ende auch gar nichts mehr zuverlässig vorhersagen. Deswegen: Wenn du einen (Teil-) Satz denkst, dann ist der Satz in einer Sprache, nicht in zwei Sprachen gleichzeitig.
 
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Was das verstehen des gesprochenen Wortes betrifft: Englische Filme und Serien mit englischen (Nicht deutschen!) Untertiteln.
Das war das, was mir den letzten "Tritt" gegeben hat um mein Englisch deutlich zu verbessern.
Am besten Versionen fuer Hoergeschaedigte, die sind naeher am gesprochenen Wort. Untertitel haben sonst teilweise deutliche Unterschiede zum gesprochenen Wort.
Zum lernen kann es fast sogar ein Vorteil sein, dass englische Tonspuren teilweise grauselig abgemischt sind. Das fordert heraus :D

MountWalker schrieb:
Auf jeden Fall das Sprechen nicht vergessen, wenn nicht anders möglich, gerne auch alleine!
Das kann auch gefaehrlich sein, wenn man sich falsches angewoehnt.
Ich habe damit frueh angefangen "auf englisch zu denken", innere Monologe zu fuehren, und wenn ich alleine im Auto sitze diese auch laut auszusprechen.
Es gibt ein paar englische Worte, bzw. Silben, die ich "eingedeutscht" spreche. Das ist schwer sich das abzugewoehnen, wenn man es nicht des oefteren gesprochen hoert.
Und die englische Aussprache ist doch recht unregelmaessig, so das bestimmte Worte komplett anders ausgeprochen werden als man sie als deutscher liest.
 
Wenn deine Arbeit so eine Fortbildung anbietet, würde ich die auf jeden Fall wahrnehmen.
Du kannst dich zusätzlich als Gasthörer bei einer Hochschule einschreiben. Einige (v.a. die größeren) Hochschulen haben auch oft ein Zentrum für Fremdsprachenbildung. Da kannst du für einen kleinen Sozialbeitrag bei richtigen DozentInnen lernen. Du kannst zwar keine regulären Punkte sammeln, aber du kannst deine Kenntnisse erweitern und dich dann auch bei einer offiziellen Stelle nach dem GER prüfen lassen (einige Universitäten bieten es auch direkt vor Ort an), was ja dein Arbeitgeber anscheinend sogar zahlen würde.

Um das ganze zu vereinfachen, würde ich die Fremdsprache mehr in meinen Alltag etablieren. Du könntest mit einer anderen Person zu bestimmten Zeiten durchgängig Englisch sprechen und Filme, Bücher und Videospiele nur noch auf Englisch konsumieren.
 
Ranayna schrieb:
Das kann auch gefaehrlich sein, wenn man sich falsches angewoehnt. (...)
Ja, ich mein, es kann sowas passieren wie mir mit "wäraj-äbbel" und das muss dann korrigiert werden, aber um dem vorzubeugen gibts ja dankenswerter Weise IPA-Phonetics in Wiktionary, Cambridge Dictionary und am besten CUBE. Man sollte aber deshalb auf keinen Fall darauf verzichten, selbstproduziert zu sprechen, weil du dein Sprachlernen deutlich behinderst, wenn du nicht produktiv bist. Du willst ja nicht nur einen großen Passivwortschatz haben, sondern auch einen Aktivwortschatz aufbauen und das erreichst du nur mit Produktivität. Er soll ja auch nicht nur sprechen ohne auch mal Muttersprachlern in Videos genau zuzuhören.

Der Rest des Beitrags ist für die Threadfrage nicht wichtig
Ranayna schrieb:
(...)
Und die englische Aussprache ist doch recht unregelmaessig, so das bestimmte Worte komplett anders ausgeprochen werden als man sie als deutscher liest.
Naja, ich habe die Englische Sprache studiert und ihre Aussprache ist genauso regelmäßig wie jede andere Sprache von Menschen. Die Schrift hat ihre historischen Quirks, die teilweise beim ersten darübernachdenken absurd scheinen, aber gar nicht so absurd sind. Weder du noch ich schreiben im Deutschen das Wort: "Restaurang" - das wäre die standardschwedische Schreibweise und wir Deutschen denken gar nicht darüber nach, bzw. ich denke darüber nach, was den Schweden eingefallen ist, zwar Restaurang aber nicht Restårang zu schreiben, aber wir Deutschen leben da einfach eine kulturelle Erinnerung an die Herkunft dieses Wortes.

Es ist auch nicht schlimm, einen leichten deutschen Akzent zu haben. Du sollst den Muttersprachlern keine Verständnisprobleme abverlangen, aber ein Akzent ist OK. Wenn du dir als Deutscher bei "months" die Zunge brichst, sag halt "mons" - dann verstehen die dich, einige von denen sprechen das selbst so (hauptsache du sprichst das "s"!) und als Deutschen haben die dich sowieso schon an deiner Ausgangsverhärtung identifiziert so, wie ich jeden Deutschzweitsprachler an einer Sprechung der "-en" Endungen erkenne, weil kein deutscher Muttersprachler, abgesehen von ein paar sehr einsam aufgewachsenen, in diesen Endungen einen Vokal spricht. Die Silbe hat üblicherweise nur einen Laut, /n/, und in niedrigerer Enunziation fällt sie weg und stattdessen wird die Vordersilbe mit einem zweiten Ton wiederholt - hör mal bei Pluralformen von "-ung"-Wörtern im Deutschlandfunk autistisch genau hin, "Einstellungen" ist oft "Einstelungng".

Jede Sprache hat eine eigene Schrift und keine moderne Europäische Sprache hat die lateinische Schrift und man muss mit der Sprache deren Schrift lernen.
 
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Videospiele, Filme und Serien in englischer Sprache + wenn du ein Wort nicht kennst --> sofort leo.org o. Ä. aufrufen und nachschlagen.

Sobald ich ein Wort nicht kenne und mich frage, was es bedeutet, nehme ich sofort mein Smartphone und gucke nach.

Babbel und Duolingo schaden ebenfalls nicht. Hier aber dran bleiben. Mit Duolingo fange ich gerade an japanisch zu lernen und das funktioniert überraschend gut.

VHS ist für einen runden Abschluss natürlich auch eine gute Sache.
 
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Auf die Gefahr von offtopic, aber...
MountWalker schrieb:
???
Was sollte das denn werden?

MountWalker schrieb:
Wenn du dir als Deutscher bei "months" die Zunge brichst, sag halt "mons" - dann verstehen die dich, einige von denen sprechen das selbst so (hauptsache du sprichst das "s"!)
Äh, aber mit der richtigen Aussprache von o weil sonst glauben die nachher du sprichst vom mons pubis, welcher auch als mons gekürzt wird :P
 
MountWalker schrieb:
Naja, ich habe die Englische Sprache studiert und ihre Aussprache ist genauso regelmäßig wie jede andere Sprache von Menschen.
Tough, though, through, thought... :freak:
Mein Kollege kriegt es bis heute nicht hin, das Wort Breast in Chicken Breast richtig auszusprechen. Er spricht es immer Breest aus.

Als mich stets amüsierendes Beispiel für Dämlichkeiten der deutschen Aussprache möchte ich noch die Worte umfahren und umfahren in den Raum werfen. Je nach Betonung fährt man entweder jemanden um, oder um einen drum rum. Ach ja...

Und zum Ende noch den Klassiker.

Weiß jetzt auch nicht, wie wichtig das in der Allgemeinheit ist, uns wurde damals am Anfang vom Anglistikstudium eingebläut, uns für eine Art Englisch zu entscheiden (Britisch oder US) und dabei zu bleiben. Ich bin beim Britischen gelandet und darf hetue noch über meine Schreibweise von Colour und Armour diskutieren, oder wie ich Lever ausspreche.

Ansonsten, ja, keine Angst vor dem deutschen Akzent. Finden viele Briten und Amerikaner teilweise sogar ganz knuddelig und wenn nicht sogar sexy, hab ich mir sagen lassen (hängt aber wahrscheinlich vom Sprecher ab....)
 
merci für die Tipps. ich werde mal schauen welche ich beherzigen kann ;o)
 
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