USV kaskadierend einsetzen?

Ach ja:
Lifepo4 ginge, aber beim Laden weiß ich nicht. Du brauchst halt einen mit einem sehr guten BMS. Dann bleibt aber das Problem, dass durch die sehr flache Entladekurve die USV die Restlaufzeit komplett falsch einschätzt. Deren Berechnungen basieren nämlich auf den Kennlinien von Bleigelakkus, das heißt, deine USV zeigt eine Restlaufzeit von zwei Stunden an und geht nach einer Viertel Stunde einfach komplett aus ohne Vorwarnung
Ergänzung ()

Du musst keinen Originalakku nehmen, wenn das ein einzelner ist. Die Werte sind wichtig.
 
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Schulausstatter schrieb:
Und von der Back UPS ES 700 habe ich halt zwei.

1. die Batterie ist meist das, was so oder so 50 % der Kosten der USV ausmacht. Je nach Alter der USV lohnt sich dann eher eine Neuanschaffung als solche Kaskaden

2. theoretisch kann man Kaskaden machen, allerdings musst aufpassen, das man die angegebene maximale Leistung pro Steckplatz nicht überschreitet, was bei Kaskaden schneller passiert als man denkt. Denn dann kommt noch dies und das am Ende hinzu und schon ist man drüber.
Und dann kommt noch der Eigenverbrauch der USV dazu für Erhaltung, Ladung und Versorgung der Elektronik, was man nicht unterschätzen sollte.
Im Endeffekt sollte man Kaskaden als eher unterlassen.

3. Einige USVs sind mit externen Batterieconnectoren ausgerüstet, so das man an diese leicht Erweiterungsbatterien anklemmen kann, die dann über die USV gesteuert werden.
 
Kaskaden derselben Technik machen einfach absolut 0 Sinn. Es gibt immer eine letzte USV, die der Single-Point-of-Failure ist. Wenn du kein redundantes NT hast, benutzt du eine USV und Ende. Alles andere geht in Richtung Rechenzentrumstechnik mit Diesel-Generator etc.
 
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Conqi schrieb:
Magst du für einen Laien erklären wie zwei Batterien mehr als doppelt so viel Laufzeit erreichen können wie eine, wenn man diese parallel an den Server anschließt?
Weil die Laufzeit nicht linear zur Belastung ist bei Bleiakkus.

Alle Hersteller von brauchbaren USVs geben daher eine Laufzeitkurve raus für deren Produkte. In diesem Fall:
https://www.apc.com/de/de/products-runtime-graph/BE700G-GR/apc-powersaving-backups-es-700-va-230-v-8-ausgänge-cee-7-7-batterie-12v-9-0ah/

Wenn du auf die Kurve schaust -> 10min = 236W
Auf zwei USVs verteilt wären das 118W -> ~25min Laufzeit

Schulausstatter schrieb:
Er geht davon aus, dass ein Server mehrere Netzteile mit Lastverteilung hat. Das ist aber hier nicht so.
Nichts für ungut, aber dann ist das eher ein 'Server' als ein Server.
 
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Danke für euer Feedback. Ich habe hier 150W im Leerlauf zu versorgen. Das macht die USV so gerade mal 15 Minuten. Sie soll aber 8 Minuten vor dem AUS alles runterfahren. Also nur 7 Minuten für den Stromausfall. Und die sind schnell erreicht. Hätte halt gerne was, was auch mal ne halbe Stunde überbrücken kann. Aber das ist wohl mit 100 Euro nicht zu machen.
 
Ne da musst du schon bisschen mehr in die Hand nehmen. Ich hab häufig die APC Back-UPS Pro Dinger im Einsatz. Die bekommt man noch halbwegs günstig. Ne gute USV mit ordentlich Akkuleistung kann ansonsten recht teuer werden.
 
Bei APC (aber bestimmt auch bei anderen Herstellern) gibt es entsprechende Kalkulatoren:
https://www.apc.com/de/de/tools/ups_selector/server/load

Dort trägt man u. a. ein, wie viel Watt (elekt. Leistung) abgefangen werden soll und wie lange im Fehlerfall durchgehalten werden soll (elekt. Arbeit), ob es für den Einbau im Rack geeignet sein soll usw. - un dann zeigt es verschiedene Produkte an inkl. der Werte, wie lange es durchhalten würde und wie hoch die Auslastung bei der angegebenen Watt-Zahl wäre.

Wichtig bei USVs zu beachten: eine höhere Leistung geht nicht (bzw. nur ein kleines Stück weit) mit einer höheren Laufzeit einher! Denn wie gesagt: elekt. Leistung =/= elekt. Arbeit!

Deswegen gibt es im professionellen USV-Umfeld Geräte, die man durch zusätzliche Akku-Packs erweitern kann, wodurch zwar nicht die Leistung, aber die Laufzeit massiv erhöht wird.
 
AGB-Leser schrieb:
Ach ja:
Lifepo4 ginge, aber beim Laden weiß ich nicht. Du brauchst halt einen mit einem sehr guten BMS.
Definitiv nein!
Du kannst mit einem nicht entsprechend ausgelegten Lader keinen Li-Akku laden.
 
Mein Motorrad sagt was anderes. Den Rest fängt das BMS ab, ansonsten wird's gefährlich
 
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@trendliner lifepo brauchen meist nur eine höhere ladespannung am ende der ladekurve, das bedeutet das lifepo nicht komplett geladen wird mit einem normalen blei ladegerät. Das ist für den Akku jetzt nicht tragisch. man sollte außderdem noch auf die Ampere achten, aber meist können die batterein mehr ampere wie der laderegler liefert.
 
trendliner schrieb:
Du hast dort einen Bleiakku durch ein LiFePo ohne neue Ladeelektronik ersetzt?
Natürlich, warum nicht? Die Spannungen sind beinahe identisch und den Rest regelt das BMS. Wird sogar direkt vom Hersteller verkauft, also warum sollte das ein Problem sein?
 
Die billigen USVen koennen nicht sicher einfach mit (wesentlich) groesseren Akkus ausgestattet werden.

Vorallem, weil die Lade- und vorallem die Entladeelektronik nicht darauf ausgelegt ist unter hoher Last lange zu laufen.
Die sind thermisch so auf Kante genaeht, das sie es aushalten auf 100% die paar Minuten zu laufen die der Akku dann haelt. Ist da ein groesserer Akku dran, koennen die ueberhitzen und durchbrennen.
Umgekehrt kann es passieren, das ein groesserer Akku die Ladeelektronik ueberlastet.

Ebensowenig ist es anzuraten USVen hintereinanderzuschalten.
https://www.apc.com/de/de/faqs/FA157424/
https://www.eaton.com/us/en-us/support/eaton-answers/daisy-chain-ups.html

Zusammengefasst: Die erste USV kann gegebenenfalls die Lastspitzen der zweiten USV nicht abfangen. Und wenn die erste USV auf Batterie springt, kann die zweite USV ebenfalls auf Batterie schalten weil die erste keinen ausreichend sauberen Sinus produziert.
Je billiger die USVen sind, desto wahrscheinlicher sind Probleme.
 
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Danke fuer die Hilfe. Also muss ich in ein groesseres Modell investieren oder die Last irgendwie verteilen.
 
AGB-Leser schrieb:
Natürlich, warum nicht? Die Spannungen sind beinahe identisch und den Rest regelt das BMS. Wird sogar direkt vom Hersteller verkauft, also warum sollte das ein Problem sein?
Du hast also nicht den Bleiakku mit einem LFP-Akku ersetzt, sondern durch ein Modul bestehen aus LFP plus BMS. Das ist ein gewaltiger Unterschied, noch dazu wenn vom Hersteller selbst vermarktet.
 
Hier ist die ganze Zeit von einem Lifepo4 inklusive BMS die Rede...

Und ja, das steckt alles im Gehäuse in der selben Bauform und wird auch vom Motorradhersteller verkauft
 
Eine LiFPoe4 braucht eine angepasste Ladecharakteristik. Das geht ohne Software-Update an der USV nicht.
Das BMS der LiFPoe regelt aber nicht die Ladetechnik des Laders.

Gutes Video dazu:
Auch hier musste der Lader getauscht werden.
 
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Redest du jetzt wieder von der USV oder ist das noch die Antwort auf meinen Beitrag?
Das mit der USV und Lifepo4 steht doch schon oben ein paar mal
 
Schulausstatter schrieb:
Also muss ich in ein groesseres Modell investieren oder die Last irgendwie verteilen.
Lieber so: Also muss ich in ein groesseres Modell investieren oder die Last irgendwie verteilen.

In eine neue USV zu investieren ist die vernünftigste Lösung.
 
Lastverteilung wäre kein Problem wenn das ein Server mit zwei Netzteilen und interner Lasterverteilung wäre. Mit nur einem Netzteil ist das keine Option.
 
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