@wagga Es geht nicht darum, irgendwelche MB oder GB an Daten einzusparen. Jeglicher Code muss nunmal mit gewartet werden. Und 16Bit meint nicht nur Microsoft, dass es veraltet ist, es IST defacto veraltet und beinhaltet codetechnisch Krücken, die als alte Zöpfe einfach abgeschnitten gehören und bemessen an der geringen Userzahl, die es noch brauchen nicht mehr rechtfertigt, dafür in 64-Bit nachimplementiert zu werden.
Genau für solche Zwecke gibt es Emulatoren, Anwendungsvirtualisierer (wie VMware ThinApp) und Virtualisierer (Hypervisoren), die ältere Systeme bis auf neuester Hardware ausführen können. Windows 10 konnte solche Altanwendungen und Games deshalb noch ausführen, weil es das auch als 32-Bit-Variante gab und diese natürlich auch in Windows 10 x64 zur Verfügung steht. Dazu kommt, dass die GPU-Hersteller bestimmte alte DirectX-DLL-Versionen aufgegeben haben und auch Microsoft da ein paar Funktionen ausgebaut hat. Dadurch laden dann manche Spiele nicht bzw. stürzen mit Fehlermeldungen ab. Aber auch kein Problem, dann nimmt man einfach ältere DLL-Versionen oder virtualisiert eben ältere Betriebssysteme. Als nativ unterstützter Code hat sowas in aktuelleren Builds der Windows 11-Reihe jedenfalls nichts mehr verloren. Selbst im Linux-Umfeld schneidet man zunehmend solche alten Zöpfe ab, zurecht. Denn kaum wer, der die alten APIs noch benötigt, bezahlt auch für weiteren Support dafür. Es ist ziemlich vermessen, mehr und mehr zu verlangen, nur weil man meint, für einen kleinen Obolus mal ne Lizenz erworben zu haben. Nirgends und nie war Bestandteil bei Lizenzerwerb, dass man auf Ewig Anspruch auf Inklusiv-Support hätte und Spiele / Anwendungen auf Ewig immer nativ auf Neuesten Systemen funktionieren müssten. Konkret werden für jede Anwendung und jedes Spiel die Systemanforderungen angegeben. Diese Anforderungen beziehen sich trotz „oder neuer“ niemals auf bis dato noch nicht existente künftige Betriebssysteme, sondern immer nur auf Jene Betriebssysteme, die es am Markt aktuell gibt oder maximal noch Jene, die angekündigt sind (und über Preview-Kanäle vorab auf Kompatibilität getestet werden können).
Und zu Deiner Windows 10-Lizenz-Frage: Natürlich funktioniert ein Windows 11-Key nicht für Windows 10. Umgekehrt hingegen schon. Folglich nutzt ein Windows 10-Gast auch nicht den Windows 11-Key des Hosts. Das passiert i.d.R. aber ohnehin nie, denn der Witz von Virtualisierern ist ja, dass sie Hostsystem und Host-Calls von Gast-System und Gast-Calls voneinander isoliert, so auch die Lizenzabfragen. Virtuelle Gäste sind steht’s eigenständige Geräte, für die es auch eine eigene Einzelplatzlizenz braucht, wenn man diese in vollem Umfang vollständig freigeschaltet in einer VM nutzen möchte.
Wer unbedingt Support für ältere Systeme möchte, muss diesen halt einkaufen oder aber ist eben auf einen neuen Support-Geber beschränkt: in dem Fall auf die Entwickler von Virtualisierungslösungen und Emulatoren.
Möchtest Du mal mit weniger Overhead Virtualisieren, beschäftige Dich mal mit Anwendungsvirtualisierung (VMware ThinApp, Cameyo, Evalaze, App-V, AppX) und Containerisierung. Damit kriegt man nicht nur Anwendungen portabilisiert, sondern auch die einen oder anderen Uraltschätze fast nativ auch auf neuesten Windows 11-Rechnern unter 64-Bit zum laufen, auch 16-Bit-Urgetüme. Ansonsten halt wie gesagt: Hypervisoren nutzen. Und wenn Windows 10 22H2 32-Bit bei Dir noch kompatibel genug ist, dann virtualisiere eben dieses bei vorhandenem Nested-Virtualization-Feature, denn dann kann der Windows 10 x64-Gast ebenfalls seinen 32-Bit- und 16-Bit-Stack nativ ohne Leistungseinbußen virtualisieren. Wobei das nicht so viel Sinn macht, da ein virtualisiertes Windows 10 deutlich mehr Ressourcen verschlingt als ein virtualisiertes Windows 7, Vista, XP, 2000, ME oder 98. Vlt. wäre auch QEMU-Emulation inzwischen was für Dich, da diese auch nativ unter Windows 11 x64 läuft und aktuelle Rechner leistungsstark genug sind, auch Emulation performant genug auszuführen.
Ansonsten um noch Deine Frage zu beantworten, ob Du für Windows 10-Gast nicht eine eigene Lizenz bräuchtest: für vollständig freigeschaltet Feature-Umfang ja. Aber nur um Deine Altanwendungen/Games auszuführen brauchst Du nicht den vollständigen Featureumfang von Windows 10. Hier kannst Du Windows 10 auch einfach vollkommen legal unaktiviert als VM laufen lassen, denn Windows schaltet nicht einfach ab, nur weil man es nicht aktiviert. Da wird dann nur dieser eine Hinweis der fehlenden Aktivierung unten rechts angezeigt (den man aber ausblenden lassen kann oder bei gestarteten Spielen und Anwendungen nicht mal zu sehen ist) und einige Einstellungen in der Einstellungen-App sind ausgegraut, die aber irrelevant für die auszuführenden Anwendungen / Games in der VM sind. Ansonsten Kauf halt irgendwo für nen schmalen Taler eine gültige OEM-Windows 10-Lizenz (und ja, die gibt es, wenn man richtig recherchiert). Wer halt schlau war oder die Chance genutzt hat, hatte seinerzeit das jahrelange kostenlose Windows 10-Upgrade-Angebot von alten Windows 7-Lizenzen genutzt und die Windows 10-Aktivierung damit wenigstens einmal, und wenn es nur zum Testen war, durchgeführt. Damit ist es dann auch möglich, weiterhin Windows 10 (z.B. in einer VM) und selbst Windows 11 (als Host) mit solch markierten Windows 7-Keys zu aktivieren. Und falls mit Hardware, konkret Mainboard, verdongelt, dann diese Aktivierung halt mit einem Microsoft-Account (man kann sich auch einfach anonyme MS-Accounts anlegen) verknüpfen, dann kann man diese und somit den Key auch von Gerät zu Gerät oder zu VM-Geräten weiterhin übertragen.
Also viele Römer führen hier nach Weg, was eine korrekte Lizenzierung oder Virtualisierungsmöglichkeit betrifft.