Wann um eine Umschulung bitten?

Zerbich

Commander
Registriert
Juni 2008
Beiträge
2.398
Hallo,

ich arbeite im Moment im Einzelhandel, kann dies aber nicht mehr ausführen, da ich es einfach nicht mehr schaffe so lange auf den Füßen zu sein. Ich habe solche großen Fußschmerzen, dass ich mich ständig hinsetzen muss. Ich gehe schon Jahre lang zum Arzt und bekomme Schuheinlagen, die mir leider nichts gebracht haben.

Darum habe ich mir überlegt, zum Arbeitsamt zu gehen und um eine Umschulung zu bitten.
Ich habe gehört, dass man diese nur sehr schwer bekommt und die immer "rum zicken".
Meint ihr, ich habe Chancen, wenn ich hingehe, obwohl ich noch Fest eingestellt bin?
Traue mich nicht zu kündigen und auf gut Glück eine Umschulung zu bekommen... (Finanziell gesehen).

danke!
 
Der Gang lohnt erst wenn du das Schriftlich vom Arzt mitbekommst. Aber warum verschreibt dir dein Arzt nur Einlagen? Was sagt der Orthopäde? Kann man operieren? Das wären die Dinge die ich vor dem Versuch einer Umschulung prüfen würde.
 
ich habe am Di. einen Termin beim Chirurgen. Werde ihn einmal darauf ansprechen. Mein Hausarzt meinte, man soll am Fuß niemals etwas operieren.
 
Natürlich kann man Diverses am Fuß operieren... ist nur die Frage ob das bei dir in Frage kommt.
Wenn es mit Einlagen nicht besser wird muss man ja einfach den nächsten Schritt gehen.
 
Habe es einmal mit so einem "igel Ball" täglich am PC versucht, ja :)

Ich würde meine Krankheit (Wenn man das so nennen kann) eigentlich dafür "benutzen" eine Umschulung zu bekommen.
Die Frage ist nur, ob ich mit Hilfe von einem Arzt dies bekomme.
Versteht mich nicht falsch, ich habe diese Beschwerden wirklich! Nur würde ich es zugleich angenehmer finden, nicht mehr den ganzen Tag im Laden zu stehen und sich mit Kunden rum ärgern zu müssen.

Ich kann ja mal am Di. Rückmeldung geben, was der Arzt zu einer OP sagt.
 
Nun dein eigener Arzt wird nicht ausreichen... er ist nur die "Eintrittskarte" damit du da überhaupt ernst genommen wirst... die werden dich für ein Gutachten wohl noch zu nem eigenen Arzt schicken... wenn der sagt das du mit dem Problem deinen Job nicht mehr ausüben kannst wird erstmal geguckt ob du nicht ohne Umschulung woanders arbeiten kannst wo du nicht soviel stehen musst.

Davon ab... dein jetziger AG muss dir deinen Arbeitsplatz - wenn möglich - so gestalten das du mit deinem Problem arbeiten kannst.
Z.B. ein "Stehsitz" der deinen Fuß entlastet... Evtl. kann dir da ein Experte für Arbeitsrecht weiterhelfen.
 
Meine Freundin hatte das Thema auch schon und die Möglichkeit eine Umschulung zu bekommen, ist wirklich sehr schwierig.

Die ganz große Frage die nämlich kommen wird, ist: welchen Beruf würdest Du stattdessen ausüben wollen ? Die Umschulung soll ja nicht nur bewirken dass Du einen neuen Beruf erlernst, sondern auch hinterher darin eine Jobchance hast.
So wird eine Umschulung zum z.B. Bürokaufmann kaum noch unterstützt, weil die Jobchancen hinterher eher schlecht sind bzw. die Anzahl der Mitbewerber immens ist.

Die übrigens Hürden wurden hier schon erwähnt; Du schreibst das Du nicht lange stehen könntest. Ein medizinischer Gutachter wird ermitteln wielange Du denn genau stehen kannst.
Zudem wirst Du im Einzelhandel nicht permanent stehen, sondern auch mal gehen können. Pausen hast Du auch. Es spräche ja nichts dagegen wenn mit Deinem Chef eine Vereinbarung getroffen wird, dass Du z.B. täglich 30 Minuten mehr Pause hast, die Du frei einteilen kannst.
Alternativ könnte man Dir auch eine Position an der Kasse oder im Büro anbieten, wo der Sitzanteil entsprechend höher ist.
Wenn natürlich betriebliche Umstände dies nicht ermöglichen, hat man schon wieder bessere Karten. Die größte Hürde bleibt aber meist die gesundheitliche Einschätzung.

Mein Ratschlag:
Überleg Dir zunächst welchen Beruf Du überhaupt in Zukunft ausüben willst. Bewirb Dich dann auf eine neue Ausbildung in einem regulären Betrieb.
Bedenke hierbei, dass ein ausschließlich sitzender Berut langfristig auch nicht sehr gesundheitsförderlich ist.

Gleichzeitig würde ich überlegen ob Du vielleicht Deinen Arbeitsalltag verbessern kannst, z.B. die Pausenzeit etwas mehr aufteilen, lieber 4x 15 Minuten als 1x 1 Stunde beispielsweise oder eine Sitzgelegenheit außerhalb des Kundensichtfelds schaffen (z.B. ein Platz im Büro/Lager).
Bist Du Raucher ? Falls nicht, sehr gut! Sind bei euch im Unternehmen "Raucherpausen" üblich, würde ich beim Vorgesetzten anbringen, dass Du gerne jede Stunde mal eine 5-minütige "Sitzpause" einschieben möchtest. Vielleicht hat er ja Verständnis und ermöglicht dies unbürokratisch.
 
Ich habe Gestern einen Bekannten gefragt, der früher mal im Arbeitsamt gearbeitet hat.
Er meinte solange ich einen Job habe, bekomme ich niemals eine Umschulung. Außerdem meinte er, dass das Arbeitsamt schauen würde, mir eher so einen Arbeitsplatz im Büro zu geben, anstatt eine Umschulung, da ich eine Kaufmännischen Ausbildung habe :-/

Klingt ja eigentlich nicht schlecht, da ich mir so ca. 2 Jahre sparen würde. Nur da kommt dann der Punkt wie bei meinem Vorredner... es sind in der Jobbörse keine Stellen ausgeschrieben...

Nun zu meinem Arbeitsplatz: (Großes Unternehmen)
Ich arbeite schon mit Stehhilfen aber das reicht nicht. Mir tun die Füße sogar Abends im Bett so arg weh, dass ich mich auf die Seite legen muss, da dann das Gewicht nicht auf die Fersen fällt. Einen Büroplatz oder sonstiges gibt es bei mir leider nicht.

Ich habe eben mal Vivento eine Mail geschrieben, ob es möglich ist, sich intern versetzen lassen zu können...
(Von Filiale in die Zentrale oder sonstiges)
 
Zurück
Oben