Unfall Gebaut -> Evtl Rechtl. Schritte?!

.point

Lieutenant
Registriert
Mai 2006
Beiträge
863
Hallo,
meine Schwester hat heute gestern Autounfall gebaut.
An der Ampel ist sie einem hinten draufgefahren. Ampel war rot, alle Autos standen. Als grün war, hat das vordere Auto kurz gezögert aber doch gebremst und meine Schwester ist draufgefahren.
An beiden Autos ist selber nichts passiert. Der andere Fahrer meinte, gib mir 30EUR und wir regeln das ohne Polizei und Versicherung. Adressen und Personalien wurden noch ausgetausch.

Am Abend haben meine Eltern sich beim "Opfer" gemeldet und wollte das bestätigen lassen. Daraufhin meinte er, er habe Augenschmerzen (Adernriß) und werde morgen zum Arzt gehen.

Das kann doch wirklich nicht wahr sein, oder? Kann er uns auf Schadensersatz verklagen? Falls er uns anklagt, wie stehen die Chancen für uns? Es steht ja Aussage gegen Aussage. Und im Zweifellsfall für den Angeklagten, oder?

Heute Anruf erhalten. Er war beim Arzt und wir sollen die Arztkosten zahlen! Kommt er damit durch?

mfg,
free2k
 
Ich weiß nicht ob Du das weißt, aber als nicht Jurist darf man keine juristischen Ratschläge erteilen...
In einem öffentlichen Forum kann man Dir deshalb bei solchen Fragen nicht weiterhelfen.

MEINE MEINUNG, KEINE RECHTSBERATUNG:
ICH würde einen Anwalt kontaktieren. Oder, alternativ, erstmal nix tun. Aber auf keinen Fall einfach irgend was bezahlen wenn nichts passiert ist bei dem Unfall. Und ein Aderriß im Auge ist was ganz normales ;) Das passiert auch mal ohne Unfall.
 
@free2k

Unabhängig vom weiteren Verlauf eurer Auseinandersetzung mit dem Unfallgegner solltet ihr vorsoglich eure KFZ-Versicherung informieren. Falls doch ein Versicherungsfall eintreten sollte, könnte eure Versicherung auf Grund einer zu späten Meldung des Unfalls euch in Regreß nehmen. In den Versicherungsvertrag sehen!

Im übrigen befürchte ich, daß ihr anwaltliche Hilfe benötigen werdet. Nach den Arztkosten könnte noch ein Rattenschwanz folgen: Schmerzensgeld, Verdienstausfall usw.
 
Sowas liebe ich ja, nach einem Unfall, mein Rücken schmerzt, Ader im Auge ist geplatzt, solche Leute sind mal richtige Wixer ! Sorry, wenn ich das mal so sagen darf.

Alleine schon die Aussage gib mir 30€ und alles ist ok. Demnächst merken, Polizei sofort holen.

/edit : Man steht quasi immer Shaize dar, wenn der Unfallgegner Schmerzen etc hat / glaubt welche zu haben. Sowas ist eine absolute Frechheit & diese Leute sehen bei sowas gleich die $´s in den Augen.
 
Also was mich spontan wunder ist:

1. Wenn an den Autos nichts passiert ist, warum solltet ihr dann schonmal 30€ bezahlen?

2. Wenn beim Arzt ja scheinbar nichts schlimmes herausgekommen ist, waum dann der Stress? Er ist ja wohl krankenverischert.

Hört sich irgendwie einfach alles unseriös an! Vielleicht noch mal telefonisch versuchen das zu klären, und dann halt im Zweifelsfall zum Anwalt gehen.

cu


@ André: Bitte nicht sooo extrem verallgemeinern! Wer andere verletzt muss auch dafür aufkommen und dann ist der Verletzte bitte auch kein "Wixer" ok! Wer simuliert wird damit auffliegen! Es ist in der Regel relativ einfach einen Simulanten zu entlarven, dazu muss man oft noch nicht mal Arzt sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
Nee, da reicht es schon vollkommen, Kopfschmerzen vorzutäuschen !
 
Soweit ich weiß, kann euch der Kläger gar nichts anhaben.

Bei Unfällen mit Personenschäden (dazu zählt auch Adernriss wenn er so will) muss die Polizei immer hinzugerufen werden. Nachträglich aufgetretene Verletzung sind (wiederum soweit ich weiß) über ärztliche Gutachten bei Gericht einzureichen.

Ich würde den Typ einfach mal ignorieren. Der will euch nur abzocken. Außerdem vielleicht war er zum Unfallzeitpunkt betrunken, dann hättet ihr jetzt gar keine Sorgen, wenn die Polizei dabei wäre.;)


PS: Wenn du dir nicht sicher bist, frag einfach deinen Anwalt deines Vertrauens. Fragen sollte nichts kosten. Der Versicherung würd ich den Fall auch in jeden Fall melden oder zumindest unter Vorbehalt deinen Versicherungsberater fragen.
 
Bekannter arbeitet bei der Polizei. Er meint, dass er von uns garnix haben kann. Die 30€ wurden ja aus Kulanz bezahlt...
Falls er uns doch droht, dann einfach über die Haftplicht regeln.
 
Tja, so ist das halt, da in dem Augenblick in dem der Unfall geschieht unser toller Körper mit einer Ausschüttung von Adrenalin reagiert und man deswegen erstmal keine oder nur sehr wenige Schmerzen hat, war das fast klar, dass soetwas passiert.

In Zukunft Polizei anrufen, auch wenn man Schuld ist, alles aufnehmen lassen und alles ist gut.

Grundsätzlich besteht sehr wohl die Möglichkeit Schmerzensgeld zu verlangen, der Hausarzt stellt ein Attest aus, fertig. in diesem Fall den Unfall doch der Versicherung melden, dass geht im nachhinein ohne Probleme und gut ist. Klagenm uss man nicht.
 
Welcher Richter verklagt einen auf Schmerzensgeld bei 5km/h ? Keiner!
Dem seine Geschichte ist unglaubwürdig. Es gibt keine Zeugen, Polizei, Unfallbericht etc.
Es steht Aussage gegen Aussage und im Zweifelsfall für den Angeklagten.
 
Alles eine Sache des Anwalts und wie gut er ist und wie fundiert und glaubwürdig die ärztlichen Gutachten sind.
 
Allmightyrandom schrieb:
Ich weiß nicht ob Du das weißt, aber als nicht Jurist darf man keine juristischen Ratschläge erteilen...
In einem öffentlichen Forum kann man Dir deshalb bei solchen Fragen nicht weiterhelfen.

Moin,

und wer hat diesen Quark ins Ohr gesetzt?
Es heißt im Deutschen Rechtsgrundlagengesetz, dass man für Falschaussagen mit juristischer Grundlage vor Gericht mit Geldbußen rechnen darf, was ist aber, wenn die Aussage rechtliches Fundament hat?

Niedlich ...

@Topic

Da gibt es noch mehr von diesen Pappenheimern, beim Unfall immer Kontaktdaten austauschen und NICHTS persönlich regeln, es sei denn - es ließe sich aufgrund des Tatbestandes regeln.
In Deiner Situation bleibt, wie schon von anderen erwähnt - das Hinzuziehen - eines Anwalts.

free2k schrieb:
Welcher Richter verklagt einen auf Schmerzensgeld bei 5km/h ? Keiner!
Dem seine Geschichte ist unglaubwürdig. Es gibt keine Zeugen, Polizei, Unfallbericht etc.
Es steht Aussage gegen Aussage und im Zweifelsfall für den Angeklagten.


So kann man an die Sache nicht heran gehen, Deine Schwestern muss sich (sollte es soweit kommen) vor Gericht - den Vorwurf gefallen lassen - Unachtsamkeit im Straßenverkehr. Mit derartigen Bremsattacken des Vordermann - muss man(Frau) immer rechnen. Ob es dann immer noch heißt: "Im Zweifelsfall für den Angeklagten" - halte ich für eine Behauptung.
 
Zuletzt bearbeitet:
free2k schrieb:
Bekannter arbeitet bei der Polizei. Er meint, dass er von uns garnix haben kann. Die 30€ wurden ja aus Kulanz bezahlt...
Falls er uns doch droht, dann einfach über die Haftplicht regeln.

Die Haftpflicht tritt erst ein wenn der Schaden bestätigt wurde und gezahlt wird. Sie schützt euch nicht vor Schuld.
Und die 30,- Euro zu zahlen ist das dümmste was man machen konnte, die gelten evtl jetzt als Schuldeingeständnis. Warum sonst zahlen?
Außerdem, habt ihr eine Quittung über die 30 Euro bekommen? ;)

free2k schrieb:
...
Es steht Aussage gegen Aussage und im Zweifelsfall für den Angeklagten.

Und der Zweifel besteht auf eurer Seite.

Du hast selbst gesagt ihr habt 30,- Euro bezahlt? Warum? Weil ihr euch keiner Schuld bewusst wart? Allein das zahlen der 30,- Euro war von eurer Seite ein Schuldeingeständnis, ihr seit aufgefahren und habt keine Polizei gerufen. Das würde ich gegen euch verwenden.

Was jetzt eintritt ist das, das der Geschädigte nach dem Schock zum Arzt geht und dort eine Verletzung gefunden wird. Er kann sich damit herausreden unter Schock gestanden zu haben, ihr habt auch noch gezahlt um das ganze zu vertuschen (denn wer auffährt hat eigentlich Schuld)

Auch wenn der andere Unfallteinehmner vielleicht Unseriös ist, aber zur Zeit sehe ich alle Trümpfe in seiner Hand.

Denn:
- ihr seit aufgefahren (Abstand missachtet, zu schnell beschleunigt, unaufmerksam - oder wie?)
- ihr habt durch zahlen der 30,- Euro die Schuld eignestanden (die Zahlungsaufforderung selber ist frech, aber kein Schuldeingeständnis)
- ihr habt keine Polizei gerufen (klar, wer Schuld hat will schnell raus aus der Sache)
- der Unfallteilnehmer kann sich auf Schock herausreden (Schmerzen kommen häufig später)


Natürlich muss das alles nicht so eintreffen, aber es könnte.
PS: das ist keine Rechtsberatung, nur meine Meinung :D

noway schrieb:
...Wer simuliert wird damit auffliegen! Es ist in der Regel relativ einfach einen Simulanten zu entlarven, dazu muss man oft noch nicht mal Arzt sein...

Nur ein Arzt kann Simulanten erkennen. Woher soll ein Nichtarzt denn bitteschön das Wissen und die Erfahrung haben einen Simulanten von einem echten verletzten zu unterscheiden? Das mag bei einem gebrochenen Arm gehen, aber sonst nicht. Außerdem kann nur ein Arzt ein rechtsgültiges Gutachten ausstellen. Schon alleine deshalb muss ein Arzt her.

LostH~Tommy schrieb:
Moin,

und wer hat diesen Quark ins Ohr gesetzt?...

Nur ein Volljurist darf dir eine Rechtsberatung geben. Das ist im deutschen Gesetzt so verankert und schützt so einen Berufsstand vor allen möglichen Scharlatanen (Nichtanwälten). Und es schützt auch die Menschen, die in jedem Fall dann einen echten Anwalt mit 2 Staatsexamen nehmen müssen. So einfach ist das.

Aber das nennen von Parapraphen und mitteilen der eigenen Meinung ist ja keine Rechtsberatung, wenn man darauf hinweist. ;)
 
Fu Manchu schrieb:
Natürlich muss das alles nicht so eintreffen, aber es könnte.
PS: das ist keine Rechtsberatung, nur meine Meinung :D

Es könnte auch ein Ufo landen und uns entführen. Da du kein Anwalt bist ignorier ich mal deinen Beitrag.

Außerdem wollten wir das über Versicherung laufen lassen, nur das "Opfer" hat abgelehnt. Warum? Vielleicht war er betrunken!? Alles ist möglich....
 
Fu Manchu schrieb:
Nur ein Volljurist darf dir eine Rechtsberatung geben. Das ist im deutschen Gesetzt so verankert und schützt so einen Berufsstand vor allen möglichen Scharlatanen (Nichtanwälten). Und es schützt auch die Menschen, die in jedem Fall dann einen echten Anwalt mit 2 Staatsexamen nehmen müssen. So einfach ist das.

Aber das nennen von Parapraphen und mitteilen der eigenen Meinung ist ja keine Rechtsberatung, wenn man darauf hinweist. ;)

Blödsinn ;)

Sonst gäbe keine Schuldnerberatung ;) ... dass sind keine Juristen und geben Allerlei Rechtsberatung und warum? Weil - Sie wissen - was Sie erzählen, zumindestens die meisten.

Es gibt einen Paragraphen der darauf hinweist - dass man sich mit Falschaussagen strafbar machen kann. ;)

Solange man jedoch auf dem Teppich bleibt - ist daran nichts strafbar. Also schön locker bleiben. Und nicht immer einen auf "Allwissend" machen ;)
 
LostH~Tommy schrieb:

Rechtsberatung, soweit kommerziell und verbindlich, darf nur ein Anwalt erteilen. Ich suche den Paragraphen raus.

Edit: so LostH~Tommy, wenn du wieder mal selber Blödsinn schreiben willst schaue vorher nach. ;)

Art 1, §1 Rechtsberatungsgesetz (RBerG)

(1) Die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, einschließlich der Rechtsberatung und der Einziehung fremder oder zu Einziehungszwecken abgetretener Forderungen, darf geschäftsmäßig - ohne Unterschied zwischen haupt- und nebenberuflicher oder entgeltlicher und unentgeltlicher Tätigkeit - nur von Personen betrieben werden, denen dazu von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erteilt ist. Die Erlaubnis wird jeweils für einen Sachbereich erteilt:

...

Alles klar?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
So, habe das jetzt mal der Polizei gemeldet. Da er das Geld haben wollte, hat sich somit der Fall erledigt und hat weiterhin keinerlei Anspruch auf irgendetwas.

Trotzdem Danke an alle Hobby-Juristen. ;)
 
free2k schrieb:
So, habe das jetzt mal der Polizei gemeldet. Da er das Geld haben wollte, hat sich somit der Fall erledigt und hat weiterhin keinerlei Anspruch auf irgendetwas.

...

Hat das die Polizei gesagt oder euer Anwalt? Auch die Polizei gibt keine Rechtsberatung und hat sich in Schuldfragen schon häufig geirrt.

Aber informiere uns mal wie es weitergeht und ob sich der Unfallgegner noch mal meldet. Ist schon interessant.

free2k schrieb:
...Da du kein Anwalt bist ignorier ich mal deinen Beitrag.....

Du ignorierst Beiträge in dem du darauf antwortest? :D

Und da hier wohl niemand Anwalt ist ignorierst du einfach alle Beiträge. :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Fu Manchu schrieb:
Hat das die Polizei gesagt oder euer Anwalt?
Polizei.
Bekannter von uns arbeitet dort und hat mal paar Infos reingeholt.
Das "Opfer" ist bei der Polizei schon bekannt durch solche Fälle. Mir raten sie, erstmal nichts zu unternehmen. Vielleicht meldet sich derjenige auch nicht mehr und somit ist eh alles geklärt.

Falls sich noch was tut, halt ich euch auf dem Laufenden ;)
 
Zurück
Oben