Vanderpool & Pacifica in der Praxis?

10tacle

Admiral
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Mittlerweile gibt es ja schon einige CPU Modelle auf dem Markt die mit Virtualization Technology ausgestattet sind, bisher habe ich aber nirgends ein Praxistest darüber lesen können. Tausend Bruchstücke habe ich darüber schon gelesen, teilweise widersprechen sie sich aber meist war das nur der theoretische Plan.
Wie sieht es denn nun aus in der Praxis? Kann ich zweimal Windows XP installieren und einfach zwischen den beiden OS's hin und her schalten ohne Performanceeinbrüche zu haben im Vergleich zu einem System mit nur einem aktiven OS?

Wäre euch dankbar über eigene Erfahrungen oder Links zu Praxistests da mich das Thema echt interessiert
 
Ich glaube du verwechselst da was.

DIe aufgeführten Technologien sind nicht um 2 Betriebssysteme auf deinem Host zu installieren. So eine Technik ist zwar von Intel in der Planung, dieses ist aber erst eine Vorstufe dazu.

Bei den beiden Techniken handelt es sich um eine simple Beschleunigung von häufig in VMware und VirtualPC verwendeten Befehle. Oder eine Zusammenfassung von mehreren Befehlen in einen einzigen.


Auf die von dir beschriebene Technik musst du wohl noch Jahre warten.

Gruß
 
WiKi schrieb:
Die AMD I/O Virtualization Technology (auch unter dem Namen "Pacifica" bekannt) ist eine Technik zur Virtualisierung eines Computers. Mit dieser ist es möglich, ähnlich wie mit der Intel Virtualization Technology (VT) (auch unter dem Namen "Vanderpool" bekannt), einen Computer so aufzuteilen, dass man gleichzeitig und voneinander unabhängig mehrere Betriebssystem-Instanzen laufen lassen kann. Dies können mehrmals die gleichen Systeme oder aber auch beispielsweise Unix-artige Betriebssysteme und Windows Betriebssysteme gemischt sein.

Na was stimmt denn nun? *verwirrt bin*
 
Das Wikizitat stimmt ;)

Mit Vanderpool + Xen ist's bspw. möglich Windows und Linux gleichzeitig laufen zu lassen. Ohne Vanderpool geht das nicht, da das GastOS gepatcht werden muss. Mit der Hardwarevirtualisierung ist das nicht mehr nötig und deshalb lassen sich auch closed source betriebssysteme virtualisieren.
 
10tacle schrieb:
und wie sieht es aus mit "von einander unabhängig"? Wenn ja versteh ich nicht so ganz wieso man dann ne Software wie Xen benötigt.

[EDIT]
Keiner einer ne Erklärung?

das betriebssystem muss ja auch entsprechend ausgerichtet sein in ein anderes zu laden.
 
Du brauchst ein OS, das direkt auf deiner Hardware läuft (das HostOS). Im Moment macht sich da Linux oder NetBSD ganz gut, denn dort gibt's bereits XEN Hostkernel.

Innerhalb dieses OS kannst du dann unabhängig voneinander andere Systeme laufen lassen (als GastOS). Ohne diese Virtualisierungstechnik muss einiges emuliert werden, was das Ganze langsam macht. Mit VMware/VirtualPC/QEMU/Bochs/PearPC kann man das ja schon länger auch auf älteren CPUs realisieren, allerdings muss man dort einen höheren Performanceverlust des GastOS in Kauf nehmen (wobei man dabei auch nicht alle von mir genannten Tools direkt miteinander vergleichen kann ;)).

Ohne HostOS ist keine Virtualisierung möglich. Immer nur ein HostOS und darin dann ein oder mehrere GastOS. Das ist übrigens auch auf den großen Mainframes so.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus dem Grund hat man ja auch nicht nur 1, sondern 2-xx Rechner zuhause stehn :-)

Nimm dir doch einfach einen schnellen Rechner und viel RAM und dann installierste VMware Server. Ist seit letzter Woche sogar kostenlos. Dann machste dir virtuelle Maschinen die du zumüllst, mit denen zu surfst etc.... dann kannste die flott zurücksetzen.

Und wenn du zocken willst und Grafikperformance brauchst, dann schalteste VMware ab und nimmst deinen Host zum zocken.

Dann haste doch auch genau das was du willst.



Gruß
 
Das is ja doof. Ich dachte man kann einfach 2mal Windows XP installieren, ein zumüllen mit jedem Schrott und dann einfach zum zock0rn umschalten auf ein frisches WinXP oder so ähnliche Geschichten.

das wär zu schön um wahr zu sein :D .

Irgendwo (evtl CB) hab ich gelesen, dass Vanderpool und Pacifica eigtl gar nicht für den Privatanwender gedacht sind, sondern für die Industrie o.ä.
 
10tacle schrieb:
Das is ja doof. Ich dachte man kann einfach 2mal Windows XP installieren, ein zumüllen mit jedem Schrott und dann einfach zum zock0rn umschalten auf ein frisches WinXP oder so ähnliche Geschichten.

:(

Klar, wieso nicht? Du installierst Linux als Hostsystem und dann meinetwegen 5x Windows als GastOs
 
dcdead....das hatten wir doch alles schon...... die GRafikperformance in der virtuellen Maschine ist halt miserabel.


Gruß
 
10tacle schrieb:
[...] Ich dachte man kann einfach 2mal Windows XP installieren, ein zumüllen mit jedem Schrott und dann einfach zum zock0rn umschalten auf ein frisches WinXP oder so ähnliche Geschichten. [...]
Für diesen Zweck kannst du dir eine Multiboot Umgebung einrichten. 2x Windows XP auf unterschiedlichen Partitionen installieren und über den internen Bootmanager (oder besser noch Grub) das zu startende OS wählen.

Alternativ würde ich dir VMware empfehlen. Auf dem HostOS (in deinem Fall Windows XP zum Zocken) installierst du dir den VMware Player (dort ist die GUI-Performance besser als beim seit kurzem frei erhältlichen VMware Server) und im Player installierst du dir ein weiteres Windows XP (oder Linux/BSD/Solaris/...) mit dem du dann alles mögliche anstellen und testen kannst. Zum Anlegen der VM im Player kann ich den VMX Builder empfehlen.

Mit dieser Konstellation hältst du dein Hostsystem sauber und kannst das Ganze auch ohne neue Hardware (sprich: CPU mit Vanderpool/Pacifica) verwenden.

XEN wäre zwar für die Gastsysteme besser (weil performanter), läuft aber nur auf einem Linux/NetBSD-Host (für Windows ist da m.E. momentan nichts in Sicht ) und das scheint für dich ja auszufallen, weil du mit dem Host zusätzlich zocken möchtest.
 
@ 10tacle

Diese Technologien ermöglichen den virtuellen Maschinen Zugriff auf den physikalischen
Prozessor.

Eine solche Maschine kann derart von OS gekapselt werden, dass du dir einen Bootmanager
sparen kannst.
 
@Sgt. Barnes:
Du verwechselst parallel installierte (Host-) Systeme mit virtualisierten Gastsystemen. Nur erstes erfordert einen Bootmanager - ganz unabhängig davon, ob Vanderpool bzw. Pacifica vorhanden ist oder nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Zombie79

Mir geht es um ein zweites System für den Internetbetrieb, dies lässt sich per Bootmanager oder gekapselter virtueller Maschine realisieren.
Ich wüsste nicht, was daran zu verwechseln ist.
 
Da man hier ja nicht den vorherigen Beitrag zitieren darf, ging meine Andeutung wohl etwas daneben... Deswegen hier nochmal der Bezug zum Kontext:
Sgt. Barnes schrieb:
[...] Eine solche Maschine kann derart von OS gekapselt werden, dass du dir einen Bootmanager
sparen kannst.
An dieser Stelle erwähnst du Bootmanager und VM, wodurch der Eindruck entstehen könnte, dass man für manche VMs einen Bootmanager benötigen könnte. Der fett markierte Teil ist der Auslöser für mein Posting gewesen. ;)

Eine solche Maschine kann nicht nur vom OS gekapselt werden, so dass kein Bootmanager nötig ist. Sie ist immer so gekapselt, weil Bootmanager und VMs überhaupt nichts miteinander zu tun haben.
 
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