Überwachungskamera über separates Internet

lordg2009

Lt. Commander
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Apr. 2009
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Hi,

bei meiner Mutter haben sie im Geschäft eingebrochen, jetzt möchte sie alles ein wenig sicherer gestalten.

Dazu hat sie sich vorerst ein Amaryllo iSensor HD (Kamera) gekauft, welche über Internet informiert und Bilder/Videos schickt, sollte sich etwas bewegen. Übers normale Internet möchte Sie nicht, da sie Angst hat, Diebe könnten das aushebeln. Jetzt hat sie mich um Rat gefragt.

Idee:
- Ein Router mit SIM Karten schacht, oder UMTS Stick.
- Einen Vertrag mit einer Internetkarte abschließen (z.B. 3GB/monat für 10€ - 15€)
- SSID verstecken
- Eine Art USV, damit der Router bei Stromausfall noch 20min weiterlaufen kann

Ist jetzt nicht die unknackbare Lösung, aber vlt. bemerkt man einen Einbruch und kann rechtzeitig die Polizei rufen.

Fragen:
- Ist 3G im Upload schnell genug für eine Überwachungskamera?
- Ist die Idee mit separaten Router und mobilfunkvertrag sinnvoll?
- Welchen Router würdet ihr empfehlen (2 Stockwerte (200m²) + Keller; Ziegelwände von 1900)?
- was würdet ihr für die Absicherung der Stromversorgung bei Ausfall empfehlen?
- Hat jemand schon mal ähnliches umgesetzt?

Vielen Dank für eure Hilfe
 
ein einbruch dauert durchschnittlich 1 minute.... also müsstest du innert 5 sekunden die polizei rufen und die müssten im umkreis von 100meter vom geschäft fahrbereit im auto sitzen... mhhh..


1. jein. 3g wird in den nächsten jahren abgestellt, bis dahin aber: mit entsprechender auflösung, ja.
2. ja, sofern überhaupt empfang
3. welcher router ist eigentlich nicht wichtig. wichtiger ist: hast du überhaupt empfang.
4. ohne usv sinnlos.
5. bestimmt haben schon viele solche kameras als "einbruchsschutz" installiert, nur die meisten diebe plündern maskiert... also wirst du nur die anzahl personen sehen können und was sie machen. mehr nicht.

investiert lieber in einbruchsichere türe, mit spezialfolie bestückte einschlaggeschützte fenster, laute alarmanlagen, usw..
 
Zuletzt bearbeitet:
Der beste Einbruchschutz ist abschreckung: Sichtbare Kameras, Rote Lämpchen, Bewegungsmelder, fetter Alarmkasten, Aufkleber vom Wachschutz an Fenstern und Türen.

Weiterhin einbruchhemmende Maßnahmen, also Fenster mit Folie, Vergitterung, Rolladen, Türen mit mehreren Schließern/ zusätzlichen Riegeln.

Ganz unten auf der Liste dann Videoüberwachung - die hilft nur bei Ladendiebstahl oder zur Aufklärung wenn schon alles gelaufen ist.
 
Das ganze lässt sich genau so einfach mit nem kleinen 2g/3g/4g Jammer aushebeln.
Die Teile kann man sich für wenig Geld besorgen.
Dann wäre jeglicher Empfang im Mobilfunknetz in einem gewissen Radius (je nach Jammer) gestört.
Selbiges ist natürlich ebenfalls fürs WLAN möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, der beste Einbruchsschutz ist nicht Abschreckung durch Überwachung (das ist eher Anreitz, da gibt es was zu holen). Der beste Einbruchsschutz ist eine gute Versicherung und Einbrucherschwerende Fenster und Türen. Je länger es dauert, etwas zu öffnen, desto eher wird wieder gegangen und es bleibt beim Versuch. KEIN EINBRECHER LÄSST SICH VON EINER KAMERA ABSCHRECKEN (ausser vllt Amateure). Profis werden sich einfach geschickt kleiden, mit Sturmmaske bist du so gut wie unidentifizierbar.
 
Danke für die Antworten.
Ich werde das mal so weitergeben.

Neuwertversicherung war übrigens vorhanden, die Versicherung hat auch gezahlt.

Fenster und Türen austauschen ist nicht so einfach. Das ganze Haus ist denkmalgeschützt. Das wären alles Sonderanfertigungen.

Die Kamera ist in erster Linie für die Information da und nicht zur Identifizierung. Das man Profis nicht abschrecken kann, ist mir bewusst.

Außer Acht lassen sollte man aber auch nicht die psychische Belastung nach einem Einbruch. Hier hilft das Gefühl Oberhaupt irgendwas gemacht zu haben enorm.
 
Mobilfunk ist dafür nicht geeignet. Wie schon erwähnt stellt sich dann die Frage des Empfangs und mit einem Störgerät ist das auch schnell blockiert. Da ist es schon schwieriger, die Festnetzleitung zu manipulieren. Das kann man nämlich nicht "einfach so", nur weil man im Umkreis von 20 Metern auf den Knopf eines Störgeräts drückt. Um das Festnetz lahmzulegen, braucht man schon physischen Zugang dazu, zB zum Hausanschluss im Keller oder im Telekomkasten an der Straße.

Gängige Kameras bieten die Option, Bilder/Videos auf einen Cloud-Speicher hochzuladen. So könnte man beispielsweise die Bilder der Kamera bei Dropbox abholen.

Da du selbst vom psychologischen Aspekt sprichst und Aufnahmen von vermummten Gestalten bei den Ermittlungen bestenfalls die ungefähren Körpermaße der Täter genutzt werden können, stellt sich die Frage ob es eine USV sein muss. Klar, normalerweise wäre das sinnvoll, aber wenn die Kamera(s) primär der Abschreckung/Beruhigung dienen sollen, muss das meiner Meinung nach nicht sein.

Vielleicht solltest du dich mal im Fachhandel für Einbruchschutz beraten lassen.
 
eben... einbruchsschutz, nicht kameraüberwachung. wende dich doch vertrauensvoll an die spezialisten der polizei, und rede mit dem vermieter. türen gehören selten zum denkmalschutz. schützen, physisch, kostet halt mehr als eine kamera, die vermummte bei der tätigkeit aufnimmt. und die idee, selber dort aufzutauchen, wenn eine kamera alarm schlägt ist sowieso nicht ratsam... kriminelle menschen an der flucht zu hindern ist einfach nur dumm.
 
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