Überspannung vs. Wichtige Firmendaten

Maertsch

Ensign
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Feb. 2008
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Morgen,

meine Arbeitskollegin hatte zuhause vermutlich überspannung und ihr hat es das Netzteil verbraten. Das Mainboard ist ebenso hinüber. Nun hat sie mich gefragt ob ich noch ihre letzten Dokumente und Mails retten könne.

Die Festplatten waren in einem Raid1 System. Also habe ich 2 HDD.
Eine hab ich angesteckt und da geschah nichts. Die dreht sich überhaupt nicht und wird auch im Bios nicht erkannt.

Die 2. Platte lief an und wurde auch im BIOS als Maxtor erkannt. Nun sehe ich aber unter der Computerverwaltung die Festplatte nicht.

Ich hab es gestern zuhause versucht (win 7) da stand das es eine Unbekannte Festplatte sei und er das Dateisystem nicht erkenne. Hier im Geschäft mit Win XP zeigt er mir gar nichts an.
Ich vermute das die MFT Zerstört ist. Aber sollte die eigentlich nicht doppelt vorhanden sein bei NTFS?

TestDisk erkennt die Festplatte übrigens auch nicht ebenso mit GetDataBack.

Gibts eine möglichkeit wie ich an die Daten rankomme?

mfg
 
Probiere mal PC Inspector Filerecovery oder Recuva, ersteres hat bei mir headgecrashte Platten wieder rekonstruieren können...
 
Vielleicht kann ein Rettungslabor noch an die Daten ran, die Chancen werden allerdings mit jedem weiteren Selbstversuch geringer. Je nachdem wie "wichtig" das Wort "wichtig" in Deinem Beitrag bzgl. der Daten zu gewichten ist: Finger weg und an Profis weitergeben oder selber weiter basteln.
 
Hab FileRevocery ausprobiert.
Er bringt mir beim Durchsuchen der Laufwerke einen Fehler:
error nr 23
drv:129 LBA 0 Blocks 1;
Und nachher zeit er eine Platte mit 2000GB speicherplatz an. Die Maxtor hat aber nur 80GB.

Da kann ich wohl nichts mehr machen.

Cat Toaster: Danke für den Ratschlag, wenn sie die Daten wirklich wichtig findet, muss sie die wohl ins Labor schicken.

mfg
 
Wenn die zu groß angezeigt wird, kann es auch sein, das die Speicheradressierung (LBA) nicht mehr stimmt.
Ob HDD Capacity Resore Tool oder hdat2 die Speicheradressierung mit Set Max zurücksetzen können weiß ich nicht.
Prtüfe mal ob der Name wie Modell und Hersteller im BIOS und Gerätemenager richtig angezeigt wird.

Es gibt bei NTFS nichts doppelt.
Nur bei FAT gibt es ein Duplikat.

Setze mir mal einen Screen von der Datenträgerverwaltung.

Mache mal eine Diagnose mit Testdisk welche wichtige Infos liefern kann.
Lasse im Fall mal die tiefere Suche weg.
Mich interessiert auch die Festplattenauswahl in Testdisk, wie die Festplatte gelistet wird, der Screen nach Analyse von der gegenwärtigen Parrtitionstabelle und im Fall nach Quick Search mit einen ersten Ergebnis.
Auch sehe ich wie groß die Festplatte bei Disk gelistet ist.

Viele Grüße

Fiona
 
Naja, da die Platten ja vorher in einem Raid1 liefen, würde ich glatt mal vermuten, das du nur Chancen hast, wenn du die Platte, die noch gut ist, an den gleichen oder zumindest ähnlichen Controller (gleicher Hersteller) hängst. Und danach kannst du dann die diversen Platten-Rettungstools durchgehen.

Greetz
 
TestDisk findet die Platte nicht.
In der Datenträgerverwaltung erscheint die Festplatte hier unter XP auch nicht, nur bei Win7 hat er mir sie erkannt, doch auch dort fand TestDisk die Platte nicht.

edit: Da der Kontroller vermutlich onBoard war, und das Mainboard scheinbar nicht mehr lauffähig ist, fällt diese Option leider aus.
Ich denke das Labor ist die einzige hoffnung.

mfg
 
Wer den Schaden hat (und das war wohl eher ein Blitzschlag, oder?), brauch für den Spott
nicht zu sorgen, und den gibt es nun von mir, denn:

Die Dateien deiner Kollegin können per Definition nicht wichtig gewesen sein,
wenn sie davon keine täglichen Backups gezogen hat :evillol: :rolleyes:

Oder, wie ein Kollege von mir zu meiner Adminzeit einmal sagte:
"Tja, so gewöhnt man sich an, für eine Backupstrategie zu sorgen, nicht wahr?"

Ich frage mich nun ausserdem, wieso in dem System nun auch noch ein Raid
sein musste? Wahrscheinlich auch noch Raid0?
Wie ging der Spruch noch? Wer ein Raid0 betreibt, der liebt seine Daten? :evillol:

Und mal im Ernst:
Für den entstandenen Hardwareschaden wird ja nun, so dies denn Bestandteil ihrer
Hausratversicherung ist, eben diese auch aufkommen...

Wenn die "wichtigen Firmendaten" ihrem eigenen Betrieb entstammen, dann ist sie jetzt,
so sie denn keine Backups anfertigt, gehörig auf ihren Hintern gefallen. Hoffentlich lernt
sie daraus.

Und wenn sie Angestellte ist, dann kann der Arbeitgeber halt den letzten Bearbeitungs=
stand mit ihr abgleichen, oder?
 
@ Crishan:

Was für ein dämlicher Post von dir.

Nicht jeder hat die Zeit und die Mittel, täglich (!) Sicherungen zu machen, und auch viele kleinere Unternehmen machen das nur einmal pro Woche.

Außerdem hilft dein Beitrag niemanden weiter. Schreib wenigstens was konstruktives.

Und außerdem: Lesen scheint nicht deine Stärke zu sein - steht doch ganz klar im ersten Post, dass es sich um ein Raid1-System handelte.

Also: Setzen, sechs!
 
Gegen Überspannungen kann man sich übrigens mit Überspannungsableitern (Grob-, Mittel-, Feinschutz und Zusatzschutz in einer USV effektiv schützen.

Die Emails sollten eigentlich eh noch auf dem Exchange oder IMAP Server zu finden sein. Wenn nicht hats der Admin verbockt.

Um sonst gibts nicht in vielen Firmen Dienstanweisungen das Benutzerdaten nur auf Netzlaufwerken abgelegt werden dürfen. Dann brauchts auch nicht die Scheinsichterheit von RAID Systemen.

Der Zeitaufwand für ein tägliches Backup geht IMHO gegen 0 bei Windows Beenden ein Backup Script automatisch gestartet wird.
 
@ermel83
Wenn es sich um wichtige Firmandaten handelt, sind diese nunmal zu sichern. RAID-1 ist keine Datensicherung!

Wie Chris_87 auch schrieb haben solchen Daten sowieso nichts auf lokalen Laufwerken zu suchen, sofern es nicht nochmal eine Kopie auf einem Netzlaufwerk gibt.
 
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