Übermässige Spannung in Filmen und Serien

Radish2

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Was haltet ihr von Übermässiger Spannung in Filmen und Serien? findet ihr es gut oder nicht so gut? Ich bemerke bei vielen Filmen und Serien, dass die spannung übermässig ist und es fällt einem schwer den Film oder die serie ein zweites mal anzuschauen, denn man hofft die ganze zeit, dass die guten gewinnen. Ich finde die Spannung bei vielen Filmen und Serien übertrieben und finde, weniger würde auch ausreichen. Beispielsweise bei Star Trek Deep Space Nine ist die Spannung zu viel. Da gibt es Zeiten, bei denen die Sternenflotte weit zurückhängt und alles im Vorteil für den Feind, dem Dominion läuft. Da gibt es dann ein paar Serien, die nicht wirklich ein Ende haben und man ist gezwungen die Serien anzuschauen, um endlich zu erleben, wie die guten wieder die oberhand gewinnen. Ich bin ein Mensch, der mit viel Emotion bei den Filmen getrieben ist, ich weiß auch nicht warum, allerdings werde ich gleich gefesselt davon.

ich würde mir die meisten Action Filme anschauen, auch wen sie nicht übermässig spannend gemacht wären oder sodass man fast glaubt, der Feind würde siegen. Etwas Spannung muss natürlich sein, jedoch ist der Grad , der meistens gewählt wird zu hoch. Was haltet ihr davon?
 
dass die spannung übermässig ist und es fällt einem schwer den Film oder die serie ein zweites mal anzuschauen, denn man hofft die ganze zeit, dass die guten gewinnen

Wenn du es ein ZWEITES Mal ansiehst, weißt du doch wies ausgeht, was machst du dir da so einen Kopf?

Wieso denn zu hoch?

Abgesehen davon ist Deep Space Nine alles andere als neu...


Dass Serien auf "weiterschauen" angelegt sind ist doch klar...


Ich verstehe deine Intention nicht...
 
So richtig verstehe ich deiner Frage nicht. Du wirst hundert verschiedene Meinungen erhalten.
Einige stehen schon bei der Zeichentrickfserie Heidi kurz vorm Herzinfarkt, andere ziehen sich genüßlich Horrorfilme rein. Deswegen gibt es ja soooooooo viele verschiedene Filme und Serien. Auch für dich dürfte etwas passendes dabei sein, einfach mal suchen und ausprobieren. Tipps kann dir eh keiner geben.
 
Also es gibt mehrere Möglichkeiten damit umzugehen. Die wohl cleverste wäre es wohl, den Fernseher abzustellen und das nicht mehr zugucken. Andernfalls im TV nach Filmen ausschau halten, die keine Fortsetzung haben. Dann erübrigt sich das. Dann aber bitte nicht meckern wenn das Ende offen bleibt.

Was DS9 angeht, die Serie ist so aufgebaut dass Starfleet, Dominion, Cardassia und Bajor immer aufeinander rumhacken. Es gehört dazu. Genauso wie Picard in NG immer sagt: Machen Sie es so!

Eine fortlaufende Geschichte, die dann aufhört. Niemand zwingt dich alle Staffeln zu gucken, aber dann weisst du eben nicht, worum es ging. Das baut alles aufeinander auf.

Wenn du weniger Spannung willst, gucke etwas, was weniger Spannung hat. Aber selbst Tierdokus sind spannend wenn Löwen auf die Pirsch gehen oder Bienen ihr Nest verteidigen....
 
Breaking Bad war mir tatsächlich zu spannend, bzw. mir tut die Figur Walter White leid. Nichts klappt, alles verzwickt sich nur weiter.
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^^

Genau dass meine ich. Bei Deep space Nine gibt es Momente, bei denen alles schlecht für die guten zu laufen scheint. Vorallem als am Anfang der sechsten Stafffel sich Odo gegen Major Kira wendet, gut dass er sich dann schnell umentscheidet. Bei einigen Serien und Filmen ist der Spannungsfaktor ein wenig hoch. Next Generation hat einen angemessenen spannungsfakotr, denn dort kann man meistens schon vor dem Ende der Serie eine Tendenz sehen, wie die Enterprise es wieder schafft die Kontrolle zu erlangen oder Erfolg zu haben.
 
Ich persönlich bin ja ein Spannungsfan und mir kann ein Film/Serie gar nicht spannend genug sein. Ich langweile mich eher wenn ich schon am Anfang des Films weiß wie es ausgeht. Aber ich verstehe was du meinst.

Mir ist das in den letzten Jahren gerade bei den in den USA produzierten PayTV Serien aufgefallen. Die Spannung wird immer weiter angetrieben, teilweise schon zu krass und auf Kosten von Kontinuität/Logik der Handlung.

Desweiteren ist das sogenannte "Cliffhanger"-Prinzip auch stark eingeschlagen.

Wer es nicht kennt: Mit "Cliffhanger" ist gemeint wie aufeinanderfolgende Episoden einer Serie miteinander verknüpft werden. Die Episode endet immer mit einer extrem spannenden Situation/ungelöste Frage/unvorhersehbarer Ausgang damit der Zuschauer noch stärker motiviert wird die nächste Episode zu sehen.

Ich persönlich empfinde das dahingehend als störend wenn ich mich in die Rolle des Drehbuchautors versetze der ja in irgendeiner Weise versucht eine Geschichte zu erzählen. Nur damit das Konzept als Serie auch funktioniert muss er gewisse Sachen seines Handlungsstrangs in 45 Minuten Abständen zwanghaft reinkloppen.
Mir würde auch reichen wenn eine Episode auch mal schnöde enden würde und die Spannung halt mitten in einer Folge kommt.

Da ich selbst aber Serien nie im TV sondern online meist erst dann schaue wenn es bereits 4 oder 5 Staffeln davon gibt stört mich das nicht so sehr. Ich schau dann einfach so lange bis ich keine Lust mehr habe und kann auch einfach mitten in einer Episode aufhören und bin dann nicht im "Cliffhanger" :)
 
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So wie bei Game of Thrones, warte auf Fortstzung. Die brechen immer gerne in Actionhandlungen ab.
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Spartacus hat es da streckenweise besser gemacht.
 
Kann es sein das hier Spannung mit dieser Cliffhangerei "oder wie das jetzt genau heist" verwechselt oder zumindest gleichgesetzt wird ?

Letzteres hat doch nichts wirklich mit Spannung zu tun, es ist halt einfach eine Geschichte die an irgendeinem interessanten Punkt abgebrochen und erst in der nächsten Folge weitererzählt wird. Ist natürlich schon immer etwas doof dann, aber andererseits ist es nur so möglich Serien wirklich mit komplexen Storrys zu füllen.

Und wo wir hier schon bei Star Trek sind, vergleichen wir mal DS9 mit TNG, TNG hat immer schon abgeschlossene Folgen, hier und da mal eine Doppelfolge, aber mehr nicht und was hat es noch "nicht" genau, eine größere Rahmenhandlung.
Bei DS9 ist es fast umgekehrt, es gibt zwar in jeder folge auch immer kleinere abgeschlossene Geschichten, aber das Hauptaugenmerk liegt doch auf der eigentlichen Storre, dem Krieg gegen das Dominion.

BTW: Ich finde sowas sehr gut, kommt zwar auch immer auf die Serie und die Umsetzung an, aber prinzipiell macht es Serien einfach viel Komplexer/Filmmäßiger.
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@Pandora

Ich meinte mit meiner Kritik an den Cliffhanger ja nicht das man Serienepisoden immer geschlossen produzieren soll und sich damit, wie du schon sagtest, jegliche Komplexität verbaut.

Aber was spricht denn dagegen eine sehr komplexe Geschichte in mehreren Folgen zu erzählen ohne das 'rein zufällig' die spannendsten Momente alle 45 Minuten auftauchen müssen. ;-)

Das wäre ja so, als ob in einem buch immer exakt alle 10 Seiten was spannendes passieren "muss".

Ich finde man kann auch sehr komplexe Geschichten erzählen ohne sich darauf zu versteifen.
 
Also übermäßige Spannung im Sinne von "die guten verlieren gleich, noch 1 Mann steht - oh sie haben doch gewonnen gegen 1 Millionen Feinde!" finde ich *schlecht*.
Aber wenn einen die Spannung auf das Ende "umbringt" ist der Film gut finde ich.
 
Genau dass finde ich nicht gut. spannung ist schon gut und wichtig für einen Film, allerdings sollen Filme nicht so gemacht werden dass bis kurz vor Ende des filmes es schlecht für die Guten aussieht, sondern dass Erfolge im ganzen Film zu sehen sind, welche sich mit dem Ende des Films steigern.
 
Ich finde gerade bei Serien ist eine spannende Story, die nicht in einer einzelnen Folge geantwortet wird, sehr gut. Am Anfang geht es meist noch ruhig zu, sodass man langsam die Charaktere und ihre Stärken/Schwächen kennenlernen kann. Damit es dann etwas später zu richtigen Konflikten kommt die die Charaktere an den Rand ihrer Fähigkeiten bringen. Wenn es dabei zu gut für die betrachtete Seite aussieht wäre es doch langweilig, da man nichts zu befürchten hat. Es sollte immer so aussehen, als ob jederzeit ein Hauptcharakter sterben kann. Wenn eine Serie nur so Folge für Folge vor sich hintropft verliere ich meist nach einiger Zeit das Interesse. Bei einer richtig spannenden folgenübergreifenden Story kann ich die nächste Folge kaum noch erwarten.
Das Spannungslevel von DS9 oder auch Babylon 5 finde ich persönlich genau richtig.

Dazu muss ich sagen, dass ich gerade rein zufällig mal wieder DS9 anschauen und es mich nicht so sehr stört, das Ende schon zu kennen. Die einzelnen Folgen sind schließlich auch nicht schlecht. Dieses Gefühl, die nächste Folge unbedingt anschauen zu wollen fehlt mir aber ein wenig. Trotzdem macht es immernoch Spaß es anzusehen (vorallem da man bei einem erneuten anschauen auch auf einige andere Sachen achtet und es ist auch interessant den Charakteren nocheinmal zuzusehen, wie sie sich entwickelt haben wenn man das Ende kennt.)
 
Lösung: Schaue einfach keine Filme mehr und Du hast das Problem dann nicht :D

Also manche Leute soll man verstehen :freak: :freaky:
 
Für mich war das ja eher weniger der Punkt, siehe auch z. B. Filmreihen wie Transporter oder Crank. Da ist auch alles ungünstig für den Hauptdarsteller, der da meist auch alleine ist gegen alle. Aber die Filme passen ganz gut. :>
 
Genau dass finde ich nicht gut. spannung ist schon gut und wichtig für einen Film, allerdings sollen Filme nicht so gemacht werden dass bis kurz vor Ende des filmes es schlecht für die Guten aussieht, sondern dass Erfolge im ganzen Film zu sehen sind, welche sich mit dem Ende des Films steigern.

Ist doch langweilig, wenn immer die Guten gewinnen!
Man weiss doch eh zu 90%, dass "die Guten am Ende lachend über eine Blumenwiese spazieren".
Ich find es gibt viel zu wenig Filme in denen es kein Happy-End gibt.
Klar haben die meisten Filme zum Happy-End auch noch ein paar schlechte Ereignisse.
I am Legend hat in der nicht alternativen Fassung auch ein nicht ganz so gutes Ende wie in der alternativen Fassung.

Mir fallen spontan (leider) kaum (subjektiv gute) Filme ein, in dem einfach mal die Bösen gewinnen/die Guten nicht ihre Ziele erreichen.
"Alle sterben, aber eine überlebt" ist für mich dann auch noch ein Happy-End - klar kommt es auf den Plot an, aber allgemein kann ich das schon behaupten.
Entweder wirklich alle oder die Bösen erreichen einfach ihre Ziele.
Ende gut alles gut ist manchmal einfach zu Mainstream - wobei es auch natürlich wieder auf den Film ankommt.
 
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Ganz deiner Meinung, wobei ich nichts dagegen habe wenn die guten gewinnen, aber dann bitte auch in einem realistischen Szenario und nicht 100.000 gegen einen und der eine Gewinnt dann am Ende....
Das ganze ist m.M.n aber auch irgendwie ein selbst fabriziertes Problem von diesem ganzen Hollywood Müll, die Storys werden immer flacher und die Filme übertrumpfen sich gegenseitig nur noch in gebotenen Action und da man nur einen Held hat, muss dieser halt auf möglichst spektakuläre weise immer mehr Böse zerlegen...
Das bei dem ganzen am Ende nicht ein Funken Realismus über bleibt ist ja auch völlig egal, hauptsache es knallt ordentlich :p

Und da sage ich dann nur noch Asia-Movies, Action und Story sind um ein vielfaches realistischer/besser als bei diesem ganzen Hollywood Mist und da gibt es dann auch viel mehr Filme bei denen der Held am Ende genau so tot ist wie die Bösen oder eben das Böse gewinnt.
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Ich habe insbesondere ein "Problem" mit der nicht vorhandenen Spannung in vielen westlichen Kinofilmen. In wie weit das auch auf "viele" der aktuell beliebten Serien zutrifft, kann ich leider nicht beurteilen, da ich schon seit langer langer Zeit keine westliche Serie mehr gesehen habe; bei vielen der Serien, wie Startrek, die ich früher so gesehen habe, war dies auf alle Fälle so. Das bereits genannte Babylon 5 war eine der wenigen Ausnahmen. Deshalb bezieht sich folgendes vor allem auf diese westlichen Kinofilme:

Ein Punkt den man nur kurz Abhaken braucht: Meist Schwarz und Weiss die "guten" gewinnen mit minimalen Verlusten immer. Allein dadurch, dass man dies weiss, wird die Handlung vorhersebar, wodurch der Story die Spannung geraubt wird.

Das ganze geht damit weiter, dass meistens sämtliche Charaktere extreme Stereotypen sind, zB sind die Hauptcharaktere meist der tolle Held und sein "Fickfleisch". Ersterer ist aus irgendwelchen Gründen, meistens da Ex-Elite-Soldat, in nahezu allen meist "Übermenschlich" gut, kommen Schusswaffen vor, so wird er nie getroffen, während seine Trefferrate nahe bei 100 % liegt.

Das "Fickfleisch" erfüllt meistens keine weitere Funktion in der Handlung, ihre Aktionen haben keinerlei Erfolge, ausser dem Helden mit ihren weiblichen Reizen einen Grund fürs Kämpfen zu geben. Hin und wieder rettet sie vielleicht auch den Helden in einer Szene kurz vorm Ende das Leben.

Gleichzeitig wird viel der Laufzeit dafür verwendet um Visuals und Action darzustellen, während für die tiefere Charakterisierung der Figuren zu kurz kommt. Man erfährt meistens nie was sie denken, was sie fühlen, was sie gerne tun, was für Vorlieben sie haben. Haben sie charakterliche Schwächen, wie Gier Neid oder Hass oder eventuell auch eine mindere geistige Störung, oder besondere Stärken? Welche Fertigkeiten, Talente oder "Unbegabungen",wie Kochkunst Fahrkünste oder ähnliches, besitzen sie sonst noch ?
Für eine solche Charakterisierung werden viel Laufzeit und alltägliche Szenen benötigt, jedoch ist sie extrem wichtig, damit dem Zuschauer die Charaktere sympathisch werden und er sich irgendwie in sie hineinversetzen identifizieren. Denn bleibt die Charakterisierung aus, so bleiben die Figuren für den Zuschauer weiterhin leere Hüllen, und er wird nichts für sie empfinden, nicht mit ihnen leiden oder sich nicht über ihre Erfolge freuen oder mit ihnen "mitfiebern". Da in der menschlichen Psyche jedoch, die Spannung durch einen potentiellen Gewinn oder Verlust für sich oder einer sympathischen Person entsteht, ist diese Charakterisierung eben extrem wichtig, dass überhaupt Spannung entstehen kann. Deshalb kann in den Filmen soviel explodiert und geschossen werden wie es will, ohne die Charakterisierung wird der Zuschauer dadurch kaum Spannung empfinden.

Des Weiteren sind oben genannte schlechte Charaktereigenschaften für die guten Charaktere sind in westlichen Filmen ebenfalls sehr selten, aber dennoch für die Identifizierung oder Sympathisierung des Zuschauers mit den Figuren sehr vorteilhaft. Hier könnte man beispielhaft Jack Sparrow nennen. Obwohl er wegen seinen geistigen Schwächen das ist was man im Volksmund als Spinner bezeichnen würde, ist er er unglaublich bekannt und in den meisten Teilen der Bevölkerung extrem beliebt.

Ähnlich wie bei den guten Figuren die schlechten Eigenschaften fehlen so fehlen bei den bösen Figuren die guten Eigenschaften. Man erfährt über den Bösen meistens nichts, ausser dass er ein Bösewicht ist, welcher eben seinen bösen Zielen, wie Vergewaltigung Mord Gier Sadismus Unterwerfung bzw (Welt)herrschaft, nachgeht. Weshalb er die Ziele hat bleibt dem Zuschauer meistens verborgen. Man sieht den bösen nur beim Ausüben oder Planen seiner Ziele, nie jedoch im Alltag. Positive Charaktereigenschaften werden beim Bösen ebenfalls meist nicht erwähnt oder in die Story eingebaut. Das führt dazu, dass sich der Zuschauer mit dem Bösen nicht sympathisieren oder identifizieren kann.
Wenn man jedoch bei einem Film Filmen Böse mit ebenfalls gute Charaktereigenschaften einbaut, so wird der Zuschauer bei sämtlichen Konflikten mit beiden Seiten mitfiebern, wodurch sowohl die Dramatik als auch die Spannung stark erhöht werden.
Somit ist die mangelnde Charakterisierung des Bösen ebenfalls schlecht für die Spannung


(!!!!! Im folgenden kommen ein paar Spoiler vor!!!!!)

Ein gutes Beispiel, worauf das meiste Zutrifft, Avatar. Hauptcharakter Ex Soldat mit Plot-Kugelschild. Fickfleisch erreicht nichts ausser ihn auf ihre Seite zu ziehen und rettet ihm zweimal das Leben. Viel Visuals mit der Jungellandschaft viel Action dafür kaum Charakterisierung. Man erfährt kaum etwas über den Charakter die beiden Hauptfiguren, über deren Charakterschwächen oder den Rest der Figuren schon gar nichts. Der Böse ist handelt aus Profitgier oder aus Befehlstreue. Man erfährt nichts Positives über ihn. Wozu führte dieser Filmaufbau? Als die Wissenschaftlerin gestorben ist, empfand man keinerlei Trauer; beim Verlusten während des Endkampfes ebenfalls nicht. Es ist zwar viel explodiert und geschossen worden aber Spannung empfand man trotzdem nicht.

Als Gegenbeispiel sei die Serie Steins;Gate genannt. Hauptcharakter ein leicht "spinnender" Student. Weiblicher Hauptcharakter eine Wissenschaftlerin, welche ihm permanent hilft indem sie ihm seine Zeitmaschinenmikrowelle ausbaut, und die meiste Zeit nicht einmal Grund für sein Handeln ist. Visuals waren relativ minimal; die Handlung spielte an wenigen real existierenden relativ unspektakulären alltäglichen Orten in Toukyou. Die einzigen Requisten waren ein paar Handys, eine Mikrowelle, ein Fernseher, ein Uraltcomputer und eine Zeitmaschine. Die ersten 13 Folgen der 25 teiligen Serie beschäftigten sich weitestgehend mit der Charakterisierung und den Grundlagen für die Haupthandlung. Die eigentliche Hauphandlung ging also erst im zweiten Teil der Serie los, wobei ebenfalls weite Teile der restlichen Serie für die Charakterisierung verwendet wurden. Dadurch, dass die guten ebenfalls hin und wieder etwas verloren haben hat man permanent mit ihnen mitgetrauert und mitgefiebert. Selbst den "bösen" Handlangern wurden glaubhafte Motive mitgegeben, weshalb man ebenfalls mit diesen mitgefiebert hat. Dadurch empfand jedem Verlust man immer ein "Naaain, bloss nicht, naaaaain", und dementsprechend, wegen des Verlustrisikos, war die Spannung auch hoch. Am Ende der Serie war der Hauptcharakter dementsprechend traumatisiert und fertig, dass er an mehreren Stellen einfach nur geheult hat, was dem Zuschauer auch nachvollziehbar war, weshalb man mit ihm mitgefühlt hat. Sowohl das Traumatisiert sein als auch das Weinen sind Handlungen und Vorgänge, welche ich in westlichen Filmen ebenfalls insbesondere bei männlichen Figuren vermisse, und das Sympathisieren mit ihnen stark erschwert und dementsprechend die Spannung reduziert.

Ist leider ein etwas grösserer Wall of Text geworden, jedoch wollte ich das irgendwie einmal los werden ;)
 
Es ist aber auch nicht "fair" einen (wenn auch langen) Film mit einer Serie zu vergleichen.
Wie du schon schreibst kann man in der Serie halt mal ein paar Folgen mit Charakterdarstellung verbringen - einfach da man die Zeit dazu hat.
Im Film bleibt da runtergerechnet wohl nur wenige Minuten an Zeit.

Eine Serie hat viel mehr Laufzeit als ein Film, daher der Vergleich erstmal suboptimal.
Zumal in den von dir gemeinten Filmen es eh hauptsächlich um Action geht - da Actionfilme.
Wenn man mehr "Tiefgang" möchte, sollte man Dramen oder dergleichen sehen.
Da geht es dann auch erstrangig um Handlungen und vielleicht um eine etwaige/unterschwellige Gesellschaftskritik oder Anspielungen auf XY.

Dennoch hast du natürlich Recht mit der (vorzüglich Amerikanischen) One-Man-Army mit Zahnstocher gegen die (vorzüglich russische) 1000 Mann Starke Speznaz-Spezialeinheit.
Manche solcher Filme sind auch recht gut - aber im Großteil (wie du schon anbringst) berechenbar.

Ausnahmen gibt es wenige - vielleicht Scarface als Kultfilm, indem der Herr Montana zwar auch gut schnetzelt, aber dann doch seine Liebe verliert und umkommt - wenn auch erst ganz am Ende.
Ausnahme vielleicht auch Password:Swordfish, mit Wendungen in der Handlung, wo auch die "bösen" (wobei man schon mit Ihnen sympatisiere kann) gewinnen - wobei man es an einer gewissen Stelle auch schon erahnen kann.
 
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