News Unternehmen suchen online Daten über Bewerber

Das Thema mit der Auszubildenden die nach Malle flog wurde ja schon angesprochen, habe das damals im Fernsehen gesehen und wollte nochmal kurz drauf eingehen.

Was war geschehen?

Sabrina K. machte eine Ausbildung zur Friseurin. Auf Ihrer Facebook-Seite postete Sie „Ab zum Arzt und dann Kofferpacken“. Und tatsächlich ließ sie sich vom Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen und flog nach Mallorca. Dort besuchte sie eine Diskothek und ließ sich tätowieren. Natürlich wurde auch dies gepostet. Der Arbeitgeber erfuhr davon und kündigte ihr fristlos.

Quelle: http://www.e-recht24.de/news/facebook/6855-facebook-kuendigung-krankschreibung.html

Sie versuchte sich dann noch mit wilden Theorien vor Gericht rauszureden, jedoch bekam der Arbeitgeber recht.
Was mich dabei aber stört, der Arbeitgeber musste ihr ein positives Arbeitszeugnis ausstellen; nach so einer dummen Aktion hätte es mMn auch Konsequenzen fürs spätere Arbeitsleben bringen können.
 
Mithos schrieb:
[...] ein positives Arbeitszeugnis ausstellen;[...]

Nun ja, das Zeugnis wird ihr ja nichts nutzen... Durch die Presse ist sie ja bekannt... Die deutsche Gesetzeslage zwingt ja die Arbeitgeber zumindest keine negativen Zeugnisse auszustellen... Da kann halt der/die AN noch so schlecht gewesen sein... :freak:
 
bLu3to0th schrieb:
Aber da kann ich nur immer wieder sagen: Macht weiter so! Meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt kann das nur steigern!
:D

Weyoun schrieb:
3) muss man seinen Freunden und seiner Familie "einbläuen", dass sie es zu unterlassen haben, ohne sein Einverständnis Bilder oder anderes zu veröffentlichen
...und das trifft auch die Leute, die keinen Account haben... -und das ist wirklich nervig. Darum vermeide ich es irgendwo ungewollt fotografiert zu werden, wo man auch nur ansatzweise falsche Schlussfolgerungen ziehen könnte...

Allerdings ist es heute WESENTLICH einfacher als früher "unvorteilhafte" Fotos loszuwerden. Denn kaum jemand download mehr Fotos oder archiviert offline. Sind die Daten bei FB & Co. nicht mehr erreichbar (FB löscht nicht), dann sind sie idR auch wirklich "weg" aus der Öffentlichkeit...

MFG, Thomas
 
Ein Bisschen Brain.exe hilft hier mE mehr als ein noch so gut gemeintes Gesetzesvorhaben: In sozialen Netzwerken mit privatem Charakter bin ich nicht unter meinem Klarnamen zu finden - ein paar Arbeitgeber haben mir im Vorstellungsgespräch gesagt, dass sie recherchiert haben, sie haben allerdings nur gutes gefunden. Profile auf Xing und Linkedin sowie mein Portfolio aus der Sportfotografenzeit - die Bilder waren ein echter Eisbrecher in den Interviews.

Aus meiner Täglichen Erfahrung weiß ich allerdings auch, dass sich viele einstellende Manager schlicht nicht darum kümmern, ob sie diskriminieren dürfen oder nicht. Verboten oder nicht, es ist für außen stehende eh nicht nachvollziehbar. Das sehe ich regelmäßig bei Bewerbern über einem gewissen Alter und es würde mich stark wundern, wenn sich solche Leute bei einem Facebook-Verbot anders verhalten würden.

Ist wie mit der Zwölftonmusik und dem Kommunismus - im Grunde eine gute Idee, aber leider völlig an der Realität gescheitert.

Mithos schrieb:
Was mich dabei aber stört, der Arbeitgeber musste ihr ein positives Arbeitszeugnis ausstellen; nach so einer dummen Aktion hätte es mMn auch Konsequenzen fürs spätere Arbeitsleben bringen können.
Beim Arbeitszeugnis geht es ja auch um das Verhalten vor der Kündiung, nicht um den die Kündigung begründenden Sachverhalt selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird bei uns auch gemacht, wir haben sogar schon Fotos die wir online von Bewerbern gefunden haben (speziell in sozialen Netzwerken), beim Vorstellungsgespräch gezeigt. Wenn die Leute das erklären konnten und uns sagen konnten warum wir das ignorieren sollten, dann war es auch ok.

Manchmal braucht man aber auch nur ein paar Fragen stellen, Prozentrechnung und einfache Mathematik Aufgaben sind meist problematisch. Zum Beispiel "Sie haben einen Test der 433 Durchläufe hinter sich hat, 13 Tests sind fehlgeschlagen. Schätzen sie grob wie hoch der Prozentuale Wert ist", beste Antwort bisher war "33%".

Aber wenn Bewerber als E-Mail "hentai_freak2003@..." angeben dann kann man da nicht mehr viel machen.
 
Iritas schrieb:
[...]

Aber wenn Bewerber als E-Mail "hentai_freak2003@..." angeben dann kann man da nicht mehr viel machen.

oder "h3nt4i_fr34k@facebook.com"... :D
 
Es wird immer ein Bummerang, zuviel im Netz von sich zu zeigen...
Die Personalchefs können schon erahnen ob man ein guter Mitarbeiter wird, oder eher oft krank sein wird wegen Party :-)
 
Zeigt wunderbar wie oberflächlich die Gesellschaft ist. Schubladendenken auf höchsten Niveau. Andere Leute zu googlen ist ein Eingeständnis der eigenen Unsicherheit.
 
Was du hier an den Tag legst, ist Schubladendenken höchsten Niveaus. Einen drei monate alten Thread ausgraben, nur um Allgemeinplätze zu verteilen. Das googlen zeigt erst mal vor allem eines, nämlich Neugierde. Jegliche denkbare Kritik wird sich darauf beschränken müssen, wie die Ergebnisse der Suche den Auswahlprozess beeinflussen. Und wer sowas verallgemeinern will, wird im Bewerbungsgespräch ganz andere Sorgen haben als Seine google-Treffer.
 
Develop schrieb:
Zeigt wunderbar wie oberflächlich die Gesellschaft ist. Schubladendenken auf höchsten Niveau. Andere Leute zu googlen ist ein Eingeständnis der eigenen Unsicherheit.

Was fürn Quatsch. Das Anwenden des Werkzeugs Google ist eher ein Zeichen dafür, das nicht oberflächlich auf die Bewerbung geschaut wird, sondern das man unter der Oberfläche nach weiteren Infos nach dem Bewerber sucht, und dieses Recht sollte jeder haben und anwenden, der etwas über eine andere Person in Erfahrung bringen möchte, bevor er denjenigen oder diejenige in das eigene Unternehmen integriert.

Und was meinst du mit "Eingeständnis der eigenen Unsicherheit"? Es ist doch keine Unsicherheit, wenn man sich im Netz informiert.
 
Wie soll ich das denn jetzt verstehen?
Hat jetzt jeder größerer Laden eine eigne STASI Abteilung? :evillol:


Cheers.
 
Zurück
Oben