unregelmäßige Black Screens während Games

Annerl

Cadet 1st Year
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  • Prozessor (CPU): AMD Ryzen 5 2600
    Arbeitsspeicher (RAM): 16GB G.Skill Aegis DDR4-2666 DIMM CL19
  • Mainboard: ASRock B450M Pro4
  • Netzteil:400 Watt be quiet! System Power 9 Non-Modular 80+ Bronze
  • Gehäuse: Antec NX100
  • Grafikkarte: 8GB Sapphire Radeon RX 580 Nitro
  • HDD / SSD: 240GB Kingston A400 2.5"

Ich habe seit einigen Wochen Probleme mit Black Screens. Egal welches Spiel ich starte bekomme ich nach unregelmäßigen Zeitabständen Black Screens. Der PC läuft dann im Hintergrund weiter. Ich kann ihn nicht "resetten", sondern muss ihn vom Strom nehmen und wieder starten. Dann fährt er ganz normal hoch. Wenn ich kein Spiel starte und nur im Web browse habe ich das Problem nicht.

Als ich das Problem anfänglich hatte hat er sich bis auf das Netzteil komplett herunter gefahren. Netzteil lief dann ganz normal weiter ( sonst nichts, auch kein BIOS). Habe dann den Grafikkartentreiber aktualisiert. Seitdem läuft der PC nach dem Black Screen weiter (nicht wie anfänglich nur das Netzteil). Es ging dann ca 3 Wochen wieder alles ganz normal und seit gestern tritt das Problem wieder auf. Ich habe sämtliche Treiber aktualisiert, Windows geupdated, Temperatur überprüft usw.

Dazu zusagen ist vll. dass der PC und seine Teile alle erst 1 Jahr alt sind.

Vielen Dank schon mal im Voraus
 
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Ich bin mir ziemlich sicher, dass dein Netzteil zu schwach ist. Es geht hierbei ja nicht um die Gesamtleistung, sondern wieviel Saft die GPU kriegt. Es hört sich nämlich so an als würde die sich abschalten (und der Rechner läuft weiter).

Ich hatte das selbe Problem auch. Weiß nur gerade nicht mehr, ob es mit der alten MSI 1060 Gaming X oder der aktuellen 5700XT war. Ich bin darauf gekommen als ich bei der Karte auf das Spromspar-BIOS geschaltet hab. Danach gab es keine Blackscreens mehr.

Jetzt hab ich ein stärkeres Netzteil drin und seitdem keine Probleme mehr.

Entweder du sorgst dafür, dass deine GPU weniger Strom zieht oder baust ein stärkeres Netzteil ein. Erster Weg wäre gut, um herauszufinden, ob es auch tatsächlich daran liegt.
 
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Vielen dank für die Antwort. Hätte das Problem dann nicht schon früher auftreten "sollen"? Ich habe das Problem ja erst seit ein paar Wochen. Und welches neue Netzteil wäre hierfür denn zu empfehlen?
 
Naja, Netzteile altern und verlieren an Leistung, oder ein neuer Treiber sorgt für einen kleinen Leistungsschub der die Grafikkarte etwas anders Taktet/Boostet. und dann ist so eine Spitz-auf-Knopf auslegung mal am Ende...
 
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Kein Thema. Da können viele Faktoren zusammenspielen. Daher ist es schwierig, das Timing zu erklären.

Über die Radeon-Software müsstest du den Hunger der Karte regeln können. Weiß aber nicht, ob das reicht. Bei mir hat erst der Wechsel des GPU-BIOS was gebracht. Da ich aber volle Leistung wollte (warum kaufe ich sonst so eine Karte?), hab ich ein neues Netzteil eingebaut.

Welches Netzteil du brauchst, hängt von deinen Ansprüchen ab. Achte nur darauf, dass du eine hohe Effizienz auswählst (80+ Gold aufwärts). BeQuiet und Corsair sind ganz gut. Der Rest hängt von pragmatischen Faktoren ab (Größe, Formfaktor, Anschlüsse etc.). Je teurer das NT, desto hochwertiger die Komponenten und leiser die Lüfter. Ich würde nach aktuellen Tests googeln.
Ich nutze das Netzteil von InWin, dass mit dem Gehäuse kam (hab direkt beides getauscht).
 
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Alleine die Grafikkarte nimmt sich schon 200W beim Spielen.
+CPU , Ram usw sind wir bei über 320-330W. das wäre nur der Durchschnittsverbrauch.
das Netzteil gibt laut Bequiet aus:
Max. Gesamtleistung 12V (W)384

D.h. eine Lastspitze und das Netzteil schaltet die OPP bzw eine andere Schutzschaltung.

Selbst wenn das wirklich nicht der Grund sein sollte, das Netzteil ist für deine Hardware als zu schwach anzusehen
Der einzige sinnvolle Workaround momentan wäre die CPU und GPU Gesamtaufnahme zu verringern
D.h. PBO im Bios deaktivieren ( CPU)
GPU Powerlimit reduzieren, ggfs noch undervolten.

Bleiben die Probleme danach unverändert, hättest du wenigstens ein Argument, dass es nicht unbedingt an der Stromzufuhr des Netzteils liegen muss

EDIT: Es kommen ja noch die Max. Leitungsstärke der einzelnen Rails zum tragen!

+12V1 (A)22
+12V2 (A)18
+12V3 (A)-
Es sind 2xV12 Rails vorhanden

Das NT bietet nur 1 PCIe Kabel mit 2 Anschlüssen für die Grafikkarte ( Split-Stecker)
Hierfür wird nur eine Rail genutzt. (Non-modular Kabelmanagement)

Zudem kann man von hieraus nicht sehen welche Rail wohin geht.
Wenn es im Worst-case die 12V2 sein sollte, die die Grafikkarte speist, stehen maximal 216W für die Grafikkarte zur Verfügung. Bei einem Durchschnitt von 200W

1615746699790.png

wäre das definitiv nicht ausreichend und würde noch schlimmere Ausfälle verursachen, als die, die du bereits erlebst.
Jedoch auch wenn man von der Speisung durch die stärkere 12V1 Rail ausginge wäre man mit max 264W nicht vollständig gegen Lastsspitzen abgesichert.

Das Netzteil ist für diese Grafikkarte in jedem Fall unterdimensioniert.
mit mindestens 500W Gold wärst du gut beraten.
Diese Kaufberatung (Artikel von CB) sollte immer noch seine Gültigkeit haben
 
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Danke fürs Ansehen. Dann werde ich da auf jeden Fall nachrüsten.

"Über die Radeon-Software müsstest du den Hunger der Karte regeln können. Weiß aber nicht, ob das reicht. Bei mir hat erst der Wechsel des GPU-BIOS was gebracht. Da ich aber volle Leistung wollte (warum kaufe ich sonst so eine Karte?), hab ich ein neues Netzteil eingebaut."

Heißt das in der Radeon Software die GPU-Taktrate manuell runterzuschrauben ? Die ist automatisch bei 300mHz angesetzt. Auf wie viel sollte ich Sie drosseln ?
 
@CyrionX hat das schon super erklärt. Du solltest langfristig eh in ein neues Netzteil investieren.

Zu deiner Frage. Es gibt im Abschnitt "Leistung" den Reiter "Konfiguration". Da kannst du "Energiesenkung GPU" auswählen. Gibt eine automatische und manuelle Option.
 
Wenn du nicht übermäßig viel Geld für wenig zusätzlichen Mehrwert ausgeben möchtest, kann ich das Xilence Performance X 550 W empfehlen:

https://geizhals.de/xilence-performance-x-550w-atx-xn071-xp550r9-a1674273.html

Vorher solltest du zur Abklärung einen Belastungstest - etwa mit prime95 und Furmark gleichzeitig - ausführen. Wenn es dann abschaltet, ist es das Netzteil. Du könntest noch mit dem Powertarget spielen, etwa im MSI Afterburner, aber langfristig muss ein neues Netzteil her.
 
Ein Netzteil ohne Spulenfiepen und mit leisem Lüfter würde ich nicht als "wenig zusätzlicher Mehrwert" bezeichnen. Ich hatte auch Xilence im System, war irgendwann irre laut. Wenn du was ordentliches willst, an dem du lange Freude hast, gibt die paar Euro mehr für ein gutes Netzteil aus. Gerade da würde ich nicht knausern.

Edit: Ohne zu wissen, ob du zukünftige Upgrades geplant hast, würde ich auch Abstand davon nehmen, dir konkrete Modelle vorzuschlagen. Falls du für nächste GPU Upgrades etc. genug Puffer haben willst, würde ich zu einem 800er greifen. Hat auch was mit Effizienz bei geringer Auslastung in Kombination mit Lautstärke zu tun.
 
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CyrionX schrieb:
D.h. eine Lastspitze und das Netzteil schaltet die OPP bzw eine andere Schutzschaltung.
weder OPP noch OCP greifen bei ner leichten überschreitung. CB hatte das System Power 9 400W getestet, OCP griff bei 38A (12V1) bzw 34A (12V2), OPP griff gar nicht weil vorher die UVP dichtgemacht hat, bei über 480W und unter 10V auf 12V.

Zudem kann man von hieraus nicht sehen welche Rail wohin geht.
schreibt be quiet! hier leider auch im "handbuch" nicht, dürfte aber wie folgt sein:
12V1 -> 24pin, laufwerke, PCIe
12V2 -> CPU

meine erste wahl wäre es hier auch nicht gewesen.

@Entschleuniger2: und was für ein Xilence war das? es gibt keine guten marken, es gibt nur gute modelle.
 
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Deathangel008 schrieb:
weder OPP noch OCP greifen bei ner leichten überschreitung. CB hatte das System Power 9 400W getestet, OCP griff bei 38A (12V1) bzw 34A (12V2), OPP griff gar nicht weil vorher die UVP dichtgemacht hat, bei über 480W und unter 10V auf 12V.
Danke für die weitere Ausführung. Welche Schaltung genau schaltet ist praktisch für mich jedoch zweitrangig.
D.h. eine Lastspitze und das Netzteil schaltet die OPP bzw eine andere Schutzschaltung.
Ich hoffe man kann meine Erklärung so verstehen, dass das NT ausserhalb der Spezifikation läuft.
(z.B. wäre das zusätzliche messen von Spannungen nur bei einem ansich ausreichenden Netzteil notwendig. Für ein 1 Jahr altes NT reicht auch eine simple Verbrauchs-Rechnung)
 
@Deathangel008 Das weiß ich leider nicht mehr. War das vorletzte, was ich genutzt habe. Wenn ich selbst bei einem Hersteller eher minderwertiges erlebt habe und auch von anderen Kunden von schlechter Isolierung der Kabel und Spulenfiepen höre (zB bei dem hier vorgeschlagenen Modell), mache ich um den Hersteller halt einen Bogen. Anderen sind niedrige Preise wichtiger. Jeder hat seine Ansprüche. Aber da mir mein Geld etwas wert ist, kaufe ich auch was vernünftiges ein, was mir keinen Stress macht.

Man muss hier auch beachten, dass gute Netzteile kein Vermögen kosten, es sei denn, man will was leistungsstarkes im SFX Formfaktor.
 
@CyrionX:
OPP und OCP sind aber die schutzschaltungen die bei zu hoher leistungsaufnahme das NT abschalten. OVP und UVP greifen bei unzulässigen spannungen (was im CB-test zum SP9 der fall war bevor die OPP getriggert wurde), SCP bei kurzschlüssen, OTP bei zu hohen temps.

ne kurze lastspitze die 50W über die specs geht sollte die OCP noch nicht triggern. und wenn sollte sich das teil komplett abschalten. wobei ich dazu auch sagen muss dass ich nicht weiß wie sich die 580 Nitro+ da verhält.

pauschal sagen dass das NT zu schwach und hier der übeltäter ist will ich jedenfalls nicht. testweise mal das PL der graka runterzudrehen halte ich für sinnvoll, aber das wurde ja auch von dir und anderen schon angesprochen.

@Entschleuniger2:
Xilence hatte früher wirklich viel schrott im sortiment und auch die aktuellen teile von denen sind nicht alle gut, aber das Performance X ist echt ein solides gerät für nen sehr fairen preis, vor nem PP11 muss sich das nicht verstecken. gurken kriegt man von den meisten marken, auch be quiet!, Corsair und Seasonic.
 
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1.Dann ist die UVP also (k)eine andere Schutzschaltung" ?

2.
"pauschal sagen dass das NT zu schwach und hier der übeltäter ist will ich jedenfalls nicht."
-> Das habe ich ebenfalls nicht. ganz im Gegenteil, ich habe Gründe anstelle einer Pauschalisierung vorgelegt und sogar das als nicht absolut gekennzeichnet
"Bleiben die Probleme danach unverändert, hättest du wenigstens ein Argument, dass es nicht unbedingt an der Stromzufuhr des Netzteils liegen muss"

Ich habe ehrlich gesagt keine Lust etwas zu beantworten was schon in der Ausführung weiter oben steht.
Wenn es dir rein darum geht welche Schaltung genau wann etwas gemacht hat, ist das von der Natur her eher ein "Tech-Talk". Dessen isoliertes Ergebnis davon würde nichts an der aktuellen Situation ändern. Andererseits bringt es das Thema auch nicht weiter meine Aussagen als "hyperfokussiert" darzustellen, so als gäbe es für mich keine andere Möglichkeit als das NT als Schuldigen zu sehen.

Vielleicht liest du einfach nochmal was ich geschrieben habe.
Ich nehme einfach die für mich am wahrscheinlichsten klingende Ursache und versuche sie sinnvoll darzulegen.
Warum sollte man drölf andere Möglichkeiten, von denen du keine einzige genannt hast, in Betracht ziehen wenn die geschilderten Symptome (Random Blackouts) in Verbindung mit der Verbrauchsrechnung zu 99% auf das NT als Ursache schliessen lassen?
Wenn es dann was anderes ist, ja bitte, dann ist es so. Davor sollte das offensichtlichste aber erst ausgeschlossen werden.

Damit das hier zu keinem unnötigen Dialog am Themenersteller vorbei wird, ist das auch meine letzte Antwort an dich, sofern keine produktiven Lösungsvorschläge anstelle von theoretischen Detailüberlegungen mehr kommen sollten.
 
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@CyrionX:
ich wollte eigentlich nur darauf hinaus dass ich es ausgehend von dem verlinkten test für eher unwahrscheinlich halte dass bei diesem system irgendeine schutzschaltung im NT dichtmacht. hätte ich wohl deutlicher formulieren können und sollen (und das soll jetzt keine stichelei in deine richtung sein).
 
Die UVP ist eine Schutzschaltung, die im Test bei 480W bei 10V getriggert hat.
"UVP (eng.: Under Voltage Protection; Unterspannungsschutz)"
Hinzukommt, dass jedes andere Gerät z.B. die Grafikkarte, noch vor den 10V einen Ausfall erleiden kann (z.B. durch Rechenfehler) und/oder selbst schaltet. Die ATX Spezifikation sieht 5% als Toleranz an. Diese ist bereits bei 11,4V erreicht. Ich habe auch schon Ausfälle bei 11V gesehen.

@unten. Und das alleine reicht auch. Entweder du stimmst zu, dass die UVP dafür ursächlich sein kann oder es ist keine Schutzschaltung involviert. Beides geht nicht.
@unten 2. Stimmt. Es ist nicht meine Aufgabe deinen eigenen Widerspruch für dich aufzulösen.
 
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@CyrionX: sag bloß.

edit:
als ich das hier schrieb stand in #18 nur
Die UVP ist eine Schutzschaltung
"UVP (eng.: Under Voltage Protection; Unterspannungsschutz)"

edit²: belassen wir es dabei, wird auf beiden seiten nicht besser.

edit³: :freak:
 
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Entschleuniger2 schrieb:
Jeder hat seine Ansprüche. Aber da mir mein Geld etwas wert ist, kaufe ich auch was vernünftiges ein, was mir keinen Stress macht.
Genau das bekommt man beim Xilence Performance X ja eben: Vernünftige Qualität auf dem Level eines PP11 zum deutlich besseren Preis.
 
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