Ich verstehe ja, wenn Leute sagen: "Ich finde es doof, mich umgewöhnen zu müssen, was Neues lernen zu müssen, und obendrein noch etwas, was an manchen Stellen wirklich intransparent ist."
Und ich verstehe auch, dass das bei Leuten ohne IT-Affinität noch viel stärker ist.
Gleichzeitig würde ich dennoch jedem empfehlen, es mal auszuprobieren. Dort, wo es nicht "weh tut". Wie eben hier auf ComputerBase. Hier wird man weder drangsaliert noch verliert man die Möglichkeit sich mit dem Passwort einzuloggen. Und ausprobieren deshalb, weil um mal zu kucken: "Bekomme ich meinen Passkey von einem System auf ein anderes? Wie handhabe ich den Verlust eines Systems?"
Es klingt dumm, aber gerade die negativen Erfahrungen dabei sind die wertvollen. Nehmen wir Dinge wie Backups oder die Herdplatte: Man kann die Dinge predigen, aber der effektivste Lehrer ist die eigene Erfahrung. Passkeys führen nicht dazu, dass man sich aussperrt, das macht ein Passwort auch nicht. Der einzige, der sich aussperren kann ist der Benutzer selbst, weil er keine Vorbereitung getroffen hat . Zum Aussprerren wird es nicht kommen, aber alleine schon der "Frust", wie ein Backup/Sync funktioniert hilft schon - außer man setzt von Anfang an auf eine entsprechende Lösung, weil man sich der Notwendigkeit schon bewusst ist (wie Bitwarden/Vaultwarden, KeepassXC, Sync im Apple-Kosmos...).
(edit: Ein Klugscheißer würde sagen, dass auch der Anbieter einen aussperren kann, absichtlich oder unabsichtlich, und ja, das stimmt, aber es ist nicht der Schlüssel. Wenn ein Vermieter das Schloss an der Wohnung tauscht, dann sperrt einen nicht der eigene Schlüssel aus...)
Ja, ich habe auch schon mal das Sicherheitsgurt-Beispiel für einen Zwang gebracht (nicht hier im Thread), aber das hinkt etwas, weil es ein gesetzlicher Zwang ist. Aber dennoch zeigt es, dass Menschen Zwänge häufig ablehnen - ich nehme ich da selbst nicht raus. Das war auch beim Sicherheitsgurt damals der Fall (Edit: damit meinte ich nicht mich, ich war damals noch nicht auf der Welt). Nehmen wir Steam. Am Anfang optional, als HL2 kam Pflicht (edit: Und ich glaube auch schon mit CS1.6 Pflicht, shame on you, Valve!). Die Ablehnung war damals groß (und die Internetbandbreite klein), wobei ähnlich bei GTA kann sich der Hersteller nun mal fast alles erlauben und konnte den Zwang durchsetzen. Damals waren die Nachteile von Steam an vielen Stellen größer. Heute liebe ich Steam. Klar, die Möglichkeit des fehlenden Gebrauchtmarkts ist real, andererseits kaufe ich doch eh quasi nie zum Vollpreis bis auf wenige Ausnahmen, und bei Nicht-Vollpreis-Titel lohnt sich der Wiederverkauf doch eh meist kaum und bei Vollpreis-Titel ist die Überzeugung bei mir so groß, dass ich nicht verkaufen würde, höchstens einen Refund, wenn ich mich total geirrt hätte.
Was das eigentlich schlimme an der Ablehnung durch Zwang ist, ist häufig, dass es das Thema auf eine emotionale Ebene bewegt weg von der sachlichen. Jetzt werden viele sagen "Hey, aber hier war doch niemand/kaum jemand emotional?" Schon, oder zumindest nicht offensichtlich. Aber die Argumente, die kommen, sind häufig eine Folge der Emotion und nicht wirklich rational. Die Argumentation folgt den Gefühlen. Und das - so behaupte ich - erkennt man bei manchen Argumenten durchaus.
Zwang führt fast immer dazu, dass die Leute sich nicht rational mit den Vor- und Nachteilen beschäftigen. Und mein "Vorteil" bei Passkeys war, dass ich mich mit der Thematik beschäftigt hatte, noch bevor irgendeine Seite mir überhaupt Passkeys angeboten hätte geschweige denn es einen Zwang gegeben hätte. Ich war also neugierig und freute mich darauf, auch in der Hoffnung, dass es dem "Bitte ändern Sie Ihr Passwort"-Unsinn ein Ende setzt und mich auch davor bewahrt, kryptische generierte Kennwörter auf einer frickeligen Smartphone-Tastatur eingeben zu müssen. Ich möchte mich hier nicht als tollen Hecht oder tollenTyp darstellen, weil wie gesagt, bei mir führt Zwang auch zu Ablehnung - nehmen wir GTA5, das wollte ich vor kurzem mal spielen, ich habe es bislang nur vielleicht 1h gespielt. Und was kommt beim Start? Ich soll einen fucking Rockstar-Account machen? Wtf... das musste ich beim Kauf damals nicht. Ich lehne diesen (nachträglichen!) Zwang absolut ab und ich habe es nicht gespielt. Fuck you, Rockstar, für diese nachträglichen Benachteiligung des Kunden. Und bin ich hier emotional: Mit Sicherheit.
Und ich verstehe auch, dass das bei Leuten ohne IT-Affinität noch viel stärker ist.
Gleichzeitig würde ich dennoch jedem empfehlen, es mal auszuprobieren. Dort, wo es nicht "weh tut". Wie eben hier auf ComputerBase. Hier wird man weder drangsaliert noch verliert man die Möglichkeit sich mit dem Passwort einzuloggen. Und ausprobieren deshalb, weil um mal zu kucken: "Bekomme ich meinen Passkey von einem System auf ein anderes? Wie handhabe ich den Verlust eines Systems?"
Es klingt dumm, aber gerade die negativen Erfahrungen dabei sind die wertvollen. Nehmen wir Dinge wie Backups oder die Herdplatte: Man kann die Dinge predigen, aber der effektivste Lehrer ist die eigene Erfahrung. Passkeys führen nicht dazu, dass man sich aussperrt, das macht ein Passwort auch nicht. Der einzige, der sich aussperren kann ist der Benutzer selbst, weil er keine Vorbereitung getroffen hat . Zum Aussprerren wird es nicht kommen, aber alleine schon der "Frust", wie ein Backup/Sync funktioniert hilft schon - außer man setzt von Anfang an auf eine entsprechende Lösung, weil man sich der Notwendigkeit schon bewusst ist (wie Bitwarden/Vaultwarden, KeepassXC, Sync im Apple-Kosmos...).
(edit: Ein Klugscheißer würde sagen, dass auch der Anbieter einen aussperren kann, absichtlich oder unabsichtlich, und ja, das stimmt, aber es ist nicht der Schlüssel. Wenn ein Vermieter das Schloss an der Wohnung tauscht, dann sperrt einen nicht der eigene Schlüssel aus...)
Ja, ich habe auch schon mal das Sicherheitsgurt-Beispiel für einen Zwang gebracht (nicht hier im Thread), aber das hinkt etwas, weil es ein gesetzlicher Zwang ist. Aber dennoch zeigt es, dass Menschen Zwänge häufig ablehnen - ich nehme ich da selbst nicht raus. Das war auch beim Sicherheitsgurt damals der Fall (Edit: damit meinte ich nicht mich, ich war damals noch nicht auf der Welt). Nehmen wir Steam. Am Anfang optional, als HL2 kam Pflicht (edit: Und ich glaube auch schon mit CS1.6 Pflicht, shame on you, Valve!). Die Ablehnung war damals groß (und die Internetbandbreite klein), wobei ähnlich bei GTA kann sich der Hersteller nun mal fast alles erlauben und konnte den Zwang durchsetzen. Damals waren die Nachteile von Steam an vielen Stellen größer. Heute liebe ich Steam. Klar, die Möglichkeit des fehlenden Gebrauchtmarkts ist real, andererseits kaufe ich doch eh quasi nie zum Vollpreis bis auf wenige Ausnahmen, und bei Nicht-Vollpreis-Titel lohnt sich der Wiederverkauf doch eh meist kaum und bei Vollpreis-Titel ist die Überzeugung bei mir so groß, dass ich nicht verkaufen würde, höchstens einen Refund, wenn ich mich total geirrt hätte.
Was das eigentlich schlimme an der Ablehnung durch Zwang ist, ist häufig, dass es das Thema auf eine emotionale Ebene bewegt weg von der sachlichen. Jetzt werden viele sagen "Hey, aber hier war doch niemand/kaum jemand emotional?" Schon, oder zumindest nicht offensichtlich. Aber die Argumente, die kommen, sind häufig eine Folge der Emotion und nicht wirklich rational. Die Argumentation folgt den Gefühlen. Und das - so behaupte ich - erkennt man bei manchen Argumenten durchaus.
Zwang führt fast immer dazu, dass die Leute sich nicht rational mit den Vor- und Nachteilen beschäftigen. Und mein "Vorteil" bei Passkeys war, dass ich mich mit der Thematik beschäftigt hatte, noch bevor irgendeine Seite mir überhaupt Passkeys angeboten hätte geschweige denn es einen Zwang gegeben hätte. Ich war also neugierig und freute mich darauf, auch in der Hoffnung, dass es dem "Bitte ändern Sie Ihr Passwort"-Unsinn ein Ende setzt und mich auch davor bewahrt, kryptische generierte Kennwörter auf einer frickeligen Smartphone-Tastatur eingeben zu müssen. Ich möchte mich hier nicht als tollen Hecht oder tollenTyp darstellen, weil wie gesagt, bei mir führt Zwang auch zu Ablehnung - nehmen wir GTA5, das wollte ich vor kurzem mal spielen, ich habe es bislang nur vielleicht 1h gespielt. Und was kommt beim Start? Ich soll einen fucking Rockstar-Account machen? Wtf... das musste ich beim Kauf damals nicht. Ich lehne diesen (nachträglichen!) Zwang absolut ab und ich habe es nicht gespielt. Fuck you, Rockstar, für diese nachträglichen Benachteiligung des Kunden. Und bin ich hier emotional: Mit Sicherheit.
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