Upgrade So.AM4 System mit neuer CPU A320M-Grenade (Win11 Kompatibel)

Uberhalb

Ensign
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Hallo,
ich erarbeite gerade eine Upgrade Strategie für die Hardware meines Elternhauses. Vater und Bruder machen sich Gedanken (und Sorgen bezüglich des Supportendes von Win10).

Ein Punkt hierbei ist der Rechner meines Bruders der leider nicht offiziell Win 11 kompatibel ist. Ich hatte damals folgendes System für ihn besorgt:

OFFICE PC AMD Ryzen 3 2200G 4x3.5GHz | 8GB DDR4 | Vega 8 | 240 GB SSD | Win 10 Pro

Gehäuse: Memory PC Midi-Tower Black V2 - FrontUSB 3.0 - FrontAudio - Cardreader , 0,00 EUR
Netzteil: Standard Netzteil: Super Silent 500 Watt , 0,00 EUR
Mainboard: MSI A320M-Grenade , 0,00 EUR
CPU: AMD Ryzen 3 2200G 4x 3.5GHz | Vega 8 Grafik , 0,00 EUR
Kühlung AMD: Silent Tower Lüfter: Xilence Performance A402 , + 15,90 EUR
Arbeitsspeicher: 8GB DDR4 RAM , + 0,00 EUR

Nach einigen Recherchen sollte ich hier relativ einfach die Win11 Kompatibilität erhalten indem ich die CPU austausche, oder?
Mein Bruder nutzt den PC tatsächlich nur für E-Mails und Internet (Youtube, Musik, Chatten etc.). Er würde auch mehr Geld in die Hand nehmen aber ich möchte es gerne günstig haben. Aktuell plane ich mit:
  • neue CPU um die 50EUR?
  • neue SSD um die 50EUR? (ich möchte die alte SSD als Backup in die Schublade legen und Win 11 neu installieren).


Welche CPU könnte ich einfach so installieren ohne ein BIOS Update durchzuführen?

ps: Linux ist leider keine Option.
 
Schau beim Hersteller, welche CPUs das Mainboard ab welcher BIOS-Version unterstützt und such dir da die günstigste Win11-kompatible raus. Aufpassen, dass du eine APU mit integrierter Grafikeinheit nimmst.

Bei SSDs musst du schauen was du brauchst. Also Anschluss, Formfaktor usw.
Dann kannst du bei Geizhals schauen, was das Budget her gibt.

Uberhalb schrieb:
ich möchte die alte SSD als Backup in die Schublade legen
Sowas ist kein Backup. Für ein ernsthaftes Backup bitte die 3-2-1-Regel beachten.
 
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Welches Bios ist aktuell drauf?
3200G/3400G gehen vielleicht ohne, alles neuere braucht wohl ein Bios update
 
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Ich hatte den Rechner 2018/11 besorgt.
Dann dürfte entweder:
  • 7A39vAB (2018-05-04)
  • 7A39vAD (2018-10-01)
drauf sein.

Aber ich habe jetzt auch die Kompatibitiätsliste geschaut, da steht BIOS: "Latest Beta BIOS". Also werde ich wohl um ein BIOS upgrade nicht herumkommen.

Matthias80 schrieb:
Scheint wohl vom Budget gerade so hinzuhauen.

wrglsgrft schrieb:
Sowas ist kein Backup. Für ein ernsthaftes Backup bitte die 3-2-1-Regel beachten.
Ich meinte damit eher: Falls die neue SSD in den ersten Monaten hops geht oder ähnliches, dann wäre zur Not noch das alte System greifbar.
Für Vater+Bruder sehe ich zusätzlich noch eine Netzwerkfestplatte vor, welche wiederum in einem Backup-Plan gesichert wird. Aber das muss ich mir ebenfalls noch detaillierter skizzieren.
 
Windows 11 läuft auch problemlos mit dem 2200G, er steht bloß nicht auf der Liste, so dass beim Upgrade die Abfrage umgangen werden muss.

Ein 3200G oder 3400G lohnt sich aus technischer Sicht kaum. Diese werden zwar offiziell unterstützt, sind aber nicht wirklich schneller und haben keine zusätzlichen Features, wie z.B. GMET.

Also entweder den 2200G behalten oder direkt ein Upgrade auf Ryzen 4000G oder 5000G ab 74€ neu.

Ein BIOS Update solltest du in jedem Fall machen.

Poste mal ein Screenshot von WhyNotWin11, dann sieht man, wo es überall klemmt.

Theoretisch muss für den Betrieb mit Windows 11 nichts getauscht werden.
 
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barmbekersurfer schrieb:
Man liest immer wieder, dass größere Funktionsupdates zu Problemen führen können!
Bei den großen Updates 25H2 usw. muss man die Installation dann wieder von Hand anstoßen, also 1x pro Jahr. Es kann dich auch keiner garantieren, wie lange das noch möglich sein wird. Aus technischer Sicht spricht jedoch nichts dagegen, deswegen wird es vermutlich immer einen Weg geben.

Mit dem 3200G hättest du das Problem nicht, aber eben auch kein GMET, falls du HVCI aktivieren willst um das System sicherer zu machen. Deswegen würde ich, wenn überhaupt, gleich was vernünftiges kaufen, den Aufwand hast du ja sowieso.
Eine Zen 2 oder Zen 3 APU (4000G oder 5000G) fühlt sich in jedem Fall schneller an.

Was die SSD angeht, schaue die mal die LEXAR NM620 512 GBoder die KIOXIA EXCERIA PLUS G3 1TB an, je nach Größenbedarf.

Für die Installation von Windows 11 empfehle ich ein BIOS Update (auch aus Sicherheitsgründen), außerdem müssen UEFI Boot und TPM aktiviert sein.
Du könntest auch die alte SSD klonen und dann ein Upgrade durchführen, der Partionsstil muss aber GPT sein.
Ist die aktuelle SSD SATA oder NVME?
 
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@AMD-Flo
Für E-Mails und Internet sehe ich keine Leistungssteigerung bei kauf einer 4000/5000 Ryzen.
Ich würde auch beim 3200G bleiben. bei neu/gebrauchtkauf.
 
Der 3200G ist im Prinzip die gleiche Gurke wie der 2200G. Alleine schon die Installation von Update, Programmen, Virenscans usw. dauern viel länger. Wenn man die Kiste schon anpackt, dann lieber gleich richtig und man hat noch ein paar Jahre was davon. Am besten mit aktiviertem HVCI, Secure Boot usw.

Neu kostet der 4300G nur 20€ mehr als der 3200G, dafür bekommt man Zen 2 mit 4C/8C statt Zen+ mit 4C/4T.

Hier der Test vom quasi identischen 4350G:
https://www.computerbase.de/artikel/prozessoren/amd-ryzen-3-4350g-test.73776/

Edit: Hier noch Infos zum fehlenden GMET beim 3200G, falls Interesse an HVCI besteht:
https://www.deskmodder.de/blog/2021...in-der-cpu-ist-voraussetzung-fuer-windows-11/
 
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AMD-Flo schrieb:
Poste mal ein Screenshot von WhyNotWin11, dann sieht man, wo es überall klemmt.
Merke ich mir vor, wenn ich wieder vor Ort bin (wohne nicht im selben Ort).

Generell stimmt es, dass die alte CPU wohl problemlos mit Win11 funktioniert. Aber ich möchte für meinen Bruder ein Setup verwenden, welches dann nicht bei größeren Funktionsupdates Probleme verursacht.

AMD-Flo schrieb:
Also entweder den 2200G behalten oder direkt ein Upgrade auf Ryzen 4000G oder 5000G ab 74€ neu.
5000G schließe ich schonmal aus, da diese bei >100EUR liegt.

AMD-Flo schrieb:
Du könntest auch die alte SSD klonen und dann ein Upgrade durchführen, der Partionsstil muss aber GPT sein.
Ist die aktuelle SSD SATA oder NVME?
Kingston A400 SSD 240GB
SATA
Partition kann ich nicht mehr genau sagen. Der alte Rechner war ein Dell Inspiron One AIO und dort hatte ich das Win 7 übernommen und auf Win 10 geupgraded mit der neuen SSD. Diese dann in den neuen Rechner "umgezogen".
 
Uberhalb schrieb:
5000G schließe ich schonmal aus, da diese bei >100EUR liegt.
Wäre der Rechner mit einer Komponente halt wieder auf aktuellem Stand und die nächsten Jahre ne flotte Maschine. Lohnt sich meines Erachtens schon, wenn der Rechner dadurch einen Neukauf in ~5 Jahren überflüssig macht.
 
Uberhalb schrieb:
Kingston A400 SSD 240GB
SATA
Das ist schonmal gut, damit könnte das System ohne Neuinstallation auf eine NVME SSD geklont werden. Diese wäre auch deutlich schneller. Anschließend die alte SSD als "Backup" in den Schrank legen. Dann mit WhyNotWin11 prüfen, was alles gemacht werden muss. Vermutlich MBR zu GPT konvertieren:
https://www.deskmodder.de/wiki/index.php?title=MBR_zu_GPT_ändern_Festplatte_konvertieren_Windows_10

Danach die Bootmethode auf UEFI umstellen und nochmal mit WhyNotWin11 prüfen, ob alles grün ist. Eventuell muss noch TPM aktiviert werden.

Beim 2200G bleibt auf jeden Fall die CPU rot und das Upgrade muss "manuell" ausgeführt werden. Mit einer offiziell unterstützten CPU kann man das Upgrade ganz regulär ausführen, sobald alle Punkte grün sind.

Falls etwas in die Hose geht, kann man immer auf die alte SSD zurück, eventuell mit Legacy Boot.

Sobald Win 11 drauf ist kann man optional noch HVCI und/oder Secure Boot aktivieren.
 
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ghecko schrieb:
Wäre der Rechner mit einer Komponente halt wieder auf aktuellem Stand und die nächsten Jahre ne flotte Maschine. Lohnt sich meines Erachtens schon, wenn der Rechner dadurch einen Neukauf in ~5 Jahren überflüssig macht.
das stimmt. Ich habe nur folgendes im Hinterkopf:
* neuer Budget Mini-PC mit Win 11 zwischen 150-200EUR

Wenn jetzt die Aufrüstung (SSD+CPU)=>150EUR ist, dann kann ich gleich meinem Bruder einen neuen Mini PC hinstellen mit der Kombo N150 16G 512GB für ~150EUR.
(natürlich würde dann Dinge wie DVD Brenner und CardReader verloren gehen aber die werden eh kaum genutzt).
 
Einen gebrauchten 3200G bekommt man für rund 30€, damit hast aber den gleichen Bastelaufwand und quasi keine Leistungssteigerung. Mit aktiven HVCI würde die Kiste dann sogar noch ausgebremst werden.
Das muss man halt abwägen, in das weniger Aufwand ist als 1x jährlich das manuelle Upgrade.
Beim Neukauf lohnt sich der Aufpreis von 20€ zum 4300G in jedem Fall.
Der 5700G für aktuell 120€ ist auch ein mega Angebot, aber oversized.

Ein guter Kompromiss wäre ein gebrauchter 4600G ab 60€ mit 6C/12T.
 
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Linux Mint würde ich dennoch auf den alten Kiste testen, ich finde es nach vielen Jahren Windows viel besser.

Aber sonst geht auch sowas.
DVD Brenner und CardReader müssen als USB Device nachgekauft werden.
1749907418786.png

ebay Aktion läuft auch gerade
1749907547872.png
 
Sinnvollstes Upgrade wäre ein Ryzen 4300G, der dürfte mit einem BIOS-Update problemlos laufen und mit ca 74 Euro auch die günstigste Option.
Das MSI A320M-Grenade ünterstützt den 4300G mit dem letzten BIOS laut MSI.
Mit dem 4300G wäre der Rechner auch deutlich schneller als MiniPC mit Intel N1xx oder Celeron.
Ne güstige m2 SSD kann die Performance noch deutlich steigern, beispielsweise ne 500 GB Kioxia die es ab rund 30 Euro gibt.
https://geizhals.de/kioxia-exceria-g2-ssd-500gb-lrc20z500gg8-a3103418.html?hloc=de
 
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