Wann zu einer Firma werden?

A

ArtjomZab

Gast
Hi,

nehmen wir an ich biete einen PC Reparatur-Service an und verkaufe auch etwas Hardware, auch über meinen eigenen Online-Shop, hm der auch eine Schnittstelle zu Ebay hat.
Soweit einfach als Privatperson oder bin ich in diesem Falle verpflichtet irgendeine rechtliche Form im wirtschaftlichen Geschehen anzunehmen, also eine GmbH oder UG und was es da noch so gibt?

ich hab schon oft geschichten gehört wo leute privat viel geld mit einer dienstleistunge gemacht haben und irgendwann vom finanzamt die empfehlung oder den hinweis bekommen haben dass sie doch lieber eine firma gründen sollten.

Hat das etwas mit der menge des verdienten geldes zu tun?

Und allgemein, am Beispiel des Reparatur-Service, Reingewinn A als privat Person und Reingewinn B als Firma, unterscheidet sich das? steht mal als firma oder als privatperson finanziell besser da?
 
Schnellstens ein Gewerbe anmelden, wenn dein PC-Service nicht nur "Nachbarschaftshilfe" ist/sein soll.
Kostet 20 EUR, dauert 2 Minuten. Ab ins Bürgerbüro..
 
Man sollte es privat, zb. bei ebay, nur nicht übertreiben.
Sonst bekommst Post vom Finanzamt. :lol:
Wenn du jedoch noch Reparaturservice anbietest musst das gewerblich machen weil sonst bist ja Schwarzarbeiter !
 
oder man wird von einem netten anwalt abgemahnt ^^
wenn du eine firma gründest mach dir auch über die haftung gedanken, z.b. haftest du bei einer gbr unbegrenzt und persönlich...
 
Ich würde anstatt Wikipedia andere Mittel heranziehen, um sich zu informieren. Der sicherste Weg ist, wenn man zu einem Anwalt geht, der sich auf Firmenrecht spezialisiert hat.

Da macht man nichts falsch.
 
Dringend "Kleingewerbe" anmelden, wenn du mit deinem "Reperatur-Service" Geld verdienst und damit nicht nur Freunden hilfst, die dir einfach einen "kleinen Unkostenbeitrag" erstatten (wobei der eigentlich schon unter "schwarz" fällt). Ansonsten könntest du Post vom Finanzamt bekommen und zwar wegen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit. Ist beides ziemlich teuer.
 
Machst du das Hautberuflich oder nur nebenher?

Jetzt ein paar einfache Empfehlungen ohne weitere Kenntnisse deiner Situation:

Gründe einen http://de.wikipedia.org/wiki/Einzelunternehmen_(Deutschland) und dann hast du rechtlich Ruhe.
Bedenke aber das du uU. Gewerbesteuer (musst du auch zahlen wenn deine Firma nicht "aktiv" ist) und Umsatzsteuer zahlen musst.

Bedenke aber das du mit den gesamten Vermögen (auch privaten) haftest und auch anderen Gesetzlichkeiten wie Gewährleistungen usw. unterliegst.

Das sicherste ist eine GmbH + eventuell die Sonderform & Co. KG (hier benötigst du eine Einlage) oder Kommanditgesellschaft (da brauchst du aber noch jemanden der als Gesellschafter mit einsteigt). Eine OHG ist eventuell eine Option aber lass dich da am besten Beraten!

Was du jetzt machst ist eventuell eine Grauzone und es kann dazu recht viel Ärger mit den Behörden geben kann.

MfG
 
Reingewinn A als privat Person und Reingewinn B als Firma, unterscheidet sich das?
Reingewinn ist es ja erst wenn Du Deine Steuern und Abgaben gezahlt hast, dann ist es eigentlich egal ob eine Firma (also eine GmbH oder UG) oder Du als Privatmann mit Gewerbe (Einzelkaufmann) arbeitest, Hauptsache ist nur das es angemeldet ist, man kann auch ein Kleingewerbe anmelden, solange man unter klar definierten Umsätzen bleibt.

Anwalt geht, der sich auf Firmenrecht spezialisiert hat.
Finde ich ein wenig übertrieben für das was er möchte, der nimmt nämlich auch Geld für seine Beratung.
 
anwalt brauchst du nicht, der kostet unnötig geld! melde als gewerbe ein kleinunternehmen an, so darfst du bis 17.500 euro umsatz im jahr haben! umsatz ist nicht nur verkaufspreis, dazu kommen immer noch die versandkosten. bist du dann über 17.500 umsatz im jahr, fällt im nächsten jahr der kleinunternehmerstatus weg, du musst ab diesem jahr dann vorab ans finanzamt löhnen. vorteil kleinunternehmer: mehrwertsteuer wird nicht ausgewiesen. du zahlst nur steuern für den reingewinn in einem geschäftsjahr. du musst jetzt schon rechnen und überlegen, ob die 17.500 reichen oder ob es deutlich mehr werden wird. ich habe selbst den kleinunternehmerstatus, bin im 3. jahr. meine unterlagen für 2009 liegen gerade beim steuerberater, der will dann auch noch was abhaben vom kuchen, ca. 500 euro! naja...
 
So eine kleine PC-Firma ist auch kein leichtes Unterfangen. Wenn du etwas Hardware verkaufst musst du auch um Garantie etc kümmern...
 
"Privat" Geld verdienen geht nicht...zumindest nicht legal. Sobald du auf Gewinnerzielung ausgerichtet bist, handelst du gewerblich - du bist also nicht in einer "Grauzone", sondern bereits schlicht im tiefschwarzen Bereich. Grundlage für "Gewerbe ja oder nein" ist die Frage der sog. Gewinnerzielungsabsicht.

Die Frage, ob man als Privatperson besser dastünde, könnte man bereits als Vorhandensein einer gewissen kriminellen Energie verstehen ;).
 
Zuletzt bearbeitet:
Überlege dir das gut, du hättest im Fall einer Gewerbeanmeldung viel Papierkram mit dem Finanzamt, irgendwelche Verbände halten die Hände auf und kassieren Zwangsgebühren wie die IHK und die GEZ steht auch auf der Matte.
 
@GodCast
Du denkst also es ist besser weiterhin alles "schwarz" zu machen?
 
@werkam

Das habe ich nicht gesagt, man sollte sich nur gut überlegen in welchem Umfang die Sache geschieht bzw. geschehen muss damit sich der Aufwand lohnt. Allein GEZ, Geschäftskonto, IHK Beiträge, Versicherungen & Papierkram mit dem Finanzamt verursachen monatliche Kosten (also Zeit und Geld).
 
Was man ja dementsprechend einnimmt, die Kosten kann man absetzen, also mindern sie den Gewinn der versteuert werden muss.

Habe nicht gewusst, das man GEZ Beiträge zahlen muss, wenn man PCs repariert. Die sind doch erst fällig wenn man im Firmenwagen ein Autoradio betreibt.
 
darum gehts doch nicht, ich meine das Geschäft muss einen gewissen Umfang haben (Umsatz), damit sich der Fixaufwand lohnt.
Das mit der GEZ kannst denen mal erzählen, soweit ich weiß gibt es da inzwischen entsprechende Urteile, dass man nicht für gewerblich genutzte Computer bezahlen muss, verlassen würde ich mich aber nicht wenn die vor der Tür stehen oder Bettelbriefe schicken.
 
Gehe nicht blauäugig an die Sache dran, informiere dich genau über deine Rechte und Pflichten.

Einen Gewerbeschein bekommst du in 3 Min., da hängt aber viel mehr dran.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du dich bei der IHK in Seminaren kundig machen und! einen Steuerberater aufsuchen.
 
danke für die vielen antworten. nja habe natürlich vergessen dass eine "firma" auch in gewisser weise eine rechtliche absicherung bedeuted. findet ihr denn die UG (Unternehmer Gesellschaft) eine gute Lösung?

also dass mit dem reparaturservice war nur ein beispiel^^

...sagen wir ich mache 30000 EUR umsatz bei 29,83 % umsatzsteuer, dh. fast 10000 an vater stadt oO :eek:
 
Lies mal hier:
http://www.ug-gesellschaft.de/

Besonders die Pflichten, z.B.

Gründung muss durch einen Notar begleitet werden (--> Kosten)
25% des Jahresgewinn muss als Rücklage gelegt werden, bis 25.000EUR erreicht sind
usw.

Wenn Dein Umsatz nicht mehr als 17.500 EUR/Jahr ist, solltest Du einfach nur zum Gewerbeamt gehen und Dich als Einzelunternehmer mit voller Privathaftung anmelden. Sollte Dir das Haftungsrisiko zu hoch sein, dann melde eine UG an.

Sollte Dein Umsatz entsprechend höher liegen, solltest Du die Kosten für eine Beratung bei einem Fachanwalt ggf. nicht scheuen.
 
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