Krik schrieb:
Dafür ist die Enzyklopädie da und nicht das Popup. Die Enzyklopädie von Civ3 fand ich ganz super. Ob es die auch in den späteren Teilen gab, weiß ich aber nicht.
Civ3 ist halt nicht mit Grand Strategy Spielen was Komplexität angeht vergleichbar, sowohl mit deutlich mehr Mechaniken und pro Mechanik jeweils vielleicht einem Dutzend weiterer Mechaniken und Werte von der diese Mechanik abhängig ist, welche dann wieder andere Dinge haben auf den diese aufbauen.
Einen Teil des Einkommens in EU5 z. B. setzt sich auf Steuereinnahmen zusammen. Diese werden z. B. von den Personengruppen Commoner und Burghers eingezogen und man kann den Steuersatz in Prozent festlegen, aber nur im Rahmen eines Maximalsatzes pro Personengruppen, welcher wiederum von verschiedenen anderen Werten abhängt. Jetzt hat aber eine Gruppe nicht einfach irgend ein Gesamteinkommen, sondern die Mitglieder der Personengruppen arbeiten in verschiedenen Gebäuden in den Länderreihen. Wie viel sie dort verdienen hängt natürlich von der Wirtschaftlichkeit des individuellen Gebäudes ab (und dahinter versteckt sich ein noch komplexeres System von sowohl lokalen Synergien, Rohstoffen und Handel). Aber auch wenn du die Anzahl der Props einer Gruppe in einem Gebäude multiplizierst und dann den Gesamtverdienst aller Props in einer Ortschaft errechnet und durch den Steuersatz teilst, hast du immer noch nicht die Steuereinnahmen berechnet, da diese zusätzlich pro Ortschaft von der Menge an Kontrolle, die du als Land dort ausübst, abhängt. Der Kontrollwert ist wieder von mehreren Dingen abhängig aber größtenteils von der Distanz zur Hauptstadt. Aber auch diese setzt sich nicht nur aus der Anzahl der Hex-Felder zwischen beiden Orten zusammen, sondern ist pro dazwischenliegender Ortschaft von deren Distanzmodifier abhängig, welcher wiederum von dem Gelände, eventuell vorhandenen Flüssen und gebauten Straßen abhängig ist. Und so weiter.
Wenn du da eine Entität in einer Kette nicht verstehst wäre es blöd erst in einem Wiki (das haben die Spiele auch und zwar klar besser als Civ 7 z. B.) z. B. erst das Kapitel über Steuern und dann über Kontrolle lesen zu müssen, anstatt einfach nur eine Erklärung für den einen Wert zu erhalten.
Ich liebe CK3, aber im Vergleich hierzu (let alone einige Teile von Victoria 3 oder HoI) ist es aber schon weniger komplex und eher anfängerfreundlich. Aber auch CK3 ist DEUTLICH schwieriger rein zu finden als ein Battlefield oder ein Moba Spiel. Und gerade hier könnte ein integriertes LLM helfen, weil es halt nicht einfach nur ein (wie auch immer aussehendes) Nachschlagewerk ist sondern halt wirklich Fragen beantworten kann, und dabei auch abschätzen können sollte wie tief die Erklärung jetzt sein muss damit der Nutzer einfach erstmal genug weiß um weiterspielen zu können.
Zum Beispiel in Crusader Kings gibt es da eine Warnung, wenn man keinen spielbaren Erben hat und damit das vorzeitige Spielende droht. Besser so als hinterher die KI zu fragen, warum man verloren hat.
Ich denke KI wird hier nicht diese System ersetzen sondern einfach ergänzen. Wenn deine Arme z. B. gegen eine kleinere Armee verliert, wäre es doch z. B. toll einfach mal das Spiel fragen zu können warum du jetzt verloren hast (und das Spiel weiß dann welche genauen Kampfmechaniken es dir erklären muss).