Volksverschlüsselung wo fängt die geschäftliche Verwendung an ?

BeBur schrieb:
Ist da die Wartung inbegriffen? Monitoring von 0-Day Schwachstellen für den eingesetzten Technologiestack? Haftungsübernahme bei Problemen? Wie viel technischer Support ist inbegriffen wenn etwas nicht funktionieren während du dringend diese eine E-Mail abschicken musst?
Diese 1-Click Lösungen klingen da schon etwas besser.
Haftungsübernahme? Du hast noch nie eine AGB eines EMail-Providers gelesen oder? Abgesehen von ein paar wenigen Anbietern gibt es für Privatkunden und selbst KMUs keine belastbaren SLAs, dafür aber erschöpfenden Haftungsausschluss.
Der größte Gag ist ja, dass die 1-Clicklösungen bei Hetzner für den kleineren Preis ein SLA bieten und ein Datenverarbeitungsvertrag nach DSGVO (bei kommerzielle Nutzung zwingend) direkt angeboten wird.

BeBur schrieb:
sehe ich persönlich da kein großes Problem. Man sollte halt zu einem Unternehmen gehen, deren Hauptgeschäftsmodell das Anbieten von E-Mail Postfächern und vergleichbaren Diensten ist
Nur weil du darauf achtest einen gescheiten Mailprovider zu nutzen, bringt es dir halt überhaupt nichts, wenn alle Gegenstellen bei AWS, Azure, Google, ... liegen.

BeBur schrieb:
Ist das so? Ist das bei gmail nicht klar, dass sie die E-Mails analysieren und die Daten verkaufen bzw. kommerziell nutzen? Die hatten vor ein paar Jahren doch mal was geändert.
Die Bedingungen von Google (und Anderen) räumen in der Regel ein, dass die Emails gescannt werden, mindestens wegen Sicherheit, Mailware, ... . Im Komplettpaket der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen steht aber im Regelfall auch recht viel zur Datennutzung in Form von "Sie räumen die Lizenz an ihren Inhalten ein, die zum Betrieb unserer Services notwendig ist" [sinngemäß].
Google schreibt dann sowas wie "Wir zeigen Ihnen keine personalisierte Werbung auf Grundlage von Ihren Inhalten aus Google Drive, Gmail oder Google Fotos." https://policies.google.com/privacy?hl=de
Da wird eine Datenverarbeitung von Emailinhalten nicht ausgeschlossen, sondern nur zugesagt, diese nicht für Tarketing zu nutzen :freak:


Edit: Da hier mailbox.org zur Sprache kam. Heinlein sichert ja direkt mal ein 99,9% SLA zu und selbst der Haftungsauschluss ist deutlich besser als Branchenstandard. Der Peer Heinlein hat seinen guten Ruf wohl nicht umsonst.
 
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Piktogramm schrieb:
Im Komplettpaket der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen steht aber im Regelfall auch recht viel zur Datennutzung
So als Ergänzung: Da wäre auch mal eine rechtliche Einschätzung interessant, inwieweit so was legal ist.
Klar muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber gerade bei Diensten wo noch potentiell Daten von weiteren Menschen involviert sind, kann man eben als Konzern nicht von einer Einwilligung ausgehen (zumindest wenns von 'nem anderen Provider kommt).

Bei Fotos gibts im Prinzip das Gleiche. Möchte nicht wissen, wo überall Fotos von mir existieren bloß weil ich irgendwo mal zufällig im Hintergrund stand.

Die Standardanwort ist da vermutlich, das da der Kunde selbst drauf achten muss, das er keine Rechtsverletzung begeht. Das würde ich aber als unzureichend erachten. Es ist halt ein Tool, mit dem man sehr leicht (unbewusst) Rechtsverletzungen begehen kann. In anderen Bereichen haben wir ja auch entsprechende Regularien. Man denke nur allein an viele Bauvorschriften.
Und die Politik ist doch sonst immer schnell dabei mit "Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein". :-)
 
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